Römischer Staatsbau am Rhein

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Im Jahr 69 n. Chr. riefen die in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (dem heutigen Köln) stationierten römischen Truppen ihren Kommandanten Vitellius zum neuen Kaiser des Imperiums aus. Der antike Autor Sueton schreibt in seinen Kaiserbiographien „Das Leben der Cäsaren“ über dieses Ereignis: „Er [Vitellius] kehrte erst ins Praetorium zurück, als das Speisezimmer, das durch den Kamin Feuer gefangen hatte, in Flammen stand. Als darüber große Bestürzung herrschte und man hierin ein böses Vorzeichen erblickte, sprach er: „Seid guten Mutes! Für uns hat es geleuchtet!“ Doch noch im selben Jahr wurde er durch Vespasian besiegt.
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Frauen von Format

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Die belgische Stadt Mechelen eröffnet ihr neues Kulturzentrum Lamot mit einer internationalen Ausstellung zur weiblichen Hofkultur um 1500. Im Mittelpunkt der Ausstellung in Mechelen, die vom 17. September bis zum 18. Dezember 2005 zu sehen sein wird, stehen zwei einflußreiche Frauen: Margarete von York (1446–1503) und Margarete von Österreich (1480–1530). Bereits in jungen Jahren zu Witwen geworden, errichteten sie ihre Residenzen im damals bedeutenden Mechelen, dem ehemaligen Verwaltungs- und Regierungszentrum der burgundischen Niederlande.
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Dem Tintenfraß zum Trotz

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Schimmel und Tintenfraß machen den deutschen Bibliotheken und Archiven zu schaffen. Am 2. September gewähren viele Institutionen deshalb einen Blick hinter die Kulissen - um genau ein Jahr nach dem Brand der Anna Amalia Bibliothek auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.
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Grabungen an Orten des Grauens

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Im Mittelalter wurden selbst kleine Vergehen grausam bestraft. Delinquenten wurden geköpft, verstümmelt, gerädert oder ausgeweidet. Archäologen graben mit wachsendem Eifer an alten Richtstätten - und stoßen auf Spuren tragischer Schicksale.
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Familiengräber aus der Steinzeit entdeckt

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Seit einiger Zeit schon werden in Eula in Sachsen-Anhalt immer wieder neue Funde aus der Steinzeit zu Tage gefördert. Jetzt fanden Ärchäologen eine Reihe von Familiengräbern. Die Art, wie die Menschen beerdigt wurden, erlaubt Schlüsse über ihre Religion und Gesellschaft.
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Wie der Speer die Steinzeit veränderte

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Die Bewaffnung der Steinzeitmenschen hat ein amerikanischer Anthropologe untersucht. Die Erfindung des Speers, so sein Fazit, veränderte dramatisch das Bedrohungs-Gleichgewicht - und führte so womöglich zur Auswanderung des Menschen aus Afrika.
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... und der nächste Goldfund ist gemacht

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Zwei goldene Lockenringe aus der Jungsteinzeit sind bei Ausgrabungen im deutschen Apfelstädt (Kreis Gotha) entdeckt worden. Die spiralförmigen Haar-Schmuckstücke seien 2000 bis 2500 vor unserer Zeitrechnung angefertigt worden, sagte Landratsamts-Sprecher Adrian Weber am Freitag und bestätigte einen Bericht des MDR Thüringen Journal.
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Archäologen graben mitten in Mexiko-Stadt nach Azteken-Skulptur

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Archäologen haben sich unter dem Verkehrsgewühl von Mexikostadt vorbei an Telefonkabeln und Elektrizitätsleitungen ins Erdreich gegraben, um eine mehrere hundert Jahre alte Azteken-Skulptur an Tageslicht zu bringen.
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Vernichtung des "Anderen"

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Als sich der Völkermord an den Herero und Nama in der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, voriges Jahr zum 100. Mal jährte, provozierte dies lebhafte wissenschaftliche und politische Debatten. Neben Symposien, Feuilletonartikeln, Rundfunk- und TV-Beiträgen sorgten politische Aktivitäten für Kontroversen: Dies gilt besonders für die öffentliche Entschuldigung, die die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), bei ihrem Namibia-Besuch im Namen der Bundesregierung für das Kolonialverbrechen ausgesprochen hat.
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Das Jahr des Neanderthalers 2006

