Tagungsbericht
Die Weimarer Republik wurde lange nur mit Blick auf ihre Extreme wahrgenommen, die Demokratie als improvisiert und unvollendet beschrieben. Seit einiger Zeit haben jedoch Forschungen zur Weimarer Republik an Intensität gewonnen, die den politischen und diplomatischen Alltag der Zwischenkriegszeit aufgreifen und damit die Konzentration auf die Extreme überwinden.
Vom 6. bis zum 7. Oktober 2008 veranstaltete das Institut für Bayerische Geschichte mit Unterstützung der Michael-Doeberl-Stiftung in München ein Kolloquium, das neuere Forschungen zur Weimarer Zeit vorstellte. Die Organisatoren CLAUDIA FRIEMBERGER (München) und MARKUS SCHMALZL (München) hatten Nachwuchswissenschaftler aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen, die sich in ihren Dissertationen mit bilateralen Verbindungen, politischen Akteuren, aber auch der Verfasstheit des Staatsgebildes der Weimarer Republik befassen. Die Mehrzahl dieser Forschungen rückt dabei vornehmlich den jungen Freistaat Bayern ins Zentrum der Untersuchungen.
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