Chruschtschows schönster Tag

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Am 1. Mai 1960 schossen die Sowjets den US-Spionagepiloten Gary Powers über Sibirien ab. Der Kalte Krieg erreichte einen neuen Höhepunkt.


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7. Mai 1960: Nikita Chruschtschow präsentiert Luftaufnahmen vor dem Obersten Sowjet in Moskau, die von einem Film des abgeschossenen US-Piloten Francis Gary Powers stammen sollen

Die Nachrichten, die Anfang der fünfziger Jahre in Washington eintrafen, waren beunruhigend: Mit aller Macht rüstete die Sowjetunion auf; innerhalb von fünf Jahren war der alte Verbündete aus den Tagen des Zweiten Weltkriegs zum Todfeind geworden. Nicht allein, dass sowjetische Physiker bereits im Oktober 1949 die Atombombe gezündet hatten. Deutsche V2-Techniker, nach 1945 zwangsrekrutiert und jetzt heimgekehrt, berichteten von den Erfolgen der Russen in der Raketentechnik. Amerikanische Militärattachés meldeten, das Land habe neue Langstreckenbomber gebaut. Schon bald könnte es über atomar gerüstete Interkontinentalraketen und eine strategische Bomberflotte verfügen. Hatten die Sowjets die Vereinigten Staaten in der Rüstung überholt?
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Die Bombe und der Revolutionär aus Hessen - Wie der 1. Mai zum Feiertag wurde

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Im Chicago des späten 19. Jahrhunderts kämpfte August Spies für Arbeiterrechte. Was kaum einer weiß: Der Ikone der Arbeiterbewegung gedenken wir am 1. Mai.


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Dieser Schnitt von 1886 zeigt fälschlicherweise, dass die Bombenexplosion und die Straßenschlacht am 4. Mai des Jahres zur gleichen Zeit auf dem Chicagoer Haymarket stattfanden. August Spies hatte zu der Kundgebung aufgerufen

Es ist ein politisch brisantes Frühjahr, das Frühjahr 1886 in Chicago. Amerika erlebt seine schwerste Wirtschaftskrise. Die Banken haben sich verspekuliert. Die Regierung muss mit gewaltigen Finanzhilfen einspringen. Die Steuern steigen, die sozialen Mittel werden gestrichen. Die einfachen Menschen leben in Elend und bitterer Armut, arbeiten 12 bis 14 Stunden am Tag. Die Immigrantenströme in die 'Neue Welt' werden gleich vom Schiff weg, an Schlachthöfe, Fabriken, in den Straßen- und Eisenbahnbau vermittelt – zu Hungerlöhnen.

Doch im Mutterland des Kapitalismus regt sich Widerstand, bahnt sich ein Klassenkampf an. Auf den Straßen demonstrieren aufgebrachte Arbeiter für ein menschenwürdigeres Leben und gegen die Willkür der Arbeitgeber. Seit zwei Jahren schon fordern die Gewerkschaften den Achtstunden-Tag und seit Wochen drohen sie mit Streik, sollten die Fabrikbesitzer nicht einlenken. Für diesen Fall kündigen die Arbeiter am 1. Mai 1886 einen landesweiten Ausstand an.

Besonders zugespitzt hat sich der Arbeitskampf in Chicago. Die Stadt am Michigansee ist wegen ihrer Industrieanlagen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Boomtown Chicago ist eine der größten Städte des Landes. Die Einwohnerzahl hat sich in nur zehn Jahren auf 600.000 verdoppelt, ein Drittel davon hat deutsche Wurzeln. Einer von ihnen ist August Spies. Er stammt aus dem nordhessischen Friedewald, geht schon mit 17 Jahren nach Amerika. Spies flüchtet vor Hoffnungslosigkeit, Hunger und Tod wie viele am Ende des 19. Jahrhunderts. 60 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge in Europa sind auf der Suche nach einer besseren Zukunft.
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Für Jahre grundlos weggesperrt

