Das Skelett vor der Zürcher Oper

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Bei den Rettungsgrabungen für die kürzlich entdeckten Pfahlbauten vor dem Zürcher Opernhaus ist ein über 5000 Jahre altes Skelett zum Vorschein gekommen. Hinzu kommen Siedlungsreste in jüngeren Schichten.
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Abendlicht des verlorenen Paradieses

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Albert Anker ist ein Nationalmaler der Schweiz. Eine grosse Retrospektive im Kunstmuseum Bern zeigt ein exzellentes Spektrum seines Werks und befragt seine Sicht auf die Welt.

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Überleben mit Austern

News in USA | Kanada 4 Kommentare »
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Als englische Siedler im 17. Jahrhundert den Ort Jamestown im heutigen Virgina gründeten, wären sie fast verhungert. Muscheln retteten den Siedlern das Leben.[/b]

Ohne Austern wäre die amerikanische Geschichte anders verlaufen. Als im Mai 1607 englische Siedler im heutigen Virginia den Ort Jamestown gründeten, der die erste permanent bewohnte englische Siedlung in Nordamerika werden sollte, herrschte dort eine langjährige Dürre.
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NS-Propaganda - Der Führer aus dem Morgenland

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Neu ausgewertete Radio-Protokolle zeigen, wie Nationalsozialisten in arabischen Ländern Propaganda betrieben.[/b]

In der gastfreien Wohnung Händelallee 26 in Tiergarten verkehrten vornehmlich Diplomaten und Geschäftsträger, vielerlei ausländische Gäste, denn der Hausherr war Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt und zuständig für den Orient. Einem dieser "gelangweilten Gäste" galt schon von Staats wegen die besondere Sorge Werner Otto von Hentigs, eines Mannes, der, wie sich der Sohn Hartmut von Hentig erinnert, den Freuden der westlichen Welt nicht völlig abgeneigt war, im Tiergarten Medizinball mit Vater und Sohn spielte und gern auch mit der Schwester Helga flirtete.

Vater Hentig war damit betraut, den Fremdling "seinem Stand gemäß zu betreuen und 'gegebenenfalls' in die Schweiz zu verbringen". Und so flog Mohammed Said Al-Husseini, der Mufti von Jerusalem, am 6. April 1945 von Berlin nach Österreich, von wo ihm Gustav Adolf Scheel, der Gauleiter von Salzburg, über die Grenze in die Schweiz weiterhalf.
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Aargau will mit Thema Habsburger Touristen anlocken

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Der Aargau will Touristen auf die Spuren der Habsburger schicken. Für die Österreicher wurde schon die Habsburger-Fahne gehisst.


Michael Spillmann

Ein wahrlich ungewöhnlicher Akt: Unter den Fanfarenklängen zweier mittelalterlich gekleideter Bläser wurde gestern auf Schloss Habsburg feierlich die Habsburger-Fahne gehisst. Nun weht sie dort neben der Aargau-Fahne im Wind. Die Schweizer Flagge muss derweil «eine Saison lang» ihren Platz räumen.

Es ist aber nicht so, dass der Ort, wo die Habsburgerdynastie einst ihren Anfänge genommen hatte, wieder an unsere Nachbarn gegangen wäre. Vielmehr war es der Startschuss für eine Offensive – keine militärische, sondern eine kulturtouristische.

«Die Stammlande Europas»

Im Auftrag des Regierungsrats bietet das Museum Aargau künftig die «Habsburger-Touren» an, welche insbesondere BusReisegruppen aus der Schweiz, Deutschland und vor allem Österreich ansprechen sollen. Dem Vernehmen nach soll das Angebot in Österreich bereits auf reges Interesse gestossen sein. «Die Geschichte des Aargaus ist darum so speziell und spannend, weil wir uns als die Stammlande der Habsburger auch als die Stammlande Europas verstehen», begründete Staatsschreiber Peter Grünenfelder die Absichten des Kantons.

Wie Manuela Barrera, Projektleiterin Habsburger Kulturtourismus, ausführte, unterteilt sich das Angebot in zwei Gruppen. Der Kurz-Stopp mit Mittagessen führt zum Schloss Habsburg. Zum Programm gehören szenische Führungen und Hammeltopf mit Linsen. Höhepunkte der Tagestouren sind Schlösser, Klöster und mittelalterliche Städte, wo die Habsburger gewirkt haben. An ausgewählten Daten finden im Wasserschloss Hallwyl zudem Dinnerspektakel mit einem Improvisationstheater statt. Und: Für die Tourismus-Offensive wurde ein Habsburgerli, ein Königinnen-Siegel gefüllt mit Edelschokolade, kreiert.

