Sep 29
"Afrika ist kein Kontinent ohne Geschichte"
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Historiker blicken über den Tellerrand: Wie ist nationale Geschichte global verknüpft? Der Forscher Andreas Eckert über neue Perspektiven auf dem Deutschen Historikertag.[/b]
[b]Frage:[/b] Herr Eckert, der deutsche Historikertag ist dem Thema "Über Grenzen" gewidmet. Spiegelt sich in dem Titel tatsächlich ein Trend Ihrer Zunft?
[b]Andreas Eckert:[/b] Das Thema signalisiert, dass sich Deutschland nicht mehr vornehmlich mit der Nationalgeschichte beschäftigt, sondern auch mit außereuropäischen Ländern. Jürgen Osterhammels "Die Verwandlung der Welt" etwa war ein großer Erfolg, auf dem Buchmarkt setzt sich der Blick über den Tellerrand durch. Auch in den Schulen wird das Thema wichtiger. Die Lehrer haben sich mit als erste dafür interessiert. Auch der Trend vorangegangener Historikertage setzt sich fort, auf denen die transnationale Geschichtsschreibung auch eine Rolle gespielt hat.
[b]Frage:[/b] Erstmals gibt es beim Historikertag eine Sektion zur "Globalgeschichte". Was ist das eigentlich?
[b]Andreas Eckert:[/b] Globalgeschichte ist weniger eine Methode als eine Perspektive. Es gilt, Nationalgeschichte als Produkt von Verflechtungen und Verbindungen mit anderen Erdteilen zu sehen. Globalgeschichte kann zum Beispiel bedeuten, dass sich jemand mit japanischem Kolonialismus in Taiwan beschäftigt und damit, wie Japan sich dabei an europäischen Kolonialmächten orientiert.
[b]Frage:[/b] Ist Globalgeschichte also Staats- und Strukturgeschichte?
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Historiker blicken über den Tellerrand: Wie ist nationale Geschichte global verknüpft? Der Forscher Andreas Eckert über neue Perspektiven auf dem Deutschen Historikertag.[/b]
[b]Frage:[/b] Herr Eckert, der deutsche Historikertag ist dem Thema "Über Grenzen" gewidmet. Spiegelt sich in dem Titel tatsächlich ein Trend Ihrer Zunft?
[b]Andreas Eckert:[/b] Das Thema signalisiert, dass sich Deutschland nicht mehr vornehmlich mit der Nationalgeschichte beschäftigt, sondern auch mit außereuropäischen Ländern. Jürgen Osterhammels "Die Verwandlung der Welt" etwa war ein großer Erfolg, auf dem Buchmarkt setzt sich der Blick über den Tellerrand durch. Auch in den Schulen wird das Thema wichtiger. Die Lehrer haben sich mit als erste dafür interessiert. Auch der Trend vorangegangener Historikertage setzt sich fort, auf denen die transnationale Geschichtsschreibung auch eine Rolle gespielt hat.
[b]Frage:[/b] Erstmals gibt es beim Historikertag eine Sektion zur "Globalgeschichte". Was ist das eigentlich?
[b]Andreas Eckert:[/b] Globalgeschichte ist weniger eine Methode als eine Perspektive. Es gilt, Nationalgeschichte als Produkt von Verflechtungen und Verbindungen mit anderen Erdteilen zu sehen. Globalgeschichte kann zum Beispiel bedeuten, dass sich jemand mit japanischem Kolonialismus in Taiwan beschäftigt und damit, wie Japan sich dabei an europäischen Kolonialmächten orientiert.
[b]Frage:[/b] Ist Globalgeschichte also Staats- und Strukturgeschichte?
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