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Auch 65 Jahre nach Kriegsende liegen in Deutschland noch Tausende Sprengbomben im Erdreich. Wie gefährlich sind sie?[/b]

Neunzehn Sprengbomben, 116 Stabbrandbomben, 29 Phosphorbrandbomben, 83 Granaten und Geschosse, eine Tellermine, zwei Panzerfäuste, 58 Kilogramm loser Sprengstoff, 23 Handgranaten, zusammen eine Bruttomasse an »Kampfmitteln« von 8,619 Tonnen, das ist die Ausbeute des Kampfmittelräumdienstes – für ein Jahr (2009) in einer einzigen Stadt (Hamburg).

Täglich rücken in Deutschland Räumdienste aus, um Weltkriegsmunition zu bergen. Täglich wird irgendwo eine Straße gesperrt oder ein Wohnviertel evakuiert. Die Meldungen schaffen es meist nur in die Lokalpresse. Wer sie in der Zusammenschau betrachtet, könnte glauben, die unmittelbare Nachkriegszeit sei nie zu Ende gegangen.
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Der letzte Erfinder

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In wenigen Wochen läuft das letzte Patent der DDR aus. Es gehört einem der fleißigsten Erfinder des Ostens. Früher halfen seine Maschinen dabei, Atombunker zu tarnen, heute kühlen sie Pizza. Das Protokoll einer Verwandlung.[/b]

Es ist etwas größer als eine Konservenbüchse, hat acht Löcher und wiegt so viel wie ein Kürbis. Dieter Mosemann wischt mit einem Lappen das Schmierfett ab. Er hebt das Stück Edelstahl behutsam hoch und zeigt es von allen Seiten. Ein kleines Bauteil für eine große Maschine. Es ist die letzte Erfindung der DDR, Patent Nummer DD 298536, und Dieter Mosemann ist der Erfinder.

Er könnte stolz darauf sein, und vielleicht ist er es auch, aber man merkt es nicht. Mosemann steht in einer Fabrikhalle und redet von seinen Chefs, die ihn immer unterstützt hätten, und von seinen tollen Kollegen, die an vielen der Erfindungen beteiligt waren. Er spricht schnell und konzentriert, er sagt Wörter wie »Teillastverstellung«, ohne sich zu versprechen, er sagt meistens »man« und selten »ich«. Er sagt: »Der Ingenieursgeist muss immer wach bleiben.«

155 Erfindungen hat Dieter Mosemann zum Patent angemeldet, 71 davon in der DDR, die letzte davon am 2. Oktober 1990, ein paar Stunden bevor am Brandenburger Tor das Feuerwerk der deutschen Einheit zündete.

Es ist Zufall, dass ausgerechnet sein Patentantrag der letzte war, bevor die DDR geschlossen wurde. Und doch ist seine Geschichte beispielhaft: für die große Hoffnung, die die DDR in ihre Erfinder setzte; dafür, dass die Planwirtschaft allen Klischees zum Trotz Spitzentechnologie hervorgebracht hat; und für die Schwierigkeiten, die guten Ideen in die globalisierte Wirtschaft hinüberzuretten.
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Die Hitler-Tagebücher: Von der Sensation zum Alptraum

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Vor 25 Jahren wurden Konrad Kujau und Gerd Heidemann verurteilt. Sie hatten gefälschte Hitler-Tagebücher verkauft. Der "Stern" war nicht ganz unschuldig an der Komödie.[/b]

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Der Reporter Gerd Heidemann (rechts) mit den vermeintlichen Dokumenten

Es geht hoch her in der redaktionsinternen Heftkritik beim Stern am 6. Mai 1983. Gerade ist die zweite Ausgabe mit Auszügen aus Adolf Hitlers Tagebüchern erschienen. Dazu Fotos von Hitler, der Kinderwangen tätschelt, von Rudolf Heß in Piloten-Pose, von Goebbels und Göring recht freundlich. Kritik wollen die Chefredakteure Peter Koch und Felix Schmidt nicht hören. Wer an den Tagebüchern zweifle, "befindet sich beim falschen Blatt", sagt Schmidt.

