Letzte Titanic-Überlebende gestorben

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Die letzte Überlebende des Titanic-Schiffsunglückes ist verstorben. Von der Tragödie hat die 97jährige damals nichts mitbekommen.

Millvina Dean hieß die letzte Zeitzeugin des Schiffsunglückes der Titanic. Die 97jährige lebte zuletzt in einem Pflegeheim in England, und ist nun verstorben.

Im Jahr 1912, als die Titanic unterging, war Dean gerade mal neun Wochen alt. Ihre Eltern hatten eine Kneipe in London verkauft, in den USA wollten sie ein neues Leben aufbauen. Der Vater starb bei dem Schiffsunglück, Mutter und Bruder überlebten ebenfalls.
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Hans Fallada hinter Gittern

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Zwei Ehepaare sitzen im Januar 1933 beim Abendessen im bekannten Restaurant "Schlichters Weinstuben". Hans Fallada und sein Verleger Ernst Rowohlt haben sich verabredet, "unsere Ehegesponsten und einige gute Flaschen Steinwein leisteten uns Gesellschaft."
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Mauerbau am Telefon beschlossen

News in BRD | DDR 7 Kommentare »
Um 1.05 Uhr gingen die Lichter aus: Auf einmal lag das sonst hell angestrahlte Brandenburger Tor im Dunkeln.
- So waren nun, in der warmen Nacht vom 12. auf den 13. August 1961, nur Schemen zu erkennen, die durch das Wahrzeichen der längst geteilten Stadt in Richtung Westen huschten und sich westlich davon aufreihten.
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Calvin Superstar – Genf feiert seinen Heiligen

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Mit wenig calvinistisch anmutender Festfreude feiert Genf den 500. Geburtstag des grossen Reformators Jean Calvin. Was aber ist in der «Cité de Calvin» vom Geist des Calvinismus geblieben? Die einen sagen: Zurückhaltung und Fleiss. Andere: soziales Engagement. Nochmals andere: Geschäftstüchtigkeit. Und viel Selbst- und Sendungsbewusstsein.
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Willfährig von Diktatur zu Diktatur

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In allen Bereichen in der DDR saßen von 1945 bis zum Ende der DDR auch ehemalige Nationalsozialisten an Schaltstellen. In den Parteien, im Staat, in Kunst, Kultur und Justiz, an den Hochschulen, in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen, in den Kirchen - überall waren Ex-NSDAP-Mitglieder und -Funktionäre sowie SA- und SS-Führer und KZ-Wächter an verantwortlichen Stellen tätig. SED und Stasi waren die meisten dieser Biografien bekannt, sie hüteten sie als ein Staatsgeheimnis. Zu etwa 1 000 dieser NS-Verstrickten, die später in der DDR Karriere machten, hat der Soziologe Olaf Kappelt recherchiert und gestern sein "Braunbuch DDR" vorgestellt. "Das ist jedoch nur die Spitze eines Eisberges", sagt Kappelt.
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Puzzleteil Aachener Geschichte

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Es ist eindeutig erwiesen, dass Karl der Große Erbauer der Pfalzkapelle ist.

Zwei kürzlich analysierte Stücke Holz aus dem Dom belegen eindeutig, dass die Pfalzkapelle – das Oktogon des Doms – in der Regierungszeit Karls des Großen erbaut wurde.
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Wie die SED versuchte, den gewaltsamen Tod Franz Schleuseners zu verschweigen

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Als Franz Schleusener am Nachmittag des 29. März 1950 die Tür seines Anwaltsbüros öffnet, erwarten ihn dort Mitarbeiter der Staatssicherheit. Man teilt ihm mit, dass er verhaftet sei. Dann bringen sie ihn in einen Keller, irgendwo in Potsdam, verhören und misshandeln den 73-jährigen schwer. Fünf Tage später findet man ihn tot auf.
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Metternichs IM

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Wie Österreichs Staatskanzler Anfang des 19.Jahrhunderts den ersten modernen Überwachungsstaat in Deutschland schuf. Eine Würdigung zum 150. Todestag des Fürsten

