Ein Schlag für Verschwörungstheoretiker

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Fast ein halbes Jahrhundert nach der Ermordung von John F. Kennedy gibt ein wiederaufgefundenes Tondokument die Atmosphäre auf dem Rückflug der Air Force One mit der Leiche des Präsidenten wieder.

Von den vom amerikanischen Nationalarchiv veröffentlichten knapp zweieinhalbstündigen Gesprächsaufzeichnungen waren mehr als 30 Minuten bisher unbekannt. Sie enthüllen unter anderem Codenamen von Mitgliedern der Regierung, wie sie in der Kommunikation der Leibwächter des Secret Service verwendet wurden, sowie Diskussionen, wie mit Kennedys Leiche zu verfahren sei und wohin seine Witwe Jacqueline gebracht werden soll.

Zu hören ist unter anderem auch ein Telefongespräch des neuen Präsidenten Lyndon Johsons mit der Mutter Kennedys und ein Gespräch Johnsons mit Jacqueline Kennedy, unmittelbar nachdem er an Bord der Präsidentenmaschine seinen Amtseid abgelegt hatte.
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Duell im Eis

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Im Dezember 1911 fiel die Entscheidung zwischen Robert Scott und Roald Amundsen im Wettlauf zum Südpol.[/b]

Sie waren im Nebel die Gletscher hinaufgeklettert, hatten sich blind durch Eisspalten und Abgründe getastet, sich im Schneesturm über Felsklippen gequält, die Gesichter voller Schorf und Frostbeulen. Waren morgens aus dem Zelt gekrochen, hatten sich gegen den Wind gestemmt, die Hunde angeschirrt, sie angetrieben und die Schlitten über Gletscherspalten gelenkt. Hatten nachmittags die Hunde ausgespannt, das Zelt aufgestellt, ihr karges Zwieback-Mahl verspeist und Tagebuch geschrieben. An guten Tagen las es sich so: »–28°, Südwind [...], etwas kalt, wenn die Haut im Gesicht aufgesprungen ist.« Traumloser, unruhiger Schlaf.

Und dann – endlich das Ziel: 90 Grad Süd, der Südpol. Am 14. Dezember 1911 stehen fünf Norweger am südlichen Punkt der gedachten Achse, um die sich die Erde dreht. Sie sind die Ersten am Mittelpunkt des antarktischen Kontinents. Fünf Norweger haben es geschafft: Roald Amundsen und seine Expeditionsgruppe mit Olav Bjaaland, Helmer Hanssen, Sverre Hassel und Oscar Wisting.

Sie sind zufrieden und erschöpft. Große Worte findet keiner von ihnen.
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Die Akte Allende ist geschlossen – endgültig?

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Nach fast 40 Jahren ist es offiziell: Der chilenische Präsident Salvador Allende tötete sich während des Putsches 1973 selbst. Ein Experte zweifelt.


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Im Präsidentenpalast: Leibwächter beschützen während des Putsches am 11. September 1973 den damaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende.

Für Isabel Allende war es eine Gewissheit, die sie immer wieder öffentlich aussprach: Ihr Vater Salvador Allende, Chiles erster sozialistischer Präsident, entschied sich während des Putsches 1973 für den Freitod, um sich Demütigungen und Schlimmeres zu ersparen.

Die Politikerin der Sozialistischen Partei Chiles sieht sich nun bestätigt: Zwei Monate nach der Exhumierung des Leichnams Allendes kommt nun auch ein Team nationaler und ausländischer Rechtsmediziner zu dem Schluss, dass der Präsident sich selbst erschoss.

Zu Lebzeiten war Allende ein Hoffnungsträger der Linken. Mit seiner aufrechten Haltung am 11. September 1973 verwandelte er sich schließlich in einen Mythos, der auch politisch Desinteressierten etwas sagt. Um 11.00 Uhr vormittags griffen von Armeechef Augusto Pinochet ausgesandte Bomber den Präsidentenpalast La Moneda im Zentrum von Santiago an und setzten Teile des Gebäudes in Brand. Allende zog sich inmitten des Chaos allein in einen Salon zurück. Im Palast hielten sich noch 40 Weggefährten auf, hauptsächlich Sicherheitsbeamte und Ärzte. Die übrigen Angestellten hatte der Präsident nach Hause geschickt.

Was dann folgte, beschrieb Allendes Leibarzt Patricio Guijón Jahre später so: "Ich sah Licht (in dem Salon). Ein Mann saß auf einem Stuhl, etwa fünf bis acht Meter entfernt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass es der Präsident war. Dann sah ich, wie sein Körper durch den Schuss aus einer Maschinenpistole hochgerissen wurde. Ich rannte hin, stellte aber fest, dass nichts mehr zu machen war."

