Das vergessene Lager

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In Schwetig nahe Frankfurt (Oder) wurden zwischen 1940 und 1945 Tausende Zwangsarbeiter gequält und getötet.

„An der Büro-Wand des Kommandanten hingen unterschiedlich große Ochsenziemer. Der Neuankömmling konnte sich aussuchen, mit welchem er anschließend geschlagen wurde.“ 25 Peitschenhiebe gehörten Zeitzeugenberichte nach zum berüchtigten Aufnahmeritual für verhaftete Zwangsarbeiter unterschiedlichster Nationen im Arbeitserziehungslager Schwetig (heute Swiecko), das die Gestapo Frankfurt von Oktober 1940 bis Januar 1945 betrieben hatte. Ein beliebtes „Vergnügen“ der Wachleute soll es dort gewesen sein, die Häftlinge durch das Lager zu jagen und sie dabei mit Kabeln zu schlagen.
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Das vergessene Lager

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In Schwetig nahe Frankfurt (Oder) wurden zwischen 1940 und 1945 Tausende Zwangsarbeiter gequält und getötet.

„An der Büro-Wand des Kommandanten hingen unterschiedlich große Ochsenziemer. Der Neuankömmling konnte sich aussuchen, mit welchem er anschließend geschlagen wurde.“ 25 Peitschenhiebe gehörten Zeitzeugenberichte nach zum berüchtigten Aufnahmeritual für verhaftete Zwangsarbeiter unterschiedlichster Nationen im Arbeitserziehungslager Schwetig (heute Swiecko), das die Gestapo Frankfurt von Oktober 1940 bis Januar 1945 betrieben hatte. Ein beliebtes „Vergnügen“ der Wachleute soll es dort gewesen sein, die Häftlinge durch das Lager zu jagen und sie dabei mit Kabeln zu schlagen.
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Obdachloser Waliser legte Nazis herein

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Es war eines der spektakulärsten Täuschungsmanöver im Zweiten Weltkrieg: Mit Hilfe eines als Offizier verkleideten Toten war es den Briten gelungen, Deutschland von der 1943 geplanten Invasion in Sizilien abzulenken. Ein Professor behauptet nun, die Identität dieses Toten enthüllt zu haben.
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Russische Agenten haben angeblich Hitlers Kiefer

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Dreimal wurden die Überreste des Nazi-Diktators Adolf Hitler, seiner Frau Eva Braun und der Familie seines Propagandachefs Joseph Goebbels laut dem russischen Geheimdienst FSB beerdigt und wieder ausgegraben. Die Leichen seien zu Asche verbrannt worden – bis auf einige Knochenstücke.
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Das Bedürfnis Hitler entgegenzuarbeiten

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Viele Deutsche waren lange Zeit vom "Führer" fasziniert. Die propagierte Vision von der tüchtigen und von der eigenen Größe beflügelten "Volksgemeinschaft" trug dazu bei.[/b]

Wie konnte sich das NS-Regime halten, zwölf Jahre lang und bei immer weiter zunehmender Gewalt? Wie vermochte es die bereitwillige Zustimmung der Deutschen ungeachtet aller Zumutungen und wachsender Unterdrückung zu sichern? Das bleibt ein großer Fragenkomplex bei der Beschäftigung mit dem "Dritten Reich", dem hinterher, nach dem katastrophal verlorenen Krieg, niemand mehr gefolgt sein wollte.

Doch das Gegenteil ist wahr, wie die Referenten des Symposiums "Hitler und die Deutschen" am vergangenen Wochenende im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) ausführten. Dem "Führer" "entgegengearbeitet" zu haben, wie Hitler-Biograf Ian Kershaw zur zentralen Aussage seines 2300 Seiten umfassenden magnum opus gemacht hat, war das Bedürfnis vieler, wenn nicht der meisten Deutschen.
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Sophie Scholl

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Man hat sie vielfach verkitscht. Doch ihr Leben ist nach wie vor ein Lehrstück über den Mut zu Erkenntnis und Selbsterkenntnis.


