Ein französischer Kulturpolitiker blickt auf die DDR zurück

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Dominique Paillarse war bis kurz nach der Einheit Direktor des einzigen westlichen, nämlich französischen Kulturzentrums in der DDR. Mit dem heutigen Kulturamts-Leiter der französischen Regionaldirektion Midi-Pyrénées sprach Birgit Holzer über seine Erinnerungen an die DDR und die Wende.
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Deutschlands sonderbarer Weg

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Der Historiker Heinrich August Winkler über die Deutschen und ihr Verhältnis zur Nation, über die autoritäre Deformation des Bürgertums im 19. Jahrhundert und die Spätfolgen des aufgeklärten Absolutismus.

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Geknebelte Opposition: Die Karikatur "Der Denkerclub" von 1819 prangert Zensur und Verfolgung im Deutschen Bund an

ZEIT Geschichte: Herr Winkler, warum haben sich die Deutschen in ihrer Geschichte so schwergetan mit der Freiheit?

Heinrich August Winkler: Der Historiker Rudolf Stadelmann hat es 1948 einmal so formuliert: »Nicht die deutsche Reaktion, sondern der deutsche Fortschritt hat Deutschland gegenüber dem Westen zurückgeworfen.« Ein auf den ersten Blick paradoxer Befund. Stadelmann spielte damit auf die Langzeitwirkungen des aufgeklärten Absolutismus an: Die Deutschen hätten statt einer Revolution »von unten« Reformen »von oben« erwartet, die im Prinzip dasselbe bringen würden, nur ohne Blutvergießen. Diese Idee hat das deutsche Bürgertum des 18.und 19. Jahrhunderts tatsächlich tief geprägt, und sie hat die Phase des aufgeklärten Absolutismus lange überdauert. Auch in der preußischen Politik taucht sie immer wieder auf, etwa in den Reformen von Stein und Hardenberg nach den Siegen Napoleons von 1806/07. Nicht zu Unrecht ist auch Otto von Bismarcks kriegerische Reichseinigungspolitik der Jahre 1864 bis 1871 von vielen Zeitgenossen als eine »Revolution von oben« bezeichnet worden.

ZEIT Geschichte: Es gab also keine Revolution in Deutschland, weil die deutschen Staaten zu aufgeklärt waren, allen voran Preußen, das unter Friedrich dem Großen zu einer Großmacht aufgestiegen war?

Winkler: Ja. Wobei man ergänzen muss, dass in Frankreich die Bevölkerung zu aufgeklärt war, um sich je mit einem aufgeklärten Absolutismus begnügen zu können. Andererseits hat es ja durchaus eine deutsche Revolution gegeben – die von 1848/49, die aber in der Hauptsache gescheitert ist. Und zwar deshalb, weil das Doppelziel Einheit und Freiheit die deutschen Liberalen und Demokraten überfordert hat. Dieses Ziel, das darf man nicht vergessen, war ehrgeiziger als das der französischen Revolutionäre. Die fanden 1789 bereits einen, wenn auch vormodernen, Nationalstaat vor, und in der Revolution versuchten sie, ihn auf eine vollkommen neue gesellschaftliche und politische Grundlage zu stellen. Die Deutschen sahen sich mit der Aufgabe konfrontiert, einen Nationalstaat und einen Verfassungsstaat gleichzeitig zu erschaffen.

ZEIT Geschichte:Und beiden Zielen widersetzten sich die alten Mächte...

Winkler: Allein das Verhältnis zwischen den beiden deutschen Großmächten Österreich und Preußen stellte die Liberalen vor eine fast unlösbare Aufgabe. Kleindeutsch oder großdeutsch? So lautete die entscheidende Frage. Zu Beginn der Revolution kam für alle Beteiligten im Grunde nur die großdeutsche Lösung infrage: Niemand im liberalen und demokratischen Lager dachte damals an ein Deutschland ohne Österreich. Während der Revolution begann sich dann die Einsicht durchzusetzen, dass die Einheit mit Österreich nicht zu erreichen war. Realistisch war einzig ein Kleindeutschland ohne Österreich unter preußischer Führung. Doch auch diese Lösung erwies sich 1849 als nicht mehr durchsetzbar, weil die alten Gewalten inzwischen zu sehr wiedererstarkt waren. Zudem hätte auch Preußen die Kraftprobe mit Österreich nicht gewagt, die wahrscheinlich einen Konflikt mit Russland nach sich gezogen hätte. Nicht zuletzt hätte die kleindeutsche Lösung im Sinne der Frankfurter Nationalversammlung den Übergang von einem Königtum von Gottes Gnaden zu einem Kaisertum von Volkes Gnaden bedeutet – eine Vorstellung, die Friedrich Wilhelm IV. brüsk von sich wies.