Eine von Pinochet noch am Todestag in Auftrag gegebene Autopsie deckt sich mit der Aussage Guijóns. Der Militärstaatsanwalt kam zu dem Schluss, der Präsident habe sich mit seiner Kalaschnikow AK-47 erschossen. Die Waffe ist auch auf dem wohl berühmtesten Foto von Allende zu sehen, das den Präsidenten während des Angriffs umringt von Leibwächtern zeigt.

Zweifel am Selbstmord

Fidel Castro hatte das Sturmgewehr seinem Freund Allende bei einem vierwöchigen Besuch in Chile 1971 geschenkt. Der kubanische Revolutionsführer war dann auch einer der ersten, die öffentlich die Ansichten vertraten, die Putschisten hätten Allende umgebracht. Die Hypothese erhielt 2008 neuen Auftrieb, als der chilenische Gerichtsmediziner Luis Ravanal die offizielle Autopsie mit Fotografien vom Tatort und einem Polizeibericht verglich und dabei Widersprüche feststellte.
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Max von Oppenheim: Der Bankierssohn und die Wüste

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Max von Oppenheim war Diplomat, Beduinenforscher und Archäologe aus Leidenschaft – sein Werk wird jetzt wiederentdeckt.[/b]

Der Aufruf zum Heiligen Krieg kam aus Berlin: „El Dschihad“ prangt in großen Lettern auf einer während des Ersten Weltkriegs gedruckten Postille. Die Zeitschrift sollte an islamische Kriegsgefangene verteilt werden. Dahinter stand einer der besten Orientkenner seiner Zeit: Max Freiherr von Oppenheim. Hatte die Begeisterung für die islamische Welt dem Bankierssohn endgültig den Kopf verdreht? Heute erscheinen manche seiner Ideen bizarr. Doch damals wusste sich Oppenheim im Einklang mit der Orientpolitik des Kaiserhauses. Bald nach Kriegsausbruch legt er dem Auswärtigen Dienst eine geheime Denkschrift vor. Man müsse in Ägypten, Persien, Afghanistan und Indien einen Aufstand gegen die europäischen Kolonialherren anzetteln, um den Kriegsgegner England zu schwächen.
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Die Arbeiterinnen-Führerin

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Vor hundert Jahren starb Emma Ihrer, eine der ersten großen Gewerkschafterinnen. Sie ist zu Unrecht vergessen.[/b]

Welch ein Nachruf: „Die unversöhnliche Hasserin jedes Vorurteils, die rücksichtslose Verfechterin der vollen Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, die unerschrockene Kämpferin gegen alle knechtenden und büttelnden Gewalten war ein grundgütiges Weib, eine durch und durch mütterliche Natur.“ So schrieb es Clara Zetkin, die Wegbegleiterin, die Mitkämpferin, Mitsozialistin, Mitfeministin, über Emma Ihrer, als diese am 8. Januar 1911 gestorben und drei Tage später auf dem Friedrichsfelder Friedhof in Berlin beigesetzt worden war.

Welch eine Frau: Als „die Seele der ganzen Agitation unter den sozialdemokratischen Frauen“ hat die bürgerliche Presse sie bezeichnet, was keinesfalls als Kompliment gemeint war.
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Der verbitterte Vater des Roten Kreuzes

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Henry Dunant war der erste Friedensnobelpreisträger und Vater des Roten Kreuzes und der Genfer Konventionen. Vor 100 Jahren starb er als gebrochener Mann.

Jean-Henri Dunant kommt aus einer tief calvinistisch geprägten Familie. Wirtschaftliche Strebsamkeit, bürgerliches Engagement und christliche Nächstenliebe sind die Leitplanken seiner Biografie. Doch Dunants Lebensgeschichte ist alles andere als geradlinig – sie schwankt zwischen großen Leistungen für die Gesellschaft und persönlichem Scheitern.
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Maria Sibylla Merian

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Frei von aller Konvention, geht die Naturforscherin und Künstlerin ganz eigene Wege. Ihre Expedition durch den Regenwald von Surinam wird ein einziger Triumph.


