"Völlig unreife Thesen"

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Die Fischer-Kontroverse um die Mitschuld der Deutschen am Ersten Weltkrieg wurde vor 50 Jahren der erste große Historikerstreit der Bundesrepublik. Eine persönliche Erinnerung

Die Häupter der Zunft waren in heller Aufregung, schon bevor das Werk überhaupt in den Buchläden lag. Er kenne das Werk von Fritz Fischer noch nicht, schrieb der Doyen der westdeutschen Geschichtswissenschaft, der Freiburger Gerhard Ritter, Mitte Oktober 1961 an den Leiter des Politischen Buches der ZEIT, Paul Sethe. Aber nach allem, was er darüber erfahren habe, dränge sich ihm der Eindruck auf, dass der Hamburger Historiker »den Sachverhalt in sehr gefährlicher Weise vereinfacht«. Glücklicherweise ließ sich Sethe durch den Alarmruf nicht beeindrucken. Seine ganzseitige Rezension in der ZEIT vom 17. November 1961 begann mit den Sätzen: »Es gibt viele historische Werke, die unsere Kenntnis nur bereichern und die wir deshalb dankbar aus der Hand legen. Es gibt auch andere, aber wenige, die uns erschüttern, ja umwerfen. Sie treffen den Kern von Vorstellungen, die uns teuer gewesen sind. Zu ihnen gehört [...] das neue Buch des Hamburger Historikers Fritz Fischer Griff nach der Weltmacht.«
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Verschüttete Soldaten im Elsass gefunden

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Als Franzosen 1918 ins Elsass vorrückten, wurden deutsche Soldaten in einem Stollen verschüttet. Jetzt stießen Archäologen auf die Überreste.


Der Oktoberhimmel hängt grau über dem Elsass. Nur widerwillig gibt der schwere Lehmboden am Lerchenberg die Überreste von 21 deutschen Soldaten frei, die hier am 18. März 1918 bei einem französischen Angriff verschüttet wurden. Ein skelettierter Fuß in einem Stiefel, ein Unterkiefer, aber auch Reste von Gewehren und Feldbetten.

[IMG]http://www.welt.de/multimedia/archive/01484/Opi_Kilianstollen6_1484125p.jpg[/IMG]
Seit Mitte September legen französische Archäologen den Kilianstollen im Elsass, eine Stellung deutscher Soldaten im Ersten Weltkrieg, frei.

Ausgelöst durch den Bau einer Umgehungsstraße bei Altkirch fördern französische Archäologen jetzt aus der Grabesstille zutage, was sich in dramatischen Stunden des Ersten Weltkrieges im sogenannten Kilianstollen an der Sundgaufront ereignet hat.
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Wrack eines im Ersten Weltkrieg versenkten Dampfschiffes gefunden

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Truppentransporter fiel 1917 einem deutschen U-Boot zum Opfer, über 400 Menschen kamen dabei ums Leben

Rom - Das gut erhaltene Wrack eines im Ersten Weltkrieg versenkten englischen Dampfschiffes ist vor den Küsten Liguriens gefunden worden. Das Wrack der "SS Transylvania" (Anm.: die Schreibweise mit nur einem -s- ist der korrekte Schiffsname) wurde in 630 Metern Tiefe unweit der ligurischen Insel Bergeggi entdeckt, berichteten italienische Medien. Das Wrack wurde von Tauchereinheiten der Carabinieri mit Hilfe eines Spezialroboters entdeckt. Es wurde mit Hilfe alter Dokumente gefunden, in denen über das Unglück berichtet wurde. Der Dampfer sei auseinandergebrochen und von Algen sowie weißen Korallen überwachsen, berichten die Entdecker.
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Zeppelin-Luftschiffe im Krieg

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Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, setzten die Deutschen Zeppeline für die strategische Fernaufklärung wie für Angriffsflüge ein. Die zigarrenförmigen Luftschiffe waren den Flugzeugen hinsichtlich Reichweite und Tragfähigkeit überlegen.
bsa. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 war der deutsche Generalstab der Ansicht, das Flugzeug habe vor allem der taktischen Aufklärung zu dienen, während Luftschiffe für Angriffsflüge und Bombenabwürfe einzusetzen seien. Die Zeppeline wiesen eine Länge von 158 Metern und einen Durchmesser von etwa 15 Metern auf. Zudem verfügten sie über drei Motoren zu je 210 PS, die eine Geschwindigkeit von 76 km/Std. garantierten. Der erste Angriffs- beziehungsweise Bombenflug eines Zeppelins fand bereits am 6. August 1914 auf die Festung Lüttich in Belgien statt. Die NZZ vom 16. April 1966 berichtet in einem illustrierten Artikel vom Einsatz, missglückten Flügen und dem Untergang der Luftschiffe in der Kriegsführung.

http://static.nzz.ch/files/2/2/2/Zeppelin-Luftschiffe+im+Ersten+Weltkrieg_1.10395222.pdf
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Kaiserin und Revolutionär

