Die Entdeckung von sowjetischen Raketen auf Kuba führte im Oktober 1962 zum «gefährlichsten Moment in der Geschichte der Menschheit» (Arthur Schlesinger). Die Welt stand kurz vor einem Atomkrieg. Die Kubakrise gilt als die am besten erforschte Episode des Kalten Krieges, nicht zuletzt, weil von den Diskussionen im Weissen Haus geheim erstellte Tonbandaufnahmen existieren. Diese «Kennedy-Tapes» sind aber Segen und Fluch zugleich. Ein Segen, weil sie Einblicke ins Krisenmanagement der Regierung von John F. Kennedy erlauben. Ein Fluch, weil die Historiker sich deshalb bisher zu stark auf Washington konzentriert haben. Michael Dobbs, prominenter Reporter der «Washington Post», interessiert sich in seinem neuen Buch hingegen für die Ereignisse auf Kuba – Ereignisse, von denen Kennedy und seine Berater nichts wussten.
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