Architektonischer Gottesbeweis

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Mehr Platz für ein Grabmal: Vor 500 Jahren wurde in Rom der Grundstein für den Petersdom gelegt.


Es gibt eine ungebrochene Kontinuität in der Geschichte des Petersdoms, und es gibt hier einen unglaublichen Bruch. Genau hier, 119 Meter unter dem Kreuz auf der Spitze der Peterskuppel, wurde Simon Petrus aus Bethsaida in Galiläa nach seiner Kreuzigung im Neronischen Zirkus in Rom begraben. Das war nach der Tradition am 26. Juni 67 in der ersten großen Christenverfolgung oder schon am 13. Oktober 64, aus Anlaß der Gedenkfeiern zur Thronbesteigung Kaiser Neros zehn Jahre zuvor, wie es eine neuere Hypothese will.


Das Grab wurde in den vierziger Jahren in einer Ausgrabungskampagne unter Pius XII. wieder entdeckt, hinter einer Mauer, auf der auf griechisch noch folgendes Fragment zu entziffern war: "Petr(os) eni". Auf Deutsch: "Petrus ist hier". Altäre aus der Zeit Konstantins (um 320), Gregors des Großen (um 600), Callistus II. (1123) oder Clemens VIII. (1594) haben die Erinnerung an den Ort festgehalten.
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Abgesandte aus dem Reich des Lichts

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Über das «Evangelium des Judas» und die Umstände seiner Publikation

Seit einiger Zeit gibt das «Evangelium des Judas» zu reden - das Zeugnis einer frühchristlichen gnostischen Strömung. Nach Jahren der Geheimhaltung ist es nun in der Karwoche mit beträchtlichem Public-Relations-Aufwand veröffentlicht worden. Nachfolgend äussert sich dazu ein ausgewiesener Kenner der Materie.
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Die Diener wurden häufig frech

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Schönredner der deutschen Kolonialverbrechen geben im Internet den Ton an

Die ersten Konzentrationslager des 20. Jahrhunderts standen in Afrika: Nachdem die deutschen Kolonisten in "Deutsch-Südwestafrika" den dort lebenden Herero das Land genommen hatten, ließen sie sie auf ihren Farmen schuften und erniedrigten, misshandelten, vergewaltigten sie. Als sich die Herero 1904 erhoben, gab Oberbefehlshaber Lothar von Trotha die Order: "Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen." Bis 1911 ermordeten die Deutschen mindestens 40000 Afrikaner im heutigen Namibia - oder trieben sie in Lagern oder in der Omaheke-Wüste in den Tod.
Die populärsten Webseiten stammen von Freizeit-Historikern

Wer sich jedoch im Internet über den deutschen Kolonialismus informieren will, braucht Geduld - und jede Menge Skepsis. Denn ob man mit Google, Altavista oder Yahoo sucht, die populärsten Webseiten stammen meist von Freizeithistorikern, die statt Kolonien lieber "Schutzgebiete" sagen. Den späten deutschen Griff nach Afrika, der 1884 begann und mit dem Ersten Weltkrieg endete, beschreiben sie bis zum kaiserlichen Uniformknopf genau - die afrikanischen Opfer lassen sie jedoch unerwähnt.
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(C) Daniel Oswald