Auf, auf, zum fröhlichen Jagen

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Die Jagd gehörte als eine der zentralen fürstlichen Vergnügungen ebenso zur herrscherlichen Selbstdarstellung der Barockzeit wie rauschende Feste, exquisite Kunstsammlungen oder prunkvolle Schlösser. Auch die sächsischen Kurfürsten waren von der Jagdleidenschaft erfaßt. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die Parforcejagd, eine mit einer Hundemeute durchgeführte Hetzjagd zu Pferd auf Füchse, Hirsche oder Wildschweine.
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Himmelsscheibe von Nebra durchleuchtet

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Erstmals haben Forscher einen Blick ins Innere der Himmelsscheibe von Nebra geworfen. Ein Computertomograf hat das berühmteste archäologische Fundstück Deutschlands durchleuchtet. Eine echte Überraschung brachte aber erst die Untersuchung zweier Schwerter, die mit der Scheibe gefunden worden waren.
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800 Gräber von Römern und Franken gefunden

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Archäologen haben im Braunkohlentagebau Inden einen Friedhof mit 800 römischen und fränkischen Gräbern aus dem 3. bis 7. Jahrhundert entdeckt und kostbare Grabbeigaben geborgen. Das teilte das rheinische Amt für Bodendenkmalpflege gestern in Titz mit. Zu den Fundstücken gehören silberne Broschen mit Edelsteinauflagen, Ketten und Gefäße. Nach der Bergung und der wissenschaftlichen Auswertung wurde der Fundort im Zuge der Braunkohlegewinnung abgebaggert.
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Deutscher Imperialismus

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Als Kolonialmacht spielte Deutschland insgesamt nur eine periphere Rolle, die auch lange ein Randgebiet der Historiographie blieb. Zwei neue Studien wenden sich nun dem Thema und seinen Bezügen zum deutschen Selbstverständnis zu.
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Kepler unter Verdacht

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Im Februar 1600 treffen in Prag der dänische Astronom und Edelmann Tycho Brahe und der damals noch gar nicht berühmte Johannes Kepler zusammen. Brahe ist zu diesem Zeitpunkt Kaiserlicher Mathematiker am Hof des deutsch-römischen Kaisers Rudolf II. Sein Lebenswerk – 40 Jahre akribische Beobachtung der Himmelskörper – ist von grossem wissenschaftlichem Wert. Kepler wird Brahes Assistent.
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Neues Sappho-Gedicht gefunden

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Ein bisher unveröffentlichtes Gedicht von Sappho, der größten Lyrikerin des Altertums, ist am Freitag in der "Times" abgedruckt worden. Das Gedicht, das über das Altern und die verlorene Jugend reflektiert, wurde nach Angaben des Blatts im letzten Jahr in der Papyrushülle einer ägyptischen Mumie entdeckt. Das Werk umfasst 101 Worte.
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Mustermanns Schein

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In Polyphems Höhle gab sich Odysseus als "Niemand" aus, was den Zyklopen natürlich verwirrte: "Wer hat mir das angetan?" wird sich der geblendete Unhold gefragt haben: "Niemand?" Doch selbst wenn der listenreiche Grieche sich als Klaus Mustermann ausgewiesen hätte, so hätte das Polyphem nichts genutzt, weil er nicht nur sein Augenlicht verloren hatte, sondern wohl auch Analphabet war.
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Älteste alphabetische Inschrift übersetzt

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Ein Mainzer Forscher hat nach eigenen Angaben die älteste bekannte alphabetische Inschrift der Welt erstmals vollständig übersetzt. Freundlich ist deren Inhalt nicht: Es handelt sich um einen 3000 Jahre alten Fluch gegen Grabschänder.
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Silbermünze aus Wrack vor Helgoland geholt

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Sporttaucher haben bei einer Schatzsuche vor Helgoland ein Wrack entdeckt und eine 250 Jahre alte Silbermünze geborgen. Um was für ein Schiff es sich handelt, war zunächst unklar, bestätigte Wolfgang Bauch vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein am Freitag einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Das Amt prüfe zur Zeit, in welche Zuständigkeit dieser Fund falle. Das Geldstück mit dem Abbild des französischen Königs Ludwig XV. (1710-1774) lag 16 Seemeilen vor der Insel in 20 Metern Tiefe.
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Ein Heldenepos mit 2442 Strophen

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Vor 250 Jahren wurde im Palast von Hohenems im Vorarlberger Rheintal die Handschrift C des Nibelungenliedes entdeckt. Mit ihren 2442 Strophen ist die Handschrift C die umfangreichste und wohl auch älteste. Seit dem Jahr 2001 befindet sich der Codex als Eigentum der Landesbank Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe.
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Du sollst dir ein Bildnis machen

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Sah Christus nun aus wie Jim Caviezel, wie ein Neandertaler oder doch wie Martin Norz? Eine durchaus aktuelle Frage, so blasphemisch sie zunächst anmuten mag. Denn Jim Caviezel spielte Christus in dem umstrittenen Film "Die Passion Christi" von Mel Gibson. Eine (angeblich) historisch-kriminalistische Rekonstruktion des Christusgesichtes, die zur gleichen Zeit durch die Presse geisterte, erinnerte stark an einen Neandertaler.
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(C) Daniel Oswald