Marodes Machtsymbol

News in Blockbildung und Kalter Krieg Noch keine Kommentare »
[b]
Als der Bau vor 50 Jahren begann, war der Assuan-Staudamm ein Symbol für arabische Aufbruchsstimmung, erfolgreiche sowjetische Machtpolitik und den Fortschritt. Heute ist er ein Denkmal für die fatalen Folgen des Glaubens an die Technik.[/b]

Seit 4000 Jahren leben die Menschen im Niltal von den Nährstoffen und Mineralien, die der Fluss jeden Sommer aus seinem ostafrikanischen Einzugsgebiet anschwemmt: Das alljährliche Hochwasser lagert Nilschlamm auf den Feldern ab, bewässert und düngt sie. "Kemet" heißt das alte Ägypten, "Schwarzes Land", nach dem saftigen Boden, den der Nil bringt.

Doch der Rhythmus des Flusses birgt Gefahren: Fluten und Dürren, biblische Plagen. In modernen Zeiten wächst die Bevölkerung Ägyptens, die Versorgung wird zu knapp, um die Ernte den Launen des Flusses preiszugeben; die Baumwolle für den Export ist zu wertvoll. Eine Möglichkeit muss her, die Fluten zu regulieren. Einen ersten Staudamm bei Assuan (auch Aswan geschrieben) bauen die britischen Besatzer von 1882 bis 1902. Er ist zu niedrig, um das saisonale Hochwasser zurückzuhalten.
Weiterlesen »

Die 2007 an der Charité entdeckte Frauenleiche wird bestattet

News in Die Weimarer Republik 1 Kommentar »

Vermutungen, bei der unbekannten Toten handle es sich um die 1919 ermordete Rosa Luxemburg, haben sich nicht bestätigt. Die Leiche der Revolutionärin bleibt verschwunden.


[IMG]http://images.zeit.de/bilder/2009/24/wissen/rosa-luxemburg-tafel/rosa-luxemburg-tafel-540x304.jpg[/IMG]
Rote Nelken auf einer Gedenktafel für die vor 90 Jahren ermordete KPD-Gründerin Rosa Luxemburg. Das Grab der Revolutionärin ist allerdings leer

Begonnen hatte alles mit einer unidentifizierten Frauenleiche, die der Leiter der Berliner Rechtsmedizin, Michael Tsokos, 2007 im Fundus seines Instituts an der Berliner Charité entdeckt hatte.

Der Rechtsmediziner vermutete damals, bei dem Körper, Kopf, Hände und Füße fehlten, könne es sich um die Leiche der 1919 ermordeten Rosa Luxemburg handeln. In dem offiziellen Obduktionsbericht zu Rosa Luxemburg stieß er auf einige Ungereimtheiten. "Obwohl bekannt ist, dass Rosa Luxemburg zunächst niedergeschlagen und dann durch einen Kopfschuss getötet wurde, konnten die Pathologen keine Spuren eines Einschusses finden", sagte Tsokos damals im Interview mit ZEIT ONLINE.

Außerdem sei die Leiche bei der Leichenschau nicht als Rosa Luxemburg identifiziert worden – lediglich vor Beginn der rechtsmedizinischen Untersuchung sei der Name der Revolutionärin gefallen. Die litt an einer angeborenen Hüftverschiebung, wodurch ihre Beine unterschiedlich lang waren. "Auch davon steht in dem Obduktionsbericht von 1919 nichts", sagte Tsokos.
Weiterlesen »

(C) Daniel Oswald