Nur Stunden später melden Nachrichtenagenturen, dass Bundesarchiv und Bundeskriminalamt die Tagebücher als plumpe Fälschungen enttarnt haben: mit Nachkriegstinte auf Nachkriegspapier geschrieben, mit Polyesterfäden gebunden, die es erst seit den fünfziger Jahren gibt, die Inhalte lustlos aus Geschichtsbüchern abgeschrieben.

Die Schmierenkomödie beginnt in den siebziger Jahren. Stern-Reporter Gerd Heidemann gilt als gewiefter Rechercheur, aber er ist, wie das Hamburger Landgericht ihm 1985 bescheinigt, "vom Thema Nationalsozialismus besessen".
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Als die Westmark zu uns kam

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Vor zwanzig Jahren wurde in der DDR die D-Mark eingeführt, die "Ost-Mark" war Geschichte. Drei Autoren aus Ostdeutschland erzählen, wie sie die Währungsunion erlebten.


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Im Zuge der Vorbereitungen auf die Währungsunion bilden sich vor den Sparkassen lange Schlangen

Wie wir ostdeutschen Abiturienten die Währungsunion feierten

[i]Von Evelyn Finger[/i]

Natürlich ist es nicht besonders originell, sich zum Abschied zu betrinken. Ich würde gern etwas Abenteuerlicheres erzählen als die Wahrheit: dass meine Freunde und ich unser letztes Geld für poppig bunte, übersüße und viel zu teure Mixgetränke verpulvert haben. Wir waren gerade volljährig geworden und wir verschwendeten noch keinen Gedanken an künftige deutsch-deutsche Jahrestage mit rituellen So-war-das-damals-Erzählungen. Wir sahen nicht ganz den historischen Ernst der Stunde, wir hatten nur so ein merkwürdiges melancholisches Endzeitgefühl.
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»Nie wieder Rügen«

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Block V des riesigen Prora-Komplexes wird zur Jugendherberge umgebaut. Einst litten hier die DDR-Bausoldaten. Unser Autor war einer von ihnen.


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"Lebensgefahr! Betreten strengstens verboten" steht auf einer Hinweistafel an einem Gebäude an der Küste in Prora auf Rügen, das zuletzt von NVA-Soldaten genutzt worden war

Das Ding ist ein Monstrum. Ein 4,5 Kilometer langer, sechs Stockwerke hoher Stahlbetonriegel im Osten der Insel Rügen. Gebaut wurde er in den dreißiger Jahren nach Plänen des Architekten Clemens Klotz für die NS-Reiseorganisation Kraft durch Freude (KdF). 20.000 Volksgenossen sollten hier Urlaub machen. Doch das »Seebad Prora« blieb Projekt, der Koloss unvollendet.

Nach dem Krieg bot er der größten Kaserne der DDR Platz. Heute ist er eine Touristenattraktion. Vor allem Jugendliche zieht es nach Prora, es gibt einen Zeltplatz, sommers locken Partys. 2011 soll nun in BlockV die »längste Jugendherberge der Welt am Nordende des weltberühmten KdF-Bads« eröffnet werden. So wirbt das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) für das Bauvorhaben.

Doch Prora hat vor allem eine DDR-Geschichte und Block V eine ganz besondere: Hier waren die Waffenverweigerer der DDR untergebracht, die Bausoldaten. Diese Geschichte wird demnächst womöglich endgültig wegsaniert.
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Vor 20 Jahren standen die Ostberliner Schlange

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Mit der Währungsunion kam vor 20 Jahren die D-Mark. Viele empfanden das als Ende der Demütigung, auch wenn sich manche Bürgerrechtler um die "eigentlichen Ideale" der friedlichen Revolution betrogen fühlten.
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Der letzte Tag der deutschen Einheit

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Vor 20 Jahren gedachten Volkskammer und Bundestag erstmals gemeinsam des Volksaufstands von 1953. Die DDR wollte sich ihrer eigenen Geschichte stellen.


