Überall harte Bleistifte

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DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 waren ein Schlüsselereignis der friedlichen Revolution.

Noch eine Zigarette mehr als sonst. In der Redaktion einer großen Ost-Berliner Tageszeitung zermarterte sich schon am Freitagmittag ein Kommentator den Kopf darüber, wie er am Sonntagabend seinen Lesern erklären soll, dass die Kommunalwahlen 1989 erneut ein überzeugendes Bekenntnis zum ersten Arbeiter-und-BauernStaat auf deutschem Boden waren – obwohl das Ergebnis schlechter ausfallen würde als üblich in der DDR. Dass es so kommen werde, war intern schon bekannt. Und wenn es sich nur bei Stellen hinter dem Komma bemerkbar macht – die Stimmung im Lande DDR wandte sich immer mehr gegen die Allmacht der SED.
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Spitzel unter sich - Die Stasi-Gründung 1950

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Am 8. Februar 1950 beschließt die provisorische Volkskammer der DDR die Gründung der Stasi – ungewöhnlich diskret für die sonst so propagandafreudige junge Republik.[/b]

Sie kann einem leid tun, die neugeborene DDR: "Wohl kaum ein Staatswesen" gebe es, klagt der SED-Funktionär Fritz Lange, "das noch so schwach geschützt ist und so gefährdet ist wie unsere Deutsche Demokratische Republik". Da ist die DDR nicht mal ein halbes Jahr alt. Die Teilung ist noch nicht fest zementiert; Josef Stalin liebäugelt noch mit einem vereinten, neutralen Deutschland.

Doch die Kommunisten in der SED bemühen sich, den Beton zu trocknen. Sie wollen schnell alles haben, was ein souveräner Staat nach sowjetischem Vorbild so braucht. Eine Geheimpolizei, zum Beispiel.

Um deren Gründung macht die SED jedoch lange nicht so ein Bohei wie um das Außenministerium, das die DDR, anders als die Bundesrepublik, von Anfang an hat. Das feiert die Propaganda als Beweis echter Souveränität und kündigt an, DDR-Diplomaten würden die Interessen aller Deutschen vertreten.
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Neue Erkenntnisse im Todesfall Eigendorf

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Im Fall des Fußballers Lutz Eigendorf hat ein Historiker die Wiederaufnahme der Ermittlung beantragt. Unter Verdacht stand die Stasi, doch der Fall wurde 2004 eingestellt.[/b]

Der mysteriöse Tod des Fußballers Lutz Eigendorf, der 1979 aus der DDR geflüchtet war, könnte die Berliner Staatsanwaltschaft erneut beschäftigen. Der Direktor der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte, Hubertus Knabe, beantragte die Wiederaufnahme der Mord-Ermittlungen.

Eigendorf starb 1983 bei einem Auto-Unfall bei Braunschweig. Immer wieder war darüber spekuliert worden, ob die Stasi dabei ihre Hände im Spiel hatte.

Knabe habe den Antrag gestellt, nachdem am Dienstag ein früherer Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi vor dem Düsseldorfer Landgericht von einem Mordauftrag berichtet hatte, sagte Knabe. Der IM habe den Auftrag vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zwar angenommen, aber nicht ausgeführt, sagte der Historiker. Knabe bat die Berliner Staatsanwaltschaft auch um eine Prüfung auf Exhumierung der Leiche des Fußballers. In MfS-Unterlagen habe es Hinweise auf eine Vergiftung gegeben.

"Wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen", sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Mord verjähre nicht. Die Anklagebehörde hatte den Fall über Jahre geprüft, zuletzt waren die Ermittlungen 2004 aus Mangel an Beweisen eingestellt worden.
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Wer sich am Dynamo reibt

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Vergleich ohne Sieger: Die Ausstellung "Wir gegen uns" erzählt kleine und große Sportgeschichten aus beiden Teilen Deutschlands.


