Das Gedenken an Österreichs größtes KZ wird reformiert

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Mauthausen ist ein zentraler Erinnerungsort der Republik. Bis Frühjahr 2013 wird die Gedenkstätte nun neu gestaltet.[/b]

Michael Horvath blickt sich vor dem Tor des Lagers Mauthausen um. Er weiß nicht so recht, soll er links, soll er rechts oder geradeaus gehen. Zunächst blickt er aber über seine Schulter, um sicher zu sein, dass ihm kein SS-Mann folgt. Es ist Juli 1945. Die Befreiung durch amerikanische Soldaten liegt bereits zwei Monate zurück. Doch nach sechs Jahren KZ-Haft ist es für Horvath kaum vorstellbar, dass er sich dorthin bewegen kann, wohin er will.

»Manchmal haben sie dich viel geschlagen, manchmal wenig. Aber geschlagen haben sie dich jeden Tag«, erzählt er in einem Interview, das an einer Videostation zu Beginn der neuen Dauerausstellung in der Gedenkstätte Mauthausen zu sehen sein wird. Seit nunmehr sechs Jahren ist die Ausstellung in Vorbereitung, als Teil einer Gesamtsanierung und Neugestaltung der Gedenkstätte. Im Frühjahr 2013 soll sie eröffnet werden.
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Die vergessene Exklave

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Am Rande von Leipzig spreizt ein Doppeladler im Gedenken an österreichische Helden sein Gefieder. Nun verursacht das Monument Kosten, und keiner will sie übernehmen.[/b]

Im Südosten von Leipzig wacht an einer Straßengabelung ein gewaltiger Doppeladler über ein Stück Österreich in Ostdeutschland. Lange Zeit verwahrloste das rund 200 Quadratmeter große Grundstück am Rande des Stadtteils Holzhausen, wo Leipzig schon sehr ländlich wird.

Als der Bewuchs vor drei Jahren bereits eine Gefährdung für Leib und Leben der Passanten darstellte, schritt schließlich die Stadtverwaltung ein und ließ die beiden altersschwachen Pyramidenpappeln, die das gusseiserne Wappentier der Habsburger säumten, fällen. Auf den Kosten für die Gärtnerarbeiten in Höhe von 1.142 Euro und 40 Cent ist das Ordnungsamt Leipzig bis heute sitzen geblieben. Denn niemand in Österreich fühlt sich zuständig für diesen Ort des Heldengedenkens im Eigentum der Republik.
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Im Juni 2009 baten die Beamten aus Sachsen die österreichische Botschaft in Berlin um »Benennung der Einrichtung, welche mit der Verwaltung von Grundstücken des österreichischen Staates betraut ist«.

Drei Jahre sind inzwischen vergangen, in denen die Leipziger geduldig auf eine Antwort warteten. Bis sie im Juni 2012 erneut einen Brief an die österreichische Diplomatie auf den Weg brachten – mit der Bitte um »kurzfristige Erledigung«.

Denn im Leipziger Grundbuch scheint bis heute als Eigentümer des Grundstücks die Stiftung Militär-Maria-Theresia-Orden auf, wie das Ordnungsamt dem österreichischen Generalkonsul mitteilt. Doch diese existiert seit über einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Das Stiftungsvermögen wurde vom österreichischen Staat eingezogen. Das kleine Stück Land in der damaligen DDR wurde dabei wohl übersehen.
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Schweizer Chronik des Zweiten Weltkriegs

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Nach offizieller deutscher Version ist Adolf Hitler seit gestern tot. Am Radio hat sich Grossadmiral Dönitz als neuer deutscher Führer vorgestellt . . . Die Umstände von Hitlers Abgang begegnen im Ausland grosser Skepsis.» Dies meldete nüchtern der Schweizer Kurzwellendienst (KWD) am 2. Mai 1945, also zwei Tage nach dem Selbstmord des Diktators. Nachlesen kann man die ganze Nachricht auf der Website
Historische Archive

Der Internetdienst Swissinfo, Nachfolger von Schweizer Radio International, hat am Montag ein Online-Archiv öffentlich zugänglich gemacht, das die Manuskripte der täglichen KWD-Nachrichten zwischen 1939 und 1945 versammelt. Die Dokumente können entweder im Original in Schreibmaschinenschrift mit allen redaktionellen Korrekturen oder in einer digitalisierten Version nachgelesen werden. Teilweise sind die kopierten Originale schwer lesbar; die digitalen Versionen wiederum enthalten Mängel bei der maschinellen Umsetzung. Die einzelnen Bulletins können aufgerufen werden über eine Wortsuchfunktion oder einen einfach nutzbaren Zeitbalken.