ZEIT Geschichte: Wäre 1848 ein demokratischer Wandel nicht auch ohne deutschen Nationalstaat denkbar gewesen?
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¡Viva el Krausismo!

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[b]Krause? Karl Christian Friedrich Krause? Selbst mancher deutsche Philosophieprofessor dürfte da in Verlegenheit kommen. Es sei ihm nachgesehen. Denn K. C. F. Krause und sein Werk sind tatsächlich völlig vergessen, eine Fußnote in den einschlägigen Kompendien der Philosophiegeschichte, und sie hatten auch nie Bedeutung – in Deutschland. Ganz anders jedoch in Spanien, wo die meisten gebildeten Menschen den Namen wohl schon einmal gehört haben.[/b]

Es ist eines der verrücktesten, unglaublichsten Kapitel der europäischen Kulturgeschichte: Ein in seinem Heimatland unbekannt gebliebener Philosoph wird Jahre nach seinem Tod in einem anderen Land mit einer anderen Sprache und Kultur zu einer Leitfigur, zu einer Art geistigem Übervater, der einer ganzen Bewegung seinen Namen gibt – dem [i]Krausismo[/i].
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Versöhnung oder Kapitulation in Bayreuth

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Wagner und Israel gehen nicht zusammen. Der alte Konflikt wird nun angeheizt durch einen geplanten Auftritt des israelischen Kammerorchesters in Bayreuth.[/b]

Am Sonntag erst konnte man in den Tagesthemen einen rundum glücklichen Campino am Strand von Tel Aviv bewundern. Toll, toll, dass das jetzt möglich sei, diese Atmo, dieses Waaahnsinns-Publikum! Das Israel-Debüt der Toten Hosen war ein Sensationserfolg. Dass die Punkrock-Band aus Deutschland kommt und auch deutsch singt, schien niemanden groß zu interessieren (mal abgesehen davon, dass man die Texte ohnehin nicht versteht) – im Gegenteil: Bei den jungen Israelis ist alles Deutsche gerade superhip.

Auch bei Richard Wagner versteht man nicht viel vom Text. Für sein israelisches Publikum aber, für viele Ältere, ist er bis heute tabu. Der Holocaust mag mehr als 60 Jahre her sein: In Israel wird Wagner – der 1883 starb und als Lieblingskomponist Adolf Hitlers gilt – mit den Gräueltaten der Nazis nahezu gleichgesetzt. Öffentlich gespielt wird er kaum, und die Versuche, den Boykott zu brechen, sind Legende: 1981 Zubin Mehta mit dem Israel Philharmonic Orchestra, 2001 Daniel Barenboim mit der Berliner Staatskapelle, beide Konzerte endeten im Eklat.
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Napoleons Meisterschüler

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Ein Porträt des legendären preußischen Militärreformers und Generals August Neidhardt von Gneisenau, der vor 250 Jahren geboren wurde.


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Ein Porträt des Generalfeldmarschalls August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau des Malers Franz Krüger (1797-1857)

Es gibt kuriose historische Zufälle. Wie diesen hier: Ausgerechnet zum 250. Geburtstag August Neidhardt von Gneisenaus, der einst für die Wehrpflicht in Preußen stritt, wird die Wehrpflicht in Deutschland aufgehoben. Ein schönes Festtagsgeschenk! Zumal an den verehrten General, der zu jenen Militärs im Umkreis der preußischen Reformer Hardenberg, Stein und Humboldt gehörte, auf die sich die Bundeswehr gern beruft. An Scharnhorsts 200. Geburtstag ist sie 1955 offiziell gegründet worden – Männer wie er und Gneisenau verkörperten damals die einzige militärische Tradition, an die man noch halbwegs unverfänglich anschließen konnte.

Gneisenau zählt neben Gerhard Scharnhorst und Carl von Clausewitz zu den bedeutendsten Militärreformern Preußens, vor allem aber: Er ist der einzige echte Kriegsheld unter ihnen. Doch sooft man seine Taten im Kampf gegen Napoleon beschrieben hat, so wenig wurde über seine Herkunft und Jugend bekannt.

