In Mannschaftsunterkünften der römischen Legionäre übernachten: Das soll mit der Realisierung des Projektes «Legionärspfad-Vindonissapark» in Windisch ab Frühjahr 2008 für Schulklassen möglich werden.
Mit der Bewilligung von 460 000 Franken aus dem Lotteriefonds hat der Regierungsrat der Realisierung des Legionärspfades grünes Licht gegeben. Dabei handelt es sich um ein historisches Vermittlungsprojekt, mit dem das ehemalige Legionslager Vindonissa sanfter touristischer Nutzung zugänglich gemacht werden soll.
Der Legionärspfad ist ein Lern- und Erlebnisraum für Geschichte und Archäologie, der sich vor allem an Schulklassen und Familien mit Kindern richtet, wie die Abteilung Kultur des Departementes Bildung, Kultur und Sport und die Kantonsarchäologie am Dienstag mitteilten.
Auf einem Stationenweg durch Vindonissa und an Stellen, wo antike Bausubstanz erhalten ist, wird römische Alltagsgeschichte vermittelt. Dabei sollen sich auf dem Rundgang die Einzelteile zu einem ganzheitlichen Bild des täglichen Lebens in einem grossen Militärlager und in einer angrenzenden Siedlung zusammenfügen.
Das Herzstück des Legionärspfades bilden die contubernia, zwei orgiginalgetreu nachgebaute Mannschaftsunterkünfte der Legionäre. Die Unterkünfte laden Schulklassen zum Übernachten ein.
Der Legionärspfad wird in Etappen realisiert und mit Beteiligung von Privaten, Fördervereinen und Gemeinden betrieben. In einer ersten Etappe sollen 8 bis 12 Stationen erstellt werden. Die erste Station, eine 2003 ausgegrabene Offiziersküche, öffnet bereits im Sommer ihre Pforten. Gerechnet wird mit jährlich 50 000 Besucher. (sda
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