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1856 wurde mit dem Fund des Neanderthalers der erste Urmensch erkannt. Das 150jährige Jubiläum ist Anlass für eine hochkarätige Ausstellungsreihe und einen internationalen Kongress.
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Zu Ehren des Urmenschen: "Neanderthaler & Co"

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Drei Ausstellungen und ein wissenschaftlicher Kongress erinnern im kommenden Jahr an die Entdeckung des Neanderthalers vor 150 Jahren. Unweit der kürzlich wiedergefundenen Stelle, wo Arbeiter im Sommer 1856 auf die Urmenschen-Reste gestoßen sind, startet das Neanderthal-Museum im Mai das Jubiläumsjahr "Neanderthaler & Co." mit einer Ausstellung, die das überholte Klischee vom primitiven Keulenschwinger demontiert.
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Der Lederhosenmacher wurde mit stark verkürztem Namen zum Freiherrn von Lersner

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Wer Melhausen heißt, darf vermuten, daß sein Familienname ein Herkunftsname ist. Wenn er allerdings dann den Ort, nach dem er wohl benannt ist, im Atlas sucht, wird er das vergeblich tun. Denn sein Name ist eine geschönte, verhübschte oder getarnte Mehlhose. Und die ist ein Spottname für den Müller. Mehlhose kommt etwa 600mal vor, fast ebenso oft auch niederdeutsch Mehlhase (Niederdeutsch Hase für Hose und Hase für Meister Lampe sind oft schwer auseinanderzuhalten).
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Stoiber & Stuyvesant: Der Mehlstaub des Müllers wurde zu seinem Familiennamen

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Der Name Stoiber ist der bayerische Zweig einer großen Namenfamilie. Dazu gehören auch die Steuber, Stäuber und Stauber - und die Stieber. Alle Namen haben mit Staub zu tun. Aber sie sind nicht so leicht auseinanderzuhalten. Es gibt auch den Namen Staub, und der ist mit rund 3000 Namensträgern sogar der häufigste. Staub ist ein Neckname des Müllers, der ja, woher er kommt, wohin er geht, den feinen weißen Mehlstaub mitbringt und überall verteilt.
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Mehr Raum für „Die Jahre der Brücke“

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Die Planungen für den Ausbau des West- und Nordflügels der Moritzburg in Halle sind durch das spanische Architekturbüro Nieto Sobejano zügig vorangetrieben worden. Der Baubeginn wird am heutigen Donnerstag um 12.30 Uhr in der Westruine der Moritzburg mit einem symbolischen Spatenstich in Anwesenheit von Kulturstaatsministerin Christina Weiss, Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler feierlich begangen. Das Bauvorhaben wird aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert. Die ZEIT-Stiftung fördert die Ausstattung des Ausstellungsbereichs für die Sammlung Hermann Gerlinger.
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Von Luther zum Bauhaus

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23 national bedeutende Einrichtungen aus den neuen Bundesländern und Berlin zeigen 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ihre kostbaren Kulturschätze. In einer einzigartigen und in dieser Größenordnung bisher unerreichten Präsentation werden rund 400 hochkarätige Sammlungsgegenstände und Highlights vom 30. September 2005 bis 8. Januar 2006 bis auf in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland inszeniert.
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Gesang und Kampf

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Die Oper "Die Stumme von Portici" löste vor 175 Jahren in Brüssel eine Revolution aus. Daß Opern keineswegs nur hochgestochener Singsang für ein elitäres Publikum sind, läßt sich leicht belegen: mit der Aufführung von Daniel Francois Esprit Aubers "Die Stumme von Portici" am 25. August 1830. Damals mündeten die revolutionären Gesänge der neapolitanischen Fischer auf der Bühne des Brüsseler Opernhauses direkt in einen Aufstand.
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Neandertaler-Skelett erstmals vollständig in Blaubeuren ausgestellt

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Vom 27. August bis zum 30. Oktober zeigt das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in der Ausstellung "Zu Gast: Der Neandertaler" das Skelett des ersten Neandertalers. Die Ausstellung bildet den Auftakt zum "Jahr des Neandertalers": 2006 jährt sich die Entdeckung des Skeletts zum 150sten Mal. Steinbrucharbeiter fanden 1856 im Neandertal bei Düsseldorf die ersten Knochen eines urzeitlichen Menschen - eine für die Evolutionsgeschichte der Menschheit sensationelle Entdeckung.
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Was vom Hofe übrig blieb