Wer sich nicht in archivalische Knochenarbeit stürzen will, dem steht etwas leichtere Kost zur Verfügung. Swissinfo realisierte ein digitales Tagebuch, das einem gedruckten Buch gleicht und in welchem man per Computermaus blättern kann. Die Notizen stammen von Paul Gfeller (1922–2001), der bei Kriegsausbruch bei seinem Onkel in Frankreich arbeitete und damals nicht mehr in die Heimat zurückkehren konnte. Das digitale Buch umfasst Einträge vom 22. August 1939 bis zum 20. Juni 1940.
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Austriazismen out? Österreichisch wird "deutscher"

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Tomate statt Paradeiser, Mais statt Kukuruz oder Kartoffel statt Erdapfel – immer öfter werden österreichische Begriffe durch "bundesdeutsche" Wörter ersetzt. Vor allem bei den Jugendlichen sei dieser Trend überaus auffällig, meint der Sprachwissenschaftler Peter Wiesinger aus Wien.[/b]

Dass weltweit Anglizismen auf dem Vormarsch sind, ist ein alter Hut. Begriffe wie "Sorry" oder "E- Mail" oder auch "Date" für eine Verabredung haben sich weltweit durchgesetzt. Auf einen neuen, ebenfalls der Globalisierung zuzuschreibenden Trend verweist nun einer der bekanntesten heimischen Sprachwissenschaftler.

In einer Studie macht der emeritierte Professor Peter Wiesinger vom Institut für Germanistik in Wien darauf aufmerksam, dass bereits jeder dritte Jugendliche eher auf Germanismen als Austriazismen setzt.
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Moderne Zeiten

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Heute ist Bern ein Kanton unter anderen Schweizer Kantonen – oder fast. Denn Bern darf auf eine glorreiche Geschichte zurückblicken. Die aristokratische Republik trat in der Frühneuzeit als der mächtigste Stand der Eidgenossenschaft, ja als einer der machtvollsten Staaten Europas auf. An diese Zeiten erinnert man sich gern in Bern. Davon zeugt auf den ersten Blick auch die neue, nach zwölf Jahren zum Abschluss gekommene Kantonsgeschichte, die vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart reicht. Die fünf voluminösen Bände bilden das wohl stattlichste und aufwendigste Werk unter den vielen Schweizer Kantonsgeschichten, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Es nennt sich zudem nicht einfach «Kantonsgeschichte», sondern «Berner Zeiten» – nach dem gleichnamigen, im Berner Kulturleben breit abgestützten Verein, der das sich an eine grössere Öffentlichkeit richtende Projekt realisiert hat. Die einzelnen Bände schliesslich behandeln nicht bloss profane Zeitabschnitte. Sie heissen vielmehr «Berns mutige Zeit», «Berns grosse Zeit», «Berns mächtige Zeit», «Berns goldene Zeit». Das sind, jedenfalls für Aussenstehende, irritierende Selbststilisierungen.
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Vor 200 Jahren die Unschuld verloren

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Vor 200 Jahren haben zwei Aargauer Industriellensöhne und zwei Walliser Gemsjäger die Jungfrau im Berner Oberland erklommen. Damit haben sie die Geburtsstunde des Bergsteigens als eigenständige Tätigkeit eingeläutet.

Am 3. August 1811 verlor die Jungfrau im Berner Oberland ihre Unschuld. Zwei Aargauer Industriellensöhne, Johann Rudolf und Hieronymus Meyer, bestiegen zusammen mit zwei Walliser Gemsjägern, Joseph Bortis und Alois Volken, erstmals den Gipfel der Jungfrau und damit den ersten Viertausender der Schweizer Alpen.
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Wiedergeburt einer Weltstadt

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Beim amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen vor 50 Jahren bot sich Wien nach grauen Nachkriegsjahren die Chance, aus dem Schatten seiner Vergangenheit zu treten.