Die Geschichte des deutschen Überwachungsstaates im zwanzigsten Jahrhundert – vom Büttelreich der Hohenzollern bis zum Stasiparadies der DDR – führt weit zurück ins frühe neunzehnte. Sie ist vor allem mit einem Namen verbunden: Klemens Fürst Metternich. Vom Wiener Kongress 1815 bis zur Revolution 1848 war er als österreichischer Außenminister und Staatskanzler der eigentliche Herr in Mitteleuropa. Und wohl selten nur in der Geschichte hat es einen mächtigen Politiker gegeben wie ihn: so virtuos und so unfähig zugleich.
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Solferino: Wasser, rot vom Blut

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Mörderisch war das Gemetzel von Solferino am 24. Juni 1859. Es wurde zur Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Eine Schlachtbeschreibung

Am Abend des 23. Juni 1859 hallt das Getrappel von Pferdehufen über den Platz von Cavriana. Stiefel knallen auf das Pflaster, Säbel klirren, Kommandoschreie erfüllen die Luft. Im Nu verwandelt sich das lombardische Städtchen, 14 Kilometer südlich des Gardasees, in einen Kasernenhof. Die Einwohner stehen unter Schock. Sie haben nicht damit gerechnet, dass österreichische Truppen ausgerechnet hier auftauchen.

Ja, es ist Krieg. Wieder einmal versuchen die Italiener, die verhassten Habsburger loszuwerden, die über den Norden des Landes von Mailand bis Venedig (und in der Toskana) herrschen. Frankreich, Habsburgs alter Widersacher, ist den Italienern zu Hilfe geeilt – am 4. Juni wurden die Österreicher bei Magenta erstmals geschlagen. Sie haben sich hinter den weiter im Osten liegenden Fluss Mincio nicht fern von Verona zurückgezogen. Dort könnten sie abwarten, den Feind erwarten; der Mincio und die österreichischen Festungen Venetiens bieten guten Schutz.
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Stalin wollte Hitler das Baltikum abtreten

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Dass die Wehrmacht im Dezember 1941 an der Stadtgrenze zu Moskau stand, erklärt die offizielle russische Geschichtsschreibung bis heute damit, dass Hitlers Überfall die Sowjetunion überraschte. Doch der KGB wusste offenbar viel früher Bescheid.
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Landshuter Laborversuche

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Nach den Maßstäben seiner Zeit ist Herzog Ludwig X., Mitregent von Bayern, kein junger Mann mehr, als er im Februar des Jahres 1536 nach Italien aufbricht. Und doch wird ihn das, was er dort zu sehen bekommt, treffen wie einen Jüngling die erste große Liebe. In Trient macht er Station beim Bischof Bernhard von Cles. Der hat soeben sein Kastell mit dem Magno Palazzo, einem topmodernen Anbau, erweitern lassen. Eine prächtige Loggia, ein Festsaal mit Fresken und Stuck, die Bibliothek bestückt mit Werken der Humanisten - das gesamte Arsenal der italienischen Renaissance eben. Den vierzigjährigen Niederbayern, der mit einem geistigen Bein noch im Mittelalter steht, versetzt dieser Anblick in Begeisterung.
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An der Schwelle zur Hochkultur

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Für Römer und Griechen waren die Kelten vor allem stolze Krieger. Die archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahre haben aber noch etwas ganz anderes gezeigt: Die Kelten waren die ersten Städtegründer nördlich der Alpen.

