Adventskalender – Türchen 1: Woher kommt der Adventsbrauch?

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Der Adventskranz wurde in Hamburg erfunden. Und Adventskalender gibt es seit ziemlich genau 100 Jahren. Ein Überblick zur Geschichte der Vorweihnachtszeit.[/b]

Advent, Advent ein Lichtlein brennt, so beginnt ein uraltes Kindergedicht. Seine Kernaussage: Beim vierten Lichtlein hat das Warten endlich ein Ende.

Worauf man wartet?
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Adventskalender - Türchen 2: Wer hat den Nussknacker erfunden?

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Ob zur Zierde oder als Werkzeug: Seit Jahrhunderten sind Nussknacker stetige Begleiter in der Weihnachtszeit. Wer ihn erfunden hat, ist jedoch noch immer ein Rätsel.[/b]

Stattlich steht er da, der Husar – gekleidet in leuchtend rotem Gewand, bewaffnet mit einem Säbel und Zähnen aus Holz. Er ist ein Nussknacker nach dem Vorbild des Königsnussknackers von 1870, den der Zimmermann Friedrich Wilhelm Füchtner aus Seiffen im Erzgebirge erstmals gedrechselt hatte.

Dank dessen Idee begann damals eine neue Ära der Nussknacker. Denn traditionell wurden die kräftigen Holz-Kerle in aufwendiger Kleinstarbeit per Hand geschnitzt und nicht auf der Drehbank gefertigt.
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Um einen gedrechselten Nussknacker wie jene aus dem Erzgebirge herzustellen, braucht es bis zu 130 Arbeitsschritte. Die Gestalt wird aus ungefähr 60 Einzelteilen zusammengesetzt und anschließend mit Fell, Leder und Schnüren dekoriert. Wer den ersten figürlichen Nussknacker entwickelte, ist unbekannt.
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Die letzten Dinge

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In der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau drohen die Habseligkeiten der Opfer zu verfallen. Die Restauratoren haben große Probleme, die Überbleibsel des Grauens zu konservieren. Es ist ein Kampf gegen die Zeit – und gegen die Tränen.


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Restauration eines Schuhs: viele von ihnen offenbaren den Restauratoren Geheimnisse, die sie über sechs Jahrzehnte lang in sich getragen hatten

Die Sandale gehörte einem Kind. Sein Fuß hat einen Abdruck auf der Innensohle hinterlassen, die Spuren der kleinen Zehen sehen aus wie der Schatten einer Perlenkette. Der Fußabdruck ist das Letzte, was blieb. Das Kind musste seine Schuhe ausziehen, bevor es die Gaskammer betrat. Sein Körper wurde im Krematorium entsorgt, für ihn hatte man keine Verwendung mehr. Die Sandalen aber hob man auf, sie kamen in einen Lagerraum, zur Wiederverwertung im Reich.
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Adventskalender – Türchen 3: Wo liegt der Nordpol?

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In Wirklichkeit gibt es drei Nordpole – den geografischen, den magnetischen und den geomagnetischen. Ein kleiner Überblick zur Orientierung.[/b]

Der amerikanische Entdecker Robert E. Peary und der deutschstämmige Arzt, Frederick A. Cook, machten sich auf, den geografischen Nordpol zu erobern. Beide kamen 1909 von ihren Expeditionen zurück, beide verkündeten ihren Triumph, beide ließen eindeutige Beweise vermissen – und so bleibt die Geschichte des wahren Entdeckers ungewiss.
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Die einsamen Opfer der Todesfabrik

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Es war das schlimmste Chemieunglück in der Geschichte. 25 Jahre nach der Giftkatastrophe im indischen Bhopal leiden noch Zehntausende. Die Schuldigen wurden nie bestraft.[/b]

Die tödliche Wolke kommt im Dunkeln. Seit kurz nach Mitternacht entweichen in der Nacht zum 3. Dezember 1984 stundenlang fast 40 Tonnen Gift aus der Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide im indischen Bhopal. Die Fabrik liegt mitten im Armutsviertel der zentralindischen Stadt. Das Giftgas verätzt die Haut, die Augen, die Lungen, innere Organe, die Schleimhäute. Allein in den ersten drei Tagen nach dem Unglück sterben rund 8000 Menschen.