Ungeduldig wartet der Kardinal in seiner Kathedrale auf die hohen Gäste. Es ist Sonntag, der 4. Juni 1961, der zweite Tag des amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffens in Wien. Das katholische Präsidentenpaar aus Washington, John F. Kennedy und First Lady Jackie, wird im Stephansdom zum Morgengottesdienst erwartet. Als der Konvoi endlich vor dem gotischen Portal eintrifft, eilt der Oberhirte von Wien, flankiert von zwei Ministranten, mit flackernden Kerzen dem Präsidentenpaar entgegen. Franz Kardinal König hat es so eilig, dass beide Flammen im Luftzug verlöschen. »Ein böses Omen«, raunt es in den voll besetzten Kirchenbänken.
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Preußens Perle

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Die Stadt und der Kanton Neuchâtel gehörten fast 150 Jahre lang dem König in Berlin. Als die helvetischen Untertanen ihm 1856 den Gehorsam aufkündigten, rüstete Preußen zum Krieg gegen die Schweiz.
Es ist die Nacht auf Mittwoch, den 3.September 1856. Ein Trupp Bewaffneter stürmt das Regierungsgebäude der Schweizer Kantonshauptstadt Neuenburg/Neuchâtel. Es sind die Anhänger des preußischen Königs. Noch im Laufe der Nacht verhaften sie mehrere Staatsräte der Regierung aus ihren Betten – einer entkommt mithilfe zusammengeknüpfter Leintücher durchs Schlafzimmerfenster – und verkünden die Wiederherstellung der Monarchie: »Neuenburger! Die Stunde der Befreiung hat endlich geschlagen! Der Ruf ›Vive le Roi!‹ sei Euer Erkennungszeichen! An die Waffen, Ihr Treuen!«
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Historische Karte zum Schwabenkrieg 1499

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Aus der NZZ vom 24. August 1940

Das einzigartige Werk des Kölner Meisters PW, dessen Name unbekannt ist, bilden die Karte und das Schlachtenbild des Künstlers zum Schwabenkrieg von 1499. Sie stellen ein wertvolles Dokument dar und gewähren einen Blick ins Mittelalter.
bsa. «Dies ist der Krieg zwischen dem römischen König und den Schweizern. Und die ganze Landschaft, Städte, Schlösser und Dörfer im Schweizerland und ein Teil vom Schwabenland. (Und wo ein S. steht gezeichnet, das ist den Schweizern unterworfen, das andere dem Reich.) Und der Sprung der beiden Flüsse Rhein und Donau.», lautet die lateinische und deutsche Inschrift der Karte. Die NZZ vom 24. August 1940 präsentiert Auschnitte des 140x60 cm grossen Kupferstich zum Schwabenkrieg von 1499 zwischen Eidgenossen und Reich und erklärt, wie das eindrückliche Kartenwerk entstanden ist.

http://static.nzz.ch/files/3/1/0/Schwabenkrieg+1499_1.9534310.pdf
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Heim ins Land der Väter

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Ein verdrängtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte: Wie farbige Besatzungskinder in die USA abgeschoben wurden.[/b]

Noch lebhaft in Erinnerung hat Trudy Jeremias die großen Augen der kleinen Knirpse. Nach mehr als 20 Stunden Flug kletterten sie in den frühen Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts am New Yorker Flughafen Idlewild (heute JFK Airport) aus den viermotorigen DC-6-Maschinen der Sabena und blickten staunend und verstört in eine ungewisse Zukunft. Die belgische Luftfahrtgesellschaft war damals die einzige Fluglinie, die unbegleitete Kinder über den Atlantik beförderte.

Trudy Jeremias arbeitete beim Bodenpersonal. Sie selbst war 1938 im Alter von 13 Jahren vor den Nazis aus Wien geflohen und sprach daher Deutsch. Zu ihrem Job gehörte es nun, die entwurzelten Kinder aus Europa, manche waren erst vier, andere bereits sieben Jahre alt, in den USA in Empfang zu nehmen und durch die Grenzkontrollen zu ihren neuen Adoptiveltern zu begleiten. Es waren meist die Sprößlinge, die amerikanische Besatzungssoldaten dort zurückgelassen hatten, wo sie stationiert gewesen waren.

»Jeden Tag sind österreichische Kinder angekommen, manchmal eines, manchmal drei«, erinnert sich Trudy Jeremias. Wenn sie ein paar Worte hervorbrachten, dann in der Regel im alpenländischen Dialekt. Einer von ihnen war Peter. »Er kam in einem Tirolergewand an, und er hat auch so gesprochen. Peter war ein schwarzes Kind.«
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Das Wunder von Wörgl

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Wie bekommt man das Geld zum Zirkulieren und in hoffnungsloser Rezession die Wirtschaft in Schwung? Ein österreichischer Bürgermeister wagte 1932 ein erstaunliches Experiment.[/b]

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Zahltag: Wörgler Bauarbeiter werden mit Freigeld entlohnt

Es ist nicht bekannt, wem die verbotene politische Zeitschrift gehörte, die ein österreichischer Lokomotivführer im Jahr 1916 in der Nähe der Front des Ersten Weltkriegs findet. Einem friedensbewegten Major vielleicht, einem linken Sanitäter, einem ökonomisch interessierten Feldwebel? Auch weiß niemand, was passiert wäre, hätte der Lokführer mit dem Namen Michael Unterguggenberger das Heft liegen gelassen und sich auf das beschränkt, was der Kaiser von Österreich von ihm erwartete, hier in Galizien, in der heutigen Ukraine: lange Züge mit Munition und Truppen in die vorderen Linien bringen. Mithelfen, die Russen zu besiegen.

