Mai 11
Aufstand gegen die weissen Sahibs
News in Indien | Ferner Osten 4 Kommentare »Der Ausbruch der «Indian Mutiny» vor 150 Jahren
1757 hatte Clive in der Schlacht bei Plassey den Grundstein für das britische Imperium in Indien gelegt. Hundert Jahre später erhob sich Nordindien gegen die Fremdherrschaft. Doch Indiens erster Unabhängigkeitskrieg endete in der Niederlage.
Die Garnisonsstadt Meerut liegt rund 60 Kilometer nordöstlich von Delhi. Von Anfang April an steigen die Temperaturen unerbittlich, bis in der Vormonsunzeit alles in glimmernder Hitze und braunem Staub versinken wird. In den frühen Maitagen vermögen die Abendstunden noch eine leichte Kühlung zu bringen. Man schlendert durch baumbestandene Avenuen zur St. John's Church, der ältesten Kirche in Nordindien, die 1822 geweiht worden war. Ein Wärter öffnet die Türe zu dem weitläufigen klassizistischen Gebäude. Im Halbdunkel vermag man unterhalb der Empore eine Reihe von Grabinschriften auszumachen. Später, auf dem weitgehend verwilderten Friedhof, findet man Grabsteine, auf denen der barbarische und frühe Tod von britischen Offizieren und Frauen beklagt wird, die vor 150 Jahren in den ersten Stunden des von den Briten als «Indian Mutiny» und von den Indern als «erster Unabhängigkeitskrieg» bezeichneten Aufstands der Sepoys hatten ihr Leben lassen müssen.
Weiterlesen »
1757 hatte Clive in der Schlacht bei Plassey den Grundstein für das britische Imperium in Indien gelegt. Hundert Jahre später erhob sich Nordindien gegen die Fremdherrschaft. Doch Indiens erster Unabhängigkeitskrieg endete in der Niederlage.
Die Garnisonsstadt Meerut liegt rund 60 Kilometer nordöstlich von Delhi. Von Anfang April an steigen die Temperaturen unerbittlich, bis in der Vormonsunzeit alles in glimmernder Hitze und braunem Staub versinken wird. In den frühen Maitagen vermögen die Abendstunden noch eine leichte Kühlung zu bringen. Man schlendert durch baumbestandene Avenuen zur St. John's Church, der ältesten Kirche in Nordindien, die 1822 geweiht worden war. Ein Wärter öffnet die Türe zu dem weitläufigen klassizistischen Gebäude. Im Halbdunkel vermag man unterhalb der Empore eine Reihe von Grabinschriften auszumachen. Später, auf dem weitgehend verwilderten Friedhof, findet man Grabsteine, auf denen der barbarische und frühe Tod von britischen Offizieren und Frauen beklagt wird, die vor 150 Jahren in den ersten Stunden des von den Briten als «Indian Mutiny» und von den Indern als «erster Unabhängigkeitskrieg» bezeichneten Aufstands der Sepoys hatten ihr Leben lassen müssen.
Weiterlesen »