Mär 30
Extreme Gewalt
News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »Angesichts der organisierten Massentötungen der Nationalsozialisten, der Massaker und Völkermorde im 20. Jahrhundert verschlägt es einem die Sprache. Die Versuchung ist groß, solche Zivilisationsbrüche als schlechthin unbegreiflich anzusehen, weil ihre Monstrosität unser Begriffsvermögen lähmt. Demgegenüber mag der Satz von Jacques Sémelin "Völkermord ist durchaus zu begreifen - und leider nur allzu gut" fast blasphemisch klingen. Aber er hat recht. Und nicht nur das: Erst wenn die Stufen der individuellen und kollektiven Verrohung begriffen werden, die die Voraussetzung für das Umschlagen abstrakter Vernichtungsphantasien in extreme Gewalthandlungen bildet, wenn die gesellschaftliche Dynamik, die zu ethnischen Säuberungen und Völkermord führt, erkannt wird, ergibt sich - vielleicht - die Chance der Gewaltprävention.
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