"Um 1.20 Uhr in der Nacht war auf einmal Panik. Menschen schrien. Meine Lungen brannten wie Feuer, meine Augen schwollen zu. Ich packte zwei meiner Kinder und rannte los. Dann brach ich bewusstlos zusammen." So erinnert sich Mohammed Sultan an das Unglück, 25 Jahre nach dem schlimmsten Chemieunglück der Geschichte.
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Adventskalender – Türchen 4: Was geschieht am Barbaratag?

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Alljährlich gedenkt man der heiligen Barbara. Sie gehört zu einer der vier besonders heiligen Jungfrauen und die ihr dargebrachten Gaben gelten als Orakel der Liebe.[/b]

Einst wurden am Barbaratag Zweige geschnitten und Weizen gesät. Von ihnen versprach man sich Vorhersagen für die Liebe, das Familienglück und die Ernte im nächsten Jahr. Auch heute noch ist es ein gern gesehener Brauch, doch dessen Ursprung ist umstritten.
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Mit Marx in die Wüste

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Ein sozialistischer Traum vom Heiligen Land: Vor 100 Jahren begann die Geschichte der jüdischen Kibbuzbewegung.[/b]

»Die berühmten israelischen Kibbuzim«, bemerkte der Satiriker Ephraim Kishon einmal in den sechziger Jahren, »sind ein Unikum in der Geschichte: die einzigen landwirtschaftlichen Kollektive, die auf freiwilliger Basis errichtet wurden und die ohne Geheimpolizei, Schnellgerichte und Hinrichtungskommandos weiter bestehen. Die Sowjetunion hat gegen diese Provokation wiederholt Einspruch erhoben.« Kishons Scherz ist von der Realität lange schon überholt: Der Kibbuz hat den Sozialismus sowjetischer Prägung bereits um zwei Jahrzehnte überlebt, gleichwohl hat er sich von seinen ursprünglichen sozialistischen Ideen längst entfernt.
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Das Bedürfnis Hitler entgegenzuarbeiten

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Viele Deutsche waren lange Zeit vom "Führer" fasziniert. Die propagierte Vision von der tüchtigen und von der eigenen Größe beflügelten "Volksgemeinschaft" trug dazu bei.[/b]

Wie konnte sich das NS-Regime halten, zwölf Jahre lang und bei immer weiter zunehmender Gewalt? Wie vermochte es die bereitwillige Zustimmung der Deutschen ungeachtet aller Zumutungen und wachsender Unterdrückung zu sichern? Das bleibt ein großer Fragenkomplex bei der Beschäftigung mit dem "Dritten Reich", dem hinterher, nach dem katastrophal verlorenen Krieg, niemand mehr gefolgt sein wollte.

Doch das Gegenteil ist wahr, wie die Referenten des Symposiums "Hitler und die Deutschen" am vergangenen Wochenende im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) ausführten. Dem "Führer" "entgegengearbeitet" zu haben, wie Hitler-Biograf Ian Kershaw zur zentralen Aussage seines 2300 Seiten umfassenden magnum opus gemacht hat, war das Bedürfnis vieler, wenn nicht der meisten Deutschen.
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Dutschkes Attentäter hatte Kontakt zu Neonazis

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Neue Erkenntnisse nach 40 Jahren: Der bislang als Einzelgänger geltende Dutschke-Attentäter Josef Bachmann soll Kontakte zu einer Neonazi-Gruppe gehabt haben.


Bachmann habe enge Kontakte zu einer rechtsradikalen Gruppe unterhalten, die später als "Braunschweiger Gruppe" durch Sprengstoffanschläge bekanntgeworden sei, berichtet der Spiegel unter Berufung auf bislang unbekannte Stasi-Akten und Berliner Polizeiprotokolle. Trotz mehrerer Hinweise in den Vernehmungen hätten die Ermittler diese Zusammenhänge damals nicht konsequent aufgedeckt.

Der 23-jährige Hilfsarbeiter Bachmann hatte den Studentenführer am 11. April 1968 in Berlin auf offener Straße niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme hatte er einen Artikel über Dutschke aus der rechtsextremen Deutschen National-Zeitung bei sich gehabt.