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Mitte November 1918 kommt es in der Potsdamer Villa Ingelheim zu einer ebenso denkwürdigen wie einmaligen Begegnung: Exkaiserin Augusta Viktoria trifft mit Kapitänleutnant a. D. Hans Paasche zusammen. Er ist Mitglied des Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte, für das Ressort „Äußeres und Waffenstillstandsbedingungen“ zuständig und fahndet nach der Korrespondenz des nach Holland geflohenen Kaisers Wilhelm II. Augusta Viktoria fühlt sich belästigt und von Paasches einfachem „Sie“ betroffen. Er stellt sich ihr als Volksvertreter und Offizier vor, der im Krieg den Dienst quittierte, weil die deutsche Regierung den Weltkrieg provoziert und den Frieden verhindert hatte. Die Exkaiserin wirkt erstaunt, verwirrt und ängstlich; sie spricht von Plünderungen im Berliner Schloss. Der Revolutionär beruhigt sie: Niemand wolle ihr ein Haar krümmen – und hält ihr vor: „Dieser Krieg hat eine Schädelpyramide gehäuft, und Sie beklagen sich, dass in einem der Schlösser frierende Menschen den Wäscheschrank Ihres Gatten plündern.“ Die Ex-Kaiserin schweigt; plötzlich empört sie sich darüber, dass die Soldaten den Krieg nicht mehr mitmachen wollten und verweist auf ihre sechs Söhne an der Front. Paasche rät ihr erneut, keine Vergleiche herauszufordern. Selbst wenn einer von ihnen gefallen wäre, so wäre es doch nicht der Ernährer einer Familie gewesen.
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Krieg dem Krieg

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Ein Leben lang kämpfte Frankreichs Sozialistenführer Jean Jaurès gegen das große Morden – am Vorabend des Ersten Weltkriegs wurde er in Paris erschossen. Zum 150. Geburtstag des legendären Politikers ein Porträt.

[img]http://images.zeit.de/bilder/2009/37/wissen/jean-jaures/jean-jaures-148x197.jpg[/img]

Am 31. Juli 1914 erscheint die sozialistische Zeitung L’Humanité mit der Schlagzeile Sang froid nécessaire – "Kaltes Blut tut not". Doch davon ist die Stimmung in Paris weit entfernt. Angst vor dem Krieg beherrscht Frankreichs Hauptstadt. Am späten Nachmittag ist der Sozialistenführer Jean Jaurès mit einer Delegation seiner Partei im Außenministerium am Quai d’Orsay. "Was wird Ihre Partei tun?", fragt ihn Unterstaatssekretär Abel Ferry. "Wir setzen unseren Kampf gegen den Krieg fort", antwortet Jaurès. "Dann fürchte ich, dass man Sie an der nächsten Straßenecke umbringt", prophezeit ihm der Stellvertreter des Ministers.
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Schiffswrack aus Erstem Weltkrieg gefunden

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Das gut erhaltene Wrack eines im Ersten Weltkrieg versenkten französischen Kriegsschiffs ist im Mittelmeer entdeckt worden. Das Wrack der Danton wurde in tausend Metern Tiefe südlich der italienischen Insel Sardinien entdeckt.
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Offene Rechnung von 1918

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Die schlechte Nachricht: Nach 90 Jahren hat Deutschland immer noch Schulden aus dem Ersten Weltkrieg. Die gute Nachricht: Im Herbst 2010 wird die letzte Rate getilgt.
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Erster Weltkrieg: Tunnelstadt unter der Hölle

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Es war ein bizarres Projekt: Im Ersten Weltkrieg haben die Alliierten ein gewaltiges Tunnelsystem unter die nordfranzösische Stadt Arras gegraben. An Ostern 1917 griffen dann 24.000 Mann die Deutschen überfallartig an. Jetzt hat ein Archäologe die vergessenen Gewölbe wiederentdeckt.
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Jagdflieger im Ersten Weltkrieg

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Um den Mythos vom Roten Baron Manfred von Richthofen als Ritter der Lüfte zu beerdigen, braucht man nur dessen eigenes Buch zu lesen.
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Überlebender der Isonzo-Schlachten geehrt

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Delfino Borroni kam 1917 nur durch Zufall mit dem Leben davon - mit 108 Jahren wurde der Weltkriegsveteran nun ausgezeichnet

Rom - Italien hat dieser Tage einen der letzten noch lebenden Veteranen des Ersten Weltkrieges geehrt: Der 1898 geborene Delfino Borroni wurde vom italienischen Verteidigungsministerium in Rom ausgezeichnet. Der aus der Lombardei stammende Borroni überlebte 1917 aus purem Zufall eine der insgesamt zwölf Isonzoschlachten, bei der die Italiener eine katastrophale Niederlage durch Österreich-Ungarn erlitten.
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Frankreich gedenkt der "Hölle von Verdun"

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Mit dem Namen Verdun verbinden Deutsche und Franzosen auch 90 Jahre nach der Schlacht die Schrecken des Krieges. Bei der fast zehn Monate dauernden Schlacht starben auf beiden Seiten der Front rund 700.000 Soldaten. In den kommenden Monaten will Frankreich den Opfern des Stellungskriegs mit zahlreichen Veranstaltungen gedenken.
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Glocke des legendären Kreuzers "Dresden" in Chile geborgen

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Vor der chilenischen Pazifik-Insel Juan Fernandez haben chilenische und deutsche Taucher am Freitag (Ortszeit) die Glocke des im Ersten Weltkrieg gesunkenen legendären deutschen Kreuzers "Dresden" geborgen.
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Wissenschaftler bezweifeln Echtheit der Zarengebeine

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Die Zweifel an der Echtheit der sterblichen Überreste der Familie des letzten Zaren, die vor sechs Jahren in der Peter-und-Pauls-Festung ihre letzte Ruhestätte fanden, haben neue Nahrung erhalten. Ein Sprecher der russisch-orthodoxen Kirche erklärte am Dienstag, neueste wissenschaftliche Untersuchungen hätten die Bedenken der Kirche mit neuen Erkenntnissen erhärtet.
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(C) Daniel Oswald