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Ein Tor gegen den Klassenfeind: Jürgen Sparwasser erzielt das legendäre Tor für die DDR bei der WM 1974

Bevor der Kalte Krieg zu Ende ging, kam er noch in der Kreisklasse vorbei. Er baute sich vor der untersten Fußballliga auf und wollte auch hier in Gut und Böse teilen. Die Bösen waren eine Clique von Freizeitkickern im Norden Hessens, die mit dem Fahrrad zum Bolzplatz fuhren und sich linksalternativ gaben. Sie nannten sich FSC Dynamo Windrad. Doch Dynamo durfte nicht mitspielen in Kassel, so entschied es der hessische Fußball-Verband Mitte der achtziger Jahre, denn Dynamo war DDR, der Klassenfeind. Bestätigt hat diese Auffassung das Oberlandesgericht Frankfurt am Main, der Name ähnele "zu sehr den Gepflogenheiten der Vereine in der DDR bzw. in den Ostblockstaaten".

Von solchen politischen Spielen erzählt die Ausstellung Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland, die bis zum 5. April im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen ist und von Mai bis Oktober dann im Haus der Geschichte in Bonn. Sie zieht die großen historischen Linien genauso nach wie die kleinen Spuren, und vielleicht steckt in den fast vergessenen Begebenheiten wie der um Dynamo Windrad sogar mehr Aussage als etwa in den beiden prominentesten Sportbegegnungen zwischen Bundesrepublik und DDR, dem Sprintduell Heidemarie Rosendahl gegen Renate Stecher bei den Olympischen Spielen 1972 in München und dem Sparwasser-Tor bei der Fußball-WM 1974.
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"Mitgelaufen wie ein dummer Depp" - Sturm auf die Stasi-Zentrale

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Vor 20 Jahren besetzten Demonstranten die teils schon verwüstete Berliner Stasi-Zentrale. Hatte der Geheimdienst bei der Aktion selbst die Finger im Spiel?


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Verwüstete Stasi-Zentrale: Aufgebrachte Demonstranten hatten am 15. Januar 1990 das Hauptgebäude der Staatssicherheit der DDR im Berliner Stadtteil Lichtenberg gestürmt

Die Stimmung in der Lichtenberger Ruschestraße ist aufgeladen, als Christian Halbrock gegen 17 Uhr dort eintrifft. "Stasi raus, Stasi raus"-Rufe schallen durch das Halbdunkel an diesem trüben 15. Januar 1990. Der 26-Jährige ist dem Aufruf des Neuen Forums gefolgt, sich an der Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit zu versammeln, um dem Treiben hinter den Mauern ein Ende zu bereiten und die Vernichtung der Akten des verhassten Geheimdienstes zu stoppen. Viele haben Mauersteine mitgebracht – denn wenn es nicht gelinge, die Stasi zum Aufgeben zu bewegen, müsse man sie eben einmauern, so der Aufruf.

Halbrock hat seine unangenehmen Erfahrungen mit dem Machtapparat der DDR. Als Mitbegründer des Friedens- und Umweltkreises an der Glaubenskirche 1983 hat er immer wieder mit dessen Häschern zu tun gehabt. Ausgerechnet in dieser Kirche am Lichtenberger Roedeliusplatz, die dem ausgedehnten Stasi-Gelände gegenüberliegt, hat er mit Wolfgang Rüddenklau und anderen Mitstreitern die Mächtigen herausgefordert. Und jeden Tag musste Halbrock in der Ruschestraße an dem streng bewachten, düsteren Gebäudekomplex vorbeilaufen, wenn er sein Kind in den kirchlichen Kindergarten in der Pfarrstraße brachte.

Nun steht er hier inmitten von etwa 2000 anderen Leuten, die auf das Tor zulaufen, das sich kurz zuvor wie auf wundersame Weise geöffnet hat. In einer dichten Menschentraube schiebt sich auch Halbrock durch das Tor, folgt im Innenhof dem Strom links hinüber zu einem erleuchteten Gebäude, dringt mit den anderen ein. Es ist Haus 18, der Versorgungstrakt der Stasi mit Ladenpassage, Kaufhalle, Kantine und einem Kongresszentrum.