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Ein Archivbild vom 17. Juni 1953 zeigt Ost-Berliner, die mit wehenden Fahnen vom Ost-Sektor aus durch das Brandenburger Tor marschieren. Die sowjetische Besatzungsmacht schlug den Volksaufstand blutig nieder

Ende Mai 1990 beschloss die Volkskammer der DDR, das Wappen ihres Staates abzuschaffen. Zwei Wochen darauf, am 17. Juni 1990, schwenkten hunderte Demonstranten auf dem Ost-Berliner Gendarmenmarkt DDR-Fahnen mit eben jenem Hammer-Zirkel-Ährenkranz-Emblem, das einstmals die Einheit von Arbeitern, Bauern und "Intelligenz" beschwören sollte.

"Wir sind das Volk" riefen die mehrheitlich jungen Fahnenträger, die sich auf den Geist der Herbstrevolution von 1989 ebenso wie auf die Ideen des 17. Juni 1953 beriefen. Diese seien durch die "D-Mark aufgekauft" und "im Eilzugtempo niedergetrampelt" worden. Ein Grüppchen der Jungen Union hielt tapfer dagegen: "Jahre haben sie geschossen, jetzt gedenken die Genossen", hieß es auf ihrem Transparent. Im Sommer 1990 befand sich die DDR auf dem Weg in die Einheit, aber Einigkeit herrschte nicht.
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Sänger, Wanderer und Bibelleser

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Horst Köhler war der neunte Bundespräsident Deutschlands. Seine Vorgänger sangen Volkslieder, lasen in der Bibel oder leisteten sich verbale Fehltritte. Ein Überblick.
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Für Jahre grundlos weggesperrt

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Unsere einzige Aufgabe war das Warten“, erinnert sich Reinhold Rösner. Ob beim stundenlangen Zählappell, dem Reinigen der Unterkünfte oder dem Entlausen. Es gab für die mehr als 10 000 Gefangenen des Internierungslagers Ketschendorf bei Fürstenwalde (Oder-Spree) keine Arbeit, keine medizinische Versorgung, keine Sanitäranlagen und kaum Essen. Kein Gefangener war rechtskräftig verurteilt, dennoch wurden die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom russischen Geheimdienst NKWD verhafteten Deutschen unter katastrophalen Bedingungen zusammengepfercht. 65 Jahre ist das jetzt her, doch Rösner erinnert sich noch gut.
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Der Fall Vera Brühne: Deutschlands berühmtester Justizskandal

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Zwei Leichen in einer Villa am Starnberger See. Waffenhandel. Geheimdienst. Schmiergeld. Der Mord an Otto Praun und Elfriede Kloo vor 50 Jahren gibt bis heute Rätsel auf.


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Das Archivbild zeigt Vera Brühne 1962 mit ihrem Verteidiger Franz Moser im Gerichtssaal in München

Am Morgen des Dienstags nach Ostern, 19. April 1960, kommt Otto Praun nicht in seine Praxis. Die Sprechstundenhilfe des Gynäkologen, Renate M., ruft ihn in seiner Villa in Pöcking an; er nimmt nicht ab. Abends fährt sie an den Starnberger See. Im Keller liegen zwei Leichen: Dr. Praun und Elfriede Kloo, seine Haushälterin, womöglich Geliebte.

Eine Pistole liegt neben beiden. Die Polizei glaubt, Praun habe Elfriede Kloo und sich selbst erschossen. Auch Prauns Sohn Günther geht von einem "erweiterten Suizid" aus. Das sagt er Vera Brühne, als er sie in Bonn anruft, wo sie ihre kranke Mutter besucht.

Die 1,78 Meter große, schlanke, elegante Blondine ist ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse der biederen Adenauer-Republik. Die Blätter beschreiben sie als geldgierige "Lebedame". In der Tat begleitet Brühne oft großzügige Herren, aber Nachbarn bezeugen, nie habe einer bei ihr übernachtet.

