Inferno brach über die Auerwerke und ganz Oranienburg herein

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Im Bombenhagel des schwersten Luftangriffs auf Oranienburg starben vor 65 Jahren am 15. März 1945 Hunderte Kinder, Frauen und Männer – sowohl Einwohner Oranienburgs als auch aus anderen europäischen Ländern nach Deutschland verschleppte Zwangsarbeiter.

204 Oranienburger wurden von Bomben zerfetzt oder unter Trümmern begraben. 382 weibliche KZ-Häftlinge des Außenlagers Auerwerke wurden als Tote registriert. Wie viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die bei den Auerwerken eingesetzt waren, diesen Angriff nicht überlebten, ist bis heute unbekannt.
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Englisches Massengrab voller Wikinger

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Sie kamen übers Wasser – und endeten enthauptet in einem Massengrab im britischen Dorset: Archäologen identifizierten die im Juni 2009 entdeckten Skelette nun als Wikinger.


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Im englischen Dorset stießen Archäologen im Juni 2009 auf ein Massengrab

Im englischen Dorset häufen sich die Skelette. Bei Bauarbeiten für eine Umgehungsstraße in der Grafschaft im Südwesten Englands ist bereits im Juni 2009 ein Massengrab entdeckt worden. Unbekannt war bislang, wer dort begraben ist. Nun fanden Archäologen heraus, dass es sich bei den Enthaupteten um Wikinger handelt.

"Wir wussten schon lange, dass wir in Dorset ein großes historisches Umfeld haben. Aber wir hätten es uns niemals träumen lassen, ein Wikinger-Grab dieses Ausmaßes zu finden", sagt Angus Campell, Vorsitzender des Dorset County Council. Mehr als 50 Skelette fanden die Archäologe in der Erde – allesamt enthauptet. "Es ist relativ selten, ein Massengrab zu finden, aber eines in dieser Größenordnung, aus dieser Zeit, ist sehr ungewöhnlich und bietet unglaubliche Möglichkeiten, mehr darüber herauszufinden, was damals in Dorset geschah", sagt Projektleiter David Score.
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Marsch auf Berlin

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Im März 1920 griffen rechte Republikfeinde erstmals nach der Macht in Deutschland. Doch der Kapp-Putsch scheiterte am entschlossenen Widerstand der Arbeiterschaft.


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März 1920: Auch in München reiten Anhänger des Kapp-Putsches durch die Straßen

In den späten Abendstunden des 12. März 1920 alarmiert eine Nachricht die Reichshauptstadt: Die Marinebrigade Ehrhardt marschiert auf Berlin zu. Ihr Ziel: Sturz der amtierenden Koalitionsregierung unter dem sozialdemokratischen Reichskanzler Gustav Bauer und Beseitigung der erst wenige Monate alten deutschen Republik.

Eine Stunde nach Mitternacht versammelt Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) die führenden Militärs in der Bendlerstraße. Seiner Forderung, dass man Gewalt nur mit Gewalt beantworten könne, schließt sich allein der Chef der Heeresleitung, General Walther Reinhardt, an. Alle anderen hohen Offiziere lehnen einen Kampf gegen die Putschisten ab. »Truppe schießt nicht auf Truppe«, erklärt der Chef des Truppenamts, General Hans von Seeckt.
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Staatsfeind Nummer 1

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Er war Wissenschaftler, Kommunist und eine Ikone des Widerstands: Vor 100 Jahren wurde Robert Havemann geboren.[/b]

"Der GI (Geheime Informator – d. Red.) arbeitet bereits seit 1953 für unser Organ als Kontaktperson und brachte wertvolle Hinweise und Informationen über sein Institut und verschiedene Wissenschaftler. Vorher arbeitete er jahrelang mit einer sowjetischen Dienststelle zusammen." So heißt es im Bericht über die Anwerbung Robert Havemanns als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi am 24. Februar 1956, bei der er selbst seinen Decknamen "Leitz" vorschlug.
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Der renommierte Physikochemiker, Hochschuldekan und Abgeordnete der Volkskammer ist ein eifriger Zuträger und Denunziant. Eine 2005 erschienene Studie von Arno Polzin listet 62 Treffen Havemanns mit seinem Führungsoffizier auf. Er übergibt 146 Berichte, schwärzt angeblich 19 Mal andere Personen an, vorwiegend Wissenschaftlerkollegen.

Diese Details über Havemanns Spitzeleifer sind irritierend: War doch gerade das Jahr 1956 mit der Geheimrede Chruschtschows über die Stalin-Gräuel und dem Ungarnaufstand eine Art Erweckungsdatum für den am 11. März 1910 in München geborenen und 1935 in Berlin promovierten Wissenschaftler. Denn fortan wird der 1932 der KPD und 1951 der SED beigetretene Havemann sowohl in Parteiversammlungen als auch in wissenschaftlichen Gremien politische Widersprüche öffentlich benennen, Dogmatismus und Unfreiheit als Gründe für politische Erstarrung in den sozialistischen Ländern anprangern – und immer mehr Sympathisanten um sich scharen.
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Historische Schiffswracks in der Ostsee entdeckt

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Es ist ein unverhoffter Fund: Bei Arbeiten an der Ostsee-Gasleitung wurden wertvolle Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack soll mehr als 1000 Jahre alt sein.[/b]

Sie ist das größte Brackwassermeer der Erde, war bereits zu Zeiten des Römischen Reiches mit weit verzweigten Handelswegen erschlossen und gilt als das wrackhaltigste Meer: die Ostsee. Bei Arbeiten an einer Gas-Pipeline wurden nun auf dem Grund der Baltischen See in schwedischen Gewässern erneut wertvolle und bislang unbekannte Schiffswracks gefunden.

Insgesamt stießen Arbeiter auf zwölf gesunkene Schiffe – neun davon sind älter als 100 Jahre. Es sei deshalb ein bedeutender Fund mit "enormem kulturhistorischen Wert", sagte Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquariats-Amt dem Rundfunksender Sveriges Radio am Montag. Auch die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden stufen die neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein.
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(C) Daniel Oswald