[IMG]http://images.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/sophie-scholl/sophie-scholl-540x304.jpg[/IMG]
Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose": Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst (v.l.n.r.), Foto von 1942

Müssen wir noch einmal an Sophie Scholl erinnern? Die Widerstandskämpferin feiern? Die junge Frau, Erzieherin, Philosophiestudentin, die mit ihrem Bruder und anderen Studenten der Weißen Rose im München des Jahres 1943 Flugblätter gegen die Nazis verteilte. Die als 22-jährige Frau dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Wie oft haben wir davon gehört! Und natürlich auch den Film gesehen, Sophie Scholl – Die letzten Tage, und uns über dieses weitere Denkmal gefreut. Und sie beweint.

Dennoch kann die Antwort nur lauten: »Ja.« Denn ihr Leben und ihre Tat fordern uns dazu heraus. Ihre Geschichte berührt uns immer wieder von Neuem. Wir bewundern sie, gerade weil wir wahrscheinlich nicht so gehandelt hätten wie sie.
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Aber es ist nicht nur das Heldenhafte, das an der Figur der Sophie Scholl so fasziniert – sie ist eine Heldin, das ist gewiss. Doch sie war keine Lichtgestalt, sondern eine junge Frau, die zunächst auf die Verführungen der Nazis hereinfiel. Dann kamen die Zweifel, die Fragen, dann begann sie die große Lüge zu durchschauen und zog die Konsequenz aus dieser Erkenntnis.
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Friedrich der Böse

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Vier Historiker nehmen Flick und seinen Konzern neu in den Blick.

[IMG]http://images.zeit.de/kultur/literatur/2009-09/friedrich-flick/friedrich-flick-540x304.jpg[/IMG]
Friedrich Flick auf der Anklagebank während der Nürnberger Prozesse 1947

Es ist eine unrühmliche Wahrheit der Wirtschaftsgeschichte, dass Friedrich Flick der erfolgreichste deutsche Unternehmer des 20. Jahrhunderts war.
Dieser Industrielle wird heute, wenn überhaupt, nur als Monstrum erinnert: ein gewissenloser Ausbeuter Zehntausender Zwangsarbeiter, ein skrupelloser Profiteur sogenannter Arisierungen, ein in Nürnberg verurteilter Kriegsverbrecher. Flick, der Hitler-Förderer. Flick, der Himmler-Freund. Sein Konzern: ein Musterbeispiel für parasitären Kapitalismus und politische Korruption. Wir kennen Friedrich Flick, der von 1883 bis 1972 lebte, nur als Friedrich den Bösen.

Der Name Flick sei »zu einem dunklen Mythos geworden, und als solcher wirkt er bis heute fort«, schreibt der Jenenser Historiker Norbert Frei in der neuen Studie [I]Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht[/I]. Das Buch ist die Gemeinschaftsarbeit von vier Zeithistorikern. Es ist der gelungene Versuch, die wechselvolle Geschichte Flicks, seiner Unternehmen und seiner Nachfahren im 20. Jahrhundert zu erzählen, zu durchleuchten und ihn »als Unternehmer ernst zu nehmen«. Den Autoren gelang eine anschauliche Darstellung, gründlich recherchiert, fast durchgängig gut geschrieben. Es ist nach Kim Christian Priemels Flick-Konzerngeschichte und der Gemeinschaftsarbeit über den Konzern im »Dritten Reich« bereits das dritte wissenschaftliche Werk über Flick in zwei Jahren, mit seinem weiter ausgreifenden Ansatz ist es für den gewöhnlichen Leser aber auch das gewinnbringendste. Das Buch nimmt den gesamten Flick-Komplex ins Visier und erzählt nichts weniger als eine Jahrhundertgeschichte.
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"Ich wollte die Nazis blamieren und Gold gewinnen"

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Morgen läuft ein Film über die jüdische Hochspringerin Gretel Bergmann an, der die Nazis die Teilnahme an Olympia untersagten. ZEIT ONLINE hat mit der 95-Jährigen gesprochen.

[...]