"Ich bin mitgelaufen wie ein dummer Depp", erinnert sich Halbrock, der heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stasiunterlagenbehörde beschäftigt ist. Sie kommen an ein paar eingetretenen Türen, abgerissenen Plakaten, einem umgekippten Souvenirstand vorüber. Aber Halbrock sieht niemanden, der Verwüstungen anrichtet.

Es ist eine Mischung aus Wut und Triumph, die die Menschen bewegt. "Es war mir damals egal, was passierte", sagt Halbrock. "Ein Denkmal zu stürzen, macht einfach Spaß. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, das ganze Gelände in die Luft zu jagen." Das Bewusstsein, dass da etwas zu schützen und aufzuarbeiten war, war bei ihm wie wohl bei den meisten der Eindringlinge eher schwach entwickelt. "Es war auch ein bisschen unheimlich: Diese große Zusammenballung von Menschen, die keine Kommunikation untereinander hatten", erinnert sich Halbrock. Und er wundert sich, dass ihnen keine Stasi-Leute, kein Wachpersonal begegneten.
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Stürmung der Stasizentrale in Berlin vor 20 Jahren

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Vor 20 Jahren wurde die Berliner Stasi-Zentrale besetzt. Dabei gelang den Tschekisten offenbar ein letzter Schachzug.
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Wie das Aids-Virus nach Fort Detrick kam

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DESINFORMATION Noch heute geistert die These vom CIA-gemachten Aids-Virus durchs Internet. Ursprung: KGB und Stasi. Erstveröffentlichung 1987: taz
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Als die Stasi uns benutzte

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Auch die taz war Teil der geheimdienstlichen Klaviatur, auf der die DDR-Staatssicherheit zu klimpern wusste. So gibt es bis heute die These vom CIA-gemachten Aidsvirus, von der taz erstveröffentlicht.
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"Deutschland, einig Vaterland"

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Der Text der DDR-Nationalhymne galt seit 1972 als unerwünscht. Am 5. Januar 1990 jedoch, im Jahr der deutschen Einheit, ließ der Ministerrat der DDR unter Hans Modrow (SED/PDS) offiziell verlauten: Die Hymne darf wieder gesungen werden - und damit auch die Zeile "Deutschland, einig Vaterland".
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Punk in den Hinterzimmern der Diktatur

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Vom DDR-Staat argwöhnisch beobachtet, eroberte Punk in den achtziger Jahren die Szene Ostberlins. Der Fotograf Michael Biedowicz dokumentierte mit seiner Kamera geheime Konzerte und Happenings - eine Welt der Unangepassten.[/b]

DDR, das klingt nach Kohlestaub und grauer Platte, nach Provinz und Enge. Wer davor fliehen wollte, den zog es nach Berlin. Irgendwo im Osten der Stadt, in den alten, oft vom Verfall bedrohten Altbauten der "Hauptstadt der DDR", lebten Ende der achtziger Jahre Menschen wie Michael Biedowicz.

Er war in die Stadt gekommen, um hier als Fotolaborant und Theaterfotograf zu arbeiten. Bald schon fand er sich wieder unter jenen, die wie die Band Demokratischer Konsum der Tristesse des Arbeiter- und Bauernstaats ihre eigene Form eines ironisierenden Widerstands entgegensetzen. Der Demokratische Konsum machte Punkrock, Biedowicz fotografierte.
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Dutschkes Attentäter hatte Kontakt zu Neonazis

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Neue Erkenntnisse nach 40 Jahren: Der bislang als Einzelgänger geltende Dutschke-Attentäter Josef Bachmann soll Kontakte zu einer Neonazi-Gruppe gehabt haben.


Bachmann habe enge Kontakte zu einer rechtsradikalen Gruppe unterhalten, die später als "Braunschweiger Gruppe" durch Sprengstoffanschläge bekanntgeworden sei, berichtet der Spiegel unter Berufung auf bislang unbekannte Stasi-Akten und Berliner Polizeiprotokolle. Trotz mehrerer Hinweise in den Vernehmungen hätten die Ermittler diese Zusammenhänge damals nicht konsequent aufgedeckt.

