Aug 02
Stasi-Bunker im Naturidyll, Zehnjähriges Jubiläum der Gedenkstätte in Machern
News in BRD | DDR 4 Kommentare »Seit zehn Jahren ist die ehemalige Ausweichführungsstelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Machern bei Leipzig ein Museum. Erstaunlicherweise blieb die Bunkeranlage bis 1989/90 unbemerkt, da sie als Freizeitanlage des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung getarnt war.
Die Bunkeranlage wurde zwischen 1968 und 1972 erbaut. Im Kriegsfall wollte sich die eta 120 Mann starke Führungsriege der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig hierher zurückziehen. Für eine solche Krise wurde die Anlage in Machern gut ausgestattet. Da nun alle Anweisungen für den Bezirk von hier aus erteilt werden sollten, existierten diverse Nachrichtenverbindungen, unter anderem nach Berlin. Auch an einen ABC-sicheren Bunker war gedacht worden, allerdings war dieser nur für zwölf Personen ausgerichtet.
Das Areal der Bunkeranlage steht heute zur Besichtigung offen. Die oberirdischen Gebäude, wie Tischlerei und Garagen, sind weitgehend erhalten geblieben. Bei einer Führung wird den Besuchern verdeutlicht, wie das damalige Versorgungssystem funktionieren und in welcher Weise Kontakt zu Berlin gehalten werden sollte. Außerdem werden die Überlebensstrategien im Falle eines Atomangriffes und die Mobilmachungsplanung im Bezirk Leipzig aufgezeigt.
Dieses Jahr begeht das Machener „Museum im Bunker“ am 9. September sein zehnjähriges Jubiläum. Neben einer kostenlosen Führung durch den Bunker ist auch eine Sonderausstellung mit dem Titel „Alles im Griff“ geplant. Hier werden die Ausmaße einer Notfallplanung am Beispiel von Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) gezeigt. Unterstützt wird die Ausstellung durch Leihgaben der Bundesbeauftragten für Stasi- Unterlagen.
http://www.runde-ecke-leipzig.de/cms/Startseite.76.0.html
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Die Bunkeranlage wurde zwischen 1968 und 1972 erbaut. Im Kriegsfall wollte sich die eta 120 Mann starke Führungsriege der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig hierher zurückziehen. Für eine solche Krise wurde die Anlage in Machern gut ausgestattet. Da nun alle Anweisungen für den Bezirk von hier aus erteilt werden sollten, existierten diverse Nachrichtenverbindungen, unter anderem nach Berlin. Auch an einen ABC-sicheren Bunker war gedacht worden, allerdings war dieser nur für zwölf Personen ausgerichtet.
Das Areal der Bunkeranlage steht heute zur Besichtigung offen. Die oberirdischen Gebäude, wie Tischlerei und Garagen, sind weitgehend erhalten geblieben. Bei einer Führung wird den Besuchern verdeutlicht, wie das damalige Versorgungssystem funktionieren und in welcher Weise Kontakt zu Berlin gehalten werden sollte. Außerdem werden die Überlebensstrategien im Falle eines Atomangriffes und die Mobilmachungsplanung im Bezirk Leipzig aufgezeigt.
Dieses Jahr begeht das Machener „Museum im Bunker“ am 9. September sein zehnjähriges Jubiläum. Neben einer kostenlosen Führung durch den Bunker ist auch eine Sonderausstellung mit dem Titel „Alles im Griff“ geplant. Hier werden die Ausmaße einer Notfallplanung am Beispiel von Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) gezeigt. Unterstützt wird die Ausstellung durch Leihgaben der Bundesbeauftragten für Stasi- Unterlagen.
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