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Unsere einzige Aufgabe war das Warten“, erinnert sich Reinhold Rösner. Ob beim stundenlangen Zählappell, dem Reinigen der Unterkünfte oder dem Entlausen. Es gab für die mehr als 10 000 Gefangenen des Internierungslagers Ketschendorf bei Fürstenwalde (Oder-Spree) keine Arbeit, keine medizinische Versorgung, keine Sanitäranlagen und kaum Essen. Kein Gefangener war rechtskräftig verurteilt, dennoch wurden die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom russischen Geheimdienst NKWD verhafteten Deutschen unter katastrophalen Bedingungen zusammengepfercht. 65 Jahre ist das jetzt her, doch Rösner erinnert sich noch gut.
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Der Pilger und das Herz der Rose

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Das Kunstmuseum Bern widmet dem Präraffaeliten Edward Burne-Jones erstmalig in der Schweiz eine grosse Schau: Gemälde, Zeichnungen, Glasfenster und Möbel erschliessen das Handwerk und die Themenwelt des viktorianischen Malers.
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Sowjetische Arbeitssklaven der Nazis: Hitlers vergessene Opfer

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Von den Nazis gnadenlos ausgebeutet, in der Heimat als "Verräter" verschrien: 65 Jahre nach Kriegsende kämpfen ehemalige sowjetische Kriegsgefangene um Wiedergutmachung - nicht nur um die materielle.[/b]

Die Erinnerung an seine Leidenszeit fällt Orich Witalij Michailowitsch noch immer schwer. "Das war ein Stück Land, umgeben von Stacheldraht, unter freiem Himmel, bewacht von Soldaten und Schäferhunden. Wir gruben uns kleine Erdhöhlen, damit wir uns hinlegen konnten. Viele starben an ihren Wunden oder verhungerten. Uns wurde verboten, den Schwachen auch nur ein bisschen der Suppe zu bringen. Sie wurden erschossen."

Wie Millionen anderer Rotarmisten war Michailowitsch während des Zweiten Weltkriegs in Kriegsgefangenschaft geraten - und wurde später in Deutschland zur Arbeit für die NS-Kriegsmaschinerie gezwungen. Eine Entschädigung oder symbolische Anerkennung für ihre Leiden haben die Überlebenden von der Bundesrepublik nie erhalten. Die ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen sind die größte Gruppe derer, die auch Jahre nach dem Ende des Kriegs noch zu den "vergessenen Opfern" zählen.

Die Hoffnung der im Durchschnitt inzwischen 87 Jahre alten Männer, dass sich daran noch etwas ändern könnte, ist nicht besonders groß. Mehrere tausend von ihnen leben noch in Russland, Georgien, der Ukraine, Weißrussland oder Armenien. In ihrer Heimat wird ihr Schicksal kaum gewürdigt, denn sie wurden nach ihrer Rückkehr als "Verräter" beschimpft und oft sofort in sibirische Arbeitslager deportiert, weil sie für den faschistischen Todfeind gearbeitet hatten.
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Glückliches Missverstehen

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Als alemannischer Mundartdichter und Verfasser von Kalendergeschichten ist Johann Peter Hebel in die Literaturgeschichte eingegangen. Im lichten Tonfall des Dialekts und mit unheimlicher Komik hat dieser sanfte Skeptiker und Moralist alles Abgründige in Sprachlust und Dichtkunst verwandelt.
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Vom Pesthaus zur weltberühmten Charité

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Einst war sie Anlaufstelle für Bettler, dann eine medizinischen Forschungsstätte. Heute ist sie das größte Uniklinikum Europas: Die Berliner Charité wird 300 Jahre alt.
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Die Formel Sapiens

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Von Menschen und Neandertalern: Forscher entdecken in den Genen Spuren einer gemeinsamen Vergangenheit. Unterschiede aber zeigen, was unsere Spezies so einzigartig macht.
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Das Stück Neandertaler in jedem von uns

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Er war doch unser Vorfahr: Erstmals haben Forscher das Genom des Neandertalers mit dem menschlichen Erbgut verglichen. Es zeigt, wie viel des Frühmenschen noch in uns steckt.
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Die Zwiebel ist ein Pfirsich