Der 23-jährige Hilfsarbeiter Bachmann hatte den Studentenführer am 11. April 1968 in Berlin auf offener Straße niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme hatte er einen Artikel über Dutschke aus der rechtsextremen Deutschen National-Zeitung bei sich gehabt.

Am 24. Dezember 1979 starb Dutschke als Spätfolge des Anschlags. Bachmann wurde zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Februar 1970 beging er Selbstmord.
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Forschung als eine Frage der Gerechtigkeit

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Nach der Wende begann ein Umbruch an ostdeutschen Universitäten. Viele Professoren wurden ausgetauscht. Hat die Wissenschaft die Chance der Wiedervereinigung genutzt?[/b]

Als die Mauer fiel und Deutschland wiedervereinigt wurde, bedeutete das auch für die Wissenschaft einen gewaltigen Umbruch. Binnen weniger Jahre wurden an den Hochschulen in Ostdeutschland tausende Wissenschaftler ausgetauscht.
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DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989

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Noch eine Zigarette mehr als sonst. In der Redaktion einer großen Ost-Berliner Tageszeitung zermarterte sich schon am Freitagmittag ein Kommentator den Kopf darüber, wie er am Sonntagabend seinen Lesern erklären soll, dass die Kommunalwahlen 1989 erneut ein überzeugendes Bekenntnis zum ersten Arbeiter-und-BauernStaat auf deutschem Boden waren – obwohl das Ergebnis schlechter ausfallen würde als üblich in der DDR. Dass es so kommen werde, war intern schon bekannt. Und wenn es sich nur bei Stellen hinter dem Komma bemerkbar macht – die Stimmung im Lande DDR wandte sich immer mehr gegen die Allmacht der SED.
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Bühne der Freiheit am Berliner Alex

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Die Großdemonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Berlin war die Generalprobe zur Wende – auch für die Mitarbeiter des Deutschen Theaters.

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Am 04.11.1989 kam es zu einer Massenkundgebung auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin

Hans Rübesame arbeitet überm letzten Treppenabsatz, unterm Dach. Das passt. Er ist ganz oben. Wo der Kopf sitzt. Wo die Erinnerung im Standby-Modus verharrt.

Wenn man ihn in Betrieb setzt, eine Frage stellt oder einen Auftrag erteilt, verschwindet er im Halbdunkel zwischen Regalen voller Schätze. Zwischen 150 Jahre alten Textbüchern, Bühnenmanuskripten, Rollen-, Souffleur- und Inspizierbüchern, Proben- und Vorstellungsprotokollen, Programmheften, Plakaten, Bildern. Rübesame ist Archivar des Deutschen Theaters in Berlin. Er ist dunkel gekleidet wie vor Jahrzehnten, als er Bibliotheks- und Musikwissenschaftler wurde. In seinem krausen Kopfhaar ringen graue Härchen um Aufmerksamkeit. Er trägt einen Vollbart. Er ist irgendwie zeitlos.

Den Auftrag, den er jetzt erledigt, hat er sich gewünscht. Er muss nicht tief ins Halbdunkel, um die Pappmappen zu holen, in denen der Herbst 1989 steckt und alles, was dazugehört. Der 4. November, jener Samstag, als das Deutsche Theater nicht an der Reinhardtstraße Theater spielte, sondern auf dem Alexanderplatz seine Vorstellungen wahr machte. Weil das genau 20 Jahre her ist, soll Rübesame einen Schaukasten zusammenstellen.
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Es gab uns wirklich

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Ausreisepartys und Hausbesetzungen, Miss-Wahlen und der erste Kinderladen: Das Leben in der späten DDR war ganz anders, als der Westen denkt.

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Die Schauspielerin Corinna Harfouch und ihr Sohn Robert Gwisdek vor 24 Jahren in der Theaterkantine

Sie redet nur wegen dieses Fotos. Es beamt sie zurück in eine andere Zeit, die sie so entscheidend geprägt hat, in ein anderes Land, zurück zu der Frau, die sie einmal war. Als habe dieses Foto die Fähigkeit, das Geschwätz auszublenden und den eigenen, zugeschütteten Erinnerungskanal freizulegen.