Unser Bild der Kelten ist maßgeblich geprägt durch die griechischen und römischen Schriftquellen der Jahrhunderte um Christi Geburt. Den Griechen und Römern galten sie als „Barbaren“, als rohe, ungebildete Völker mit einer unverständlichen Sprache. Rom sah in den Kelten (lateinisch celtae oder auch galli) vor allem eine martialische Bedrohung für sich und Italien. Diesem Bild liegt die von den Römern als traumatisch erlebte Tatsache zugrunde, dass ihre Stadt während der Antike nur ein einziges Mal nahezu vollständig erobert wurde: Im Jahr 387 v. Chr. unterlag das römische Heer in der Schlacht an der Allia den keltischen Senonen, die daraufhin die Stadt Rom einnahmen. Legendär ist die von T. Livius (59 v. Chr. – 17 n. Chr.) überlieferte Episode, wonach es den römischen Verteidigern, gewarnt vom Geschnatter der heiligen Gänse der Iuno, nur mit Not gelang, wenigstens das Kapitol gegen die siegreichen Angreifer zu halten. Beim anschließenden Abwiegen des Goldtributs, den die Römer zu zahlen hatten, soll der keltische Heerführer Brennus mit den höhnenden Worten „Vae victis“ (Wehe den Besiegten!) sein Schwert noch zusätzlich in die Waagschale geworfen haben.
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Mächtiger Fürstensitz - Der Glauberg in keltischer Zeit

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Für rund 100 Jahre war der Glauberg in Hessen ein Zentrum der frühkeltischen Kultur. Reichausgestattete Fürstengräber zeugen davon ebenso wie die archäologisch erfasste Burg. Grund für diese Bedeutung des Glaubergs war vor allem seine strategisch günstige Lage am Kreuzungspunkt mehrerer Fernwege.

Am Ostrand der fruchtbaren Wetterau, rund 30 Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main, liegt als ein letzter Basaltausläufer des Vogelsbergs der langgestreckte Höhenrücken des Glaubergs. Seine zugleich beherrschende und schützende Höhe wurde seit Jahrtausenden für Siedlungen genutzt. In verschiedenen Zeitabschnitten von der Jüngeren Bronzezeit bis zum hohen Mittelalter war der Berg befestigt und bildete das Zentrum für ein weites Umland. Größte Bedeutung besaß er in der Zeit der frühen Kelten im 5. Jahrhundert v. Chr. Damals trug er eine Fürstenburg. Die Wasserversorgung für zahlreiche Bewohner war durch Annexwälle gesichert, die tief ins Tal hinab zu einer Quelle führten. Ausgedehnte Graben-Wall-Anlagen erstreckten sich rund um den Berg.
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Heroische Zeiten - Blütezeit und Untergang der keltischen Kultur

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Am Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. wurde die Provence römisch, im 1. Jahrhundert v. Chr. eroberte Caesar ganz Gallien, und in der Folge entstand die sogenannte gallo-römische Kultur. Was wissen wir von der Lebensweise der Stammesgruppen, die sich mit den Römern auseinandersetzen mussten?

In der antiken Welt hatten die Kelten einen schlechten Ruf. Im 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. litt die Mittelmeerwelt sehr unter ihren von Westeuropa ausgehenden Wanderzügen. Plündernd zogen sie auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten nach Süden und Osten. Schon die Griechen vermuteten, eine akute Überbevölkerung habe die Völkerlawine ausgelöst. Vermutlich entzog eine massive Klimaverschlechterung vielen Bauern die Existenzgrundlage. Die antiken Autoren berichten vom dramatischen Schicksal der Ausgewanderten. An den Lebensumständen derer, die zurückblieben, änderte sich dagegen erstaunlicherweise – so der Befund der Archäologen – wenig. Der Auszug der überschüssigen Bevölkerung entschärfte die kritische Lage offenbar rasch, und schon bald gab es wieder stabile Verhältnisse.
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Die Schöpfung von Barbaren? Die Kunst der Kelten

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Die keltische Kunst lässt sich über mehr als 1000 Jahre verfolgen – eine erstaunlich lange Zeit, die man einem angeblich barbarischen Volk nicht zutrauen würde. Ihren ersten Höhepunkt erlebte sie zwischen dem 5. und dem 3. Jahrhundert v. Chr.: Damals entstand der erste selbständige Beitrag des Nordens zu der europäischen Kunstgeschichte.
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Selbstbewusste Auftraggeberinnen - Grabbeigaben keltischer Aristokratinnen

