Den Stoff spüren

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Keiner malte Kleider so kunstvoll wie Gerard Ter Borch. Amsterdam zeigt sein Werk. Ein wenig geckenhaft wirkt er schon, der stattliche Herr mittleren Alters, der uns herausfordernd aus dem dunklen Bildraum anblickt, das Doppelkinn auf ein Spitzenhalstuch gestützt und die braune Lockenpracht in der Mitte gescheitelt. Letztere ist noch bemerkenswert füllig - wenngleich längst nicht so füllig wie seine kugelförmige Körpermitte, die sich unter einem schwarzen, knielangen Cape verbirgt.
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Archäologie am Berg - den Archäologen über die Schulter geschaut

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Den Archäologen über die Schulter schauen kann man am 10. und 11. September 2005 im Hochtal von Hallstatt in Österreich, wo sich auch das weltberühmte Gräberfeld befindet. Die Archäologen des Naturhistorischen Museums Wien führen Stock für Stock, Tritt für Tritt über diesen historischen Boden, wo letzten Herbst im Salzbergwerk die älteste Holzstiege der Welt gefunden wurde.
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Am 11. September ist der Tag des offenen Denkmals

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Überall in Deutschland ist es am 11. September wieder soweit: Eigentümer von alten Häusern, Burgen, Mühlen oder Fabriken öffnen die Türen ihrer "Schätzchen" und zeigen allen Interessierten, warum sie sich für den Erhalt der alten Gemäuer einsetzen. Bei dem bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierten Kulturereignis werden 7.000 historische Bauten, Parks und archäologische Ausgrabungen in mehr als 2.500 Städten und Gemeinden geöffnet. Das zeigt einmal mehr, wie groß das Interesse und das Engagement der Bürger für den Denkmalschutz in Deutschland sind. Denn es sind mehr als je zuvor.
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Gott in Brandenburg

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Nicht nur die über 1500 Kirchen zeigen, dass Brandenburg ein christlich geprägtes Land ist. Auch sakrale Ausstattungsstücke, Kunstschätze sowie Zeugnisse persönlicher Frömmigkeit und des alltäglichen Lebens belegen die bis heute bestehende Verbindung der Menschen mit ihrer Kirche. Die Potsdamer Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der allumfassenden Prägung unserer Kultur durch den christlichen Glauben. Sie eröffnet auch einen Zugang zu vergessenen Traditionen. Denn christliche Feiertage, Riten und Symbole sind noch immer in unserem Alltagsleben präsent, auch wenn das Wissen um ihre Bedeutung verloren gegangen ist.
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Diva mit pädagogischem Eros

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Der Faltenwurf der anthrazitfarbenen Robe, mit der Cecilia Bartoli in Bochum bei der Ruhrtriennale erstmals das Programm ihrer neuen CD mit Oratorien-Arien aus dem hochbarocken Rom sang, er war wie von Lorenzo Bernini gemeißelt. So wie dieser in "Verzückung der heiligen Theresa" in der Kirche S. Maria della Vittoria die zwischen höchster Lust und tiefstem Leid sich windende Mystikerin in Marmor geformt hat, so singt die Bartoli diese Zeugnisse eine Sublimierung. Mit sinnlich aufgeladener Koloratur, unkeuschen Seufzern, heftiger Atmung, lockenden Legatobögen. Allegorische Gestalten wie Carità, Bellezza oder Tempo werden fleischlich, Engel irdisch, Heilige verführerisch.
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Älteste Stadt Mitteleuropas liegt in Deutschland

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Die Sensation schlummerte im Holz: Analysen von Balken haben nun ergeben, dass Überreste der Heuneburg bei Herbertingen mehr als 2500 Jahre alt sind. Damit wäre die keltische Siedlung die älteste Stadt Mitteleuropas.
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Hitliste der Steinzeit

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Die älteste Knochenspur eines Homo sapiens in Europa ist 35.000 Jahre alt und stammt aus einer Höhle in Rumänien. Das ist das Ergebnis einer im "Annual Review of Anthropology" veröffentlichten Rekordtafel von Urknochen, die auf modernen Kohlenstoff-Messungen basiert. Auf Platz zwei der neuen Hitliste steht ein Fund aus dem Steinzeitlager Kostjonki in Russland (Alter: 32.600 Jahre), gefolgt von Zähnen und Skelettresten aus Mladec in Tschechien.
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Sauferei mit Vorgeschichte

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"Eins, zwei, gsuffa!" Das ist nicht das letzte Wort, das man vom Münchner Oktoberfest vernimmt. Rechtzeitig zur Eröffnung, aus klimatischen Gründen immer im September, bekommt München ein Oktoberfestmuseum - allen Ernstes. Es wurde gestern abend in einem der ältesten Münchner Bürgerhäuser nahe dem Isartor eröffnet - mitsamt Bierstüberl.
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Habsburger Schätze im Kreml

