Sep 30
2011
Wilde Kelten, hingemetzelt für Satans Thron
News in Sonstiges im Altertum 1 Kommentar »[b]
Die frühen Christen wussten noch ganz genau, „wo der Thron Satans“ ist – in Pergamon. So steht es in der Offenbarung des Johannes. Dass der Ort, gelegen wenige Dutzend Kilometer hinter der kleinasiatischen Küste, verrucht war, berichtet auch ein heidnischer Dichter: Mochten seine Könige auch Ruhm ernten, ihre purpurnen Gewänder seien doch nichts anderes als blutige Striemen auf den Rücken ihrer Untertanen.[/b]
Rund 500 Jahre lang gehörte die Stadt in der Landschaft Mysien zu den Metropolen der antiken Welt. Und doch hat sie offenbar keinen zeitgenössischen Historiker zu einem großen Werk inspiriert. Ihre Erbauer, die Attaliden, waren anders als die großen Dynastien, die Alexander nachfolgten. Weder waren sie Gottkönige, noch haben sie die Weiten Asiens erobert.
Die Kelten (Gallier) hatten die Situation zu nutzen gewusst, als die Nachfolger Alexanders des Großen, die Diadochen, nach dessen Tod die Welt über 40 Jahre hinweg zu ihrem Schlachtfeld machten.
Während ihre riesigen Armeen durch Asien zogen, überschritten keltische Krieger den Bosporus und verwüsteten ganz Kleinasien. Mehrfach traten ihnen die Herren von Pergamon entgegen, schlugen sie mit Glück und wiesen ihnen Galatien als Siedlungsgebiete zu. Ihre Siege ließen sie durch Bilder verherrlichen, von denen Kopien auch auf der Akropolis von Athen aufgestellt wurden, um die Gleichrangigkeit Pergamons mit der berühmten Hellenenstadt zu dokumentieren.
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Die frühen Christen wussten noch ganz genau, „wo der Thron Satans“ ist – in Pergamon. So steht es in der Offenbarung des Johannes. Dass der Ort, gelegen wenige Dutzend Kilometer hinter der kleinasiatischen Küste, verrucht war, berichtet auch ein heidnischer Dichter: Mochten seine Könige auch Ruhm ernten, ihre purpurnen Gewänder seien doch nichts anderes als blutige Striemen auf den Rücken ihrer Untertanen.[/b]
Rund 500 Jahre lang gehörte die Stadt in der Landschaft Mysien zu den Metropolen der antiken Welt. Und doch hat sie offenbar keinen zeitgenössischen Historiker zu einem großen Werk inspiriert. Ihre Erbauer, die Attaliden, waren anders als die großen Dynastien, die Alexander nachfolgten. Weder waren sie Gottkönige, noch haben sie die Weiten Asiens erobert.
Die Kelten (Gallier) hatten die Situation zu nutzen gewusst, als die Nachfolger Alexanders des Großen, die Diadochen, nach dessen Tod die Welt über 40 Jahre hinweg zu ihrem Schlachtfeld machten.
Während ihre riesigen Armeen durch Asien zogen, überschritten keltische Krieger den Bosporus und verwüsteten ganz Kleinasien. Mehrfach traten ihnen die Herren von Pergamon entgegen, schlugen sie mit Glück und wiesen ihnen Galatien als Siedlungsgebiete zu. Ihre Siege ließen sie durch Bilder verherrlichen, von denen Kopien auch auf der Akropolis von Athen aufgestellt wurden, um die Gleichrangigkeit Pergamons mit der berühmten Hellenenstadt zu dokumentieren.
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