Das Foto: Corinna Harfouch, Anfang 30 damals, sitzt im weißen Unterhemd vor einem Kaffee in der Kantine der Berliner Volksbühne, auf dem Schoß ihren kleinen Robert, anderthalb Jahre alt. Eine Momentaufnahme von 1985. Die DDR hatte noch fünf Jahre zu leben, für Corinna Harfouch begann damals ihre große Karriere. Sie sagt, sie antworte stets mit Schweigen auf all die Fragen nach Wende und DDR, Freiheit und Diktatur, "mich kotzt das alles an, weil durch diesen ganzen Rummel der eigene Blick verloren geht. Ich weiß manchmal nicht mehr, was sind meine Erinnerungen und was wird einem von außen aufgestülpt."
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Auf unheimlichem Boden

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Beim Anblick der Ruinen von Innsbruck durchzuckte es Leo Löwenthal: »Eigentlich nicht genug.« Der 1934 nach Amerika emigrierte Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung Max Horkheimers und Theodor W. Adornos reiste durch Nachkriegseuropa. Die deutschen Trümmerlandschaften konnten den jüdischen Literatursoziologen nach den deutschen Massenmorden nicht erschüttern. Dass das Land seiner Herkunft ihm keine Heimat werden würde, wusste er bald: Auf dem Münchner Oktoberfest erlebte er »dieselben grölenden, verblödeten Massen«, die dem Führer zugejubelt hatten. Und ein junger Taxifahrer erklärte Löwenthal die Dummheit Hitlers, sich mit den Juden angelegt zu haben; die hätten doch bekanntlich das Geld. Leo Löwenthal blieb in Amerika.

Sollte man nach Deutschland zurückkehren? Diese Frage trieb 1945 alle Emigranten um; leidenschaftliche Artikel und Briefe wurden damals darüber geschrieben. Und es gab tatsächlich Dichter und Denker, die, anders als Leo Löwenthal, zurückkehrten in das Land der Täter – wenige Jahre nachdem ihre Freunde und Verwandten in Auschwitz umgebracht worden waren und im Wissen, dass, wären sie geblieben, deren Schicksal sie ebenfalls ereilt hätte. Von heute aus erscheint diese Rückkehr als das irritierende, bewegende Wunder der deutschen Geistesgeschichte im 20. Jahrhundert.
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Der Osten im Westen - Adenauerzeit (Teil 5)

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[b]Immer wieder versuchte die Regierung in Ost-Berlin, die Bonner Politik offensiv zu beeinflussen. Nicht ohne Erfolg, wie gerade die fünfziger Jahre zeigen.[/b]

Ein Adventskalender der Agitation: Wer im »Braunen Haus von Bonn« das richtige Fensterchen öffnete, dem blickte ein »Hitlergeneralstäbler« mit Prügelstock entgegen – dem Kasperl gleich, der auf das Krokodil eindrischt. Bei dem aufwendig gestalteten Papierkunstwerk, 1956 im VEB Gravo-Druck in Halle hergestellt, handelte es sich um eines der frühesten Produkte im deutsch-deutschen Schlagabtausch, die ostentativ auf die NS-Vergangenheit zielten. Diese war aus Sicht der DDR allein im Westen »unbewältigt«, und als neuester Beweis dafür galt die »Remilitarisierung« der Bundesrepublik. Die Vereidigung der ersten Bundeswehr-Freiwilligen im November 1955 und das Wehrpflichtgesetz vom folgenden Sommer, das immerhin auch die Ablehnung von SPD und FDP im Bundestag gefunden und zu vehementen öffentlichen Protesten geführt hatte, lieferten Ost-Berlin idealen Propagandastoff: Nun hatten die alten Nazis in Bonn also auch die militärische Macht zurück!
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Als die Journalisten frech wurden - Adenauerzeit (Teil 4)

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[b]So geschickt es Adenauer zunächst noch verstand, die Medien zu lenken – bald schon entwickelte sich eine neue, kritische Öffentlichkeit.[/b]

»Kritik scheint das oberste Gebot«, empörte sich im Herbst 1962 ein Referent des Bonner Bundespresseamtes. In aller Breite listete er die »Entgleisungen« einer Redaktion auf, die mit »einseitigen« Berichten versuche, die »Maßnahmen der Bundesregierung zu torpedieren«. Das interne Papier war nur der Auftakt. Kurz darauf setzten mehrere Spitzenbeamte energische Protestschreiben an die Verantwortlichen auf.