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Mit der Ausstellung „Die Kunstkammer der Habsburger. Schätze aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien“ präsentiert sich das Kunsthistorische Museum Wien noch bis 20. November 2005 in einer kleinen, aber sehr kostbaren Schau im Moskauer Kreml-Museum, das seit 2004 eine Präsentationsreihe von Kunstkammern verschiedener europäischer Herrscherhäuser zeigt. Das Kunsthistorische Museum schließt an die Kunstkammer-Schau des Pariser Louvre im Jahr 2004 an. Nach der Wiener Ausstellung werden im Jahr 2006 auch Schätze
der sächsischen Kurfürsten und Könige aus dem Dresdner Grünen Gewölbe in Moskau zu sehen sein.
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Helden auf Augenhöhe

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Zuerst die gute Nachricht: Die anno 1891 eröffnete Antikensammlung des Wiener Kunsthistorischen Museums ist nach fast vier Jahren Sperre zwecks Generalsanierung wieder zu besichtigen. Dann die bessere: Die neun Säle und sieben Kabinette mit insgesamt 1500 Quadratmetern haben nun - spät, aber doch - elektrisches Licht. Und jetzt die beste. Dem Bühnenbildner und Architekten Hans Hoffer gelang in Zusammenarbeit mit den Kuratoren und Restauratoren des Hauses eine glänzende Neuaufstellung der Kollektion. Was vordem hier zu sehen war, beziehungsweise eigentlich nicht zu sehen war, läßt sich mit dem heutigen Zustand gar nicht vergleichen.
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Schloß Fuschl eröffnet 2006 mit Altmeistersammlung

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Splendider Blick über den in Berge eingebetteten See, eines der besten Restaurants Österreichs und ein Turm aus dem 15. Jahrhundert: Das Hotel Schloß Fuschl gehört zur Kategorie der Luxury Collection. Konrad O. Bernheimer (München und London), einer der führenden Altmeisterhändler, hat sich mit dem Investor Schörghuber (u. a. "Paulaner") zusammengetan, und stattet alle Bereiche des Hotels, auch die Zimmer und Suiten, mit musealen Altmeister-Gemälden aus. Konrad O. Bernheimer: "Die Menschen im Hotel sollen merken, wie schön es sich mit Alten Meistern leben läßt."
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Älteste Fachwerkhaus Thüringens in Erfurt entdeckt

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Häuser aus dem 13. Jahrhundert sind rar in Deutschland. Der Bauhistoriker Prof. Dr. Johannes Cramer von der TU Berlin schätzt, dass etwa noch 200 bis 300 Gebäude aus dieser Zeit zwischen Rhein und Elbe existieren. Umso mehr kam deshalb die Entdeckung eines Fachwerkhauses im thüringischen Erfurt aus dem Jahr 1295 einer Sensation gleich.
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Ein Jugendstiljuwel wird in Wien zu neuem Leben erweckt

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Er war ein Wegbereiter der Moderne und einer der prägendsten Architekten Wiens: Otto Wagner. Dennoch fehlte es bislang an einer permanenten Dokumentation zu Leben und Werk des vielseitigen Baukünstlers. Diese Lücke schließt nun der Otto Wagner-Pavillon, Teil des Wien Museums und eine der meistfotografierten Touristenattraktionen Wiens. Das Jugendstil-Wahrzeichen am Karlsplatz wurde vom Architektenbüro BWM innen neu gestaltet und bietet jetzt den authentischen Rahmen für eine kompakte Otto Wagner-Präsentation.
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Schaulust

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Der passionierte Filmemacher und Medienhistoriker Werner Nekes hat die weltweit bedeutendste Kollektion zur Geschichte der visuellen Medien zusammen getragen. In einer eigens in Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum in Hamburg konzipierten Ausstellung wird Bildernarren und Technikfreaks gleichermaßen die Möglichkeit gegeben, der Magie der Bilderzeugung von der Renaissance bis in die Gegenwart zu erliegen.
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Sarkophag enthüllt die Handelswege der Römer

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"Klassische Archäologen brauchen für ihre Arbeit mit den Fundstücken normalerweise keine Informationen über das Material", betont Nora Andrikopoulou-Strack vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege in Bonn - stilistischer Vergleich und Inschriftenentzifferung sagen den Fachkundigen so viel mehr als das Material.
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Das Tier, das es nicht gibt