ZEIT ONLINE: Wie haben Sie reagiert, als Sie hörten, dass Ihre Geschichte verfilmt wird?

Lambert: Ich konnte es nicht glauben. Das alles ist doch schon so lange her, und eigentlich kannte niemand mehr meine Geschichte. Aber als ich hörte, dass jemand einen Film darüber drehen will, habe ich gesagt: wunderbar! Denn die Leute sollen wissen, was damals passiert ist. Denn wie die Nazis das alles inszeniert haben, war raffiniert – obwohl ich es hasse, dies zu sagen.

ZEIT ONLINE: Sie bezeichnen sich noch heute als Lockvogel.

Lambert: Das war ich doch auch. Die Nazis haben mich aus England zurückgeholt und in ihr Olympiateam für die Sommerspiele aufgenommen, weil die USA mit Boykott gedroht hatten, wenn nicht auch Juden die Chance auf einen Olympiastart bekämen. Als ich damals aus England nach Deutschland kam, habe ich meinen Namen überall in den Zeitungen gelesen. Später wurde mir klar, warum. Und an dem Tag, an dem das Schiff mit dem US-Team in New York abgelegt hatte, habe ich meine Ausladung bekommen. Nach außen hin hieß es, ich sei verletzt. Das war eine unverschämte Lüge.
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KZ-Gedenkstätte zeigt Ausstellung über den Dichter

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Zum 75. Todestag des Dichters und Anarchisten Erich Mühsam (1878-1934) zeigt die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen ab 12. Juli eine Ausstellung über Leben und Werk des NS-Opfers. Auf 40 Tafeln werde mit zahlreichen Fotos und Dokumenten die Biografie des Mitbegründers der Münchner Räterepublik von 1919 nachgezeichnet, teilte die Gedenkstätte am Donnerstag mit. Zu sehen sind auch Objekte wie die Schreibmaschine Mühsams.
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Der ernsthafte Bohemien

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Erich Mühsam war Dichter und Zeitschriftenherausgeber, Anarchist und ein engagierter Gegner der Nationalsozialisten. Die ermordeten den in Lübeck Aufgewachsenen.
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Himmler als Zuhälter

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In der Nazi-Gesellschaft war für Sexarbeiterinnen kein Platz, doch die SS zwang Frauen im KZ zur Prostitution. Ein Forscher hat deren Schicksale nun recherchiert.

Die Geschichte des Dritten Reiches gilt als der am besten erforschte Zeitraum in der deutschen Vergangenheit. Doch auch mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Hitler-Regimes, entdecken Historiker neue Fakten.

Eine im Juni veröffentlichte Doktorarbeit lenkt nun die öffentliche Aufmerksamkeit auf einen nur wenig bekannten Aspekt der nationalsozialistischen Unterdrückung: Sie schildert das Schicksal von Zwangsprostituierten, die in den Bordellen der Konzentrationslager arbeiten mussten.

Zwar wissen Geschichtswissenschaftler seit Jahren, dass es in zehn Konzentrationslagern sogenannte Sonderbaracken gegeben hat, in denen weibliche KZ-Häftlinge sich im Auftrag der SS prostituieren mussten. Ihre Kunden waren ausschließlich Mithäftlinge, die den Bordellbesuch als Auszeichnung, als Sonderprämie bekamen. SS-Männern war der Besuch des Lagerbordells nicht gestattet. Doch über die Frauen, die dort arbeiten mussten, wusste man bisher kaum etwas.
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Stalin wollte Hitler das Baltikum abtreten

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Dass die Wehrmacht im Dezember 1941 an der Stadtgrenze zu Moskau stand, erklärt die offizielle russische Geschichtsschreibung bis heute damit, dass Hitlers Überfall die Sowjetunion überraschte. Doch der KGB wusste offenbar viel früher Bescheid.
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Hans Fallada hinter Gittern