Die österreichische Generalkonsulin in Zürich, Petra Schneebauer, war ob der Pläne begeistert: «Das alles ist toll! Ich kann nur gratulieren und dem Kanton Aargau danken.»
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Sänger, Wanderer und Bibelleser

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Horst Köhler war der neunte Bundespräsident Deutschlands. Seine Vorgänger sangen Volkslieder, lasen in der Bibel oder leisteten sich verbale Fehltritte. Ein Überblick.
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Held und Trauma

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Der 1984 ermordete Solidarność-Priester Jerzy Popiełuszko wird seliggesprochen – Fragen an Polens Kirche bleiben.[/b]

Wenn Polen sich Schmerz und Stolz hingibt, dann kommen die Menschen hier zusammen, im Zentrum von Warschau, auf einem riesigen Platz, der seit 1989 wieder nach General Józef Piłsudski benannt ist, dem Vorkämpfer der polnischen Unabhängigkeit.

Zu Tausenden legen sie dann Blumen nieder auf den Steinplatten, zünden ewige Lichter an oder hören gebannt zu. Auf diesem Platz standen sie vor einem Monat, als sie des Präsidentenpaars und all der anderen Opfer der Katastrophe von Smolensk gedachten; hier standen sie 1979 zu Hunderttausenden, als der im Jahr zuvor gewählte Papst Johannes Paul II. zu seinen Landsleuten sprach: »Fürchtet euch nicht!«

Zehn Jahre später besiegten die Menschen den Kommunismus; und obwohl die Proteste im Wunderjahr 1989 unblutig verliefen, war der Weg dorthin lang und der Preis hoch. Männer wie der Priester Jerzy Popiełuszko zahlten ihn. Auf dem Piłsudski-Platz wird er nun – am 6. Juni – seliggesprochen. So hatte es Johannes Paul gewünscht, so hat es sein Nachfolger Benedikt XVI. veranlasst.

Jerzy Popiełuszko war neben dem polnischen Papst der größte Held der Kirche im Kampf gegen den Kommunismus. Der Papst durfte das Ende dieser Diktatur erleben – Popiełuszko nicht.
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»Ich sehe lauter frohe, ruhige Tätigkeit«

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Erfolgreicher Handel und soziales Engagement gehören für viele Hamburger Kaufleute in der späten Aufklärungsphase zusammen. Einer von ihnen ist Caspar Voght: Im Dorf Flottbek gründet er einen Gutshof, auf dem er seine Ideale realisiert.


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''Der Menschenliebe von Menschenfreunden'' Stahlstich von L. Wolf aus dem Jahre 1805 Idealisierte Ansicht des Hamburger Schul- und Arbeitshauses (1800)

Ihre Stimmen hallen über das graugrüne Wasser, das sich hier vor den Toren der Stadt zur äußeren Alster gestaut hat. Mit Tränen in den Augen singen sie – fast achtzig Frauen und Männer, festlich gewandet, fröhlich gestimmt, feierlich gerührt. »Freie Deutsche, singt die Stunde, / Die der Knechtschaft Ketten brach. / Schwöret Treu dem großen Bunde / Uns’rer Schwester Frankreich nach«, so klingt es aus voller Kehle und voller Seele.

Die jungen Damen tragen lange weiße Kleider, welche die Knöchel nur manchmal den männlichen Blicken freigeben. Um die geschnürten Taillen haben sie sich Schärpen in den französischen Nationalfarben gebunden: [I]bleu, blanc, rouge,[/I] ihre Strohhüte sind mit Schleifen geschmückt. Die ausgelassenen Frauen und Männer bejubeln, was vor einem Jahr, am 14. Juli 1789, geschah – den Beginn der Französischen Revolution, den Sturm auf die Bastille in Paris, den Ruf nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Was für Ideale – die gilt es zu feiern, auch in Hamburg, während das »glückliche Jahr« 1790 in Paris beim Föderationsfest auf dem Marsfeld zelebriert wird.

