Auf 2300 Metern Höhe, im Silvretta-Gebirge entlang der schweizerisch-österreichischen Grenze, gelang Forschern der Universität Zürich ein Sensationsfund: Sie entdeckten die älteste Alp*hütte der Schweiz. «Wir konnten durch naturwissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass die Hütte fast 3000 Jahre alt ist», sagt Forschungsleiter und Archäologe Thomas Reitmaier. Er geht davon aus, dass die Bergbewohner bereits damals Viehzucht betrieben, Getreide anpflanzten und sogar Käse produzierten. «Die Alpwirtschaft in der Schweiz ist sehr viel älter als angenommen», so der 31-jährige Spezialist für Ur- und Frühgeschichte. Bisher sei man davon ausgegangen, dass sie erst im Mittelalter entstand. Doch jetzt stehe fest: «Bereits Ötzis Zeitgenossen haben in ähnlichen Häusern gelebt.»
Noch sieht man von der Hütte erst die Oberfläche. Doch im Juni wird ein Forscherteam für vier Wochen wieder in die Berge ziehen, um die Alphütte weiter auszugraben und die Grundmauern freizulegen. «Dann werden wir mehr über die damaligen Alpenbewohner erfahren», so Reitmaier.
Am 18. Juli wird die Alphütte am Tag der offenen Grabung der Öffentlichkeit präsentiert.
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