Die Baupläne von Auschwitz

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Ausnahmsweise mal eine Pressemitteilung aus der Bildzeitung:


Es sind Dokumente des Grauens. Akkurat gezeichnet. Lagepläne, Grundrisse und Seitenansichten von Gebäuden, alles auf vergilbtem Papier, meist im Maßstab 1:100. Es sind Pläne des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz.
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Der Weg zur ersten Demokratie

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In den Außenbezirken Berlins pulst heute vor genau 90 Jahren das Leben wie gewohnt, rattern die Straßenbahnen wie an jedem anderen Tag. Und auch in den Vierteln der Innenstadt herrscht auf den ersten Blick ganz normales geschäftiges Treiben; auf den Bürgersteigen wogen die Massen.


Dennoch ist die Unruhe zu spüren, die über der Reichshauptstadt liegt an jenem 8. November 1918. Am Vortag sind einzelne Züge mit revoltierenden Matrosen aus Kiel und anderen Soldaten im Lehrter Bahnhof angekommen; bald darauf wird der Eisenbahnfernverkehr unterbrochen, ebenso Telefone und Telegrafen. Immer öfter tauchen in der Innenstadt Polizisten zu Fuß und zu Pferde auf. Alle öffentlichen Gebäude und das Schloss werden von Wachen umstellt. Mehrfach zerstreuen berittene Einheiten Menschenansammlungen am östlichen Ende der Linden. Die Stimmung verschlechtert sich. Revolution liegt in der Luft
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Auftakt zum Holocaust

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Raub, Mord, Erpressung, Erniedrigung – mit dem tödlichen Anschlag auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath begann vor 70 Jahren das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Ein Protokoll.
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Der Untergang

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Das unrühmliche Ende der Habsburgermonarchie markierte vor neunzig Jahren die große Zeitenwende in Europa

Herbststürme fegen von den schneebedeckten Dolomitengipfeln über die Ebene des Piave. Das kalte und nasse Oktoberwetter zehrt an den entkräfteten und hungernden Truppen in den Schützengräben. Seit vielen Monaten erhalten sie nur noch unzureichenden Nachschub. Ihre Reihen sind ausgedünnt, die meisten Einheiten verfügen kaum noch über die Hälfte ihrer Sollstärke. Eine Grippeepidemie rafft täglich Hunderte dahin. Es fehlt an Waffen und Munition. Viele besitzen weder Schuhe noch Mäntel. Oft hängen die Uniformen in Fetzen an den spindeldürren Gestalten. Im Durchschnitt wiegen die Männer gerade noch 55 Kilo. Es ist eine Geisterarmee, des Kaisers letztes Aufgebot, das sich verbissen seiner Haut wehrt. Nach langen Wochen trügerischer Ruhe liegen die Regimenter nun unter schwerem Feuer.
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Der Fluchtpunkt Schweiz und Hitlers Feind Nummer eins

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Sein Name erzählt Geschichte: Gregor Peter Demosthenes Strasser. Der erste Vorname erinnert an seinen von der nationalsozialistischen Sonderorganisation Schutzstaffel (SS) ermordeten Onkel, der zweite an seinen Grossvater, einen bayrischen Kanzleirat, der dritte an die Insel Samos, wo er geboren wurde, der Familienname an Vater Otto, der erst mit, dann gegen Hitler marschierte, 22 Jahre auf der Flucht und im Exil lebte. «Ich bin völlig unpolitisch», sagt Gregor Peter Demosthenes Strasser, 73-jährig, Schweizer Bürger. Er sitzt am Stubentisch seines Einfamilienhauses im sankt-gallischen Bronschhofen und erzählt. Der Reihe nach. – Als er am 25. Mai 1935 auf Samos geboren wird, bemüht sich sein Vater von seinem Exil in Prag aus, den Widerstand gegen Hitler wachzuhalten. Otto und dessen Bruder Gregor gehörten ab 1925 zu den führenden Köpfen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP): Otto leitete zusammen mit seinem Sekretär Joseph Goebbels die Parteipresse im Norden Deutschlands, Gregor war Reichsorganisationsleiter und Mitglied des Reichstags. 1930 kam es zum Bruch: Otto Strasser, Verfechter eines nationalen Sozialismus, lehnte die Zusammenarbeit Hitlers mit Industriellen und Grundbesitzern ab, kehrte ihm mit dem Ausspruch «Die Sozialisten verlassen die NSDAP» den Rücken und gründete mit Getreuen die oppositionelle «Schwarze Front». Gregor blieb bis 1932 im Amt, verlor den Machtkampf gegen Goebbels und wurde 1934 von der SS bei internen Säuberungen exekutiert. Otto, von Goebbels als «Hitlers Feind Nummer 1» bezeichnet, setzte sich rechtzeitig nach Österreich, dann in die Tschechoslowakei ab und überstand mehrere Attentatsversuche.
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Pogromnacht vor siebzig Jahren

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Bekannt ist das Bild der Berliner Neuen Synagoge, aus dem die Flammen schlagen. Es war die prächtigste von den im Kaisserreich neu errichteten, im maurischen Stil, mit hochgesetzter Zentralkuppel, in florentinischem Stil.

Sehr gern wird dieses Bild benutzt zur Illustration der Greuel, die zur sogenannten Pogromnacht begangen wurden. So verwendet, ist das Photo irreführend. Denn die Neue Synagoge bleib als einzige von vierzehn in Berlin im Außenbau völlig unbeschädigt. Das Flammenbild bezieht sich auf die Folgen des englischen Luftangriffs am 22.November 1943.
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(C) Daniel Oswald