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Maria Sibylla Merian (1647-1717), Selbstbewusst in die Welt hinaus

Nur mal so gedacht: 12. Klasse, die Lehrerin bringt ihren Schülern ein Vorbild mit. »Eine ganz große Frau der Wissenschaft, eine berühmte deutsche Naturforscherin.« Müdes Lächeln bei den Teenagern. »Eine der Ersten, die den Zyklus von Ei zu Raupe zu Puppe zu Schmetterling beschrieben hat. Im 17. Jahrhundert, als die meisten Leute noch dachten, Insekten entstünden in einer Urzeugung aus Schlamm.« Demonstrative Ignoranz, höchstens über den altertümlichen Namen mokieren sich die Schüler: Maria Sibylla Merian. Die Lehrerin versucht sich an einem Gag: »Wir haben sie unzählige Male abgeschleckt, ihre gummierte Rückseite wenigstens.« Denn MSM prangte auf einer Briefmarke zu 40 Pfennig. »Und auch auf dem 200-Mark-Schein.«
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Weiter gedacht: Was hätte MSM denn wohl selbst erzählt? Zeitlebens geizte sie mit Persönlichem. Aber vor 17-Jährigen könnte man ja offen sprechen. Über das Leben eines bürgerlichen Mädchens, das 1647 in eine gut situierte Frankfurter Kupferstecherfamilie hineingeboren wird. Über die kreative Umgebung, musisch, handwerklich. Über Lebensmodelle. Maria Sibylla fand früh ihren eigenen Stil: Pflanzendarstellungen mit Raupen und Schmetterlingen, ästhetisch und akkurat. Als sie 1665 einen Schüler aus der stiefväterlichen Werkstatt heiratete, mit ihm nach Nürnberg zog, war sie eine aufstrebende Künstlerin. Ihre Bücher machten sie bekannt. Aber statt Reputation und Vermögen zu mehren, flüchtete sie 1685 aus ihrem bürgerlichen Leben. Sie schnappte sich ihre zwei jungen Töchter und zog für sechs Jahre in eine Landkommune engstirniger niederländischer Protestanten.

Hatten sie Erbstreitigkeiten in ihrer Familie entnervt? War ihr der Ehemann – die Biografen spekulieren über sexuelle Eskapaden und Seitensprünge – zuwider geworden?
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Letzte Titanic-Überlebende gestorben

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Die letzte Überlebende des Titanic-Schiffsunglückes ist verstorben. Von der Tragödie hat die 97jährige damals nichts mitbekommen.

Millvina Dean hieß die letzte Zeitzeugin des Schiffsunglückes der Titanic. Die 97jährige lebte zuletzt in einem Pflegeheim in England, und ist nun verstorben.

Im Jahr 1912, als die Titanic unterging, war Dean gerade mal neun Wochen alt. Ihre Eltern hatten eine Kneipe in London verkauft, in den USA wollten sie ein neues Leben aufbauen. Der Vater starb bei dem Schiffsunglück, Mutter und Bruder überlebten ebenfalls.
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Der erste große Europäer/Georg Friedrich Händel

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Vor 250 Jahren, am 14. April 1759, starb in London eines der größten Genies der Musikgeschichte: Georg Friedrich Händel. Beigesetzt wurde der große Europäer in der Westminster Abbey. 600 Pfund hatte der Hallenser mit englischer Staatsbürgerschaft selbst für sein Marmordenkmal hinterlassen.
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450. Todestag von Adam Ries

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Sie rechnen laut Adam Riese? Leider falsch; der vor 450 Jahren gestorbene Rechenkünstler hieß Ries. Gigantisch sind seine Verdienste trotzdem.
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Nichts als die Wahrheit

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In ihrer Hingabe an die Wissenschaft war Edith Stein fast so radikal wie später in ihrer Hingabe an Gott. Was wäre heute aus ihr geworden?

Als die zwanzigjährige Edith Stein 1911 in Breslau zu studieren begann, waren Frauen in der akademischen Welt so selten wie weiße Raben. In Preußen durften Mädchen erst seit 1896 Abitur machen, zum Universitätsstudium wurden sie 1908 zugelassen – und nur widerwillig aufgenommen.
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Astronom mit Sehschwäche

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Erfunden hat Galileo Galilei es zwar nicht, doch war er der Erste, der das Fernrohr in den Himmel richtete und damit systematische Forschungen anstellte. Im 17. Jahrhundert erkundete er damit die Landschaften des Mondes, beobachtete Sonnenflecken und bemerkte eine seltsame Unförmigkeit des Saturns.
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Reste von Robinson Crusoe

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Archäologen haben auf einer Insel vor der Küste Chiles Gegenstände gefunden, die nur einem europäischen Einsiedler aus dem frühen 18. Jahrhundert gehört haben können.
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Schwerverbrecher mit Charisma

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Sie beschäftigen sich seit 15 Jahren mit Schinderhannes, haben mehr als 1000 Justizakten aus dem 18. und 19. Jahrhundert aufgearbeitet, sogar in Brasilien recherchiert. Was fasziniert Sie an Johannes Bückler alias Schinderhannes?