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Industriespionage, Fälschungen, feindliche Übernahmen: Schon lange vor der Gründung der ersten europäischen Porzellan-Manufaktur 1710 in Meißen tobte der Kampf um den Weltmarkt für das weiße Gold. Eine Geschichte aus der Vorzeit des Kapitalismus
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Grauwert der Geschichte

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Endlich: Die Gedenkstätte "Topographie des Terrors" wird in Berlin eröffnet – bescheidener als gedacht, aber angemessen.
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Die Augen des grossen Geistes

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Das Nordamerika-Native-Museum (Nonam) in Zürich zeigt eine Sonderschau zur Glasperlen-Kunst der Indianer

Für die Indianer Nordamerikas waren Glasperlen ein Geschenk der Götter. Mit ihnen gestalteten sie wunderbare Stickereien. Eine Ausstellung im Nonam in Zürich bietet einen Überblick über die reichen hauseigenen Bestände an Glasperlen-Stickereien.

Typisch indianisch, denken die einen angesichts der bunten Glasperlen-Stickereien auf den Lederbekleidungen nordamerikanischer Ureinwohner. Andere wiederum assoziieren die billigen Glasperlen mit unfairen Tauschgeschäften, bei welchen die Indianer von den Weissen übers Ohr gehauen wurden. Aufklärung über den wirklichen Sachverhalt mit jenen kleinen farbigen Perlen, die im Leben der Indianer eine so grosse Rolle gespielt haben, gewährleistet eine vielseitige Ausstellung im Nordamerika-Native-Museum. Die Institution am äussersten Rand des Zürcher Seefelds, die auch über eine hervorragende permanent präsentierte Sammlung verfügt, hat unter der Leitung der Kuratorinnen Denise Daenzer und Heidrun Löb mit dieser Sonderschau gleichzeitig ein Stück hauseigene Sammlungsgeschichte aufgearbeitet.

[img]http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/kunst_architektur/die_augen_des_grossen_geistes_1.5697879.html[/img]
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Die Formel Sapiens

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Von Menschen und Neandertalern: Forscher entdecken in den Genen Spuren einer gemeinsamen Vergangenheit. Unterschiede aber zeigen, was unsere Spezies so einzigartig macht.[/b]

Viel ist nicht geblieben. Aus dem Mittelpunkt des Universums verjagt, dann vom Thron der Schöpfung gestoßen. Der Mensch, eine Existenz ohne Sinn und Bestimmung. Voll seelenloser Tristesse zeichnen die Befunde der Wissenschaft die Stellung des Menschen in der Natur – ein harter Gegenschnitt zum abendländischen Menschenbild. In der vergangenen Woche bekam das Bild des Menschen einen weiteren Makel: Homo sapiens hat sich noch in jüngerer Vergangenheit mit »niederen« Verwandten gepaart, verkündeten internationale Wissenschaftler in der Zeitschrift Science. Auf zwölf Druckseiten, für das Magazin ungewöhnlich üppig, präsentierte das 56-köpfige Team um den Paläogenetiker Svante Pääbo vom Leipziger Max-Planck-Institut (MPI) für Evolutionäre Anthropologie den ersten Report zur Entzifferung des Neandertaler-Genoms – und wartete mit einer spektakulären Botschaft auf. »Menschen hatten Sex mit Neandertalern«, verkündeten Tagesschau und heute-journal bereits am Donnerstagabend. Tags darauf war die Nachricht von der humanen Promiskuität in allen Tageszeitungen zu lesen.

»Gratulation an die Jungs, ein außerordentlicher Befund«, urteilt der britische Anthropologe Paul Mellars von der Cambridge University. »Das bedeutet, Menschen und Neandertaler gehörten ein und derselben Spezies an.« Die Menschheit ist demnach nichts weiter als die letzte überlebende Population der Sippe Homo – eine von vielen, die lange Zeit vor und mit ihr existierten. Bis zu vier Prozent des menschlichen Erbmaterials stammten nach den bisherigen Befunden aus dem Genbestand der ausgestorbenen Frühmenschen, rechnen die Forscher vor. Man habe gezeigt, dass Mischlinge zwischen beiden Menschengruppen biologisch möglich waren, versichert Pääbo: »Es konnte passieren, und es ist tatsächlich passiert.«