Am 24. Dezember 1979 starb Dutschke als Spätfolge des Anschlags. Bachmann wurde zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Februar 1970 beging er Selbstmord.
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Russische Agenten haben angeblich Hitlers Kiefer

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Dreimal wurden die Überreste des Nazi-Diktators Adolf Hitler, seiner Frau Eva Braun und der Familie seines Propagandachefs Joseph Goebbels laut dem russischen Geheimdienst FSB beerdigt und wieder ausgegraben. Die Leichen seien zu Asche verbrannt worden – bis auf einige Knochenstücke.
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Chile: Späte Ehrung für Victor Jara

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Pinochets Schergen folterten und erschossen ihn. 36 Jahre nach seinem Tod, geben die Chilenen dem Volks- und Protestsänger Victor Jara ein würdiges Begräbnis.


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In Santiago de Chile: 36 Jahre nach seiner Ermordung durch die Schergen Pinochets wird Folkssänger Victor Jara beigesetzt

Seit Donnerstagabend standen Chilenen Schlange vor dem Victor-Jara-Kulturzentrum in der Hauptstadt Santiago. Sie erwiesen der Stimme ihres Landes die letzte Ehre - einer Stimme, die 1973 verstummte, wenige Tage nach dem Putsch, der das Land in die Diktatur stürzte. Victor Jara wurde, wie Tausende andere Chilenen, am 11. September 1973 verhaftet. Fünf Tage später war er tot.
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Adventskalender - Türchen 11: Was war der Stern von Bethlehem?

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War es ein Komet, ein sterbender Stern oder eine seltene Planetenkonjunktion? In ihrer Freizeit versuchen Wissenschaftler, den Stern von Bethlehem ausfindig zu machen.


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Das Bild des florentinischen Malers Giotto zeigt den Weihnachtsstern als Kometen

Pünktlich zur Weihnachtszeit entbrennt erneut die Diskussion um den Stern von Bethlehem.

Mit seinem berühmten Werk Die Anbetung des Kindes durch die drei Weisen aus dem Morgenlande erschuf der Maler Giotto di Bondone die Legende, dass der Weihnachtsstern der Halley'sche Komet gewesen sei. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass dieser zum entsprechenden Zeitpunkt nicht sichtbar war. Vielmehr ließ sich Giotto von dem Kometen bei dessen Wiederkehr im Jahr 1301 zu seiner Kunst inspirieren.

Der Stern von Bethlehem könnte auch eine Supernova gewesen sein, also das helle Aufleuchten einer Explosion eines Sterns – ein Ereignis, dass nur etwa alle 500 Jahre in der Milchstraße auftritt. Gegen diese Theorie spricht allerdings, dass bis heute auch mit modernster Röntgenastronomie keine Überreste einer Supernova um das Jahr 0 gefunden wurden.
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Punk in den Hinterzimmern der Diktatur

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Vom DDR-Staat argwöhnisch beobachtet, eroberte Punk in den achtziger Jahren die Szene Ostberlins. Der Fotograf Michael Biedowicz dokumentierte mit seiner Kamera geheime Konzerte und Happenings - eine Welt der Unangepassten.[/b]

DDR, das klingt nach Kohlestaub und grauer Platte, nach Provinz und Enge. Wer davor fliehen wollte, den zog es nach Berlin. Irgendwo im Osten der Stadt, in den alten, oft vom Verfall bedrohten Altbauten der "Hauptstadt der DDR", lebten Ende der achtziger Jahre Menschen wie Michael Biedowicz.

Er war in die Stadt gekommen, um hier als Fotolaborant und Theaterfotograf zu arbeiten. Bald schon fand er sich wieder unter jenen, die wie die Band Demokratischer Konsum der Tristesse des Arbeiter- und Bauernstaats ihre eigene Form eines ironisierenden Widerstands entgegensetzen. Der Demokratische Konsum machte Punkrock, Biedowicz fotografierte.
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Die blutigste Episode der Wendezeit

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Die Diktatur in Rumänien war die brutalste im Ostblock. Vor 20 Jahren begann der kurze und blutige Aufstand gegen Nicolae Ceauşescu. Weihnachten wurde er hingerichtet.


