Okt 21
2011
Schiffsgrab der Wikinger in Schottland entdeckt
News in Die Wikinger 4 Kommentare »Es ist fünf Meter lang und 1000 Jahre alt: Mit diesen Boot machte sich eine Nordmann auf seine letzte Reise. Britische Forscher sprechen von einer Sensation.
Die letzte Reise unternahm der Mann in einem Boot, nur begleitet von seinem Schwert, seiner Streitaxt, seinem Speer und seinem Schmuck. Damit hatte der Krieger die große Chance, die Reise schnell hinter sich zu bringen, von Schottland aus in die Welt der toten Seelen.
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Rekonstruktion des Bootsgrabes von Arnamurchan in Westschottland.
Die britischen Archäologen sprechen von einer Sensation. Auf der Halbinsel Arnamurchan in Westschottland stießen sie auf die Spuren eines Bootes, das sich als Wikingerschiff entpuppte. Gut fünf Meter lang, mehr als tausend Jahre alt und weitgehend intakt, zweifellos die best erhaltene Begräbnisstätte eines Wikingers in Großbritannien.
"Einer der bedeutendsten nordischen Funde"
„Ein Bootsgrab eines Wikingers ist schon eine unglaubliche Entdeckung. Aber zusammen mit den Artefakten in diesem Erhaltungszustand ist das einer der bedeutendsten nordischen Funde, die je in Großbritannien ausgegraben wurden“, urteilt denn auch Hannah Cobb, Koleiterin des Archäologenteams der Universitäten Manchester und Leicester. Schließlich handelt es sich um ein Zeugnis aus der Zeit, in der England Schlachtfeld zwischen Wikingern, Angelsachsen und Kelten war.
Was ihre Bestattungen anging, waren die Wikinger durchaus pragmatisch. Sowohl Sarggräber, Schacht- oder Brandbestattungen lassen sich bei ihnen nachweisen. Als spektakulärste und wohl auch älteste Form gilt das Bootsgrab. Zum einen ermöglichte das Schiff die schnelle und ungehinderte Fahrt ins Jenseits, zum anderen symbolisierte es die enge Verbindung der Menschen zum „Glücklichen Ort“, wie das Meer auch genannt wurde.
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