Ihre Empörung gipfelte in der Behauptung, die Arbeit der Journalisten erinnere »bestürzend an Methoden der Nationalsozialisten und Kommunisten vor 1933«. Gemeint war das Fernsehmagazin Panorama, mit dem der Norddeutsche Rundfunk im Juli 1962 ins Hauptprogramm der ARD gekommen war und das nicht nur Politiker oder Ministerialbeamte reizte. Erst kurz zuvor hatte die Polizei im niederrheinischen Geldern ein Panorama- Team verhaftet, das einen Beitrag über einen Lehrer und dessen Vergangenheit als KZ-Aufseher drehte.
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»Sex« – das Wort war neu - Adenauerzeit (Teil 3)

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[b]Die fünfziger Jahre waren eine dynamische Epoche. Doch im Ehe- und Familienleben, in der Ordnung der Geschlechter und der Sexualmoral wurde die Zeit mit Macht angehalten.[/b]

Mit einem harten politischen Kampf hat Elisabeth Selbert eigentlich nicht gerechnet. Die Kasseler Juristin gehört 1948/49 zu den vier Frauen in Bonns Parlamentarischem Rat. Sie ist sich sicher, dass die rechtliche Gleichheit von Mann und Frau auf allen Gebieten in Staat und Gesellschaft im Grundgesetz der neuen Republik verankert wird. Eine Diskussion über eine solche Selbstverständlichkeit – das erscheint der Sozialdemokratin nun wirklich nicht mehr nötig!
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Die Republik der Partei

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[b]Vor 60 Jahren erlaubte Stalin den ostdeutschen Kommunisten die Gründung der DDR.[/b]

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Diese Briefmarke aus dem Jahr 1949, dem Gründungsjahr der DDR, zeigt den sowjetischen Diktator Josef Stalin (links) und Ostdeutschlands ersten Präsidenten Wilhelm Pieck (rechts) in Eintracht

Am 16. September 1949 flogen die drei höchsten Funktionäre der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), Otto Grotewohl, Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht, nach Moskau. Vornehmlich als Dolmetscher war auch Fred Oelßner, Mitglied des Kleinen Sekretariats des Politbüros, mit von der Partie.

Am Tag zuvor hatte der Bundestag in Bonn Konrad Adenauer zum ersten Kanzler der Bundesrepublik gewählt, die westdeutsche Staatsgründung war damit nahezu abgeschlossen. Schon seit Längerem hatte die SED-Führung in Moskau darauf gedrängt, in der Sowjetischen Besatzungszone ebenfalls einen Staat zu gründen. Aber Diktator Josef Stalin zögerte sein Plazet hinaus.
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Stalins Deutschland-Politik war mehrdeutig. Zum einen sorgte er dafür, dass seine Gefolgsleute von der KPD beziehungsweise SED in Ostdeutschland de facto eine Diktatur aufbauten. Gleichzeitig torpedierte er alliierte gesamtdeutsche Lösungen, da diese die sowjetische Machtposition in der Ostzone schwächen oder gar eliminieren würden.
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Der Anfang vom Ende der DDR

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[b]Die SED-Oberen wollen sich zum 40. Jahrestag noch einmal bejubeln lassen. Doch die Menschen gehen längst mit geballten Fäusten auf die Straße. In Plauen, Dresden und Leipzig erobern die Massen am 7., 8. und 9. Oktober die Macht – friedlich.[/b]


[img]http://images.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-10/leipzig/leipzig-540x304.jpg[/img]
Der Anfang vom Ende der DDR: Protestmarsch am 9. Oktober 1989 in Leipzig mit mindestens 70.000 friedlichen Demonstranten

Den Herrschenden lief das Volk weg, der Unmut in Kirchen und auf Straßen wurde immer lauter, der Staat hatte abgewirtschaftet. Doch am 7. Oktober 1989 will der alte Parteiapparat noch einmal seine Macht demonstrieren. Der 40. Jahrestag der DDR soll mit Parolen und Fackeln die Errungenschaften des Sozialismus preisen – aber den meisten Menschen ist nicht zum Feiern zumute.

