Die Terrakotta-Figuren des ersten Kaisers von China - ausgestellt in Rom
China zieht die Besucher in seinen Bann. Einst fernes Land im Osten, ist China heute Mittelpunkt im Westen. Der Markt floriert, die zeitgenössische Kunst boomt, Scharen von Touristen stehen staunend vor verbotenen Städten, Palästen und Grabschätzen der Antike. Letztere kann man derzeit auch in Rom bewundern: in der spektakulären, von Regisseur Luca Ronconi bühnenreif ausgestatteten Schau: «China - Die Geburt eines Imperiums».
Mit über 300 Exponaten spiegelt die Schau die chinesische Kunst und Geschichte im 1. Jahrtausend vor Christus wider. Höhepunkt der Ausstellung, die grösste, die ausserhalb der Volksrepublik bisher gezeigt wurde, sind die weltberühmten Terrakotta-Soldaten des ersten Kaisers der Qin-Dynastie (221-206 v. Chr.), Shi Huangdi. Auf schwarzen Podesten vor prächtigen Spiegelwänden erhebt sich das Heer der tönernen Krieger im Rampenlicht, vom Zuschauer durch einen schwarzen Netzvorhang getrennt. Die lebensgrossen Figuren wurden 1974 zufällig von Bauern bei Brunnengrabungen am Lishan- Berg bei Xian in der chinesischen Provinz Shaanxi entdeckt. Über 7000 Tonfiguren hatte der erste Kaiser Chinas als Leibgarde für sein 56 Quadratmeter grosses Grab bestimmt.
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