Michael Unterguggenberger aber unterbricht den Dienst am Vaterland für einen Augenblick. Er hebt die Zeitschrift mit dem seltsamen Namen Der Physiokrat auf und beginnt zu lesen.

Er bringt damit eine Geschichte in Gang, die sich rund 15 Jahre später, während der Weltwirtschaftskrise, um die halbe Erde verbreiten wird.
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Aargau will mit Thema Habsburger Touristen anlocken

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Der Aargau will Touristen auf die Spuren der Habsburger schicken. Für die Österreicher wurde schon die Habsburger-Fahne gehisst.


Michael Spillmann

Ein wahrlich ungewöhnlicher Akt: Unter den Fanfarenklängen zweier mittelalterlich gekleideter Bläser wurde gestern auf Schloss Habsburg feierlich die Habsburger-Fahne gehisst. Nun weht sie dort neben der Aargau-Fahne im Wind. Die Schweizer Flagge muss derweil «eine Saison lang» ihren Platz räumen.

Es ist aber nicht so, dass der Ort, wo die Habsburgerdynastie einst ihren Anfänge genommen hatte, wieder an unsere Nachbarn gegangen wäre. Vielmehr war es der Startschuss für eine Offensive – keine militärische, sondern eine kulturtouristische.

«Die Stammlande Europas»

Im Auftrag des Regierungsrats bietet das Museum Aargau künftig die «Habsburger-Touren» an, welche insbesondere BusReisegruppen aus der Schweiz, Deutschland und vor allem Österreich ansprechen sollen. Dem Vernehmen nach soll das Angebot in Österreich bereits auf reges Interesse gestossen sein. «Die Geschichte des Aargaus ist darum so speziell und spannend, weil wir uns als die Stammlande der Habsburger auch als die Stammlande Europas verstehen», begründete Staatsschreiber Peter Grünenfelder die Absichten des Kantons.

Wie Manuela Barrera, Projektleiterin Habsburger Kulturtourismus, ausführte, unterteilt sich das Angebot in zwei Gruppen. Der Kurz-Stopp mit Mittagessen führt zum Schloss Habsburg. Zum Programm gehören szenische Führungen und Hammeltopf mit Linsen. Höhepunkte der Tagestouren sind Schlösser, Klöster und mittelalterliche Städte, wo die Habsburger gewirkt haben. An ausgewählten Daten finden im Wasserschloss Hallwyl zudem Dinnerspektakel mit einem Improvisationstheater statt. Und: Für die Tourismus-Offensive wurde ein Habsburgerli, ein Königinnen-Siegel gefüllt mit Edelschokolade, kreiert.

Die österreichische Generalkonsulin in Zürich, Petra Schneebauer, war ob der Pläne begeistert: «Das alles ist toll! Ich kann nur gratulieren und dem Kanton Aargau danken.»
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Mit Fridolin auf der Näfelser Fahrt

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Die Näfelser Fahrt ist der höchste Feiertag im Kanton Glarus. Dann gedenkt man der Schlacht von Näfels von 1388, als die Glarner die Habsburger besiegten. – Das Protokoll einer altehrwürdigen Tradition.
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Reliquien-Funde in Müstair

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Restauratoren haben in der Heiligkreuzkapelle des Klosters St. Johann in Müstair den Altar geöffnet und ein Glas mit Reliquien Christi entnommen. Anfang Mai soll das blaugrüne Glas in der Klosterkirche feierlich geöffnet werden.

Im Klosterarchiv befindet sich eine Abschrift, welche die Reliquien auflistet und ihre Authentizität bezeugt. Laut diesem am 2. August 1502 datierten Schriftstück enthält das Gefäss von der Grösse eines Marmeladenglases einen Splitter aus Christi Kreuz, eine Dorne seiner Dornenkrone sowie Reliquien von Johannes dem Täufer und weiterer Heiliger.