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Viele fürstliche Sammlungen gingen verloren, auch die Ausstattung des Palastes Philipps IV. Jetzt zeigt Madrid eine Rekonstruktion. "Wie es eigentlich gewesen", sei, wollen nicht nur die Historiker wissen. Das versuchen auch die Kunsthistoriker und Museumsleute zu erkunden, wenn sie sich fürstlichen Sammlungen zuwenden. Denn über die Bedeutung des einzelnen Kunstwerks hinaus kann ein Ensemble die Bilderzählung erweitern, bilden Kunst- und Dynastiegeschichte eine besondere Einheit. "Die Übergabe von Breda" von Diego Velazquez ist ein solches Beispiel. Das veranschaulicht gegenwärtig der Prado in Madrid mit der Ausstellung "El Palacio del Rey Planeta", die zum 400. Geburtstag Philipps IV. an seinen Palast Buen Retiro erinnert.
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Kirchhof und Kircher: Eine Adresse in Kirchennähe hatte große Vorteile

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Der Kirchhof war ursprünglich ein ummauerter Raum um die Kirche. Er war Versammlungsort, aber auch Sammelplatz der Bewaffneten. Viele Kirchen, vor allem in Grenznähe, waren ja als Wehrkirchen erbaut. Verfolgte fanden dort Asyl, denn der Kirchenfriede galt auch für den Kirchhof. Darum drängten sich viele Häuser um den Kirchhof. "Am" oder "beim Kirchhof" war eine häufige Adresse, die dann später zum Familiennamen wurde. Etwa 13 000 heißen Kirchhof(f), dazu kommen noch etwa 2700 niederdeutsche Kerckhoff, Kerkhoff und Kerkhof, Kirchhofer und Kirchhöfel. Zum Vergleich: Etwa 1000 Dänen heißen Kierkegaard, das ist etwa derselbe Prozentsatz der Bevölkerung.
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Fund eines Kopfes aus Sandstein gibt Rätsel auf

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Das Ding ist aus grauem Sandstein und stellt einen Kopf dar, mit einem Trichter auf der Schädeldecke. Archäologen gibt der bei einer Baustellenbegehung zufällig gefundene "Michelstettener Kopf" einige Rätsel auf - könnte es sich doch um eine Darstellung des sagenumwobenen "Nürnberger Trichters" handeln.
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Neandertaler-Skelett erstmals vollständig in Blaubeuren ausgestellt

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Noch bis zum 30. Oktober zeigt das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren in der Ausstellung „Zu Gast: Der Neandertaler“ das Skelett des „ersten Neandertalers“. Die Ausstellung bildet den Auftakt zum „Jahr des Neandertalers“: 2006 jährt sich die Entdeckung des Skeletts zum 150sten Mal. Steinbrucharbeiter fanden 1856 im Neandertal bei Düsseldorf die ersten Knochen eines urzeitlichen Menschen – eine für die Evolutionsgeschichte der Menschheit sensationelle Entdeckung.
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Schlüssel zum Schloß: Berlins Afrika-Sammlung

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"Der Fremde hat große Augen, aber er sieht nichts", besagt ein westafrikanisches Sprichwort, dessen sich Berlin dieser Tage selbstkritisch besinnt. Jahrzehntelang prägte das Bild des "Primitiven" den Blick auf die "Kunst aus Afrika". Doch ist diese so heterogen, daß sie mit den bekannten Plastiken, wie sie die westliche Moderne rezipierte, allein nicht zu fassen ist. Wenn aber auch diese gleichsam adelnde Aneignung ein spätkolonialistischer Irrtum war: Was befugt eigentlich heute dazu, angesichts schamanistischer Fetische - um zunächst im vertrauten Sprachgebrauch zu bleiben - von "Kunst" zu sprechen? Setzt der Westen damit nicht dem kolonialistischen Blick eine politisch korrekte Holzmaske auf?
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Neue Räume für den Domschatz von Halberstadt