In der Aufregung um die steinzeitlichen Mesalliancen – sex sells – ging die weitaus brisantere Nachricht beinahe unter.
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Das Ende des "Vatikanischen Roulettes"

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Ein Hormon verändert die Welt: Als die Pille vor fünfzig Jahren auf den Markt kam, machte sie Frauen unabhängiger. Von Hellmuth Vensky[/b]

Der biblische Onan "ließ es auf die Erde fallen und verderbte es", seinen Samen nämlich – klassischer Coitus Interruptus. Im Mittelalter trug man Kondome aus Schafdarm, Fischblasen oder Leder. Und seit 1929 halfen Hermann Knaus und Kyasuko Ogino, die Enthaltsamkeit auf die fruchtbaren Tage der Frau zu beschränken. Ihre Kalendermethode ist bis heute die einzige von der katholischen Kirche abgesegnete Verhütungsmethode, auch "Vatikanisches Roulette" genannt.

Aber dann, vor 50 Jahren, kam Carl Djerassi und schenkte den Liebenden der Welt (Katholiken ausgenommen), die Antibabypille. Der heute vor allem als Science-Fiction-Autor und Theaterschriftsteller tätige Chemiker nennt sich gern "die Mutter der Pille". Dabei ist er nur der prominenteste von vielen Vätern.
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Vom Pesthaus zur weltberühmten Charité

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Einst war sie Anlaufstelle für Bettler, dann eine medizinische Forschungsstätte. Heute ist sie das größte Uniklinikum Europas: Die Berliner Charité wird 300 Jahre alt.


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Die Charité im Jahr 1740: Das königliche Militärhospital, dessen Name aus dem Französischen stammt, was übersetzt Barmherzigkeit bedeutet

Das hätten die Berliner sich sparen können. Da bauen sie aus Angst vor der Pest eine Quarantänestation in sicherem Abstand vor den Toren der Stadt – doch die Krankheit erreicht die königlich-preußische Residenzstadt gar nicht. König Friedrich I. ergeht es wie seinen modernen Nachfahren mit der Schweinegrippe: Vorausschauende Klugheit wirkt hinterher wie blinder Aktionismus.

Doch das kann niemand wissen, als die ersten Spatenstiche am 13. Mai 1710 die Erde nordwestlich der Stadtgrenzen Berlins durchpflügen. Seit 1709 wütet die Pest in Polen und Ostpreußen, Hunderttausende Menschen sterben. 1711 verebbt der schwarze Spuk, ohne in Berlin angekommen zu sein. Das "Pesthaus" bleibt leer. Zunächst quartieren die Berliner sozial Benachteiligte in dem Gebäude ein – damals heißen sie Bettler und Streuner. Auch mittellose alte Menschen wohnen hier. Und das Haus dient als Entbindungseinrichtung für unehelich Schwangere – mit den Hebammen hält die Medizin Einzug. Bald werden auch Soldaten der nahen preußischen Garnison hier behandelt.
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Der nächste Preußenkönig, Friedrich Wilhelm I., erklärt per Kabinettsorder: "Seine Königliche Majestät in Gnaden erlauben, dass in dem Garnison-Lazarett vor dem Spandowschen Thor auch ein Bürger-Lazarett angelegt werden soll." Und er notiert: "Es soll das Haus die Charité heißen." Am 1. Januar 1727 wird dieses Bürger-Lazarett eröffnet.
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US-Geschichtsunterricht: Ist Jefferson zu links?