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Jochen Hörisch hat das Einhorn gesichtet und erkundet auf den Spuren von Jacques Le Goff die phantastisch aktuellen Bildwelten des Mittelalters. To be or not to be - that is the question. Hamlets berühmtes Diktum bezieht sich nicht nur auf die Frage, ob Hamlet sein Leben beenden oder allen Zumutungen zum Trotz fortsetzen soll. Es benennt zugleich auch ein Grundproblem jeder Kultur. Die Unterscheidung zwischen dem, was es gibt und nicht gibt, gehört zum elementaren Code aller Kulturen.
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Archäologenteam findet in Palmyra Gebäude mit Meerestier-Dekoration

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Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat im hellenistischen Teil des antiken Palmyra im heutigen Syrien ein großes Gebäude aus dem 1. Jh. v.Chr. entdeckt, das mit ungewöhnlichen vergoldeten Meerestier-Figuren dekoriert ist. Grabungsleiter Andreas Schmidt-Colinet von der Universität Wien sagte am Dienstag auf Anfrage in Palmyra, bei dem Gebäude handele es sich vermutlich um eine Karawanserei. "Die Dekoration erinnert ein wenig an die Epoche des Jugendstil."
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Pierer: Birnenverkäufer war ein eigener Beruf und lieferte den Namen

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Der Familienname Pierer ist ein Berufsname. Das erscheint seltsam, denkt man an geläufige Berufsnamen wie Müller und Fischer. Aber im Mittelalter gab es Berufsbezeichnungen, die heute ausgestorben sind, die unsere Familiennamen aber bewahrt haben. Der Pierer ist der Birnenverkäufer oder allgemein auch der Obsthändler. Pierer (etwa 170 Namensträger) ist die oberdeutsche Form von Bierer (etwa 350 Namensträger). Das Wort kommt von mittelhochdeutsch bir, bire = Birne, das aus dem klosterlateinischen pira entlehnt ist.
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Trinkaus: Notorische Zecher erhielten passende Namen

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Den Familiennamen Trinkaus gibt es fast 1000mal, einige wurden zu Trinkhaus gemildert. Der Name meint den Zecher, mehr noch: einen, der keinem gefüllten Glas widerstehen kann. Im Niederdeutschen heißt er Drinkuth (400) oder, drastischer, Suput, Supthut (Sup et ut!) oder, leicht entschärft, Suppus. Oder ganz erbarmungslos: Süper (Säufer). Den neuhochdeutschen Säufer gibt es nicht als Familiennamen. Und auch die Namen Seu(f)fer, Seiffer, Seiffert, auch Seiferle und Seuferle haben einen anderen Ursprung: Sie stammen von Siegfried.
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Füllekrug: Das Zechen prägte im Mittelalter zahlreiche Namen

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Familiennamen liefern auch eine Typologie des Zechens im ausgehenden Mittelalter: Namen wie Schluckebier oder Schlicksbier tragen heute etwa 500 Familien, und um die 1300 heißen Schlindwein. Bier eignet sich mehr für ausgiebige Schlücke, slinden aber bedeutet im Mittelhochdeutschen "genüßliches Schlürfen". Schon der große Aristoteles hatte die Bezechten nach Rauschgetränk klassifiziert: Der Weintrinker kippt nach vorn auf das Gesicht, der Biertrinker fällt auf den Rücken. Daß im Mittelalter, als die meisten unserer Familiennamen entstanden, über das heute vorstellbare Maß getrunken wurde (ein knappes Hundert unterschiedlichster Namen künden davon), lag vor allem daran, daß unsere Vorfahren ein unbefangeneres Verhältnis zu Wein und Bier hatten. Wein war Teil des von Christus gestifteten Abendmahls. Und Bier war nach einem Mandat der bayerische Herzöge "halb Speis" - bis heute gilt, und nicht nur in Bayern: "Bier is ooch Stulle."
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Einführung in die Sprachen des Alten Orients

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Die wichtigsten, in Keilschrift überlieferten Sprachen des Alten Orients sind Gegenstand eines neuen Buches, das jetzt von Prof. Dr. Michael P. Streck, Direktor des Altorientalischen Institutes der Universität Leipzig, im Auftrag der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft herausgegeben wurde.
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Heidelberger Wissenschaftler lassen Angkor Wat am Computerbildschirm neu erstehen

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Wenn sich die Heidelberger Forscher vom Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) in den kambodschanischen Dschungel aufmachen, greifen sie zur Digitalkamera und nicht zur Machete, um einen völlig neuen Blick auf die Ruinenstadt von Angkor zu bekommen. Ihre Mission als Datenjäger hat das Ziel, eine der größten Tempelanlagen der Welt virtuell zu neuem Leben zu erwecken.
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"Moora" war zierlich und musste hungern

