1527 wurde in Worms eine Teilübersetzung des Alten Testaments gedruckt. Verfolgt man ihre Spuren, so gelangt man zu zwei Vertretern der radikalen Reformation und durch sie mitten hinein in den erbitterten religiösen Streit, der diese Umbruchszeit prägte.
Die großen Bibelübersetzungen von Luther und Zwingli bildeten einen wichtigen Baustein für die Durchsetzung reformatorischer Überzeugungen und hatten enorme Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache. Ohne das Engagement der reformatorisch gesinnten Drukker, die neben zahllosen Flugschriften auch Gesamt- und Teildrucke der Bibel besorgten, wäre das „Medienereignis“ Reformation nicht denkbar gewesen. Während die Zürcher Bibel ihre endgültige Gestalt bis zum Tod Zwinglis 1531 erhielt, wurde die Lutherbibel erst 1534 fertiggestellt.
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