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Erst nahmen sich Amerikas Fundamentalisten die Biologiebücher vor. Jetzt geht es an den Geschichtsunterricht.[/b]

Thomas Jefferson flog raus. Nicht aus seinem prächtigen Gedenktempel nahe dem Kapitol in Washington, den jeder Hauptstadt-Tourist kennt. Sondern aus dem Kanon der großen Denker des Landes, wie er künftig den knapp fünf Millionen Schülerinnen und Schülern an öffentlichen Schulen im Bundesstaat Texas vermittelt werden soll. Der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und dritte Präsident der USA plädierte für die strikte Trennung von Staat und Kirche. Dies und die Tatsache, dass ihm der kleine Farmer sympathischer war als der Großindustrielle, scheint für die Schulaufsicht in Texas wohl der Grund dafür zu sein, Jefferson für die nächsten zehn Jahre als eher periphere Gestalt ins pädagogische Abseits zu verbannen.
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»Der gute König« Heinrich IV.: Ein heiterer Mann

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Krieger und Friedensstifter, legendärer Liebhaber und begeisterter Vater: Frankreich liebt bis heute seinen »guten König« Heinrich IV., der am 14. Mai 1610 in Paris ermordet wurde. Ein Lebensbild des vitalen Monarchen.[/b]

Ein Historiker von Rang, der seine Geschichte der Franzosen mit getragenem Ernst, ja einer gewissen Feierlichkeit niederschrieb, fand unversehens heitere Töne, als seine Erzählung bei Henri Quatre anlangte. König Heinrich IV. habe sich, als er der Macht über das Land endlich sicher sein konnte, als »ein Ausbund an Vitalität« erwiesen – trotz seiner 47 Jahre (die in jener Epoche als ein vorgerücktes Alter galten) und trotz des ergrauten Bartes und der allzu prominenten Nase, die fast seine Oberlippe erreichte, immer noch ausgesprochen gut aussehend.

Heinrichs Charakter, schreibt Guillaume-André de Bertier de Sauvigny in seinem 1977 erschienenen Buch weiter, sei von dem »unsteten Leben eines Partisanenführers« geprägt worden, sein politisches Urteil von den Wechselfällen des Geschicks geschärft; er habe in allen Regionen und Winkeln Frankreichs das Leben seiner einfachsten Untertanen kennengelernt, was für einen König ganz ungewöhnlich gewesen sei. »Er bezauberte durch seinen Elan, seine gute Laune, seine ungezwungenen Manieren, seinen Geist, seinen Witz, seinen verzeihenden Großmut und durch seine Fähigkeit, Befehle als Bitten« zu formulieren.
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Gold der Himmelsscheibe stammt aus England

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Halle (dpa) - Das Gold der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt stammt nach neuesten Erkenntnissen aus England: «Die geochemische Zusammensetzung des Himmelsscheibengoldes stimmt mit dem Gold aus dem Fluss Carnon in Cornwall überein».
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Das sagte der Geo-Archäologe Gregor Borg von der Universität Halle der Nachrichtenagentur dpa. Bislang galt Rumänien als Lieferant. Die bronzene Himmelsscheibe mit Goldauflagen zeigt die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt. Zusammen mit anderen Bronzestücken hatten inzwischen verurteilte Raubgräber die Scheibe 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra gefunden. 2002 war sie in der Schweiz sichergestellt worden und ist jetzt in Halle ausgestellt.
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Die Legende vom Charisma

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[b]Erst politisch nicht festgelegt, dann rechter Trommler, schließlich "deutscher Messias": Ludolf Herbst erzählt, wie Adolf Hitlers Nimbus aufgebaut wurde.[/b]

Die Deutschen meinen, Hitler zu kennen. Dass es den zahlreichen Monographien zum Trotz möglich ist, das festgefügte Hitlerbild zu modifizieren, zeigt Ludolf Herbst. Er weist nach, dass Hitlers Rolle als "deutscher Messias" auf einer Erfindung seiner frühen Gesinnungsgenossen beruht und mithin dessen Charisma auf eine Legende zurückgeht.

Herbst sucht - wie viele Interpreten vor ihm - den Widerspruch zwischen Hitlers intellektuellem Mittelmaß und seiner Unfähigkeit, soziale Kontakte zu knüpfen einerseits und seiner herausragenden propagandistischen Begabung, seiner Rolle als Parteiführer und als Reichskanzler andererseits, zu erklären.