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Bukarest, Heiligabend 1989: Demonstranten verschanzen sich hinter einem Panzer. Sie liefern sich Schussgefechte mit den Regime-treuen Securitate-Agenten

1989. In der Sowjetunion herrscht Tauwetter. Die Ungarn zerschneiden den Eisernen Vorhang. Die Polen wählen ein Parlament, in Berlin fällt die Mauer – und Rumänien ächzt unter der Herrschaft Nicolae Ceauşescus. Unangefochten regiert das "Genie der Karpaten", der "Conducător" (Führer), wie er sich nennen lässt. 22 Jahre lang. Bis zum Dezember 1989.

Der Aufstand beginnt in Timişoara, der zweitgrößten Stadt Rumäniens. Die vielen ethnischen Ungarn hier im Banat nennen die Stadt Temesvár, die Deutschen Temeschwar oder Temeschburg. László Tőkés, Pastor der Ungarischen Reformierten Kirche von Temesvár, wagt es, über die Diskriminierung der ungarischen Minderheit zu predigen, über die Armut, die von Ceauşescu geplante Landreform, der tausende Dörfer zum Opfer fallen sollen.
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Als der Kalte Krieg auftaute

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Vor 30 Jahren fiel der Nato-Doppelbeschluss: Ohne ihn hätte es keine Friedensbewegung gegeben und keine grüne Partei – und vielleicht gäbe es die Sowjetunion heute noch.


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Nach den Nato-Doppelbeschluss zur "Nachrüstung" mit Atomraketen demonstrierten Hunderttausende gegen die beabsichtigte Stationierung amerikanischer Pershing-II-Mittelstreckenraketen und Cruise Missiles auf deutschem Boden. Diese Bundeswehrsoldaten nahmen trotz Verbots an einer Großkundgebung in Bonn in Uniform teil

Nach den Nato-Doppelbeschluss zur "Nachrüstung" mit Atomraketen demonstrierten Hunderttausende gegen die beabsichtigte Stationierung amerikanischer Pershing-II-Mittelstreckenraketen und Cruise Missiles auf deutschem Boden. Diese Bundeswehrsoldaten nahmen trotz Verbots an einer Großkundgebung in Bonn in Uniform teil

Manchmal sind es die Konservativen, die eine Gesellschaft am meisten verändern. Manchmal sind es die Kriegstreiber, die wie aus Versehen den Frieden erreichen. Und oft ist es schwer zu sagen, was gewesen wäre wenn... es zum Beispiel den Nato-Doppelbeschluss nicht gegeben hätte.

Nehmen wir Helmut Schmidt. Der Sozialdemokrat war nie ein Träumer: Wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, findet er. Die Konfrontation des Kalten Krieges sah der Ex-Verteidigungsminister, der 1974 Bundeskanzler wurde, als nüchterner Stratege. Als Mitte der siebziger Jahre die Sowjetunion ihre auf Westeuropa gerichteten atomaren Mittelstreckenwaffen durch moderne SS-20-Raketen ersetzte, glaubte er das Gleichgewicht in Europa in Gefahr.
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Der Untergang der »Admiral Graf Spee«

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Im Dezember 1939 kam es in der Mündung des Rio de la Plata zu einem Drama, das bis heute ein dunkler Mythos umgibt.


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Das modernste Kriegsschiff seiner Zeit wurde vom eigenen Kommandanten versenkt, um die Technologien nicht an den Feind zu verlieren

Ohne Pauken und Trompeten, so unauffällig, als ginge es auf eine ihrer zahlreichen Erprobungsfahrten, verlässt die Admiral Graf Spee in den Abendstunden des 21. August 1939 Wilhelmshaven. Um Mitternacht bleibt Helgoland an Steuerbord zurück. Das Panzerschiff fährt funkstill, abgedunkelt und unter voller Kriegswache, führt zur Tarnung die Positionslichter eines Frachtdampfers. Tagsüber wird nach Flugzeugen Ausschau gehalten.