Er ist ein Kind des Mars, geboren mitten im Siebenjährigen Krieg, am 27. Oktober 1760 in Schildau bei Torgau an der Elbe. Gneisenaus Vater August Wilhelm Neidhardt gehört als Artillerieleutnant der sogenannten Reichsarmee an, die aus Kontingenten der kleineren deutschen Staaten besteht. Seine Frau Maria Eva ist ihm ins Feld gefolgt. Sie stirbt ein Jahr später in Fürth, da ist der Junge schon in der Obhut einer Schildauer Pflegefamilie.

Der Kleine lebt in Armut, barfuß soll er die Gänse gehütet haben. Doch im Jahre 1767 ändert sich sein Leben.
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Das Auswärtige Amt und der Holocaust - Grund der Dienstreise: „Liquidation von Juden“

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Wie tief war das Auswärtige Amt in den Nationalsozialismus verstrickt? Der dieser Tage erscheinende Bericht der Historikerkommission zeichnet eine schockierende Bilanz. Die Zielmarke ,Endlösung‘ sei früh erkennbar gewesen.[/b]

Das Auswärtige Amt war viel tiefer in den Holocaust verstrickt als bisher angenommen und hat nach 1945 erheblichen Aufwand betrieben, dies zu vertuschen. Das geht aus dem Abschlussbericht der Historikerkommission hervor, der dieser Tage als Buch in den Handel kommt: „Das Amt und die Vergangenheit - Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik“ bringt auf knapp neunhundert Seiten teilweise monströse Einzelheiten ans Licht: So fanden die Historiker Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann bei ihrer Akteneinsicht im Politischen Archiv in Berlin eine Reiseabrechnung des Leiters des sogenannten Judenreferats im Auswärtigen Amt, Franz Rademacher, in der als Grund einer Dienstreise von Berlin nach Belgrad und Budapest vermerkt ist: „Liquidation von Juden in Belgrad und Besprechung mit ungarischen Emissären in Budapest“. Wie die Autoren ebenfalls herausfanden, gehörte von Mitte der dreißiger Jahre bis Kriegsausbruch 1939 zur Ausbildung der Attachés nicht nur ein Besuch bei Adolf Hitler auf dem Obersalzberg, sondern auch des Konzentrationslagers Dachau.

Entgegen der vom Auswärtigen Amt selbst nach 1945 verbreiteten Deutung, wonach die Diplomaten des Auswärtigen Amtes nach Hitlers Machtantritt auf ihrem Posten ausharrten, um das Schlimmste zu verhindern, und sich gegenüber dem NS-Regime abschirmten, kam nun heraus, dass das Auswärtige Amt dem Vernichtungsapparat nicht nur zuarbeitete, sondern aktiv unterstützte: „Das Auswärtige Amt war an allen Maßnahmen der Verfolgung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Juden von Anfang an aktiv beteiligt“, sagt der Marburger Historiker Eckart Conze im Interview mit dieser Zeitung. „Die Zielmarke ,Endlösung‘ war schon sehr früh erkennbar.“
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Deutsche Diplomaten waren Täter

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Laut einer Studie von Historikern hat sich das Auswärtige Amt nicht wie bisher behauptet vom NS-Apparat abgegrenzt. Es war aktiv an der Judenvernichtung beteiligt.[/b]

"Das Auswärtige Amt war eine verbrecherische Organisation", sagte der Kommissionsleiter, der Marburger Historiker Eckart Conze, dem Spiegel. Nach Recherchen von Historikern hat das Auswärtige Amt während des Zweiten Weltkriegs maßgeblich an der Ermordung der europäischen Juden mitgewirkt. Das berichteten das Nachrichtenmagazin Spiegel und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) übereinstimmend unter Berufung auf einen vom ehemaligen Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in Auftrag gegebene Studie.

Anders als vom Auswärtigen Amt über Jahrzehnte verbreitet, schirmte sich das Amt laut dem Bericht nicht etwa vom nationalsozialistischen Apparat ab, sondern arbeitete diesem auch bei der Judenvernichtung aktiv zu. "Das Auswärtige Amt war an allen Maßnahmen der Verfolgung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Juden von Anfang an aktiv beteiligt", sagte Conze der FAS. Nach 1945 sei ein erheblicher Aufwand betrieben worden, das zu vertuschen. "Das ist in dieser Gesamtschau tatsächlich schockierend."
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Eiserne Zeiten

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In Oberhausen bietet jetzt Deutschlands erster industriearchäologischer Park Einblick in die Gründungsgeschichte des Ruhrgebiets.


