Jun 14
2013
Tagebuch des Hitler-Ideologen: Was Alfred Rosenberg niederschrieb
News in Das Dritte Reich 7 Kommentare »[b]
Es ist ein Dokument von großer Brisanz: In den USA wurden persönliche Aufzeichnungen von Alfred Rosenberg präsentiert, Hitlers Chef-Ideologen. Sie galten lange als verschollen. Historiker erhoffen sich neue Erkenntnisse über den Holocaust, Reportern wurde jetzt ein kurzer Einblick gewährt.[/b]
Dies ist der Moment, auf den Henry Mayer gewartet hat. "Seit 17 Jahren", präzisiert er. Leise keuchend und auf einen Stock gestützt, humpelt er in den kleinen Raum, wo sich die Reporter drängen. Sein Gesicht, umkränzt von einem weißen Bart, glüht vor Aufregung.
Auf einem Tisch im Nebenraum, hinter einer Glaswand, liegt der Grund für seine Freude - gut ein Dutzend vergilbter Blätter, einige betippt, andere handbeschrieben, in krakeligem Kursiv. Um letztere geht es: Es sollen Auszüge aus dem seit 1946 verschollenen Tagebuch des Nazi-Chefideologen Alfred Rosenberg sein - heute eines der wohl wichtigsten Dokumente aus dem "Dritten Reich".
Dieser Fund ist Mayers Lebenswerk. Der frühere Chefarchivar des United States Holocaust Museum hat fast seine ganze Karriere dieser Suche gewidmet, bis über seine Pensionierung 2010 hinaus. Und jetzt kann er endlich sagen: "Wir haben das Tagebuch."
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Es ist ein Dokument von großer Brisanz: In den USA wurden persönliche Aufzeichnungen von Alfred Rosenberg präsentiert, Hitlers Chef-Ideologen. Sie galten lange als verschollen. Historiker erhoffen sich neue Erkenntnisse über den Holocaust, Reportern wurde jetzt ein kurzer Einblick gewährt.[/b]
Dies ist der Moment, auf den Henry Mayer gewartet hat. "Seit 17 Jahren", präzisiert er. Leise keuchend und auf einen Stock gestützt, humpelt er in den kleinen Raum, wo sich die Reporter drängen. Sein Gesicht, umkränzt von einem weißen Bart, glüht vor Aufregung.
Auf einem Tisch im Nebenraum, hinter einer Glaswand, liegt der Grund für seine Freude - gut ein Dutzend vergilbter Blätter, einige betippt, andere handbeschrieben, in krakeligem Kursiv. Um letztere geht es: Es sollen Auszüge aus dem seit 1946 verschollenen Tagebuch des Nazi-Chefideologen Alfred Rosenberg sein - heute eines der wohl wichtigsten Dokumente aus dem "Dritten Reich".
Dieser Fund ist Mayers Lebenswerk. Der frühere Chefarchivar des United States Holocaust Museum hat fast seine ganze Karriere dieser Suche gewidmet, bis über seine Pensionierung 2010 hinaus. Und jetzt kann er endlich sagen: "Wir haben das Tagebuch."
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