Adventskalender – Türchen 4: Was geschieht am Barbaratag?

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Alljährlich gedenkt man der heiligen Barbara. Sie gehört zu einer der vier besonders heiligen Jungfrauen und die ihr dargebrachten Gaben gelten als Orakel der Liebe.[/b]

Einst wurden am Barbaratag Zweige geschnitten und Weizen gesät. Von ihnen versprach man sich Vorhersagen für die Liebe, das Familienglück und die Ernte im nächsten Jahr. Auch heute noch ist es ein gern gesehener Brauch, doch dessen Ursprung ist umstritten.
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Mit Marx in die Wüste

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Ein sozialistischer Traum vom Heiligen Land: Vor 100 Jahren begann die Geschichte der jüdischen Kibbuzbewegung.[/b]

»Die berühmten israelischen Kibbuzim«, bemerkte der Satiriker Ephraim Kishon einmal in den sechziger Jahren, »sind ein Unikum in der Geschichte: die einzigen landwirtschaftlichen Kollektive, die auf freiwilliger Basis errichtet wurden und die ohne Geheimpolizei, Schnellgerichte und Hinrichtungskommandos weiter bestehen. Die Sowjetunion hat gegen diese Provokation wiederholt Einspruch erhoben.« Kishons Scherz ist von der Realität lange schon überholt: Der Kibbuz hat den Sozialismus sowjetischer Prägung bereits um zwei Jahrzehnte überlebt, gleichwohl hat er sich von seinen ursprünglichen sozialistischen Ideen längst entfernt.
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Das Bedürfnis Hitler entgegenzuarbeiten

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Viele Deutsche waren lange Zeit vom "Führer" fasziniert. Die propagierte Vision von der tüchtigen und von der eigenen Größe beflügelten "Volksgemeinschaft" trug dazu bei.[/b]

Wie konnte sich das NS-Regime halten, zwölf Jahre lang und bei immer weiter zunehmender Gewalt? Wie vermochte es die bereitwillige Zustimmung der Deutschen ungeachtet aller Zumutungen und wachsender Unterdrückung zu sichern? Das bleibt ein großer Fragenkomplex bei der Beschäftigung mit dem "Dritten Reich", dem hinterher, nach dem katastrophal verlorenen Krieg, niemand mehr gefolgt sein wollte.

Doch das Gegenteil ist wahr, wie die Referenten des Symposiums "Hitler und die Deutschen" am vergangenen Wochenende im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) ausführten. Dem "Führer" "entgegengearbeitet" zu haben, wie Hitler-Biograf Ian Kershaw zur zentralen Aussage seines 2300 Seiten umfassenden magnum opus gemacht hat, war das Bedürfnis vieler, wenn nicht der meisten Deutschen.
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(C) Daniel Oswald