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Zwei Ehepaare sitzen im Januar 1933 beim Abendessen im bekannten Restaurant "Schlichters Weinstuben". Hans Fallada und sein Verleger Ernst Rowohlt haben sich verabredet, "unsere Ehegesponsten und einige gute Flaschen Steinwein leisteten uns Gesellschaft."
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Die nie gebaute Autobahn

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Ein Tross Wanderer kämpft sich durch das Dickicht neben der stark befahrenen Straße zwischen Frankfurt und dem polnischen Poznan. Angeführt von Kulturwissenschaftler Matthias Diefenbach ist die Gruppe auf Spurensuche. Fast sieben Jahrzehnte nach den ersten Bau- und Gründungsarbeiten für die damalige Reichsautobahn soll noch heute erkennbar sein, was damals auf Geheiß Adolf Hitlers begonnen und durch den Zweiten Weltkrieg nie beendet worden war.
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Hitlers persönlicher Gefangener

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Diese Woche feierten Land und Kirche den 25. Todestag des NS-Widerstandskämpfers Martin Niemöller. Sein Biograf Matthias Schreiber schildert eine einzige, aber aussagekräftige Begebenheit aus dem ungewöhnlichen Leben des Lippstädters
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Ausländer an Hitlers Ostfront

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Dies ist ein bisher wenig beachteter Aspekt des Zweiten Weltkriegs: An Hitlers „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“ waren Millionen ausländische Soldaten beteiligt. Waren sie Verräter, Patrioten oder nur Kanonenfutter?
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"Heisenberg-Würfel" verrät Details über Hitlers Atomprogramm

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Karlsruher Forscher haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie weit das Atomprogramm des Dritten Reichs wirklich fortgeschritten war. Uranproben aus dem letzten Labor erzählen die erstaunliche Geschichte des Projekts - die USA lagen in ihrer Einschätzung über Hitlers Wissenschaftler falsch.
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Operation «Walküre» – das andere Gesicht Deutschlands

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Die kontrovers diskutierte Verfilmung des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 hat die Verschwörung um Claus Schenk Graf von Stauffenberg ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Der renommierte britische Historiker Sir Ian Kershaw rekapituliert die Geschichte des Anschlags.

Gegen Hitler sind mehr Mordkomplotte ausgesponnen worden als gegen jeden anderen deutschen Kanzler. Die meisten wurden von den Sicherheitskräften vereitelt, oder sie liefen vorzeitig auf Grund – so etwa eine Verschwörung leitender Persönlichkeiten aus Armee, Spionageabwehr und Aussenministerium, die Hitler verhaften oder töten lassen wollten, falls er im Oktober 1938 tatsächlich in die Tschechoslowakei eingefallen wäre. Das Münchener Abkommen, in dessen Rahmen das Sudetenland an Deutschland abgetreten wurde, liess dieses Komplott ins Leere laufen. Aber am 8. November 1939 wäre ein anderer Attentatsversuch beinahe geglückt. Dem süddeutschen Schreiner Georg Elser, der vormals mit den Kommunisten sympathisiert hatte, gelang es, ganz auf eigene Faust eine Bombe im Münchener Bürgerbräukeller zu legen, wo Hitler zur Erinnerung an den 1923 gescheiterten Putsch der Nationalsozialisten alljährlich eine Rede hielt. 1939 aber war Deutschland gerade in den Krieg eingetreten, und Hitler fasste seine Ansprache unerwartet kurz, um noch am selben Abend nach Berlin zurückzukehren. Nachdem er das Lokal verlassen hatte, ging die Bombe hoch; hätte Hitler so lange gesprochen wie sonst, wäre er in tausend Stücke zerrissen worden. Es war nicht das einzige Mal, dass schieres Glück ihn vor dem Tod bewahrte.
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Das rätselhafte Massengrab

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In Polen sind die Gebeine von fast 2 000 Menschen entdeckt worden. Es könnten Deutsche sein, die 1945 ums Leben kamen

Der Schädel mit Erd- und Wurzelresten in den Augenhöhlen hat noch alle Zähne, ganz weiß sind sie. Dies wird ein junger Mensch gewesen sein. Die zarten Rippenknochen daneben müssen von einem Kind stammen. Ein Gemeindearbeiter hat sie an diesem sonnigen Januartag aus der lehmigen Erde im nordpolnischen Malbork gegraben, dem früheren deutschen Marienburg. Er legt sie in einen der fünf schwarzen Eimer, die neben einem schon zur Hälfte gefüllten Leichensack aus Plastik stehen.

