Ein Fonds für die Vergessenen

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Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Nazi-Terrors entschädigt Deutschland eine Kategorie von Holocaust-Überlebenden, die bisher aus bürokratischen Gründen unberücksichtigt geblieben sind. Dies vereinbarte die Conference of Jewish Claims Against Germany mit dem Bundesfinanzministerium. Es geht um die Budapester Juden, die vom Frühjahr 1944 bis Februar 1945 Hunger, Krankheiten, Ghettoisierung und Stigmatisierung durch ungarische und deutsche Nazis überlebt haben. Im gleichen Zeitraum wurden etwa 400 000 ungarische Juden ermordet.
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Holocaust zieht Besucher an

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Mit 2.260 Besuchern haben am Mittwoch so viele Interessierte wie noch nie den Ort der Information am Holocaust-Mahnmal an einem Tag besichtigt. Auch in den vergangenen Monaten sei die Besucherzahl deutlich höher als im Vorjahr, erklärte gestern der Geschäftsführer der Denkmalstiftung, Uwe Neumärker. So hätten im Juli 50.000 Menschen die unterirdische Dokumentationsstätte gesehen. Damit gebe es nun annähernd so viele Besucher wie in den Monaten unmittelbar nach Eröffnung des Denkmals im Mai 2005, als an drei Monaten jeweils rund 55.000 Menschen kamen. Seit Eröffnung haben das Denkmal rund 1,5 Millionen Menschen besucht. Derzeit kommen nach Angaben des Sprechers vor allem Einzeltouristen. Nach den Schulferien würden wieder viele Gruppenführungen erwartet. Im Moment bereitet die Stiftung die Präsentation des Videoarchivs "Leben mit der Erinnerung. Überlebende des Holocaust erzählen" am 8. und 9. September vor. Dabei handelt es sich um eine aufwändig aufbereitete Interviewsammlung (stiftung-denkmal.de/projekte/interviews).

DDP, DPA
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Die Ritterzeit hält Einzug

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Mit Pferden, auf Planwagen und in mittelalterlichen Kostümen gekleidet werden am kommenden Wochenende (Samstag, 9., und Sonntag, 10. August) wieder die Ritter in den Eichtersheimer Schlosspark einfallen. Bereits zum 15. Mal findet der mittelalterliche Markt mit Ritterturnier im Kraichgau statt, erwartet werden wieder mehrere 10 000 Besucher aus dem In- und Ausland.
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Das Heroin der Habsburger

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Als die beiden Historikerinnen Sabine Fellner und Katrin Unterreiner dann über den alten Rezeptbüchern saßen, waren sie "schon einigermaßen überrascht. Nicht darüber, dass es auch im Kaiserhaus Geschlechtskrankheiten gab, sondern über das Ausmaß und die Scheinheiligkeit: Alle Welt glaubt bis heute, dass Rudolf (Kronprinz; Anm.) der wüsteste Habsburger war. Und weil man weiß, dass er Morphium nahm, gilt er als Obergiftler der Familie - aber in Wirklichkeit war er der Harmloseste von allen."
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Wenn Bücher brennen

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Vor 75 Jahren brannten in Nazideutschland die Bücher. Doch die Bücherverbrennung war keine Erfindung des Faschismus. Es gab sie lange vorher und noch lange nachher. Und meistens erreichte sie das Gegenteil: Sie nobilitierte, was sie auszumerzen gedachte.
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Wider die falschen Ideen

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Im Zuge der Religionswirren in der Ostschweiz sind im 17. Jahrhundert mehrmals missliebige Bücher öffentlich verbrannt worden. Ausdrücklich handelte es sich hierbei um Ersatzhandlungen: Lieber hätte man ihre Autoren auf dem Scheiterhaufen gerichtet.
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(C) Daniel Oswald