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Wir wissen wenig über die Stellung der Frau bei den Kelten. Archäologische Untersuchungen von Prunkgräbern belegen jedoch, dass es innerhalb des keltischen Adels auch Frauen möglich war, Macht und Reichtum zu erlangen. Als Auftraggeberinnen verfügten sie über die Mittel, Kunsterzeugnisse zu erwerben oder bei einheimischen Handwerkern herstellen zu lassen.
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Ahnen – Heroen – Götter? Eisenzeitliche Menschenbilder aus Europa

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Wie haben die Kelten sich selbst gesehen, und wie wurden sie von anderen gesehen? Eisen-zeitliche Menschendarstellungen geben Anhaltspunkte.

Die Gallier sind von hohem Wuchs …, und die Hautfarbe ist weiß; ihr Haar ist nicht nur von Natur aus blond, sondern sie verstärken diese eigentümliche Farbe auch noch auf künstliche Weise. Sie netzen die Haare immer wieder mit Kalkwasser und streichen es von der Stirn rückwärts zum Scheitel und zum Nacken … Die Haare werden durch diese Behandlung immer dicker, bis sie wie eine Pferdemähne aussehen … Ihre Adligen rasieren sich die Wangen, den Schnauzbart dagegen lassen sie wachsen, so dass er den Mund verdeckt“.
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Gottes erwählte Stadt - Johannes Calvin und Genf

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Weil sie unabhängig sein wollten vom Herzog von Savoyen, entschieden sich die Genfer für die Reformation. Und bekamen sie am Ende in der strengen Auslegung von Johannes Calvin, nach der Gott die Menschen schon vor ihrer Geburt zu Heil oder Verdammnis bestimmt hat.
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Feuer und Geist

News in Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648) Noch keine Kommentare »
Johannes Calvin – Reformator und Eiferer, genialer Kirchenorganisator und Dogmatiker des Gehorsams. Seine Theologie war wirkungsmächtig, sein Wesen aber bleibt beängstigend.

War der Genfer Scharfrichter nur ein Pfuscher oder ein besonderer Sadist im Auftrag seiner Gerichtsherren, die sich vielleicht erinnerten, dass der Delinquent zuvor schon von der französischen Inquisition zum Tode durch ein »langsames Feuer« verurteilt worden war? Jedenfalls steckte er am 27. Oktober 1553 seine Brandfackel vor den Toren der Stadt in einen Stapel feuchten Holzes. Drei grauenhafte Stunden dauerte es deshalb, bis Michel Servet qualvoll den Tod dort fand, wo sich heute in Genf die Avenue de la Roseraie und die Avenue de Beau Séjour schneiden; ein Denkmal für den scheußlich Hingerichteten markiert die Stelle beim »Rosengarten« und »Schönen Aufenthalt«. An die Ohren Johannes Calvins, der diesen Tod am heftigsten gewünscht hatte, drang nichts von den grässlichen Schreien des Gemarterten; er saß derweil einen guten Kilometer entfernt bei geschlossenen Fenstern in seiner Studierstube.
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Hausmusik im hohlen Fels

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Auf der Schwäbischen Alb stießen Forscher auf einen 40.000 Jahre alten Geierknochen – das älteste Musikinstrument der Welt

Wer den Eingangsbereich der Höhle durchschreitet, kommt an einen gewaltigen Ort. Wo derzeit Tübinger Archäologen in Bodenschichten aus der Steinzeit graben, dort tut sich plötzlich über dem Kopf des Besuchers ein Loch auf, 6000 Kubikmeter groß. Eine Halle mitten im Gestein: der Hohle Fels bei Schelklingen im schwäbischen Achtal. Die Dimension dieses Ortes muss die Menschen schon vor über 35.000 Jahren beeindruckt haben, jene Schöpfer kleiner Kunstwerke – darunter Pferd, Löwenmensch, Wasservogel –, die den Hohlen Fels als Fundstätte frühester Elfenbeinskulpturen weltberühmt gemacht haben.
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Steinbruch aus der Zeit Jesu entdeckt

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Forscher haben in einer Höhle im Westjordanland womöglich die Überreste eines 2000 Jahre alten Klosters gefunden. Der Steinbruch sei der bislang größte seiner Art.