Es ist nicht nur die Lebensgeschichte von Johannes Bückler, sondern es ist wie ein Kriminalstück, das man nach 200 Jahren lösen kann und das erstaunlicherweise bisher niemand gelöst hat. Ein Beispiel: Es gibt Berichte, Schinderhannes wäre auf dieser oder jener Mühle gewesen, hätte die Müllersfrau totgeschlagen und das Geldkörbchen gestohlen. Irgendwann, viele Jahre später, fällt mir im Frankfurter Stadtarchiv aus einem riesigen Aktenstapel ein einzelner Zettel in die Hände: ein Schreiben des Müllers an die Stadt Frankfurt. Darauf wird der Name des Täters genannt. Siehe da, es war nicht Schinderhannes selbst, sondern einer aus seinem Umfeld.
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Erste Taten von "Jack the Ripper" bislang übersehen?

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Schon 25 Jahre vor Beginn der bekannten Mordserie soll es den ersten gleichartigen Fall gegeben haben
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Aufzeichnungen einer versinkenden Welt

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Anfang Oktober 1913 brach der 46-jährige Emil Nolde gemeinsam mit seiner Frau Ada zu einer fast einjährigen Reise in die Südsee auf. Sie wurde ein zentrales Ereignis im Leben des Malers.
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„Fidschi-Machens“

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Conrad Machens (1856–1930) war ein früher Selfmademan. Mit 22 Jahren wanderte er mittellos nach Australien aus. 1881 siedelte er auf die Fidschi-Inseln über, wo er rasant zum Großkaufmann aufstieg. Seine umfangreichen Aufzeichnungen vermitteln ein anschauliches Bild von den Verhältnissen in den Südseekolonien.
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Zum 200. Geburtstag des Wahl-Potsdamers Hermann Schulze-Delitzsch

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Sein Begräbnis war ein öffentliches Ereignis. Als Hermann Schulze-Delitzsch 1883 auf dem Alten Friedhof in Potsdam zu Grabe getragen wurde, säumten Tausende die Straßen. Sein Haus in der Spandauer Straße, der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, war für seine Anhänger seinerzeit längst zu einer Art Wallfahrtsstätte geworden.
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Rauchen Ursache für Karl Marx’ Eiterbeulen

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Seit seinem 44. Lebensjahr beklagte Karl Marx ein chronisches Hautleiden, das sich in schmerzhaften Eiterbeulen und Fisteln in den Achselhöhlen, den Leistenbeugen und am Gesäß äußerte. Ausgelöst hat er diese als Hidradenitis suppurativa bekannte Erkrankung offenbar selbst – durch exzessives Rauchen.
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Schädel in Schillers Sarg wurde ausgetauscht

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Seit 150 Jahren streiten sich die Gelehrten darüber, ob in der Weimarer Fürstengruft tatsächlich der Schädel Friedrich Schillers bestattet wurde. Nach Informationen des SPIEGEL steht nun fest: Dort liegt nicht der Kopf des Dichterfürsten.
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Die Taschenuhr mit dem Kratzer im Glas

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Irgendwo in Thüringen muss die Taschenuhr noch sein. Davon ist Barbara Reich aus Förtha überzeugt. Eine Uhr mit einem Kratzer im Glas. An ihr hatte ihr Großonkel, August Stauch aus Ettenhausen a.d. Suhl, am 10. April 1908 einen sonderbaren Stein aus dem Wüstensand im damaligen Deutsch-Südwestafrika getestet. Der Stein schnitt das Glas und August Stauch vermutete, was kurz darauf ein Fieber in „Südwest“ auslösen sollte: Es war ein Diamant.
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Der Schädel von Johann Sebastian Bach

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Der begnadete Komponist Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) saß nicht gern Porträt. Nur für ein einziges Gemälde hatte er sich zur Verfügung gestellt. Jetzt ist es sein Schädel, der Modell stand. Schottische Forscher haben einen Abguss davon gescannt - und eine dreidimensionale Rekonstruktion vom Haupt des Komponisten angefertigt.
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Wer ist eigentlich dieser Typ in Rot?

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Es ist bald wieder so weit: Am 6. Dezember kommt der Nikolaus, bald darauf das Christkind und der Weihnachtsmann. Geschenke bringen sie alle. Doch warum gibt es gleich drei Gabenbringer?
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Ludwig II. war nicht bizarr, sondern krank

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Um die Persönlichkeit des einstigen Königs von Bayern ranken sich viele Spekulationen. Er galt als Paradiesvogel und Alleingänger. Sein als krank geltendes Verhalten brachte ihn um den Thron. Posthume Untersuchungen diagnostizierten Paranoia. Eine neue Studie sieht das etwas differenzierter.
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Von der Bananenschachtel in ein würdigeres Grab

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Überreste von Angehörigen des italienischen Adelsgeschlechtes Porcia aus dem 17. und 18. Jahrhundert nach Wiederentdeckung beigesetzt
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(C) Daniel Oswald