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Die St. Antony-Hütte in Oberhausen: Archäologen haben die umliegenden Kessel, Hochöfen und Dampfgebläse wieder zu Tage befördert

Unkraut, Gestrüpp, halbhohe Bäume. Mehr war hier nicht, am Ende der Antonistraße im Oberhausener Stadtteil Osterfeld. Noch vor fünf Jahren gab es hier nur ein Niemandsland, einen Niemandsort. Doch nun ist es alles aufgeräumt und fein gemacht. Ein Dach aus ineinandergefügten Stahlplatten schwingt sich galant und auch mächtig über eine umzäunte Ausgrabungsstätte. Ein Drehkreuz muss der Besucher noch passieren, und dann – dann steht er an der Wiege des Ruhrgebietes, des einst größten Industriereviers Europas.

Hier in Osterfeld nahm alles seinen Anfang: die rauchenden Schlote, die feuerleuchtenden Hochöfen, die gewaltigen Dampfhämmer, welche die Erde zum Vibrieren brachten, bis um 1900 das Land zwischen Ruhr und Emscher eine Landschaft voller Kohlenhalden und Schienenstränge war, bevölkert von Arbeitern aus ganz Europa. Hier exakt stand sie, die erste Eisenhütte, die wirklich allererste: die Hütte St. Antony, eröffnet am 18. Oktober 1758. Die meisten anderen Hütten im Rheinland und in Westfalen nahmen erst gut hundert Jahre später die Arbeit auf.

»Doch, ja, es ist alles sehr, sehr schön geworden«, freut sich Julia Obladen-Kauder. Sie ist Archäologin des Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland und gemeinsam mit Thomas Schleper, Abteilungsleiter im Rheinischen Industriemuseum Oberhausen, für die Grabungsstätte zuständig. Oder wie es im Museumsjargon nun heißt: für den Industriearchäologischen Park St. Antony, den ersten industriearchäologischen Park in Deutschland.

»Wir haben hier nicht wie bei altsteinzeitlichen Grabungen mit Pinsel und Pinzette gearbeitet«, erklärt sie, »sondern mit Spitzhacke und Schaufel, so wie bei einer mittelalterlichen Stadtkerngrabung.« Hervorgekommen sind in einer Tiefe von drei, vier Metern die Umrisse eines Kesselhauses, einer Gießerei und eines Dampfgebläses. Damit ließ sich endgültig belegen, dass hier tatsächlich, wie in den alten Unterlagen eingezeichnet, ein Hochofen stand. Auch verraten die Grabungen manches darüber, wie er umgebaut wurde, wie sich die Technik, die das Land verändern sollte, entwickelt hat.
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WIEN 1900 - Klimt, Schiele und ihre Zeit

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Wien um 1900 war eine der Geburtsstätten der Moderne. Die Kaffeehauskultur, Komponisten und Kabarettisten, Freuds Psychoanalyse, die Experimentierfreude in der Wiener Werkstätte, aber auch die Skandale um die Wiener Secession zählen zu den Phänomenen dieser Zeit. Im Zentrum der grossen Ausstellung zur Wiener Moderne stehen die berühmten ornamentalen Porträts und Landschaften von Gustav Klimt sowie die ausdrucksstarken Körperdarstellungen von Egon Schiele – und natürlich ihre legendären erotischen Zeichnungen.
Klimt und sein genialer Schützling Schiele waren in Wien die zentralen Lichtgestalten. Die Ausstellung vereint eine einzigartige Auswahl ihrer Meisterwerke aus den grossen Museen und Privatsammlungen der Welt. Porträts des jungen Oskar Kokoschka, Selbstbildnisse des tragischen Richard Gerstl und Werke des Malerkomponisten Arnold Schönberg bilden weitere Höhepunkte. Arbeiten anderer Künstler, Architekten, Möbeldesigner und Kunsthandwerker der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte zeigen, wie deren enge Zusammenarbeit einen neuen Kunstbegriff kreierte: das Gesamtkunstwerk. In der Ausstellung der Fondation Beyeler werden rund 200 Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen gezeigt, dazu Architekturmodelle, Möbel, Textilentwürfe, Glas- und Silberobjekte, Künstlerplakate und Fotographien. Sie zeichnen ein faszinierendes Bild von Wien um 1900, wie es so noch nicht zu sehen war.

Die von Gastkuratorin Barbara Steffen konzipierte Ausstellung wird besonders unterstützt von: Leopold Museum, Albertina und Kunsthaus Zug Stiftung Sammlung Kamm sowie Belvedere, MAK, Neue Galerie New York, Wien Museum und Wiener Secession.

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(C) Daniel Oswald