In der naturbelassenen Schönheit des Alsterufers – keine Prachthäuser, keine versailleschen Gärten – feiert die Gesellschaft sich und die Revolution und ist für kurze Weile fern der städtisch-ständischen Konventionen.
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Die Knollen des Wandels

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Auf die Kartoffel gründeten schon die Inka ihre Macht. Sie machte Kolonialismus, Industrialisierung und den Aufstieg Europas möglich. So schreibt eine Sättigungsbeilage Geschichte.[/b]

Keiner konnte ahnen, was in den schmutzigen Klumpen steckte. Die Matrosen nicht, der Kapitän nicht und auch der König nicht. Harmlos sah die Fracht aus, die das Schiff der spanischen Flotte um 1560 auf den Kanarischen Inseln anlandete: verschrumpelte, braune, pflaumengroße Knollen, die auf der Reise von der südamerikanischen Pazifikküste weiß-grünliche Keime hervorgetrieben hatten. Und doch sollten sie die Geschichte Europas, ja der Welt verändern – Kartoffeln.
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Die Mitte zwischen Ost und West

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Wien und die Türken – alte Geschichten um gescheiterte Belagerungen, den Prinzen Eugen oder die Erfindung des Wiener Kaffeehauses kommen einem da in den Sinn oder aktuellere, weniger romantische Diskussionen um mangelnde Integration oder Verständigungsprobleme. So gut wie vergessen ist die Tatsache, dass es einmal eine bestens integrierte «türkische» Gemeinde in Wien gab: sephardische Juden, die aus Spanien über Istanbul nach Wien gelangt waren, wo sie als «türkische Israeliten» galten. Wie keine andere Bevölkerungsgruppe seither verkörperten sie die heute in Sonntagsreden gern heraufbeschworene «Brückenfunktion» Wiens zwischen Ost und West. Ihre Geschichte zeigt nun das Wiener Jüdische Museum unter dem Titel «Die Türken in Wien».
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Auf der Suche nach Kleopatra

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Der Hafen von Alexandria war Bühne grosser Dramen. Hier regierte die legendäre Ptolemäerkönigin Kleopatra, es gab Königsmorde und Geschwisterzwist, prunkvolle Kriegsflotten und gebrochene Männer. Und manchmal wurde auch nur gefischt. Der römische Feldherr Marcus Antonius zum Beispiel vertrieb sich gerne die Zeit beim Angeln, womit er Kleopatra, seine Geliebte, erzürnte. Nicht fischen sollte er, sondern Länder erobern! Kleopatra soll heimlich getrocknete Fische an seine Angel gehängt haben, um ihn dann einen schlechten Fischer zu schimpfen.
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Absturzort nach 66 Jahren gefunden

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Historiker Wolfgang Dost hilft bei der Suche nach verunglückten alliierten Piloten bei Wittstock / Zeitzeugen gesucht

Dave Champion lebt in Schweden und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Heldentod seines Großvaters, Pilot Flight Sergeant (F/S) Forsyth, endlich genau zu klären. Der war zusammen mit Sergeant James von der Royal Air Force (RAF) mit der Mosquito DZ 597 von einem Einsatz am 20./21. April 1943 in Berlin nicht mehr zurückgekehrt. Dass die beiden Soldaten in dem Holzflugzeug bei Zaatzke abgestürzt sein sollten und auf dem Wittstocker Friedhof in den Gräbern Nummer 19 und 20 für alliierte Gefallene bestattet wurden, weiß der Enkel. Doch ist bisher weder der Absturzort noch die Lage der Gebeine genau bekannt. Beides kann Historiker Wolfgang Dost jetzt nach Zeugengesprächen und Aktendurchsicht ziemlich genau eingrenzen. „Für September hat sich Dave Champion zu einem Besuch in Wittstock angekündigt“, freut sich Wolfgang Dost. Da wird er den Enkel zu jener Stelle begleiten, an der sich einst das Grab des abgestürzten Piloten befunden hat, und zum Absturzort der Mosquito DZ 597 führen. Allerdings wird der Enkel des Piloten Forsyth bei seinem Besuch im September in Wittstock das Grab seines Großvaters nicht mehr als solches erkennen. Die Reihengräber auf dem Stadtfriedhof, in dem alliierte Gefallene bestattet worden waren, sind nicht mehr vorhanden. Wann sie beseitigt wurden, ist unklar. Die für den Friedhof und die für Kriegsgräber verantwortlichen Mitarbeiter besitzen keine Unterlagen.
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Jenseits von Asterix

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In Frankreich und den USA haben historische Comics Tradition. Jetzt ziehen die deutschen Zeichner nach.