Am 26. August, die Enge zwischen den Färöern und Island ist unbemerkt passiert, läuft die Admiral Graf Spee in einen Nordoststurm, 8 Beaufort und schwere See. Beim Spannen mannsichernder Strecktaue auf dem Vorschiff wäscht ein Brecher den Oberbootsmaat Herbert Matzker vom Deck. »Es war ein junger Berliner, ein Unteroffizier«, erinnert sich lange danach der Maschinengefreite Bernhard Dells. »Wir sahen ihn winken, dann war er weg.« Nach zwei Stunden wird die Suche eingestellt. Mit südlichem Kurs verschwindet das Panzerschiff in der Weite des Atlantiks.
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Medizingeschichte: Wie Operationen schmerzfrei wurden

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Alraunenwein, Lachgas und moderne Narkose: Die Geschichte der Anästhesie ist so alt wie die Menschheit. Der Schmerzlinderung verdanken wir den Siegeszug der Chirurgie.[/b]

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Im Operationssaal Ende der 1930er Jahre: Die moderne Narkose, bei der Patienten über die Atemwege betäubt werden, machte schwierigste chirurgische Eingriffe erst möglich

Das waren noch paradiesische Zustände, als Gott ganz schmerzfrei eine Rippe aus Adams Körper entfernte. "Da ließ der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte mit Fleisch zu", erzählt uns die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments.

Die erste Narkose (von griechisch "Narkos", der Schlaf) war zugleich für lange Zeit auch die letzte. Nach der Vertreibung aus dem Paradies mussten die Menschen nicht nur ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts verdienen, sondern auch Kinder unter Schmerzen gebären. Der Körper musste aufgeschnitten werden, um eine Geschwulst zu entfernen. Ein nach einer Verletzung lebensgefährlich infiziertes Bein musste amputiert werden.
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Adventskalender – Türchen 18: Warum naschen wir in der Weihnachtszeit?

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Die Weihnachtsbäckerei hält bekanntlich süße Leckereien bereit. Die Gründe dafür sind unklar, vielleicht liegen sie in der Chemie oder Ethnologie.[/b]

Früher war die Weihnachtszeit eine Fastenzeit. Heute wird im Advent nach Herzenslust genascht. Schoko-Weihnachtsmänner, Dominosteine und Lebkuchen finden sich bereits im frühen Herbst in den Auslagen. Vor nicht allzu langer Zeit jedoch, fing das richtige Schlemmen aber erst nach Heiligabend an.

Die Menschen im Mittelalter lebten in enger Abhängigkeit von der Natur. Und sie glaubten, die Natur beeinflussen und sogar bestechen zu können. In der Hoffnung auf eine gute Ernte im nächsten Jahr, stellten die Menschen kurz vor dem Jahreswechsel besonders viele Speisen her. Diese wurden an Arme verteilt, ans Vieh verfüttert oder ins Saatgut gemischt. Einiges aß man allerdings auch selbst oder lagerte es ein.
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Wunder, Wunder, Wunder!

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Zeit der Krisen, Zeit der Scharlatane. Ein besonders genialer war der Deutsche Katterfelto, der im England der Aufklärung Furore machte.[/b]

Die Grippe raste auf London zu. Irgendwo im Osten Europas oder womöglich gar bei den unheimlichen Chinesen hatte sie ihren Anfang genommen, übers Baltikum, über Preußen und Holland war sie herangeeilt – schon hatte sie britischen Boden erreicht. Allenfalls ein paar Tage konnte es noch dauern, bis schwerer Atem, Husten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und nächtliche Delirien die Bevölkerung der englischen Hauptstadt in die Knie zwingen würden.

Mit Tausenden von Kranken war zu rechnen, mit Toten. Vor allem in den Armenvierteln der Stadt würde die Epidemie leichtes Spiel haben. Eine Katastrophe drohte. Aufklärung tat not. Es war seine Pflicht, Alarm zu schlagen. Und so ließ er am 15. April 1782 im Morning Herald verkünden: »Herr Katterfelto wird sein Sonnenmikroskop vorführen und dabei die seltsamen Insekten zeigen, die das Königreich mit einer schweren Seuche bedrohen, wenn sie nicht bald vernichtet werden.« Die Kampagne hatte begonnen.
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Spalier am Mördergraben

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Der Musikwissenschaftler Hans Heinrich Eggebrecht gehörte im Zweiten Weltkrieg der Feldgendarmerie-Abteilung 683 an, die auf der russischen Halbinsel Krim Greueltaten verübte.