Zurück ins Jahr 1960. Das Testament wird eröffnet. Als Günther Praun hört, dass sein Vater Vera Brühne lebenslanges Wohnrecht in der spanischen Villa in Lloret vermacht, wird er misstrauisch. Er lässt die Leichen exhumieren. Ein Gerichtsmediziner entdeckt in Prauns Schädel eine zweite Kugel – Suizid unwahrscheinlich.
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Sexueller Missbrauch in DDR-Jugendheimen

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Heidemarie Puls galt als schwer erziehbar, und landete auf einem Jugendwerkhof. Dort wurde sie über Monate missbraucht. Es könnte einer von vielen Fällen in der DDR sein.[/b]

Immer durchzuckt sie diese Angst, wenn der Erzieher in den Gruppenraum tritt, in barschem Ton ihren Namen ruft und den militärischen Befehl hinzufügt: "Raustreten". Heidemarie ist 16 Jahre alt. Sie wird in eine der Arrestzellen geführt. Sie weiß, was kommen wird, aber sie hat keine Chance, sich dagegen zu wehren. Sie ist hier im Geschlossenen Jugendwerkhof in Torgau an der Elbe gelandet, weil sie immer wieder versucht hat, aus der Hölle ihres Kinderheimes im mecklenburgischen Waren an der Müritz auszubrechen. Nun ist sie an der Endstation des Erziehungssystems der DDR angelangt. Ohne ein Gerichtsverfahren, ohne ein Urteil, fremdbestimmt vom Willen der staatlichen "Jugendhilfe".
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Der Schnee von gestern

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Dichtung, Wahrheit, Welterfolg: Das Nachkriegsdrama So weit die Füße tragen war auch deshalb so beliebt, weil ihm eine wahre Geschichte zugrunde lag. Ein Radiofeature bezweifelt deren Echtheit. [/b]

Der Roman war ein Bestseller, seine Verfilmung zu einer sechsteiligen Fernsehserie ein Straßenfeger. Sie passte perfekt in jene Zeit, diese Geschichte einer Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft und der drei Jahre währenden Odyssee des Wehrmachtssoldaten Clemens Forell bis zur Heimkehr nach München: So weit die Füße tragen, 1955 im Münchner Ehrenwirth Verlag erschienen und 1959 von Fritz Umgelter verfilmt, war der größte Erfolg des Schriftstellers Josef Martin Bauer.

[b]Das Entlastungsbedürfnis der Nachkriegsgesellschaft[/b]

Der Erfolg war auch deshalb so groß, weil Bauers Werk eine vermeintlich wahre Geschichte zugrunde lag. Wie wichtig das Authentische in dieser Art Erlebnisliteratur war, verdeutlichen viele Kritiken über den Roman, die sehr auf die Wahrhaftigkeit der Handlung rekurieren. So weit die Füße tragen hat geholfen, das Entlastungsbedürfnis der Nachkriegsgesellschaft zu stillen. Nun, mehr als ein halbes Jahrhundert später, sät Arthur Dittlmann in seinem hervorragenden Radio-Feature [i]So weit die Füße tragen. Dichtung, Wahrheit und ein Welterfolg[/i] Zweifel an der Echtheit des Abenteuers (Bayern2, Karfreitag, Ostersonntag und -montag, jeweils 12.05Uhr in der Reihe Zeit für Bayern).

Hinter der Romanfigur Clemens Forell verbirgt sich Cornelius Rost, 1919 in Kufstein geboren und vor sowie nach seiner Rückkehr aus dem Krieg bis zum Tod 1983 in München lebend. 1953 hat Rost in der Druckerei von Franz Ehrenwirth gearbeitet; er hatte vor dem Krieg Reproduktionstechniker gelernt. Der Verleger zitierte den Arbeiter zu sich, nachdem dieser zum wiederholten Mal Buchumschläge verdruckt hatte - so erzählt es Martin Ehrenwirth. Rost habe daraufhin eingestanden, farbenblind zu sein. Sein Vater, so Martin Ehrenwirth gegenüber Dittlmann, habe nachgebohrt, wie das seine Art gewesen sei, wenn ihn jemand interessierte. Also habe Cornelius Rost ihm von seiner Arbeit in einem Bleibergwerk während der Kriegsgefangenschaft erzählt und auf welchem beschwerlichen Irrweg er in die Heimat zurückgekehrt sei.
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Wie Louis Armstrong die DDR-Spitze wegblies

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Der amerikanische Trompeter tourte während des Kalten Krieges in der DDR - was zu bizarren Szenen führte. Organisiert wurde die Tour von einem Schweizer Geschäftsmann.

