Dez 26
2011
Krieg gegen Amerika
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Am 11. Dezember vor 70 Jahren erklärte das Deutsche Reich den USA den Krieg. Bis heute rätseln Historiker, warum.[/b]
Am 7. Dezember 1941 überfallen die Japaner Pearl Harbor. Sie versenken im Hafen der US-Basis auf der Pazifikinsel Hawaii ein Dutzend Schiffe und zerstören weit über hundert Flugzeuge, zweieinhalbtausend Soldaten sterben. Die USA, die bislang den deutschen Krieg in Europa und die japanische Aggression in Asien ungeachtet zahlreicher Hilfeleistungen an Großbritannien und China primär aus der Beobachterposition verfolgt haben, stehen unter Schock. Am Morgen danach fährt Präsident Franklin D. Roosevelt in Washington zum Kongress. Das amerikanische Volk werde, so verkündet Roosevelt, »in all seiner rechtschaffenen Kraft« bis zum vollständigen Sieg über das Kaiserreich Japan kämpfen. Er spricht seinen Landsleuten aus dem Herzen. Für Amerika ist die Zeit des Abwartens vorbei. Es ist ein Krieg, den der Senat auf Antrag Roosevelts an jenem 8. Dezember einstimmig und das Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit erklärt, nur die Radikalpazifistin Jeannette Rankin aus Montana stimmt dagegen.
Doch es ist der falsche Krieg. Gegen den falschen Feind. Denn Roosevelt plant seit Jahren die Niederringung eines Diktators, den er für viel gefährlicher hält als Japans Militärkaste: Adolf Hitler. Jetzt, nach Pearl Harbor, aber richtet sich die Empörung der Amerikaner allein gegen Japan. Die Finsternis von Tyrannei, Krieg und Völkermord, die sich über weite Teile Europas gesenkt hat, gerät aus dem Blick. Roosevelt lässt sich keine Verunsicherung anmerken. Und in der Tat wird der Präsident binnen drei Tagen erfahren, dass er sich auf Hitler verlassen kann: auf dessen Verachtung für die größte Demokratie der Welt – und auf Hitlers Hass auf ihn persönlich, auf den »Herrn Rosenfeld«.
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Am 11. Dezember vor 70 Jahren erklärte das Deutsche Reich den USA den Krieg. Bis heute rätseln Historiker, warum.[/b]
Am 7. Dezember 1941 überfallen die Japaner Pearl Harbor. Sie versenken im Hafen der US-Basis auf der Pazifikinsel Hawaii ein Dutzend Schiffe und zerstören weit über hundert Flugzeuge, zweieinhalbtausend Soldaten sterben. Die USA, die bislang den deutschen Krieg in Europa und die japanische Aggression in Asien ungeachtet zahlreicher Hilfeleistungen an Großbritannien und China primär aus der Beobachterposition verfolgt haben, stehen unter Schock. Am Morgen danach fährt Präsident Franklin D. Roosevelt in Washington zum Kongress. Das amerikanische Volk werde, so verkündet Roosevelt, »in all seiner rechtschaffenen Kraft« bis zum vollständigen Sieg über das Kaiserreich Japan kämpfen. Er spricht seinen Landsleuten aus dem Herzen. Für Amerika ist die Zeit des Abwartens vorbei. Es ist ein Krieg, den der Senat auf Antrag Roosevelts an jenem 8. Dezember einstimmig und das Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit erklärt, nur die Radikalpazifistin Jeannette Rankin aus Montana stimmt dagegen.
Doch es ist der falsche Krieg. Gegen den falschen Feind. Denn Roosevelt plant seit Jahren die Niederringung eines Diktators, den er für viel gefährlicher hält als Japans Militärkaste: Adolf Hitler. Jetzt, nach Pearl Harbor, aber richtet sich die Empörung der Amerikaner allein gegen Japan. Die Finsternis von Tyrannei, Krieg und Völkermord, die sich über weite Teile Europas gesenkt hat, gerät aus dem Blick. Roosevelt lässt sich keine Verunsicherung anmerken. Und in der Tat wird der Präsident binnen drei Tagen erfahren, dass er sich auf Hitler verlassen kann: auf dessen Verachtung für die größte Demokratie der Welt – und auf Hitlers Hass auf ihn persönlich, auf den »Herrn Rosenfeld«.
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