Um plausibel zu machen, warum so viele Deutsche Hitler verehrten, wird dessen charismatische Begabung angeführt. Insbesondere Hans-Ulrich Wehler hat seiner Deutung das Charisma-Konzept Max Webers zugrunde gelegt.
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Ehrenmedaille für Heldentod vor 147 Jahren

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Delafield/USA (apn) Eineinhalb Jahrhunderte nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg soll ein Soldat der Nordstaaten die höchste Auszeichnung der US-Streitkräfte erhalten: Der 22-jährige Oberleutnant Alonzo Cushing kam im Juli 1863 in der Schlacht bei Gettysburg ums Leben - nachdem er trotz Verwundung seine Männer in ein letztes Gefecht geführt und einen Vorstoß der Konföderierten zurückgeschlagen hatte.
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Archäologen finden ältesten Klebstoff

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[b]Bonn/Inden (dpa) - Bei der Ausgrabung eines altsteinzeitlichen Lagerplatzes nahe Jülich sind Wissenschaftler auf den ältesten Klebstoff in Mitteleuropa gestoßen. An 83 Feuersteinklingen hätten sich deutlich sichtbare Reste von rund 120 000 Jahre altem Birkenpech nachweisen lassen.[/b]

Das sagte der Archäologe Jürgen Thissen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Mit dem Kleber aus destillierter Birkenrinde seien die schmalen Steinklingen zusätzlich an Speerspitzen befestigt worden, um bei der Jagd die Wunde zu vergrößern.

Vergleichbar uralter Birkenpech-Kleber ist im Fundplatz Königsaue in Sachsen-Anhalt entdeckt und auf «nur» rund 80 000 Jahre datiert worden. Zwei weitere verklebte Stein-Werkzeuge aus Mittelitalien sind möglicherweise rund 200 000 Jahre alt, erklärte der beim Landschaftsverband Rheinland und der Uni Bonn tätige Archäologe.
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Eiszeitliches Massensterben

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Bisher wurden steinzeitliche Jäger und der Klimawandel für das Massensterben zum Ende der Eiszeit verantwortlich gemacht. Doch es könnte auch ganz andere Ursachen gehabt haben.[/b]

Der Höhlenlöwe war ein mächtiger Jäger. Mit einer Schulterhöhe von 1,50 Meter und einer Länge von fast drei Metern war die Großkatze eines der fürchterlichsten Raubtiere der eiszeitlichen Mammutsteppe.

Diese Graslandschaft zog sich als breites Band von Spanien bis Sibirien. Doch tatsächlich musste nur eine Tierart den Höhlenlöwen fürchten: "Er hatte eine ausgeprägte Vorliebe für Rentiere", berichtete Hervé Bocherens auf der Tagung der European Geosciences Union in Wien.

Der Paläontologe von der Universität Tübingen vermutet, dass der Höhlenlöwe an dieser allzu einseitigen Ernährung schließlich zugrunde ging.

Zusammen mit der Raubkatze verschwanden auch Mammut, Wollnashorn, Höhlenbär, Riesenhirsch, Steppenbison und andere große Säugetiere am Ende der Eiszeit von der Bildfläche. Ob steinzeitliche Jäger oder der Klimawechsel an dem Massensterben am Ende des Pleistozäns Schuld waren, darüber diskutieren Paläontologen seit langem - bislang ohne klares Ergebnis.

[b]"Keiner verzehrte so viel Mammutfleisch wie die Neandertaler"[/b]

Bocherens vermutet nun, dass vor allem Tiere mit starren Gewohnheiten ausstarben. "Sie waren nicht in der Lage, sich an die Umweltveränderungen anzupassen." Womöglich fiel auch der Neandertaler in diese Kategorie: Er ernährte sich laut Bocherens überwiegend von Mammuts und Wollnashörnern. "Kein anderer Fleischfresser verzehrte so viel Mammutfleisch wie die Neandertaler. Vielleicht wurde ihnen das zum Verhängnis."
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Astronomie 1910: Wie ein Komet Europa in Panik versetzte

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Reißerische Schlagzeilen und Pillen gegen "Kometen-Gift": Als der Halley'sche Komet 1910 an der Erde vorbeisauste, vergaß die aufgeklärte Welt ihre Vernunft.[/b]