Er war der König des Jazz, seine Klassiker wie «What a Wonderful World» gehören in jedes Plattenregal. Was viele nicht wissen: Im Frühjahr 1965 ging Louis Armstrong hinter dem Eisernen Vorhang auf Konzertreise durch die DDR und bezauberte Zehntausende Menschen bei 17 umjubelten Konzerten in grossen Sport- und Kongresshallen.
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Geschichte einer deutsch-deutschen Annäherung

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Vor 40 Jahren trafen sich Bundeskanzler Willy Brandt und der Vorsitzende des DDR-Ministerrates Willi Stoph in Erfurt. Ein historisches Gipfeltreffen im Kalten Krieg.[/b]

Es war wohl einer jener glücklichen Momente, die auch Politiker zuweilen erleben. Egon Bahr, Willy Brandts Stratege für die Ostpolitik, saß am Abend des 12. März 1970 im Moskauer Hotel Ukraina und formulierte einen Brief an seinen Kanzler. "Lieber Willy", schrieb er mit roter Tinte auf einen Hotelbriefbogen, "dieser Brief soll nur deinem Vergnügen dienen. Man hat hier Stoph 'gezwungen', das Treffen zu machen." Bahr unterstrich das Wort "gezwungen". Sein Plan war aufgegangen.
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Schimanskis Väter

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Das Ruhrgebiet ist nicht nur Europäische Kulturhauptstadt 2010 – es ist auch eine multikulturelle Region, und das nicht seit gestern. Polen waren Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Einwanderer.[/b]

Kommissar Schimanski aus dem Tatort. Hausmeister Kaczmarek von der Mundart-Band Bläck Föös. Der Spießer Kowalski aus den Liedern von Pur. Mein lieber Kokoschinski. Polnische Namen gehören zur Ruhr-Region wie der Fußballclub Schalke 04, wo etliche polnischstämmige Fußballer spielten und spielen.
Die europäischen Großmächte schnappen sich im 18. Jahrhundert immer größere Territorien der im Innern zerstrittenen polnischen Adelsrepublik. Zuletzt, bei der Dritten Polnischen Teilung 1795, lassen Preußen, Österreich und Russland keinen polnischen Staat mehr übrig. Das aufstrebende Preußen verleibt sich große Regionen mit überwiegend polnischer Bevölkerung ein.

Deutschland wandelt sich vom Agrar- zum Industrieland, und in den neuen Industriegebieten wächst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Bedarf an Arbeitskräften. Überall ziehen Menschen vom Lande in die wachsenden Städte. Ins preußische Ruhrgebiet kommen in den 1870er und 1880er Jahren zudem viele Arbeitskräfte aus den Ostprovinzen Preußens, die zu einem großen Teil polnisch oder masurisch sprechen, sich jedoch als Untertanen des Deutschen Kaisers im 1871 gegründeten Reich frei bewegen können. Aber auch aus Russland und Österreich-Ungarn wandern viele ethnische Polen ein.
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Wir haben frei gewählt

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Heute vor zwanzig Jahren: Der 18. März 1990 ist das Schlüsseldatum der Wende.



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Anhänger der "Vereinigten Linken" und der "Nelken", die den Wahlkampf ohne Hilfe aus dem Westen bestreiten.

Und dann kam der Bananenmann. Er zog aus dem Jackett die ostzonale Sehnsuchtsfrucht und hielt sie mit eifriger Süffisanz in die Kamera. Dies war Otto Schilys Kommentar zum Ergebnis der ersten freien Wahlen in der DDR vor genau zwanzig Jahren. Zur Erinnerung: An jenem 18. März 1990 triumphierte die christdemokratische Allianz für Deutschland lawinenhaft mit 48,2 Prozent. Die siegesgewisse SPD verröchelte bei 21,8 Prozent, die tot geglaubte SED-PDS holte 16,3 Prozent, die Liberalen endeten bei 5,3. Das Bündnis 90, die Vorhut der friedlichen Revolution, errang 2,9 Prozent, worauf die tapfere Ulrike Poppe gestand, sie habe allseits Sympathie gespürt, aber Misstrauen ob der politischen Kompetenz der Wendehelden.