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Elender Krieg: Der erste Teil von Jacques Tardis Comic erschien 2006

Eben noch paradierten sie in ihren Uniformen unter dem Jubel der Bevölkerung durch die Straßen von Paris, Berlin und Wien, im nächsten Bild sind sie nur noch verwesende Körper, die an einem sonnigen Tag des Jahres 1914 auf einem namenlosen Feld von Krähen zerpickt werden – mit dieser Sequenz eröffnet der französische Zeichner Jacques Tardi seinen Comic Elender Krieg. Der erste Teil, 1914–1915–1916, ist 2006 erschienen, Teil zwei ist für dieses Jahr angekündigt.

Auf einem Szenario des Historikers Jean-Pierre Verney beruhend, der außerdem eine militärhistorische Analyse sowie Fotodokumente beigesteuert hat, führt Tardi vor Augen, welche Folgen die auf hohe Opferzahlen und Profit gerichtete Modernisierung der Kriegsmittel hatte: Er zeigt das Leiden und Sterben der Soldaten in aller Drastik, zeigt die zerfetzten, zerstückelten Leiber und kontrastiert diese Bilder mit den kriegsverherrlichenden Reden der mächtigen »alten Männer«. Das ist nicht besonders subtil, seine aufklärende Wirkung aber verfehlt es nicht: Elender Krieg ist, trotz seiner nicht unproblematischen Schreckensästhetik eine hervorragende Lektüre für den Geschichtsunterricht.

Tardis Bildromane – darunter weitere Werke über den Ersten Weltkrieg und eine Schilderung der Pariser Kommune – zählen zu einem Genre, das zwar nicht neu ist, aber seit einiger Zeit geradezu boomt: Von Marjane Satrapis Erinnerungen an ihre Kindheit in Iran (Persepolis) bis zu Flix’ Cartoons über die Wendezeit (Da war mal was…) sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Comics erschienen, in denen historische Ereignisse nicht bloße Kulisse, sondern das eigentliche Thema sind.
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Sie hat uns erklärt

News in Französische Revolution & Napoleonische Epoche 3 Kommentare »
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Vor 200 Jahren schrieb Madame de Staël ihr Deutschland-Buch. Seither wissen die Franzosen, was sie von ihren Nachbarn zu halten haben.[/b]

Der fulminanten Premiere im Herbst 1810 schien nichts mehr im Wege zu stehen. Das dreibändige Werk lag in den Korrekturfahnen vor, die Zensur hatte nur ein paar geringfügige Einwände. Mit 10.000 Exemplaren sollte das Buch in einer für jene Zeit ungewöhnlich hohen Auflage gedruckt werden. Es hieß [i]De l’Allemagne[/i] (»Über Deutschland«), geschrieben hatte es Germaine de Staël. Doch dann kam alles ganz anders.

Am 25. September erhielt die Autorin den Bescheid des Polizeiministers Jean Marie René Savary, er habe die gesamte Auflage einstampfen lassen und fordere die Verfasserin auf, »binnen drei Tagen Frankreich zu verlassen«. Es traf sie wie ein Schlag.
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Amerika von zwei Ureinwohnergruppen besiedelt

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"Den" Ureinwohner Amerikas gibt es nicht - der Kontinent soll stattdessen von zwei verschiedenen Menschengruppen im zeitlichen Abstand und unabhängig voneinander besiedelt worden sein.

Das belegt ein Team von Wissenschaftlern um die Tübinger Paläoanthropologin Katerina Harvati in einer Studie, die im Online- Journal "PLoS ONE" veröffentlicht ist. Mit dieser Analyse seien zum ersten Mal verschiedene Szenarien der Besiedelung formal geprüft worden, teilte die Universität Tübingen mit.
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Königin Editha analysiert und bestätigt

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Es ist Königin Editha: Das ergab die wissenschaftliche Untersuchung von Knochenresten aus einem Bleisarg im Dom von Magdeburg. Zudem zeigen die Knochen: Sie war als Kind viel unterwegs, sie war gut ernährt und ass auch viel Fleisch.
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Ludwig Borchardt: Die Nofretete brachte ihm kein Glück

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Er entdeckte die Büste der Nofretete – und litt sein Leben lang darunter. Dabei war Ludwig Borchardt einer der größten Archäologen seiner Zeit. [b]

Es ist der 06. Dezember 1912 als der Archäologe Ludwig Borchardt jenen Fund macht, der sein Leben prägen soll. In dem abgelegenen Ort Amarna am Ostufer des Nils in Mittelägypten entdeckt der damals 49-Jährige die Büste der Nofretete. Was folgt, sind nicht etwa nur Ruhm und Ehre, sondern auch Anschuldigungen des Diebstahls und Zerwürfnisse.