Man kennt das ja von den ungebildeten mittelalterlichen Bauern: Kaum tut sich am Himmel Ungewöhnliches – Sternschnuppenschwarm, Sonnenfinsternis, Ufo –, glauben sie den Weltuntergang nah, raufen sich das Haupthaar und bekennen unter anhaltender Selbstgeißelung lautstark ihre Sünden. Aber dass auch noch im aufgeklärten Jahr 1910 das Erscheinen des Halley’schen Kometen Aufsehen und sogar Panik auslöste, mag man kaum glauben.
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Die vergessene Odyssee der «Crabs»

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Nach dem deutschen Angriff schickte die belgische Regierung im Mai 1940 Hunderttausende von jungen Männern ins französische Exil. Die dreimonatige Odyssee war ein Debakel ohnegleichen, das auch heute noch gern verdrängt wird.

Am 13. Mai 1940 erteilte die belgische Regierung allen noch nicht eingezogenen 16- bis 35-jährigen Männern des Königreichs den Befehl, sich in zuvor festgelegten Zentren in Westflandern und dem Hennegau (Hainaut) zu sammeln. Drei Tage zuvor hatten die nazideutschen Truppen den Westfeldzug gegen die Niederlande, Belgien und Luxemburg begonnen.

Mit der grossangelegten Evakuierung, die rund 400 000 Männer und Jugendliche betraf, wollte die Brüsseler Regierung den Alliierten eine Reserve für die künftige Rekrutierung verschaffen, anderseits sollte den Angreifern ein attraktives Reservoir an Zwangsarbeitern entzogen werden. Die Planung fusste auf den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs mit seinem langen Stellungskrieg und der Deportation Tausender von arbeitsfähigen Männern im besetzten Teil Belgiens zur Zwangsarbeit in Deutschland.
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Die Kirche als Koch: Ernährung im Mittelalter

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Verbot macht erfinderisch. Im Mittelalter war ein Drittel des Jahres strenge Fastenzeit. Historische Rezepte zeugen davon, wie man die strengen Regeln zu umgehen wusste.[/b]

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In der Karwoche sind sie in aller Munde: Die Maultaschen sind eine alte Fastenspeise

So alt der Glaube, so alt ist auch die Bevormundung – und in wenige Bereiche mischt sich Religion so rigoros ein wie in die Nahrungsaufnahme. Finger weg von heiligen Kühen (Hinduismus)! Sind die Gummibärchen auch [i]ḥalāl[/i] (Islam)? Keine Sahnesoße zum Braten (Judentum)! Glauben und essen, das bedeutete von jeher: auf Ausnahmen achten.

Das 1. Buch Mose empfahl den Menschen zwar »alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten« zur Nahrung (Genesis 1,29–30). Doch der Sonderfall folgte auf dem Fuß: Bloß kein Erkenntnisobst naschen (Genesis 3,1–24)! Wie die Geschichte weiterging, ist als Mahnung allgegenwärtig: Jede kulinarische Verfehlung kann gravierende Konsequenzen haben. Einmal kraftvoll zugebissen, auf ewig aus Eden verstoßen – in eine Welt hinein, in der falsches Essen ebenfalls zu Scherereien führt.

Das Christentum brachte im Laufe seiner Geschichte viele kulinarische Verbote hervor, auch wenn diese im Vergleich zu denen der anderen Weltreligionen weniger kompliziert erscheinen mögen. Und Verbot macht erfinderisch. Es spornte Köche an, im Rahmen der Regeln das Leckerste herauszuholen oder die Grenzen der Norm geschickt zu dehnen. So wurde die Kirche selbst zum Koch, vor allem durch jene umfangreichen Fastenregeln, die sie ab Mitte des ersten Jahrtausends entwickelte und immer weiter elaborierte.
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Kaiserin und Revolutionär