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Rechtsmediziner haben erste Geheimnisse der Moorleiche gelüftet, die 2500 Jahre lang tief in einem Sumpf in Niedersachsen begraben war. Das Mädchen war etwa 18 Jahre alt, 1,50 Meter groß und durchlitt mehrfach Hungersnöte.
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Der Neandertaler war kein Dauerläufer

News in Frühzeit des Menschen 14 Kommentare »
Der archetypische prähistorische Höhlenmensch hat endlich eine Form bekommen - beinahe 150 Jahre nachdem seine Überreste in einer Höhle im Neandertal bei Düsseldorf entdeckt wurden. Trotz intensiver Arbeiten ist das Geheimnis seiner äußeren Gestalt nie richtig aufgeklärt worden. Denn obwohl Archäologen Skelettbruchstücke von mindestens 100 Individuen ausgruben, haben sie niemals ein nahezu vollständiges Skelett gefunden.
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Keltische Siedlung und römische Gräber in der Schweiz entdeckt

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Archäologen haben in Frick (Schweiz) Reste einer fast 3.000 Jahre alten keltischen Siedlung entdeckt. Zudem kamen römische Brandgräber aus dem 1. Jahrhundert nach Christus zum Vorschein. Auf die keltischen Siedlungsreste stießen die Forscher bei Sondierungen im Vorfeld der geplanten Großüberbauung "Gänsacker" in Frick. Die Siedlung stammt aus der Zeit des Übergangs von der Spätbronzezeit zur älteren Eisenzeit im 9. Jahrhundert vor Christus, wie die Aargauer Kantonsarchäologie am Donnerstag mitteilte.
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"Gedächtnisstützen" fürs Jenseits: Tagung an der Uni Bonn zum altägyptischen Totenbuc

News in Das Alte Ägypten Noch keine Kommentare »
Das Altägyptische Totenbuch ist eine Sammlung von ca. 200 Sprüchen, die in unterschiedlicher Auswahl auf verschiedenen Textträgern zu finden ist. Hauptsächlich wurden die Texte - häufig versehen mit begleitenden Darstellungen (Vignetten) - auf Papyrusrollen dem Verstorbenen mit ins Grab gegeben, jedoch sind auch Mumienbinden, Leichentücher, Grab- und Tempelwände sowie Särge und andere Gegenstände der Grabausstattung mit Totenbuch-Texten beschriftet worden.
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Münchner Residenzwoche und Bayreuther Residenztage

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Zum dritten Mal findet in diesem Jahr vom 30. September bis zum 9. Oktober die Münchner Residenzwoche statt. Unter dem Titel "Die Wittelsbacher in München" hat die Bayerische Schlösserverwaltung ein breitgefächertes Angebot an Führungen, Vorträgen und Konzerten zusammengestellt. Erstmals wird in diesem Jahr vom 16. bis 23. September auch zum Festival "Bayreuther Barock" ein Sonderprogamm angeboten.
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Anmerkungen des Abgeordneten Robespierre

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Die Tage der offenen Tür - "Les journées du patrimoine", wie sie in Frankreich heißen - waren auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Allein in Paris luden 270 Gebäude zur kostenlosen Besichtigung ein. Vor dem Elysée, dem Matignon und dem Quai d'Orsay standen die Pariser geduldig Schlange, um einen Blick in die sonst nur Befugten zugänglichen Zentren der Macht zu erhaschen. Im Elysée wurden sie vom Hausherrn selbst begrüßt, der das Bad in der Menge sichtlich genoß und ganz nebenbei demonstrierte, daß seine Vitalität trotz des einwöchigen Krankenhausaufenthalts nichts zu wünschen übrig läßt.
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Die Schlacht im Teutoburger Wald

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Seit einem Jahrhundert rätseln die Historiker über Ort und Verlauf der blutigen Kämpfe zwischen Germanen und Römern, zwischen Arminius und Varus im Jahr 9 n. Chr.. Hier der neueste Forschungsstand.
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Schweiz: Kelten-Siedlung aus Bronzezeit entdeckt

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Archäologen haben in Frick (Schweiz) Reste einer fast 3.000 Jahre alten keltischen Siedlung entdeckt. Zudem kamen römische Brandgräber aus dem 1. Jahrhundert nach Christus zum Vorschein.
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Das Pferd. Vom Beutetier zum Gefährten

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Pferdeflüsterer waren die Menschen in der Altsteinzeit sicher nicht. Das Pferd galt als Nahrung, wurde gejagt und seine psychische Verfassung war von eher untergeordneter Bedeutung.

