Die Ausstellung "Rom und die Barbaren" zeigt, wie das römische Multikulti-Reich entstand - und Professor Alexander Demandt erklärt sein Scheitern
Zu allen Zeiten lebten Völker unterschiedlicher Kulturstufen nebeneinander. Wenn heute in Industriestaaten von "Entwicklungsländern" gesprochen wird, so gleicht dies einer Sichtweise, die schon bei den antiken Griechen üblich war. Sie nannten ihre Nachbarn, die keine Städte, keine Schrift, keine feste Staatsordnung besaßen und ein unverständliches Idiom sprachen "Barbaren" - Leute, die Blabla reden. Zu ihnen zählten zunächst auch die Italiker, bis sich die Römer nach griechischem Muster zivilisiert hatten. Sie übernahmen den Barbarenbegriff und verwandten ihn vornehmlich für die Völker im Norden, für Kelten und Germanen.
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