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Mitte November 1918 kommt es in der Potsdamer Villa Ingelheim zu einer ebenso denkwürdigen wie einmaligen Begegnung: Exkaiserin Augusta Viktoria trifft mit Kapitänleutnant a. D. Hans Paasche zusammen. Er ist Mitglied des Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte, für das Ressort „Äußeres und Waffenstillstandsbedingungen“ zuständig und fahndet nach der Korrespondenz des nach Holland geflohenen Kaisers Wilhelm II. Augusta Viktoria fühlt sich belästigt und von Paasches einfachem „Sie“ betroffen. Er stellt sich ihr als Volksvertreter und Offizier vor, der im Krieg den Dienst quittierte, weil die deutsche Regierung den Weltkrieg provoziert und den Frieden verhindert hatte. Die Exkaiserin wirkt erstaunt, verwirrt und ängstlich; sie spricht von Plünderungen im Berliner Schloss. Der Revolutionär beruhigt sie: Niemand wolle ihr ein Haar krümmen – und hält ihr vor: „Dieser Krieg hat eine Schädelpyramide gehäuft, und Sie beklagen sich, dass in einem der Schlösser frierende Menschen den Wäscheschrank Ihres Gatten plündern.“ Die Ex-Kaiserin schweigt; plötzlich empört sie sich darüber, dass die Soldaten den Krieg nicht mehr mitmachen wollten und verweist auf ihre sechs Söhne an der Front. Paasche rät ihr erneut, keine Vergleiche herauszufordern. Selbst wenn einer von ihnen gefallen wäre, so wäre es doch nicht der Ernährer einer Familie gewesen.
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ARGENTINIEN: Tagebuch des Terrors

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Die Wahrheit kann bisweilen ziemlich grausam, ja schmerzvoll sein. Was die damals 26-jährige Victoria Donda am 24. Juli 2003 erfuhr, hat sie bis heute nicht verarbeitet. Es war ein Schock, ein Albtraum. Von einen Tag auf den anderen änderte sich alles. Zwar war die Argentinierin dieselbe wie eh und je, dennoch war ihre bisherige Identität ausgelöscht.
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Dem Alamannenmuseum Ellwangen droht der Spartod

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(ELLWANGEN/sz) Dem Ende 2001 eröffneten Ellwanger Alamannenmuseum droht das Aus. Angesichts ihrer dramatischen Finanzlage prüft die Stadt derzeit neben vielen anderen Sparmaßnahmen auch die komplette Schließung des Museums, das in seinen achteinhalb Jahren auf bislang 80 000 Besucher verweisen kann. Inzwischen laufen auch Wissenschaftler und Museumsfreunde Sturm gegen eine mögliche Aufgabe dieser Einrichtung. ...
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Der Gottesbetrug

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Moses, Jesus und Mohammed haben die Menschen belogen, Gott ist nur eine verrückte Idee und die unsterbliche Seele eine Chimäre. Das behauptete vor mehr als 300 Jahren ein anonymer Verfasser in dem wohl radikalsten Text der Aufklärung, dem [i]Traité des trois imposteurs[/i], dem [i]Traktat über die drei Betrüger[/i]. In Frankreich ist er in den letzten Jahren immer wieder aufgelegt worden. Was macht ihn so spannend?
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Luftkriege vergangener Jahrhunderte

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Aus der NZZ vom 8. Juni 1941

Der illustrierte Bericht der NZZ «Vom Schreckdrachen zum lenkbaren Ballon» zeigt die Luftwaffen und Strategien der Kriegsführung vergangener Jahrhunderte auf.

bsa. Eine Abbildung von 114 nach Christus beweist das Mitführen von fliegenden Drachen als Feldzeichen einer thrakischen Heeresgruppe. Den Illustrationen in der NZZ vom 8. Juni 1941 sind weitere Taktiken der Kriegsführung auf dem Luftweg zu entnehmen. So wurde am 2. April 1794 die erste Luftschiffkompanie der Welt, die «Compagnie d`aérostiers militaires» in Frankreich dekretiert. Der erste Aufstieg erfolgte am 2. Juni 1794. Ziel war das von den Österreichern belagerte Maubeuge. Eine Darstellung zeigt französische Pläne zur Invasion Englands mit Luftballons aus dem Jahr 1795.

http://static.nzz.ch/files/0/0/0/Kriegsf%C3%BChrung+der+Luft+vergangener+Jahhunderten_1.5802000.pdf
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(C) Daniel Oswald