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Der weltweit bekannte Halberstädter Domschatz mit rund 1000 Einzelstücken soll ab Mitte 2008 neu präsentiert werden. Bis dahin sind die Ausstellungsräume neu gestaltet und die Objekte abschließend konserviert, wie der Direktor der Stiftung Dome und Schlösser, Boje Schmuhl, anläßlich des Richtfestes am Funktionsanbau des Halberstädter Domes erklärte. "Ich kann mir dann gut und gerne doppelt so viele Besucher vorstellen", sagte Schmuhl. Derzeit registriert die Verwaltung des Gotteshauses in der Nähe von Magdeburg jährlich rund 20 000 Besucher des Kirchenschatzes, der bedeutendsten und größten Sammlung mittelalterlicher sakraler Kunst in Europa.
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Geschichte stößt Menschen nicht zu, sondern wird von ihnen gemacht

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In diesen Tagen des Wahlkampfes in Ost und West wird plötzlich ein alter Bekannter entdeckt, nämlich der totgeglaubte Karl Marx. Natürlich ist es an dieser Stelle unumgänglich, den Hinweis zu geben, daß Marx von Darwins Werk begeistert war, aber darum (und über den Grund für diese Sympathie) soll es hier nicht gehen. Wer immer über Marx berichtet, wird unweigerlich den Hinweis geben, daß der aus Trier stammende Sohn eines Justizrates versucht hat, den Philosophen Hegel vom Kopf auf die Füße zu stellen.
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Der Märchenvernichter

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Amerikas Kritiker lassen kein gutes Haar am neuen Film über die Gebrüder Grimm. Terry Gilliams Verachtung für Hollywood ist zäh und ganz gegenseitig. Der Regisseur von "Brazil", "Münchhausen" oder "König der Fischer" gilt als Budgetverschwender, Kassengift, Kindskopf mit den schrägen Trickideen und dem Monty-Python-Exilhumor, der dem einzigen amerikanischen Mitglied der legendären britischen Truppe in seiner Heimat abhanden zu kommen droht. Endlich wird der mittlerweile 64 Jahre alte Gilliam gefürchtet als Künstler mit dem Jähzorn eines Kirmesschlägers.
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Ins Heimatmuseum

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Deutsche Städte holen sich ihre Künstler zurück und widmen ihnen eigene Häuser. Im restaurierten lichten Hauptsaal des ehemaligen Benediktusheim in Brühl thront auf einem transparenten Sockel die bronzene Figurenskulptur "Capricorne" von Max Ernst - ein ebenso monumentales wie wunderbar poetisches Selbstporträt des Künstlers als bocksköpfiger Herrscher nebst Gattin als Meerjungfrau und Familienhund Cachina.
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Sag mir, wo die Bücher sind

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Don Quixote hat Hausarrest: Eine Cervantes-Oper unter René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen. Der traurige Ritter bewegt sich in allerbester Gesellschaft. Emma Bovary und Winnetou, Julia und Parzifal, Justine und der Mann ohne Eigenschaften, Rapunzel und Tyl Uhlenspiegel, sie stehen Rücken an Rücken auf der Bühne im Tiroler Landestheater. Monströse Folianten, mit orangen, grünen und gelben Einbänden.
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Das Alte Palais in neuer (Farb)-Fassung

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Der Baedeker gab dem Palais Kaiser Wilhelms I. Unter den Linden in Berlin einst einen Stern – nicht in erster Linie wegen seiner Architektur, sondern weil sich der alte Kaiser an dessen Eckfenster zu zeigen pflegte, wenn in der gegenüberliegenden Neuen Wache der Wachwechsel stattfand und die Gardisten über Berlins Prachtboulevard marschierten. Nach dem Tod Wilhelms I. 1888 machte sein Enkel daraus eine nationale Erinnerungsstätte. Seit den 1960er Jahren gehört das Alte Palais zur Berliner Humboldt-Universität.
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7300 Jahre alte Leiche entdeckt

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Archäologen haben in Bayern das rund 7300 Jahre alte Skelett einer Frau gefunden. Damit ist den Forschern ein äußerst seltener Fund gelungen. Grabstätten aus der Jungsteinzeit kommen in Süddeutschland nicht eben häufig vor. Umso überraschter waren Archäologen, als sie in Niederbayern das Grab einer Frau entdeckten, die vor rund 7300 Jahren gestorben ist.
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(C) Daniel Oswald