Am klarsten redete der alte Stefan Heym. Er gratulierte dem Herrn Doktor Kohl, der nominell doch gar nicht zur Wahl gestanden hatte. Freilich wünsche er nicht, in des Herrn Doktor Kohls Hosen zu sitzen. Denn nun, sprach Heym, werde er zu liefern haben, was er alles den DDR-Bürgern versprochen habe. Helmut Kohl beschwor die Noch-DDRler, im Lande zu bleiben. Die Kameras bedrängten den Wahlsieger, einen erschrockenen kleinen Mann: Lothar de Maizière. Viel später bekannte er, in Kohls Gegenwart habe ihn stets Atemnot gepackt.
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Staatsfeind Nummer 1

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Er war Wissenschaftler, Kommunist und eine Ikone des Widerstands: Vor 100 Jahren wurde Robert Havemann geboren.[/b]

"Der GI (Geheime Informator – d. Red.) arbeitet bereits seit 1953 für unser Organ als Kontaktperson und brachte wertvolle Hinweise und Informationen über sein Institut und verschiedene Wissenschaftler. Vorher arbeitete er jahrelang mit einer sowjetischen Dienststelle zusammen." So heißt es im Bericht über die Anwerbung Robert Havemanns als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi am 24. Februar 1956, bei der er selbst seinen Decknamen "Leitz" vorschlug.
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Der renommierte Physikochemiker, Hochschuldekan und Abgeordnete der Volkskammer ist ein eifriger Zuträger und Denunziant. Eine 2005 erschienene Studie von Arno Polzin listet 62 Treffen Havemanns mit seinem Führungsoffizier auf. Er übergibt 146 Berichte, schwärzt angeblich 19 Mal andere Personen an, vorwiegend Wissenschaftlerkollegen.

Diese Details über Havemanns Spitzeleifer sind irritierend: War doch gerade das Jahr 1956 mit der Geheimrede Chruschtschows über die Stalin-Gräuel und dem Ungarnaufstand eine Art Erweckungsdatum für den am 11. März 1910 in München geborenen und 1935 in Berlin promovierten Wissenschaftler. Denn fortan wird der 1932 der KPD und 1951 der SED beigetretene Havemann sowohl in Parteiversammlungen als auch in wissenschaftlichen Gremien politische Widersprüche öffentlich benennen, Dogmatismus und Unfreiheit als Gründe für politische Erstarrung in den sozialistischen Ländern anprangern – und immer mehr Sympathisanten um sich scharen.
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Von der Todeszelle in den Hausarrest

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Über den schwierigen und schweren Lebensweg des Kommunisten Robert Havemann, der heute seinen 100. Geburtstag feiern würde.
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Überall harte Bleistifte

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DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 waren ein Schlüsselereignis der friedlichen Revolution.

Noch eine Zigarette mehr als sonst. In der Redaktion einer großen Ost-Berliner Tageszeitung zermarterte sich schon am Freitagmittag ein Kommentator den Kopf darüber, wie er am Sonntagabend seinen Lesern erklären soll, dass die Kommunalwahlen 1989 erneut ein überzeugendes Bekenntnis zum ersten Arbeiter-und-BauernStaat auf deutschem Boden waren – obwohl das Ergebnis schlechter ausfallen würde als üblich in der DDR. Dass es so kommen werde, war intern schon bekannt. Und wenn es sich nur bei Stellen hinter dem Komma bemerkbar macht – die Stimmung im Lande DDR wandte sich immer mehr gegen die Allmacht der SED.
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Spitzel unter sich - Die Stasi-Gründung 1950

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Am 8. Februar 1950 beschließt die provisorische Volkskammer der DDR die Gründung der Stasi – ungewöhnlich diskret für die sonst so propagandafreudige junge Republik.[/b]

Sie kann einem leid tun, die neugeborene DDR: "Wohl kaum ein Staatswesen" gebe es, klagt der SED-Funktionär Fritz Lange, "das noch so schwach geschützt ist und so gefährdet ist wie unsere Deutsche Demokratische Republik". Da ist die DDR nicht mal ein halbes Jahr alt. Die Teilung ist noch nicht fest zementiert; Josef Stalin liebäugelt noch mit einem vereinten, neutralen Deutschland.