Auf 40.000 gemeinsame Jahre können der Homo Sapiens und Equus ferus somit zurückblicken. Gegessen wird Pferdefleisch auch heute noch, insgesamt hat sich die Beziehung Pferd – Mensch doch deutlich verändert.
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35 mm Persien: ein archäologisches Filmfest

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35mm Persien bietet dem Zuschauer (weltweit) zum ersten Mal eine umfassende Zusammenstellung von Archäologiefilmen mit dem Focus Iran.

Iranische, deutsche, österreichische, französische und amerikanische Produktionen werden in den Tagen vom 17.-18.10.05 im Haus der Kulturen der Welt gezeigt. Vier große Programmblöcke beschäftigen sich mit den Themen "Gegraben – Gefunden – Gefilmt", "Die personifizierte Archäologie", "Persepolis" und "Gen Osten".
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Der Schwarze Tod und seine Erben

News in Geschichte der Naturwissenschaften Noch keine Kommentare »
Jeder zehnte Europäer ist immun gegen Aids. Den Grund dafür glauben englische Biologen nun in der mittelalterlichen Pest ausgemacht zu haben. Aber wurde diese wirklich durch ein „Killervirus“ hervorgerufen?
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Recht oder Religion?

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Bei Ausgrabungen zwischen 1996 und 2001 durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg wurden auf einem alamannischen Gräberfeld in Herrenberg mehr als 430 Gräber entdeckt. Wenngleich mehr als 90 Prozent aller Bestattungen bereits antiken Grabräubern zum Opfer gefallen waren, so lieferten die noch erhaltenen Beigaben wie Tonflaschen, Bronzegegenstände und Scheiben-Fibeln dennoch wertvolle Informationen. So konnten rege Handelsbeziehungen nach Thüringen und Norditalien, besonders aber ins fränkisch beherrschte Rheinland festgestellt werden.
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Der Bluthund ist zurück

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Zu den Spätheimkehrern aus sowjetischer Gefangenschaft gehörte 1955 auch einer der brutalsten Nazi-Militärs: Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner. In Bonn war die Verlegenheit groß
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Streberei vs. Genußsucht

News in Österreich | Schweiz Noch keine Kommentare »
Deutsch-österreichische Beziehungen im Bonner Haus der Geschichte
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High Noon in Dayton

News in Geschichte der Naturwissenschaften Noch keine Kommentare »
Mit dem »Affenprozess« von Tennessee erreichte der amerikanische Kulturkampf um Darwins Evolutionstheorie 1925 seinen dramatischen Höhepunkt. Zu Ende ist er noch lange nicht
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Wiesenthals bekannteste Fälle

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Mindestens 6000 NS-Verbrecher verfolgte der Holocaust-Überlebende Simon Wiesenthal. Etwa 1000 von ihnen konnten festgenommen werden - unter ihnen Adolf Eichmann und Klaus Barbie.
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Krieg mit Breakfast

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Unerquickliche Tage im Urlaubsparadies: Wie Pastor Lindemann aus Hannover 1782 die Eroberung Menorcas erlebt
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Frau und gleich

News in BRD | DDR Noch keine Kommentare »
Mit Feder und Pistole betraten Deutschlands Bürgerinnen in der Revolution von 1848/49 erstmals die Arena der großen Politik
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"Heiliger" Knochenfund in Bayern?

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Gebeine am Sterbeort von St. Emmeram gefunden - der Überlieferung nach letzte Ruhestätte in Regensburger Basilika
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"Weibliche Militärgeschichte" unter der Lupe

News in Kriegsschauplätze 15 Kommentare »
Grazer Historiker ist den weiblichen Mitgliedern europäischer Heere auf der Spur.
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Römische Sonnenuhr an der Mosel entdeckt

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Archäologen haben die Reste einer römischen Sonnenuhr auf dem Martberg (Kreis Cochem-Zell) entdeckt, sie zunächst aber für einen normalen Stein gehalten. Erst bei der Bearbeitung des etwa drei Jahre alten Fundes sei klar geworden, daß es sich um eine Hohlsonnenuhr aus Sandstein handele, hieß es. Der Fund aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr., der jetzt im Landesmuseum Koblenz vorgestellt wurde, hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern und feine Rillen zur Zeitbestimmung. Die Forscher vermuten, daß die Zeitbestimmung ein wichtiger Bestandteil eines heidnischen Kultes war, der auf dem Martberg von den Kelten bis zu den Römern praktiziert wurde. dpa
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Der Augsburger Religionsfriede - Beginn einer neuen Zeit

News in Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648) 9 Kommentare »
Der vor 450 Jahren geschlossene Augsburger Religionsfriede, dessen an diesem Wochenende gedacht wird, galt nur zwischen zwei Konfessionen einer Religion, nicht zwischen verschiedenen Religionen. Gleichwohl ist seine Bedeutung epochal: Zum ersten Mal wurde religiöser Absolutheitsanspruch von politischer Macht entkoppelt.
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"Seit alters her nur der Juden Gass genannt"