Bis heute wird der geborene Berliner – wenn überhaupt – einzig und allein im Nofretete-Kontext wahrgenommen. Was er für die deutsche Wissenschaft sowie für die internationale Forschung zur Geschichte, Kultur und Religion Ägyptens geleistet hat, ist hingegen in den Hintergrund geraten. Dabei ist Ludwig Borchardt der Gründungsvater der deutschen Ägyptologie in Ägypten: Er etablierte die Bauforschung in der Archäologie, setzte hohe wissenschaftliche Standards für Ausgrabungen und verfasste die ersten Bände des Generalkatalogs des Ägyptischen Museums in Kairo.
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Ein Stückchen Idylle im Arbeiter-Alltag

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Wo Bergarbeiter und Kruppianer wohnten: Die Route der Wohnkultur zeigt Besuchern die Geschichte der Arbeitersiedlungen und Gartenstädte im Ruhrgebiet.


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Typische Gartenstadt in Essen um 1920, die der Stahlkonzern Krupp errichtete: Die Magarethenhöhe

In Reih und Glied, mit hellgelber Fassade und roten Ziegeln, eingerahmt von ordentlichen Hecken, stehen die 396 Häuschen in der ehemaligen Bergarbeitersiedlung Fürst Hardenberg im Stadtteil Lindenhorst im Dortmunder Norden. Wer einen Blick durch einen der Torbögen erhascht, schaut auf akkurat gepflegte Gärten, manchmal einen Gartenzwerg, dahinter erheben sich Schornsteine und Hafenbauten. Auch das Bullenkloster gibt es noch, ordentlich saniert. Heute ist es ein Nachbarschaftshaus, damals jedoch, als dies eine reine Siedlung für die Arbeiter der nahe liegende Zeche war, wohnten dort unverheiratete Männer.
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Es ist Editha

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30 Forscher haben Knochen, Zähne, Kleider einer Toten im Magdeburger Dom untersucht. Ihr Schluss: Es handelt sich tatsächlich um die Gemahlin des Kaiser Otto des Großen.


30 Forscher haben Knochen, Zähne, Kleider einer Toten im Magdeburger Dom untersucht. Ihr Schluss: Es handelt sich tatsächlich um die Gemahlin des Kaiser Otto des Großen.

Die Tote aus dem Magdeburger Dom war eine 1,57 Meter große Frau, zwischen 30 und 40 Jahre alt, die wohl plötzlich, aber ohne erkennbare Gewalteinwirkung gestorben ist.

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Eine Darstellung von Königin Editha auf ihrem Grabdeckel im Dom 'Sankt Katharina und Sankt Mauritius' in Magdeburg. (© dpa)

Die Frau stammt ursprünglich aus England, aus der Grafschaft Wessex und war dort viel unterwegs, ehe sie dann nach Sachsen-Anhalt kam. Dort - und deshalb machen sich die Forscher um den Mainzer Anthropologen Kurt Alt auch so viel Mühe mit ihren Untersuchungen - heiratete sie im Alter von 19 Jahren Kaiser Otto den Großen. Die Tote aus dem Dom war Königin Editha. Sie starb im Jahr 946 in Magdeburg.

Damit sind eineinhalb Jahre Ermittlungsarbeit abgeschlossen. 30 Forscher haben Knochen, Zähne, Kleider der Toten untersucht. Alle Daten deuten darauf hin, dass sich in dem Bleisarg, den die Forscher bei Ausgrabungen im Magdeburger Dom Mitte November 2008 entdeckt hatten, tatsächlich Edithas Überreste befinden.

