Späte Gnade für Billy the Kid?

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William H. Bonney alias Billy the Kid gilt als Inbegriff des gesetzlosen Revolverhelden. 129 Jahre nach seinem Tod könnte er nun rehabilitiert werden.[/b]

1881, in einer staubigen dunklen Hütte in Fort Sumner, US-Bundesstaat New Mexico. Es ist kurz vor Mitternacht, als William H. Bonney mit einem Messer in der Hand in Richtung Küche schleicht. "Wer ist da?", fragt er auf Spanisch. Die Antwort wird er nicht mehr hören, nur den Schuss. Ein Stück Blei bohrt sich in Bonneys Herz und löscht sein Leben aus.

So beschreibt die Legende den Tod des Mannes, der als Westernheld Billy the Kid in die Geschichte einging. Er galt als Gesetzloser, Revolverheld und Mörder. Jetzt könnte er begnadigt werden – 129 Jahre nach seinem Tod.

Viele Mythen ranken sich um den Mann, der 1859 in New York auf die Welt gekommen sein soll. Selbst sein richtiger Name ist nicht eindeutig überliefert. 21 Morde soll er begangen haben, geschichtlich nachzuvollziehen sind vier. Mehr als ein Dutzend Kinofilme und unzählige Legenden haben The Kid für Western-Fans dennoch zum Helden gemacht. Sein Leben war aufregend und gilt als Sinnbild für den Wilden Westen. Doch es endete schon mit 21 Jahren.
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Berühmt wurde er vor 250 Jahren als Geheimdiplomat in Frankreichs Diensten. Doch der mysteriöse Graf von Saint-Germain war weitaus mehr. Er war Komponist, Alchimist, Unternehmer, Glücksritter. Demnächst tritt er in Hamburg auf – für Frieden und Freiheit.[/b]

Seine diplomatische Laufbahn ist spektakulär, aber kurz – und endet abrupt. Mitten im Siebenjährigen Krieg, zu Beginn des Jahres 1760, reist er im Auftrag des französischen Königs Ludwig XV. in die Niederlande. Er soll bei holländischen Banken die Kredite für Frankreich sichern. So jedenfalls lautet der offizielle Auftrag der inoffiziellen Mission.

Tatsächlich aber ist alles ungleich heikler: Vorbei am Außenminister, dem Herzog von Choiseul, hat Ludwig den eleganten und in vielen Sprachen versierten Emissär, der sich gewöhnlich Graf von Saint-Germain nennt, in den Haag entsandt, um das Terrain für einen Frieden mit den Briten zu sondieren. Das jedenfalls wird später kolportiert. Der Krieg gegen England und Preußen geht bereits ins vierte Jahr, und Ludwig ist des Kampfes müde. Saint-Germain gilt als intimer Kenner der englischen Verhältnisse. Einige Zeit hat er auf den Britischen Inseln gelebt, bevor er in Frankreich die Gunst der Marquise de Pompadour erlangte und damit zum Ohr des Königs fand.
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(C) Daniel Oswald