Das Völkerkundemuseum in Hamburg hat eine neue Dauerausstellung zu Kunst und Kultur der Inka zu bieten.
Zwei neugestaltete Ausstellungsbereiche stehen jetzt für die „Schätze der Anden“ zur Verfügung. Kostbarer Goldschmuck, Silbergeräte, Bronzeminiaturen und Steinskulpturen der Inka präsentieren sich dem Besucher in zwei Schatzkammern. Die Objekte wurden zwischen 200 v. Chr. und der späten Kolonialzeit des 18. Jahrhunderts hergestellt und dienten teilweise als Beigaben für reichausgestattete Gräber. Unter anderem ist die bedeutende Peru-Sammlung des Amateurforschers Hans H. Brüning zu sehen.
Zu Beginn des Jahres 2007 wurde der zweite Teil der Dauerausstellung, die „Inka-Galerie“, eröffnet. Hier werden etwa 500 Kunstwerke aus Keramik, Textilien oder Holz gezeigt. Auch sie waren einst den Verstorbenen ins Jenseits mitgegeben worden und blieben dank des zum Teil ausgesprochen trockenen Klimas bis heute sehr gut erhalten. Sowohl die bemalte Keramik als auch die Muster der Textilien bilden mit ihren religiösen, mythischen oder alltäglichen Szenen den kulturellen Hintergrund für die Schatzkammer-Objekte, lassen sich doch hier Rückschlüsse auf Riten, Glaubensvorstellungen und Lebenswandel der Andenkulturen ziehen. Damit geben die Objekte wertvolle Anhaltspunkte für eine Kultur, die keine Schriftzeugnisse hinterlassen hat.
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