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Nach mehr als hundert Jahren wurde wieder eine vollständige Stadtgeschichte erarbeitet. Für die WZ haben die Autoren des gewichtigen Werkes ihre Kapitel der Wormser Geschichte zusammengefasst - heute der ehemalige Archivdirektor Dr. Fritz Reuter.
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Vom bunten Treiben der Auerochsen

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Die frühen Viehzüchter in Nordeuropa haben ihre Kühe immer wieder mit wildlebenden Auerochsen gekreuzt. Die Zähmung von Rindern war daher kein einmaliger Vorgang, sondern fand in der Geschichte des Menschen mehrmals statt. Das schließen Forscher aus Schweden, Deutschland und Irland aus einer Genuntersuchung von Rindern aus ganz Europa und Asien.
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Was König George III. wahnsinnig machte

News in Westeuropa Noch keine Kommentare »
Die langen und ausgeprägten Wahnsinnsanfälle von König George III. (1738 bis 1820) könnten durch eine Arsenvergiftung ausgelöst worden sein. Das vermuten britische Forscher nach einer Untersuchung von Haarproben des britischen Monarchen. Das Arsen war als Verunreinigung ausgerechnet in den Medikamenten vorhanden, mit denen der königliche Leibarzt die Erbkrankheit Porphyrie des Fürsten behandelte. Das Schwermetall könnte die Symptome der Krankheit wie Koliken und Erbrechen deutlich verschlimmert und massive psychotische Schübe provoziert haben.
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Wie versteinerte Fußabdrücke das Bild von der Besiedelung Amerikas verändern

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Wissenschaftler haben in Zentralmexiko 40.000 Jahre alte menschliche Fußabdrücke ausgegraben. Damit könnten die bisherigen Theorien über die Besiedlung Amerikas in Wanken geraten: Bislang gingen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass die ersten Siedler erst vor 11.000 bis 13.000 Jahren zu Fuß über die Beringstraße kamen.
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Warum die Pharaonen ständig Zahnschmerzen hatten

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Die alten Ägypter inklusive der überaus mächtigen Pharaonen hatten extrem schlechte Zähne: Bis zum Stumpf abgenutzte Zahnkronen, Karies, weit fortgeschrittene Parodontitis, angegriffene Kieferknochen und lebensgefährliche Infektionen waren eher die Regel als die Ausnahme, hat eine britische Ägyptologin bei der Untersuchung von 500 altägyptischen Schädeln entdeckt. Schuld an dieser Misere waren wahrscheinlich nicht nur die Ernährungsgewohnheiten, sondern auch die überraschende Tatsache, dass es trotz des insgesamt hohen medizinischen Standards keine Zahnärzte gab.
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Neandertalern auf den Zahn gefühlt

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Die Zähne von Neandertalern bildeten sich im Lauf der Kindheit nicht schneller heran als die des modernen Menschen. Das hat ein britisch-amerikanisches Forscherteam beim Vergleich von Zähnen des Neandertalers mit denen von drei modernen Menschengruppen herausgefunden. Da das Zahnwachstum mit der Entwicklung des Gehirns und dem Körperwachstum zusammenhängt, könnte dieses Ergebnis darauf hindeuten, dass die Kindheit und Jugend des Neandertalers ebenso lang dauerte wie die des modernen Menschen.
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Reich ausgestattetes Frauengrab aus der Keltenzeit entdeckt

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Grabenstetten (dpa) - Archäologen haben im Gräberfeld "Burrenhof" bei Grabenstetten (Baden-Württemberg) das Skelett einer Frau aus der frühen Keltenzeit entdeckt. Die Frau, die nach Angaben des Regierungspräsidiums Tübingen etwa 600 Jahre vor Christus gelebt hat, gehörte vermutlich zur oberen Schicht der keltischen Bevölkerung.
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Sekretär eines Massenmörders: Mietek Pemper

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Auf der einen Seite ein Engel, auf der anderen ein Teufel und dazwischen ein grauer Sklave - Mietek Pemper. Er stand zwischen Oskar Schindler, dem Judenretter, und Amon Göth, dem Judenmörder. Daß er ein Held war, daß er die Voraussetzungen schuf für die Rettung der sogenannten Schindler-Juden, hat außer Schindler damals wohl niemand gewußt. Vor allem nicht Göth, der Kommandant des Zwangsarbeiterlagers Krakau-Plaszow, dessen Stenograph und Sekretär der Jude Pemper war, nicht freiwillig natürlich, sondern zu dieser Arbeit befohlen.
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Erschütternde Zeitdokumente

