Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und nun zugleich SPD-Vorsitzender, trägt einen Familiennamen, der ein alter Berufsname ist. Beck hieß der Bäcker im Mittelalter. Unsere Familiennamen haben den Berufsnamen bewahrt, und er ist, seiner Bedeutung und Verbreitung entsprechend, außerordentlich häufig: Es gibt ihn fast 60 000mal. Weit übertroffen wird er aber vom Becker, der den Beck als Berufsname ab dem 12. Jahrhundert ablöst und in der Zeit, als die Familiennamen sich endgültig festigten, fast allgemein geworden ist. Gegenüber den 170 000 Beckers sind die rund 7000 Bäcker geradezu selten. Denn als die heutige Namensform des Bäckerberufs aufkam, war die Bildung der Familiennamen schon praktisch abgeschlossen. Unsere Familiennamen spiegeln die ganze Vielfalt der buntgewürfelten Zunft der Brotbereiter durch die Jahrhunderte und alle Dialektlandschaften.
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