Wunder, Wunder, Wunder!

News in Absolutismus und Aufklärung (1648-1789) Noch keine Kommentare »
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Zeit der Krisen, Zeit der Scharlatane. Ein besonders genialer war der Deutsche Katterfelto, der im England der Aufklärung Furore machte.[/b]

Die Grippe raste auf London zu. Irgendwo im Osten Europas oder womöglich gar bei den unheimlichen Chinesen hatte sie ihren Anfang genommen, übers Baltikum, über Preußen und Holland war sie herangeeilt – schon hatte sie britischen Boden erreicht. Allenfalls ein paar Tage konnte es noch dauern, bis schwerer Atem, Husten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und nächtliche Delirien die Bevölkerung der englischen Hauptstadt in die Knie zwingen würden.

Mit Tausenden von Kranken war zu rechnen, mit Toten. Vor allem in den Armenvierteln der Stadt würde die Epidemie leichtes Spiel haben. Eine Katastrophe drohte. Aufklärung tat not. Es war seine Pflicht, Alarm zu schlagen. Und so ließ er am 15. April 1782 im Morning Herald verkünden: »Herr Katterfelto wird sein Sonnenmikroskop vorführen und dabei die seltsamen Insekten zeigen, die das Königreich mit einer schweren Seuche bedrohen, wenn sie nicht bald vernichtet werden.« Die Kampagne hatte begonnen.
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Spalier am Mördergraben

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Der Musikwissenschaftler Hans Heinrich Eggebrecht gehörte im Zweiten Weltkrieg der Feldgendarmerie-Abteilung 683 an, die auf der russischen Halbinsel Krim Greueltaten verübte.


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Deutsche Truppen marschieren durch Simferopol – ein Foto vom 22. November 1941. Hans Heinrich Eggebrecht ist nicht zu sehen

Am 9. Dezember 1941 begann in Simferopol, der Hauptstadt der Halbinsel Krim, eine der größten Massenexekutionen von Juden in der südlichen Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs. Bereits in den Tagen zuvor wurden die Juden in mehreren Gebäuden der Stadt zusammengetrieben. Sie mussten, in dem Glauben, umgesiedelt zu werden, zu dem zentral in Simferopol gelegenen ehemaligen Hauptsitz der KP marschieren.

In Kolonnen von Lkw transportierte man sie an die Exekutionsstätte, einen noch von der Roten Armee angelegten Panzergraben, rund 11 Kilometer außerhalb der Stadtgrenze. Dort wurden die Menschen durch ein Spalier von Wachposten getrieben. Sie mussten ihre Schuhe ausziehen, Männer wurden von Frauen und Kindern getrennt.
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Nazareth: Haus aus der Zeit Jesu entdeckt

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[b]Wie sah Nazareth zur Zeit Christi aus? Pünktlich zum Weihnachtsfest liefert der Fund von Überresten eines antiken Hauses in dem Ort neue Erkenntnisse. [/b]

In der Nähe der Verkündigungsbasilika von Nazareth haben israelische Archäologen nach eigenen Angaben erstmals Überreste einer Wohnstätte in Nazareth entdeckt, die aus der Zeit Jesu stammen.

Der Fund liefere neue Erkenntnisse darüber, wie Nazareth zu jener Zeit ausgesehen haben mag, sagte die Archäologin Jardena Alexandre von der israelischen Behörde für Altertümer am Montag vor Journalisten.
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Forscher lassen Uralt-Samenkorn sprießen

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Zwei Jahre lang mühten sich türkische Wissenschaftler, nun ist es ihnen gelungen: Sie haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn zum Keimen gebracht. Doch wozu?[/b]

Türkische Forscher haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn sprießen lassen. Der Samen des linsenartigen Gewächses sei bei Ausgrabungen in der Nähe der westtürkischen Stadt Kütahya gefunden worden, sagte Grabungsleiter Nejat Bilgen nach Berichten türkischer Zeitungen vom Mittwoch.
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(C) Daniel Oswald