Die letzte Reise

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Also doch. Dem schmächtigen und, wie er selbst sagt, „knotigen“ Kepler, der „den Berg am liebsten hinaufgeht statt herunter, möglichst im tiefsten Dickicht“, schwindelt. Jakob, sein Gehilfe und frischgebackener Schwiegersohn, weiß es vom Schlossbaumeister, dem beinahe einzigen Kontakt der Keplers im schlesischen Sagan. Anfang Juli wären 13 000 Schweden unter König Gustav Adolf in Peenemünde gelandet, jetzt ist September. Er sei die Oder hinaufgefahren, Sagan liegt an einem ihrer Nebenflüsse und gehört zu Wallenstein. Kepler steht im Jahre 1630 für 1000 Gulden in dessen Diensten und der Schwede, ermutigt von Wallensteins Debakel vor Stralsund, sucht jetzt den Generalissimus des Kaisers ganz zu vernichten, die Atempause im 30jährigen Krieg ist zu Ende.
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Churchill: Bomben auf die Schweiz

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Winston Churchill wird als Freund der Schweiz gefeiert, der die schweizerische Neutralität hoch geschätzt hat. Eine Episode aus dem Jahr 1941 verändert das Bild. 1941 wollte Churchill die Eisenbahnlinie für den Kohletransport durch die Schweiz bombardieren.

Am 27. Januar 1941 schickte der britische Premier Winston Churchill dem Luftfahrtministerium eine Anweisung: Es bestehe anscheinend ein intensiver Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Italien. Mindestens 200 000 Tonnen würden wöchentlich transportiert: «Es ist offensichtlich äusserst wichtig, dass dies auf jede mögliche Weise verhindert werden soll. In Anbetracht der gebirgigen Natur des Landes» – der Name der Schweiz wird nicht genannt –, «durch das die Züge fahren, sollte dies machbar sein. Bitte lassen Sie mir einen Bericht zukommen, was getan worden ist und was getan werden muss.» Das Dokument findet sich in den im Britischen Nationalarchiv hinterlegten und bereits 1970 freigegebenen
persönlichen Akten Churchills. Die Geschichte ist bisher auch in Fachkreisen kaum beachtet worden.
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(C) Daniel Oswald