Saul Friedländer ist ein Spezialist der Geschichte des Holocaust, dem seine Eltern - deutschsprachige Juden aus Prag - zum Opfer gefallen sind; sie wurden in Auschwitz ermordet. Vor ihrer Deportation konnten sie ihren Sohn in einem französischen Kloster verstecken, wo er überlebte.
In seinem Hauptwerk "Das Dritte Reich und die Juden" mischt Friedländer die Schilderung der Ereignisse mit persönlichen Berichten der Opfer in Form von Briefen oder Tagebüchern - eine Methode, die auch zu Polemiken mit deutschen Historikerkollegen geführt hat.
Kritische Stellungnahmen
Saul Friedländer, der auch die israelische Staatsbürgerschaft hat - er unterrichtet in Tel Aviv und Los Angeles - hat auch immer wieder kritisch zur israelischen Siedlungspolitik Stellung bezogen.
Zum Thema Österreich und Vergangenheitsbewältigung meint Friedländer im Gespräch mit Christian Fillitz, man solle auch die überproportional starke Vertretung von Österreichern in führender Position etwa der SS nicht vergessen.
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