Schon die Inschrift auf dem 70 Zentimeter langen Bleisarg war eine Steilvorlage: "Die geborgenen Reste der Königin Edith sind in diesem Sarkophag" steht in lateinischen Lettern auf dem eingedellten Deckel der länglichen Kiste. Doch oft sind im Mittelalter bei Umbettungen Knochen von Heiligen oder Königen im Reliquienhandel verschwunden. Auch Edithas Skelett ist nicht vollständig: die Füße sowie Teile der Hände und des Schädels fehlen.
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Zweimal besiedelt

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[b]Die Ahnen der heutigen amerikanischen Ureinwohner waren möglicherweise nicht die ersten Siedler auf dem Kontinent. Das zeigt eine Untersuchung von Schädeln aus der Neuen Welt und Asien. [/b]

Die ersten Menschen, die die "Neue Welt" besiedelt haben, sind möglicherweise nicht die Vorfahren der heute noch lebenden Ureinwohner Amerikas. Vielmehr könnte der Kontinent zweimal besiedelt worden sein. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Tübingen, der chilenischen Universidad Católica del Norte und der Universidade de Sao Paulo in Brasilien aufgrund ihrer Studie von Menschenschädeln.
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Das Rätsel aus dem Bleisarg

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Im Magdeburger Dom machten Archäologen einen geheimnisvollen Knochenfund. Inzwischen weisen alle Indizien daraufhin: Es sind die Überreste von Königin Editha, der Frau Ottos des Großen – die »Lady Di des Mittelalters«.


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"Wo Editha draufsteht, ist auch Editha drin", sagt der Landesdenkmalpfleger

Die Königin liegt fein sortiert im Kühlschrank. Jeder Knochen ist einzeln eingetütet. Friederike Hertel, Restauratorin am Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, kontrolliert täglich, ob die Temperatur noch etwa fünf Grad Celsius beträgt und die Luftfeuchtigkeit nicht über 55 Prozent steigt. Jetzt nimmt sie behutsam eine Tüte heraus. »Das ist alles, was von Edithas Schädel übrig geblieben ist.« Ein Stück Oberkiefer, in dem noch die Zähne stecken, darüber zeichnet sich die Nasenhöhle ab. Schädeldecke und Unterkiefer fehlen.

Warum von diesem Haupt nur ein Fragment erhalten ist, das ist eines der vielen Geheimnisse, die die Knochen umgeben. Das größte Rätsel lautet: Handelt es sich wirklich um die sterblichen Überreste von »Edit Regine« (910-946), wie es auf dem Bleisarg eingraviert ist, in dem Archäologen sie im Magdeburger Dom fanden? Ist das tatsächlich Editha, die englische Prinzessin, die vor fast 1100 Jahren den sächsischen König Otto heiratete? Eben jenen Otto, der auf dem Lechfeld mit der Heiligen Lanze in der Hand die Ungarn besiegte und vom Papst zum römischen Kaiser gekrönt wurde. Und dem später das Epitheton »der Große« verliehen wurde, weil er das begründete, was als Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation in die Geschichtsbücher einging. Seine Frau Editha ist gewissermaßen die Urmutter der Deutschen.
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Hölle auf Wellen

News in Krisenzeiten und Renaissance (14. - 15. Jhd.) 14 Kommentare »
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Stolz und schnell kreuzten sie das Mittelmeer: Die Galeeren Venedigs, Frankreichs, Spaniens und des Osmanischen Reichs. Doch das Leben an Bord war grausam.[/b]

Schweiß rinnt über die Rücken. Die Sklaven auf den Ruderbänken stöhnen. Sie drücken die Riemen nach vorn. Die Ruderblätter gleiten auf das Wasser herab, tauchen ein. Dann lassen die Männer ihren Oberkörper nach hinten fallen und reißen die Riemen wieder zu sich heran. Dabei ziehen sie die Ruder aus dem Wasser. Ohne Pause stemmen die ausgemergelten Gestalten die Riemen erneut nach vorn. Alle schuften in einem Takt, arbeiten wie eine Maschine. Paukenschläge geben den Takt vor. Wer das Tempo nicht halten kann, bekommt die Peitsche zu spüren. Die Aufseher dreschen mit voller Kraft auf die nackten Rücken ein.

Mit solchen Szenen prägt William Wylers 1959 gedrehtes Hollywood-Epos Ben Hur noch heute unser Bild von antiken Galeeren. Doch der Regisseur hat sich ganz offensichtlich in den Jahrhunderten vergriffen. Denn bei Römern und Griechen waren Sklaven auf den Ruderbänken eine absolute Ausnahme. Prügelnde Aufseher, sadistische Kapitäne, angekettete Sklaven – das alles gab es erst viele Jahrhunderte später: in der christlichen und islamischen Seefahrt.
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Der letzte Tag der deutschen Einheit

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Vor 20 Jahren gedachten Volkskammer und Bundestag erstmals gemeinsam des Volksaufstands von 1953. Die DDR wollte sich ihrer eigenen Geschichte stellen.