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Vor 70 Jahren, am 15. September 1935, wurden in Nürnberg beim alljährlichen "Reichsparteitag" der NSDAP die so genannten "Nürnberger Gesetze" zum "Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" erlassen. In kaum überbietbaren Zynismus kündigten die Nazis diese Heerschau Hitlers ausgerechnet als "Reichsparteitag der Freiheit" an – eine Verhöhnung der deutschen Juden, die von diesem Tag geächtet und quasi vogelfrei waren. Mit dem "Rassetrennungsgesetz" wurde auch die " Reichspogromnacht " 1938 und die danach einsetzende "Arisierung" legalisiert und letztlich auch die Deportation und Vernichtung der Juden eingeleitet. Was jetzt eine Ausstellung des Nürnberger NS-"Doku- mentationszentrums Reichsparteitagsgelände" zum 70. Jahrestag der "Nürnberger Gesetze" dokumentiert, die in Bild und Text diese verheerenden Folgen dieser Legalisierung der Juden-Verfolgung vor Augen führt.
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Zuverlässigster Personenschutz der Welt

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Sie sind die prächtigsten Soldaten des 21. Jahrhunderts. Ihre buntgestreifte Uniform und ihre glänzenden Helme kennt man auf der ganzen Welt. Selbst bei 35 Grad im Schatten zeigen sie eine stoische Miene. Mancher Rom-Tourist hat schon einmal versucht, ihnen ein verschämtes Lächeln zu entlocken - und ist gescheitert. Heute beginnen in Luzern die mehrmonatigen Feiern zum 500. Jahrestag der Schweizergarde, der traditionsreichsten noch aktiven Truppe der Welt.
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Erlebniswelt Renaissance

News in Krisenzeiten und Renaissance (14. - 15. Jhd.) 1 Kommentar »
Geschichte als Abenteuer inszenieren möchte ein Projekt, das am 1. September in Hameln eröffnet wurde: die „Erlebniswelt Renaissance“. An sechs Standorten im Weserbergland soll die Epoche der Renaissance wieder aufleben, um Touristen eine etwas andere Geschichtsvermittlung zu bieten. Neben Hameln als Zentrum gehören die Schlösser Bevern und Bückeburg, die Städtchen Rinteln und Höxter sowie die St. Martinikirche in Stadthagen zu dieser Erlebniswelt.
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Schatz auf Robinson-Crusoe-Insel

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Santiago de Chile - Chilenische Schatzsucher hoffen, auf einen der größten Seeräuberschätze gestoßen zu sein. Bis zu 800 Tonnen Gold, Silber und Juwelen im Wert von etwa zehn Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro) würden auf der Isla Robinson Crusoe (früher: Mas a Tierra) im Pazifik vermutet, berichteten chilenische Medien am Samstag. Die Schätze seien mit Hilfe eines fahrbaren Suchroboters geortet worden, mit dem vor kurzem schon in der berüchtigten Deutschen-Siedlung "Colonia Dignidad" im Süden Chiles ein unterirdisches Waffenlager gefunden worden war, hieß es weiter.
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Das Böse als Ersatzreligion: Ein enthüllender Blick auf Stalin

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Es ist eine Schlüsselpassage, vielleicht die Schlüsselpassage zum Verständnis Stalins und des von ihm zwar nicht geschaffenen, aber perfektionierten Systems des permanenten Terrors. 1937, auf dem Höhepunkt des von Stalin ausgelösten Gemetzels in den eigenen Reihen der Bolschewiken, sagt Geheimdienstchef Genrich Jagoda im Verhör: "Sie können in Ihrem Bericht an Jeschow (seinen späteren Nachfolger, Red.) hinzufügen, ich hätte gesagt, es müsse doch einen Gott geben." Auf die verwirrte Rückfrage seines Gegenübers, so der Bericht, habe Jagoda "halb im Ernst und halb im Scherz" gesagt: "Das ist ganz einfach. Von Stalin hätte ich für meine treuen Dienste nur Dankbarkeit verdient, von Gott aber verdiente ich die schwerste Strafe, dass ich seine Gebote unzählige Male verletzt habe. Nun schauen Sie, wo ich bin, und urteilen Sie selbst: Gibt es einen Gott oder nicht?" Jagoda wurde kurze Zeit später nach einem Schauprozess hingerichtet.
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Ming oder Massenware? Fälschungen jetzt entlarvbar

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Australische Forscher können Alter und Herkunft chinesischen Porzellans mit einer geochemischen Datenbank exakt bestimmen
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Die Opern-Revolution

