Grundmauern des antiken Sigeion freigelegt

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Deutsche Archäologen haben in der heutigen Türkei Teile der antiken Stadt Sigeion ausgegraben. Die Nachfolgestadt Trojas war eine Schaltstelle des Schwarzmeerhandels.[/b]

In der Nähe von Troja in der heutigen Türkei haben Tübinger Archäologen erste Grundmauern von griechischen Häusern der antiken Stadt Sigeion freigelegt. Die Grabungen seien von Bedeutung, weil Sigeion als Schaltstelle des Schwarzmeerhandels in der Antike ein Ort war, an dem viele Kulturen aufeinandergetroffen seien, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit.

Von Beginn an wussten die Forscher um die Existenz der Stadt. "Bereits im 18. oder 19. Jahrhundert war bekannt, dass sich in diesem Gebiet einst Sigeion befand", sagt Thomas Schäfer, Direktor des Instituts für Klassische Archäologie. "Es konnte jedoch nicht gegraben werden, da die türkische Armee die Gegend als militärisch wichtigen Stützpunkt nutzte."
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Neandertaler: Glamour am Flachkopf?

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[b]Der Fund von Schmuck und Kosmetika rüttelt weiter am Bild des tumben Neandertalers. Der Urgeschichtler Nicholas Conard über die Bedeutung der Entdeckung.[/b]

Schon seit Jahren bröckelt das Bild, wonach der Neandertaler ein primitives Wesen war. Aber eine Bastion blieb dem modernen Menschen immer noch: die Kunst. Doch jetzt präsentiert der Wissenschaftler João Zilhão von der englischen Universität Bristol von Neandertalern bemalte Muscheln, die belegen sollen, dass auch der Vetter des Homo sapiens ein Gefühl für Ästhetik und Symbolik hatte. Vier Muscheln haben eine Öffnung, so dass man sie an einer Schnur um den Hals tragen konnte, zwei von ihnen sind in Rot- und Ockertönen bemalt. Entdeckt wurden die Muscheln in zwei Höhlen nahe Murcia im Südosten Spaniens. Das Erstaunliche: Die Muscheln sind 50000 Jahre alt, stammen also aus einer Zeit, als der moderne Mensch noch gar nicht in Europa heimisch war (PNAS, online). In einer fünften, nicht durchbohrten Muschel fand Zilhão schließlich kleine, gelbliche Farbklümpchen. Die Muschel sei als Behälter für die Pigmente verwendet worden, vermutet der Anthropologe. Entweder um sie darin zu lagern oder für die Anwendung vorzubereiten. Die Zusammenstellung lege nahe, dass die Neandertaler sie als eine Art "Glitzer-Make-Up"verwendet hätten.
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(C) Daniel Oswald