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Ein Archivbild vom 17. Juni 1953 zeigt Ost-Berliner, die mit wehenden Fahnen vom Ost-Sektor aus durch das Brandenburger Tor marschieren. Die sowjetische Besatzungsmacht schlug den Volksaufstand blutig nieder

Ende Mai 1990 beschloss die Volkskammer der DDR, das Wappen ihres Staates abzuschaffen. Zwei Wochen darauf, am 17. Juni 1990, schwenkten hunderte Demonstranten auf dem Ost-Berliner Gendarmenmarkt DDR-Fahnen mit eben jenem Hammer-Zirkel-Ährenkranz-Emblem, das einstmals die Einheit von Arbeitern, Bauern und "Intelligenz" beschwören sollte.

"Wir sind das Volk" riefen die mehrheitlich jungen Fahnenträger, die sich auf den Geist der Herbstrevolution von 1989 ebenso wie auf die Ideen des 17. Juni 1953 beriefen. Diese seien durch die "D-Mark aufgekauft" und "im Eilzugtempo niedergetrampelt" worden. Ein Grüppchen der Jungen Union hielt tapfer dagegen: "Jahre haben sie geschossen, jetzt gedenken die Genossen", hieß es auf ihrem Transparent. Im Sommer 1990 befand sich die DDR auf dem Weg in die Einheit, aber Einigkeit herrschte nicht.
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Wir sind das Volk!

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Seine Liebesgedichte rührten Generationen. Seine politische Lyrik inspirierte noch die Bürgerrechtler der DDR: Zum 200. Geburtstag Ferdinand Freiligraths ein Lebensbild.


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Dieses Ölgemälde, gemalt von Johann Peter Hasenclever, zeigt Ferdinand Freiligraths im Jahr 1851

Marlene Dietrich weint. In Maximilian Schells Filmporträt von 1984 versagt ihr die Stimme, als sie es vorliest, dieses berühmteste Liebesgedicht des Dichters: »O lieb, solang du lieben kannst! / O lieb, solang du lieben magst! / Die Stunde kommt, die Stunde kommt, / Wo du an Gräbern stehst und klagst! // [] Und hüte deine Zunge wohl, / Bald ist ein böses Wort gesagt! / O Gott, es war nicht bös gemeint, – / Der andre aber geht und klagt.« Als Marlene Dietrich abbricht, fährt Maximilian Schell fort: »Der Mund, der oft dich küsste, spricht / Nie wieder: Ich vergab dir längst!« Da bricht es aus der Schauspielerin heraus: »Ich kann das nicht sagen, ich muss nur heulen… Entschuldigung… Das sagen doch so viele Leute: ›Es war nicht bös gemeint‹ … Und was die schönste Zeile ist: ›Der andre aber geht und klagt.‹«

Die Gedichte des Ferdinand Freiligrath, sie haben ihre seltsam suggestive Kraft bewahrt. Das gilt für seine Liebespoesie wie für seine politische Lyrik. Und wenn sein Name auch aus manchem Schullesebuch verschwunden sein mag, seine Verse leben auf vielfältige Art weiter, wie nicht nur diese ergreifend rätselhafte Szene aus Schells Dietrich-Film zeigt.

Freiligrath war neben Heinrich Heine und Georg Herwegh der populärste deutschsprachige Lyriker zur Mitte des 19. Jahrhunderts, sein Einfluss immens. Seine Gedichte konnte ganz Deutschland auswendig; Schumann, Mendelssohn Bartholdy, Liszt und Carl Loewe haben sie vertont. Und wie in seinem Werk zwischen biedermeierlicher Romantik und revolutionärem Agitprop, so spiegelt sich in seinem ganzen Schicksal die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.
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Forscher entziffern jüdische Grabinschriften

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Auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas stehen jahrhundertealte Grabsteine, aber ihre Inschriften sind kaum noch lesbar. Mit einem 3-D-Scanverfahren haben Forscher nun begonnen, die verwitterten Wormser Tafeln zu entschlüsseln. Die Botschaften sind romantisch - und grausig zugleich.
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(C) Daniel Oswald