So wird die verordnete Jubelfeier unversehens zum Abgesang auf das SED-System. Denn in vielen Städten und Dörfern gehen die Bürger mit geballten Fäusten auf die Straße. In Berlin werden zahlreiche Menschen verhaftet. Und in Schwante nördlich von Berlin legt ein kleiner Kreis um Markus Meckel und Martin Gutzeit ausgerechnet am 7. Oktober die Keimzelle der neuen Sozialdemokratie in der DDR: Sie gründen die SDP, die Sozial-Demokratische Partei.

Vor allem in Sachsen, damals noch gegliedert in die drei Bezirke Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt, brach sich der Protest auf den Straßen Bahn. Drei Demonstrationen an drei aufeinanderfolgenden Tagen – am 7. Oktober in Plauen, am 8. Oktober in Dresden und am 9. Oktober in Leipzig – prägten die friedliche Revolution in der DDR. Der Mauerfall war am 9. November schließlich das Ergebnis des Druckes von der Straße. In der sächsischen Landesvertretung in Berlin berichteten dieser Tage Protagonisten der Demonstrationen aus allen drei Städten über ihre damaligen Erlebnisse.
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30 Jahre Titanic (das Satiremagazin) - die Ausstellung

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Geburtstagsausstellung "Titanic – Das Erstbeste aus 30 Jahren" im Museum für Komische Kunst

(pia) Die neue Wechselausstellung im "caricatura museum frankfurt" am Weckmarkt widmet sich dem 30. Geburtstag des Frankfurter Satiremagazins "TITANIC".

Vor 30 Jahren erblickte die Zeitschrift "TITANIC" die Dunkelheit der Welt, um ihr fortan Licht und Wärme zu schenken. Gegründet von Robert Gernhardt, Peter Knorr, Chlodwig Poth, F.K. Waechter und Hans Traxler, löste "das endgültige Satiremagazin" "Pardon" als Leitmedium der "Neuen Frankfurter Schule" ab, wurde zum Zentralorgan der kritisch-komischen Intelligenz – ein ständiges Forum für Autoren wie Bernd Eilert, Eckhard Henscheid, Walter Boehlich, Max Goldt, Hans Zippert, Oliver Maria Schmitt und Thomas Gsella; ein stets geöffnetes Atelier für Zeichner wie Bernd Pfarr, F.W. Bernstein, Michael Sowa, Eugen Egner, Greser & Lenz, Walter Moers, Rattelschneck, Ernst Kahl und Rudi Hurzlmeier.
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Die Vorhut

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[b]Nur wenige Wochen vor dem Mauerfall flohen so viele Menschen wie nie zuvor aus der DDR. Sie waren den Ereignissen vorausgeeilt – und sahen sich doch plötzlich von der Geschichte überholt.[/b]

Am 15. November 1989 lärmt ein Trabant durch das verschlafene Steinach an der Ens. Dietmar Riemann ist sofort auf der Straße. Wie viel vertrauter als das bayerische 250-Seelen-Nest ist ihm das Trabi-Geknatter!