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Deutsche Truppen marschieren durch Simferopol – ein Foto vom 22. November 1941. Hans Heinrich Eggebrecht ist nicht zu sehen

Am 9. Dezember 1941 begann in Simferopol, der Hauptstadt der Halbinsel Krim, eine der größten Massenexekutionen von Juden in der südlichen Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs. Bereits in den Tagen zuvor wurden die Juden in mehreren Gebäuden der Stadt zusammengetrieben. Sie mussten, in dem Glauben, umgesiedelt zu werden, zu dem zentral in Simferopol gelegenen ehemaligen Hauptsitz der KP marschieren.

In Kolonnen von Lkw transportierte man sie an die Exekutionsstätte, einen noch von der Roten Armee angelegten Panzergraben, rund 11 Kilometer außerhalb der Stadtgrenze. Dort wurden die Menschen durch ein Spalier von Wachposten getrieben. Sie mussten ihre Schuhe ausziehen, Männer wurden von Frauen und Kindern getrennt.
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Nazareth: Haus aus der Zeit Jesu entdeckt

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[b]Wie sah Nazareth zur Zeit Christi aus? Pünktlich zum Weihnachtsfest liefert der Fund von Überresten eines antiken Hauses in dem Ort neue Erkenntnisse. [/b]

In der Nähe der Verkündigungsbasilika von Nazareth haben israelische Archäologen nach eigenen Angaben erstmals Überreste einer Wohnstätte in Nazareth entdeckt, die aus der Zeit Jesu stammen.

Der Fund liefere neue Erkenntnisse darüber, wie Nazareth zu jener Zeit ausgesehen haben mag, sagte die Archäologin Jardena Alexandre von der israelischen Behörde für Altertümer am Montag vor Journalisten.
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Forscher lassen Uralt-Samenkorn sprießen

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Zwei Jahre lang mühten sich türkische Wissenschaftler, nun ist es ihnen gelungen: Sie haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn zum Keimen gebracht. Doch wozu?[/b]

Türkische Forscher haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn sprießen lassen. Der Samen des linsenartigen Gewächses sei bei Ausgrabungen in der Nähe der westtürkischen Stadt Kütahya gefunden worden, sagte Grabungsleiter Nejat Bilgen nach Berichten türkischer Zeitungen vom Mittwoch.
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Adventskalender – Türchen 23: Warum feiern wir Weihnachten?

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Nächstenliebe, Ruhe, Friedlichkeit: Den Advent beherrscht die Vorfreude auf Weihnachten. Die Entstehung des christlichen Festes ist jedoch alles andere als besinnlich.[/b]

Der früheste Beleg für den Ausdruck "Weihnacht" oder auch "Heilige Nacht" stammt aus dem Jahr 1170. Manche Forscher vermuten, dass der Begriff christlichen Ursprungs ist, andere hingegen behaupten, er stamme bereits aus vorchristlichen Zeiten – belegt ist keine der beiden Theorien.
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Vor 30 Jahren marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein

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Eine Million Tote und neun Millionen Kriegsflüchtlinge auf afghanischer Seite. Dazu kommen mehr als 14 000 gefallene Sowjetsoldaten, über 270 weitere werden bis heute vermisst. Die Zahl der Kriegsversehrten beläuft sich auf mehrere Hunderttausend. Vor allem aber war Moskaus Afghanistan-Krieg, der vor dreißig Jahren begann, der Anfang vom Ende der Sowjetunion. Die Mehrheit der Russen ist davon jedenfalls felsenfest überzeugt.
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Verschollener Whisky on the rocks

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Tief in der Antarktis liegen zwei Kisten Whisky auf Eis – seit 100 Jahren. Der legendäre Polarforscher Shackleton ließ sie einst hier zurück. Nun werden sie geborgen.
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(C) Daniel Oswald