Zwei Beduinen warnten die Forscher noch, sie mögen die Höhle nicht betreten – hier im Westjordanland, etwa vier Kilometer nördlich der Palästinenserstadt Jericho. Sie sei verwunschen und in ihr wimmele es vor Wölfen und Hyänen. Der Archäologe Adam Zertal von der Universität Haifa und sein Team betraten den Eingang dennoch.

Was sie fanden war ein unterirdisches Gewölbe, das sich über 4000 Quadratmeter erstreckt, getragen von 22 riesigen Säulen, berichtet die israelische Zeitung Ha'aretz. Darin entdeckten sie unterschiedliche Symbole wie römische Buchstaben und ein Legionärsemblem sowie Kreuze und ein Bildnis der Tierkreiszeichen.

Die Forscher schätzen das Alter des Steinbruchs anhand der Schnitzereien und gefundener Tonscherben auf rund 2000 Jahre, jener Zeit also, zu der nach der Überlieferung Jesus lebte. Nischen zwischen den Säulen deuten darauf hin, dass dort einst Öllampen standen. Außerdem fanden Zertal und seine Helfer Anbindestellen für Pferde.

Die zehn Meter tiefe Höhle könnte einst ein Kloster oder eine andere heilige Stätte gewesen sein. Die Archäologen vermuten, dass die Gewölbe dem Ort Galgala entsprechen, der auf der ältesten erhaltenen Karte der Region – der knapp 1500 Jahre alten Mosaikkarte von Madaba – eingezeichnet ist. In jedem Fall sei dies die größte künstlich angelegte Höhle, die bislang in Israel entdeckt wurde.
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Lets rock! - Die Entstehung der Musik

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Warum hat der Mensch die Musik erfunden? Bot sie ihm evolutionäre Vorteile? Drei Theorien versuchen, ihren Ursprung zu erklären.
Unsere unmittelbaren Verwandten, die Menschenaffen, sind denkbar unmusikalische Gesellen. Schon anatomisch sind sie aufgrund ihres Stimmapparates nicht in der Lage, »saubere« Töne zu erzeugen. Schimpansen, Gorillas und Bonobos äußern sich nur mit hechelnden und knarzenden Lauten sowie spitzen Schreien.

Unsere musikalischen Fähigkeiten müssen also nach jener Zeit entstanden sein, in der sich aus dem gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Schimpanse zwei separate Stammeslinien entwickelten – das war vor fünf Millionen Jahren. Die Urmenschen stiegen von den Bäumen, begannen aufrecht zu gehen, bekamen größere Gehirne. Und irgendwann begannen sie zu singen, später dann einfache Musikinstrumente zu schnitzen. Aber wann war das? Und vor allem – warum taten sie das? Welchen evolutionären Vorteil brachte ihnen die Musik?
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Braune Keimzelle

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Als erste deutsche Stadt wurde Coburg vor 80 Jahren von den Nazis übernommen. Sie exerzierten dort vieles, was sie später im ganzen Reich vollzogen.

Ausgerechnet Coburg. Ausgerechnet die Stadt im beschaulichen Oberfranken mit dem Haupt eines Mohren im Stadtwappen war die „erste nationalsozialistische Stadt Deutschlands“: Am 23. Juni 1929 errang die NSDAP dort die absolute Mehrheit im Stadtrat. Nicht nur das Wappen arisierten die Nazis bald. Warum waren sie ausgerechnet in Coburg so früh so erfolgreich?
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Keltische Kunst datieren

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In den Anfangsjahren der Archäologie ein Wunschtraum, heute ein Ergebnis moderner Forschung: Durch verschiedene Untersuchungsmethoden gelingt es, die Entstehungszeit prähistorischer Kunstwerke genau zu ermitteln.
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(C) Daniel Oswald