In allen Bereichen in der DDR saßen von 1945 bis zum Ende der DDR auch ehemalige Nationalsozialisten an Schaltstellen. In den Parteien, im Staat, in Kunst, Kultur und Justiz, an den Hochschulen, in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen, in den Kirchen - überall waren Ex-NSDAP-Mitglieder und -Funktionäre sowie SA- und SS-Führer und KZ-Wächter an verantwortlichen Stellen tätig. SED und Stasi waren die meisten dieser Biografien bekannt, sie hüteten sie als ein Staatsgeheimnis. Zu etwa 1 000 dieser NS-Verstrickten, die später in der DDR Karriere machten, hat der Soziologe Olaf Kappelt recherchiert und gestern sein "Braunbuch DDR" vorgestellt. "Das ist jedoch nur die Spitze eines Eisberges", sagt Kappelt.
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