All diese Knochen und Schädel haben der Archäologe Zbigniew Sawicki und seine Leute heute bereits gefunden, hier in der Grube auf einem Baugelände direkt neben dem Weg zum mittelalterlichen Schloss. Seit der Frost zum Wochenanfang etwas nachgelassen hat, suchen Sawicki und seine Leute weiter nach den Gebeinen der Menschen, die hier wahrscheinlich im Frühjahr 1945 verscharrt wurden. Die Stadtverwaltung von Malbork und Experten vermuten deutsche Zivilisten in dem Massengrab, das Ende Oktober bei Bauarbeiten für ein Luxushotel entdeckt wurde. Aber bisher gibt es keinerlei Gewissheit. Weder, wer diese Menschen waren, noch darüber, unter welchen Umständen sie starben.
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NS-Zeit: Überleben und widerstehen

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Zeitzeugen-Interviews: Ein Online-Archiv mit Lebensberichten von knapp 600 ehemaligen Zwangsarbeitern wurde am Donnerstag in Berlin eröffnet.
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»Feiglinge« und »Verräter«

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Noch bis weit in die fünfziger Jahre hinein wurden in der Bundesrepublik die Männer und Frauen des Widerstandes denunziert und diffamiert.

Noch bis weit in die fünfziger Jahre hinein wurden in der Bundesrepublik die Männer und Frauen des Widerstandes denunziert und diffamiert

Die Hetze setzte gleich nach der Tat ein. In seiner Rundfunkansprache am Abend des 20. Juli 1944, als Stauffenbergs Operation Walküre gescheitert war, gab Hitler den Ton vor: »Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen […]. Es ist ein ganz kleiner Klüngel verbrecherischer Elemente, die jetzt ausgerottet werden.«
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„Die Bevölkerung benimmt sich würdelos“

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Sie war Himmlers letztes Aufgebot: Die mysteriöse Organisation „Werwolf“. Sie sollte noch in den letzten Tagen der Naziherrschaft durch die Vollziehung der Todesstrafe an "Verrätern erzieherisch wirken". Volker Koop hat ein Buch über sie geschrieben.
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Als Hitlers Hakenkreuzfahne am Südpol wehte

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Vor 70 Jahren startete die "Schwabenland" Richtung Antarktis, um das südlichste Gebiet der Erde zu besetzen. Die Expedition bietet bis heute Stoff für Legenden. Eine besagt gar, Hitler hätte dort nach dem Krieg Zuflucht gesucht. Oder: Mit "Reichsflugscheiben" hätte er sich auf den "sicheren Endsieg" vorbereitet.
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Sekretärin in den Heinkel-Flugzeugwerken lieferte wertvolle Hinweise

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Schweigen gebrochen
Die Bilder wird Hildegard Annussat nie vergessen. Sie hat sie wieder vor Augen, wenn sie von den Fliegerangriffen im Februar 1945 berichtet. Als das Flugzeugwerk in Schutt und Asche zerbombt wurde, wie die verwundeten und toten Häftlinge, die als Zwangsarbeiter in den Heinkel-Werken arbeiteten, abtransportiert wurden. „Wir haben alldem zuschauen müssen und konnten nicht helfen“, kann sie noch heute nur stockend und unter Tränen erzählen.

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Freizeit im Faschismus

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Die Wanderausstellung „Freizeit im Faschismus“ dokumentiert die staatliche Freizeitpolitik im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien. Bis zum 25. Februar 2009 ist die Gegenüberstellung der staatlichen Freizeitorganisationen „Kraft durch Freude“ und „Opera Nazionale Dopolavoro“ in der Dokumentation Obersalzberg zu sehen.
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(C) Daniel Oswald