Doch die Kommunisten in der SED bemühen sich, den Beton zu trocknen. Sie wollen schnell alles haben, was ein souveräner Staat nach sowjetischem Vorbild so braucht. Eine Geheimpolizei, zum Beispiel.

Um deren Gründung macht die SED jedoch lange nicht so ein Bohei wie um das Außenministerium, das die DDR, anders als die Bundesrepublik, von Anfang an hat. Das feiert die Propaganda als Beweis echter Souveränität und kündigt an, DDR-Diplomaten würden die Interessen aller Deutschen vertreten.
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Neue Erkenntnisse im Todesfall Eigendorf

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Im Fall des Fußballers Lutz Eigendorf hat ein Historiker die Wiederaufnahme der Ermittlung beantragt. Unter Verdacht stand die Stasi, doch der Fall wurde 2004 eingestellt.[/b]

Der mysteriöse Tod des Fußballers Lutz Eigendorf, der 1979 aus der DDR geflüchtet war, könnte die Berliner Staatsanwaltschaft erneut beschäftigen. Der Direktor der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte, Hubertus Knabe, beantragte die Wiederaufnahme der Mord-Ermittlungen.

Eigendorf starb 1983 bei einem Auto-Unfall bei Braunschweig. Immer wieder war darüber spekuliert worden, ob die Stasi dabei ihre Hände im Spiel hatte.

Knabe habe den Antrag gestellt, nachdem am Dienstag ein früherer Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi vor dem Düsseldorfer Landgericht von einem Mordauftrag berichtet hatte, sagte Knabe. Der IM habe den Auftrag vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zwar angenommen, aber nicht ausgeführt, sagte der Historiker. Knabe bat die Berliner Staatsanwaltschaft auch um eine Prüfung auf Exhumierung der Leiche des Fußballers. In MfS-Unterlagen habe es Hinweise auf eine Vergiftung gegeben.

"Wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen", sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Mord verjähre nicht. Die Anklagebehörde hatte den Fall über Jahre geprüft, zuletzt waren die Ermittlungen 2004 aus Mangel an Beweisen eingestellt worden.
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Wer sich am Dynamo reibt

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Vergleich ohne Sieger: Die Ausstellung "Wir gegen uns" erzählt kleine und große Sportgeschichten aus beiden Teilen Deutschlands.


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Ein Tor gegen den Klassenfeind: Jürgen Sparwasser erzielt das legendäre Tor für die DDR bei der WM 1974

Bevor der Kalte Krieg zu Ende ging, kam er noch in der Kreisklasse vorbei. Er baute sich vor der untersten Fußballliga auf und wollte auch hier in Gut und Böse teilen. Die Bösen waren eine Clique von Freizeitkickern im Norden Hessens, die mit dem Fahrrad zum Bolzplatz fuhren und sich linksalternativ gaben. Sie nannten sich FSC Dynamo Windrad. Doch Dynamo durfte nicht mitspielen in Kassel, so entschied es der hessische Fußball-Verband Mitte der achtziger Jahre, denn Dynamo war DDR, der Klassenfeind. Bestätigt hat diese Auffassung das Oberlandesgericht Frankfurt am Main, der Name ähnele "zu sehr den Gepflogenheiten der Vereine in der DDR bzw. in den Ostblockstaaten".

Von solchen politischen Spielen erzählt die Ausstellung Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland, die bis zum 5. April im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen ist und von Mai bis Oktober dann im Haus der Geschichte in Bonn. Sie zieht die großen historischen Linien genauso nach wie die kleinen Spuren, und vielleicht steckt in den fast vergessenen Begebenheiten wie der um Dynamo Windrad sogar mehr Aussage als etwa in den beiden prominentesten Sportbegegnungen zwischen Bundesrepublik und DDR, dem Sprintduell Heidemarie Rosendahl gegen Renate Stecher bei den Olympischen Spielen 1972 in München und dem Sparwasser-Tor bei der Fußball-WM 1974.
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"Mitgelaufen wie ein dummer Depp" - Sturm auf die Stasi-Zentrale

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Vor 20 Jahren besetzten Demonstranten die teils schon verwüstete Berliner Stasi-Zentrale. Hatte der Geheimdienst bei der Aktion selbst die Finger im Spiel?