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Am Anfang war viel Pappmaché. Ein Bühnenbild wie es die Zeitgenossen liebten: Zerklüftete Felsen, herrschaftliche Säulen, eine wilde Landschaft in der zarte Liebe und rohe Gewalt als tobende Schicksalsmächte den Damen Seufzer entlockten und die gestärkten Frackhemden der Herren schwellen ließen. Und als der große Chor sein "Herbei, die Stunde schlägt! Ihr Brüder all herbei! Auf, rüstet euch, es gilt den Sturz der Tyrannei!... Wir siegen im Gefechte!" schmetterte, waren auch die Naturgewalten nicht mehr zu halten und die Zuschauer schon gar nicht. Während unter dumpfem Donnergrollen im Bühnenhintergrund ein Pappvulkan Feuer zu spucken begann, strömte das Opernpublikum auf die Brüsseler Straßen und machte sich daran, dem eigenen Tyrannen, dem niederländischen König, dem Käsebauern, wie sie ihn spöttisch nannten, die Herrschaft über Belgien streitig zu machen.
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Künftigen Mördern zur Warnung

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Ernst Cramer würdigt Simon Wiesenthal, der Nazi-Verbrechen dokumentierte und die Täter vor Gerichte brachte - ein Leben im Dienst der Gerechtigkeit
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Alles nur Show?

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Gegenüber der Zeitschrift New Scientist erläuterte Steven Tuck von der Miami University in Ohio seine These, dass die Gladiatoren eher Showstars glichen und keine Schlächter waren.
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Antike Schusswaffe

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Den Nachbau einer antiken römischen Torsionswaffe führte Hans-Joachim Schalles, Leiter des Xantener Regionalmuseums, vor. Den äußerst seltenen Rest einer solchen römischen Schusswaffe haben Archäologen in einer Kiesgrube bei Xanten gefunden. Der zunächst unscheinbare Metallklumpen entpuppte sich nach seiner genauen Untersuchung jetzt als "kleine archäologische Sensation".
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Schiller in Mannheim

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Drei Jahre hat Schiller in Mannheim verbracht, keine allzu lange Zeit, könnte man denken. Doch die zwischen 1782 und 1785 gesammelten Erfahrungen haben das weitere Leben des Dichters stark beeinflußt, fallen doch in diese Jahre die Uraufführungen der „Räuber“, des „Fiesko“ und von „Kabale und Liebe“ sowie die Publikation der Zeitschrift „Rheinische Thalia“. Wichtige Kontakte konnte Schiller in Mannheim knüpfen, allen voran zum Indentanten des Theaters Wolfgang Heribert von Dalberg und zum Verleger Christian Friedrich Schwan.
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Die Porsche- Saga

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Der Klang der ersten Nachkriegsjahrzehnte, oberflächlich hört sich das an nach Conny Froboess oder Elvis. Allein es gab einen tiefergehenden, charakteristischeren Ton. Weitgehend dem gemeinen Volk gehörte er, und doch schwang da im Hintergrund ein Sound mit von Schickeria und Schnittigkeit, vom Leben des Playboys im Cabrio, von Autorennen. Ein wohlklingendes Röhren gewissermaßen für oben und unten. Ferdinand Porsche hatte ihn kreiert, und wenn seine Nachfahren heute bei Volkswagen einsteigen, so findet nun wieder zusammen, was harmonisch lange zusammengehörte.
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Der Märchenkönig und der Stallmeister

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Fast 120 Jahre nach dem Tod des bayerischen "Märchenkönigs" Ludwig II. hat sich das Landgericht München I mit dessen Sexualleben befaßt. Bei dem Zivilprozeß ging es am Mittwoch um die Passage in einem Buch, wonach der Erbauer von Schloß Neuschwanstein ein Verhältnis mit seinem Oberst-Stallmeister Maximilian Karl Theodor Graf von Holnstein hatte. Einer von dessen Urenkeln hatte eine Ehrverletzung gesehen und auf Widerruf sowie Unterlassung geklagt.
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Palast in der Tempelstadt

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Thronte über der geheimnisvollen Wüstenstadt Petra in Jordanien gar kein Tempel, sondern eine luxuriöse Prachtburg? Das vermutet das Ausgrabungsteam um den Schweizer Archäologen Stephan Schmid von der französischen Université de Montpellier.
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Dschingis Khan brachte uns Tuberkulose

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Der Mongolen-Herrscher Dschingis Khan brachte im 13. Jahrhundert nicht nur Angst, Schrecken und Zerstörung, sondern möglicherweise auch die Tuberkulose nach Europa. Das hat Igor Mokrousov vom St. Petersburger Pasteur Institut (Russland) beim Vergleich von Migrationsdaten mit genetischen Mustern eines bestimmten Stammes von Tuberkulose-Bakterien herausgefunden. Veröffentlicht wurde die Studie in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Genome Research".
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(C) Daniel Oswald