Erst Anfang Oktober 1989 ist er mit seiner Frau Marga und Tochter Hella hier angekommen; wenige Wochen vor dem Mauerfall hat er so gut wie alles, was er in der DDR besaß, aufgegeben. Ein marodes Bauernhaus dient der Familie jetzt als Bleibe, der Putz platzt von der Decke. Und nun das: Die deutsch-deutsche Grenze – offen! »Als dieser Trabi durchs Dorf fuhr«, sagt Riemann, »da liefen mir die Tränen, da hab ich det alles erst wirklich verstanden.«
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Einmal Prager Botschaft und zurück

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Zwei Jungs, ein Motorrad und im Deutschlandfunk die Berichte über die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge in Prag. Die ARD-Tagesschau dringt in diesem Herbst 1989 noch nicht nach Ostsachsen vor, ins Tal der Ahnungslosen. Ich bin 21, mein Freund ist 18 Jahre alt – beide reif genug, um am Sinn des Bleibens zu zweifeln. Aber wir sind zu jung, um den exorbitanten Frust zu empfinden, der in diesen Tagen Tausende DDR-Bewohner in den Westen treibt. Wir ersehnen ein Umdenken der Führung, wollen zu Hause für Veränderungen kämpfen. Der Glaube an die Reformfähigkeit des Regimes macht uns zu "überzeugten Hierbleibern".

In Pirna, südlich von Dresden, haben wir mit anderen Freunden das Wochenende verbracht. Der Gedanke an die Flucht ist allgegenwärtig. Nie können wir sicher sein, ob wir uns beim nächsten Treffen noch sehen. Jeder von uns kennt Menschen, die derzeit im Notaufnahmelager leben. Viele kennen bereits das Gefühl, montagmorgens auf der Arbeit wieder einen Kollegen weniger anzutreffen.

Die Fahrstrecke nach Hause, nach Zittau ins Dreiländereck zu Polen und der Tschechoslowakei, ist kürzer, wenn man den Weg über tschechisches Gebiet nimmt. Und der Tag ist noch lang. Mein Freund schlägt vor, mit dem Motorrad einen Umweg über Prag zu fahren. Dort, so erzählte man, ließen die Menschen alles zurück, um über den Zaun der Deutschen Botschaft zu klettern, weil die DDR ihre Ausreiseanträge nicht genehmigt.

Wir werden ein Stück Geschichte verpassen, wenn wir das nicht mit eigenen Augen sehen, denken wir. Dass etwas Großes geschehen würde, war seit Wochen zu fühlen: Das Neue Forum hatte sich gegründet, eine aus Sicht der DDR-Führung illegale Bewegung. In den Kirchen lasen wir die Gedächtnisprotokolle von Menschen, die die Polizei bei Demonstrationen in Dresden und Leipzig festgenommen und auf der Wache gepeinigt hatte.
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"Wir sind zu Ihnen gekommen ..."

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[b]Es war ein Satz, der in die Geschichtsbücher eingegangen ist: Der deutsche Außenminister verkündete "seinen Landsleuten", die in die Prager Botschaft geflohen waren, dass sie in den Westen ausreisen dürfen. Das war vor genau 20 Jahren, am 30. September 1989. Heute erzählt Hans-Dietrich Genscher, wie es dazu kam – und wie es ihm an diesem Tag ums Herz war.[/b]

Es gibt Ereignisse, die sehnt man herbei, man arbeitet dafür, man denkt stets daran, sie bewegen einen, und plötzlich zeichnen sie sich ab. So war es für mich mit der deutschen Vereinigung und mit dem Weg dorthin.

Als ich 1952 meine Heimatstadt Halle verließ und „in den Westen“ ging, war ich mir ziemlich sicher, es würde nicht ein Abschied für immer sein. Je tiefer die Spaltung wurde, umso mehr bewegte mich der Gedanke: „Was muss geschehen, damit alle Deutschen zusammen und in Freiheit leben können?“ Während der Verhandlungen über die Ost-Verträge hatte ich als Innenminister dafür zu sorgen, dass die Verträge vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben würden. Ab 1974 war ich dann selbst als Außenminister verantwortlich für die Außenpolitik. Besonders verpflichtet fühlte ich mich den Menschen in meiner Heimat, ihr Los zu erleichtern und das Tor zur Einheit zu öffnen. Das forderte ich in jedem Jahr vor den Vereinten Nationen. 1985 kam Gorbatschow. Bald schon rief ich dazu auf, ihn ernst zu nehmen und eine historische Chance nicht zu versäumen.
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(C) Daniel Oswald