"Winston ist zurück"

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Im Frühjahr 1940 wurde Winston Churchill britischer Premierminister. Hitler hatte seinen Meister gefunden.


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September 1940: Der britische Premier Winston Churchill inspiziert die Schäden der Bombenangriffe auf London

Ich fühlte mich, als ob die Vorhersehung mich begleitet hätte und mein ganzes bisheriges Leben nur eine Vorbereitung auf diese eine Stunde und diese Prüfung gewesen wäre.« So erinnerte sich Winston Churchill später an jenen Nachmittag des 10. Mai 1940, an dem er zum Premierminister des Vereinigten Königreichs ernannt worden war.

Die Prüfung, vor die er sich und das Land gestellt sah, sollte eine lange und schwere sein – und augenblicklich beginnen. Nur wenige Stunden zuvor, am frühen Morgen desselben Tages, hatte Adolf Hitler den Westfeldzug eröffnet. Sechs Wochen später standen deutsche Truppen in Paris, und Englands Armee sah sich am Strand von Dünkirchen eingeschlossen. Durch Hitlers triumphalen Sieg in Westeuropa war das Königreich auf einmal von einem beängstigenden Gegner bedroht, der keine zwanzig Meilen entfernt am anderen Ufer des Ärmelkanals stand. Militärische oder nennenswerte materielle Unterstützung der Vereinigten Staaten war nicht in Aussicht. Vom britischen Empire durfte man keine praktische Hilfe erwarten. Und die deutsche Invasion schien unmittelbar bevorzustehen.
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Heimat ohne Grenzen

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Während die Berliner Vertriebenen-Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung von einer Krise in die nächste taumelt, macht sich das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität in Warschau an die Arbeit.


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"Keinen Dichter ließ noch seine Heimat los" – Erinnerung an Joseph von Eichendorff in der Schlossruine von Lubowitz in Schlesien

Lang genug hat sich das große Geschichtsprojekt dahingequält. Seit kurzem jedoch lebt das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität auf, jetzt kommt Schwung in das Unternehmen. Mit seiner Organisationszentrale mitten in Warschau, in der ulica Zielna 39, mit polnischen und deutschen Mitarbeitern sowie den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Andrzej Przewoźnik und dem deutschen Historiker Matthias Weber.

Noch klingen sie ein bisschen abstrakt, all diese Formeln von der »grenzüberschreitenden Aufarbeitung der Geschichte«, den »beiden Totalitarismen des 20. Jahrhunderts« oder der »europäischen Freiheitsgeschichte jenseits des Eisernen Vorhangs«. Aber das ändert sich nun. Neben den Polen und Deutschen sind die Slowaken und Ungarn dabei, die Tschechen sitzen mit im Kuratorium und kommen wohl Ende des Jahres an Bord, Österreich würde dann folgen und das Baltikum.
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Den Kriegern folgten die Beamten

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Wenn ein Häuptling zu viel Land besitzt, um es an einem Tag selbst zu durchqueren, braucht er einen Verwalter. Ist so die Bürokratie entstanden?

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In Monte Albán im heutigen Mexiko bildeten sich schon im ersten Jahrtausend vor Christus staatliche Strukturen.

Unter welchen Bedingungen sind einst die ersten Staaten entstanden? An dieser Frage arbeiten Anthropologen seit vielen Jahren. Charles Spencer vom American Museum of Natural History in New York bietet nun eine Erklärung an, die sich auf folgende Formel reduzieren lässt:

Wenn ein Häuptling mehr Land unterworfen hatte, als er an einem Tag durchschreiten konnte, zwang ihn dies, eine Verwaltung und damit staatliche Strukturen zu schaffen.
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(C) Daniel Oswald