Keiner malte Kleider so kunstvoll wie Gerard Ter Borch. Amsterdam zeigt sein Werk. Ein wenig geckenhaft wirkt er schon, der stattliche Herr mittleren Alters, der uns herausfordernd aus dem dunklen Bildraum anblickt, das Doppelkinn auf ein Spitzenhalstuch gestützt und die braune Lockenpracht in der Mitte gescheitelt. Letztere ist noch bemerkenswert füllig - wenngleich längst nicht so füllig wie seine kugelförmige Körpermitte, die sich unter einem schwarzen, knielangen Cape verbirgt.
Weiterlesen »