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Verwüstete Stasi-Zentrale: Aufgebrachte Demonstranten hatten am 15. Januar 1990 das Hauptgebäude der Staatssicherheit der DDR im Berliner Stadtteil Lichtenberg gestürmt

Die Stimmung in der Lichtenberger Ruschestraße ist aufgeladen, als Christian Halbrock gegen 17 Uhr dort eintrifft. "Stasi raus, Stasi raus"-Rufe schallen durch das Halbdunkel an diesem trüben 15. Januar 1990. Der 26-Jährige ist dem Aufruf des Neuen Forums gefolgt, sich an der Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit zu versammeln, um dem Treiben hinter den Mauern ein Ende zu bereiten und die Vernichtung der Akten des verhassten Geheimdienstes zu stoppen. Viele haben Mauersteine mitgebracht – denn wenn es nicht gelinge, die Stasi zum Aufgeben zu bewegen, müsse man sie eben einmauern, so der Aufruf.

Halbrock hat seine unangenehmen Erfahrungen mit dem Machtapparat der DDR. Als Mitbegründer des Friedens- und Umweltkreises an der Glaubenskirche 1983 hat er immer wieder mit dessen Häschern zu tun gehabt. Ausgerechnet in dieser Kirche am Lichtenberger Roedeliusplatz, die dem ausgedehnten Stasi-Gelände gegenüberliegt, hat er mit Wolfgang Rüddenklau und anderen Mitstreitern die Mächtigen herausgefordert. Und jeden Tag musste Halbrock in der Ruschestraße an dem streng bewachten, düsteren Gebäudekomplex vorbeilaufen, wenn er sein Kind in den kirchlichen Kindergarten in der Pfarrstraße brachte.

Nun steht er hier inmitten von etwa 2000 anderen Leuten, die auf das Tor zulaufen, das sich kurz zuvor wie auf wundersame Weise geöffnet hat. In einer dichten Menschentraube schiebt sich auch Halbrock durch das Tor, folgt im Innenhof dem Strom links hinüber zu einem erleuchteten Gebäude, dringt mit den anderen ein. Es ist Haus 18, der Versorgungstrakt der Stasi mit Ladenpassage, Kaufhalle, Kantine und einem Kongresszentrum.

"Ich bin mitgelaufen wie ein dummer Depp", erinnert sich Halbrock, der heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stasiunterlagenbehörde beschäftigt ist. Sie kommen an ein paar eingetretenen Türen, abgerissenen Plakaten, einem umgekippten Souvenirstand vorüber. Aber Halbrock sieht niemanden, der Verwüstungen anrichtet.

Es ist eine Mischung aus Wut und Triumph, die die Menschen bewegt. "Es war mir damals egal, was passierte", sagt Halbrock. "Ein Denkmal zu stürzen, macht einfach Spaß. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, das ganze Gelände in die Luft zu jagen." Das Bewusstsein, dass da etwas zu schützen und aufzuarbeiten war, war bei ihm wie wohl bei den meisten der Eindringlinge eher schwach entwickelt. "Es war auch ein bisschen unheimlich: Diese große Zusammenballung von Menschen, die keine Kommunikation untereinander hatten", erinnert sich Halbrock. Und er wundert sich, dass ihnen keine Stasi-Leute, kein Wachpersonal begegneten.
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Stürmung der Stasizentrale in Berlin vor 20 Jahren

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Vor 20 Jahren wurde die Berliner Stasi-Zentrale besetzt. Dabei gelang den Tschekisten offenbar ein letzter Schachzug.
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Wie das Aids-Virus nach Fort Detrick kam

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DESINFORMATION Noch heute geistert die These vom CIA-gemachten Aids-Virus durchs Internet. Ursprung: KGB und Stasi. Erstveröffentlichung 1987: taz
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(C) Daniel Oswald