Alle Reliquien sind in winzige Stoffbündel verpackt. Die Restauratoren wollen den Stoff untersuchen, um herauszufinden, wann die Reliquien ins Kloster gebracht wurden. Die Reliquien selber sollen nicht ausgepackt werden.

Es wird vermutet, dass die Reliquien bereits im 8. Jahrhundert zur Zeit Karls des Grossen im originalen Altar der Kapelle Platz gefunden hatten, 1502 neu verpackt und bei der Neuweihe wieder in den Altar eingemauert wurden.

In der Heiligkreuzkapelle wird seit einigen Jahren restauriert und geforscht. Die Restauratoren haben die Gelegenheit genutzt, um das Reliquienglas im Altar zu suchen, wie das Kloster mitteilte. Dass sich das mit einem Wachsdeckel und einem Siegel verschlossene Glas im Altar befand, war ihnen bekannt, nicht aber seine genaue Lage.
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Kaiser Karl I. bewegt Muri - immer noch

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Eine dem Klostermuseum Muri geschenkte Taschenuhr zeigt, wie tief die Verbundenheit in Muri mit dem Hause Habsburg noch immer ist. Die ehemalige Herrscherdynastie der Habsburger ist hier wieder sehr präsent.

Die goldene Taschenuhr ist schön und kostbar. An einer Auktion könnte sie durchaus einen Preis von 100000 Franken erzielen. Denn sie stammt von Kaiser Karl I., dem letzten Kaiser Österreichs.

Doch die mit Brillanten besetzte und rot vergoldete Uhr wird an keiner Auktion zu kaufen sein. Sie hat nach einer abenteuerlichen Geschichte ihren neuen Platz gefunden: Ab sofort ist sie im Klostermuseum Muri zu bewundern; ein Geschenk an die Sammlung Murensia. Geschenkt hat sie der Murianer Gerhard Huwiler. Und der wiederum hat sie von seinem Grossonkel Fritz Huwiler geerbt, der die Uhr im Jahre 1921 von Kaiser Karl erhalten hat. Als Dank für die Dienste als Fluchthelfer. Auch wenn das niemand so deutlich sagen mag.
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Das Geheimnis um den Mann im Sarkophag ist gelüftet

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Das Alter des Skeletts im Sarkophag aus dem 7. Jahrhundert, der bei Bauarbeiten unter dem Klosterplatz in St. Gallen gefunden wurde, ist bestimmt. Vermutlich lässt sich auch die Identität des Bestatteten bestimmen. Alles spricht für den damaligen Landesherrn: Graf Talto.
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Der Herrgott von Wien

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Er modernisierte die Metropole, war das Idol von Adolf Hitler und erfand den politischen Antisemitismus. Vor 100 Jahren starb der legendäre Bürgermeister Karl Lueger.


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Volkstribun Lueger: Mit den Vereinigten Antisemiten an die Macht (Porträt um 1900)

Sigmund Freud, der dem Nikotin verfallen war, fiel es schwer, sich in diesen Tagen an die ärztliche Anweisung zu halten. Er hatte gerade zum ersten Mal das Rätsel eines Traumes geknackt. Er quälte sich mit der Niederschrift eines Entwurfs der Psychologie. Sein Befinden war verdrießlich – auch weil der befreundete Hals- und Nasenspezialist Wilhelm Fließ, der ihn unlängst am Siebbein operiert hatte, ihm den Genuss der geliebten Zigarren strengstens untersagt hatte. »Ich halte mich sonst an die Vorschrift«, schrieb der Nervenarzt an den Freund, »nur an diesem Tag habe ich aus Freude exzediert.«

Es war der 13. November 1895, und in Wien herrschte Aufruhr. Die Garnison der Residenzstadt war in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Soldaten fassten scharfe Munition aus, an einzelne Artillerieeinheiten wurden Schrapnells ausgegeben. Zwischen Parlament und Rathaus lieferte sich eine aufgebrachte Menschenmenge blutige Straßenschlachten mit der Polizei. Nur mit Mühe gelang es dem Wachregiment, den Mob, der bereits bis in den inneren Burghof vorgedrungen war, wieder aus dem Palast zu vertreiben. »Judenkaiser, Judenkaiser!«, schallte es zu den Gemächern des Monarchen hoch. In ihrer Mitte trug die Menge das Porträt ihres Idols. Es zeigte einen vollbärtigen Hünen in Märtyrerpose, die Dornenkrone auf dem Haupt.
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Mittelalterliche Wandmalerei in Zunfthaus

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Während der laufenden Wiederaufbauarbeiten wurden im zweiten Obergeschoss des Zunfthauses, im Kleinen Zunftsaal, mittelalterliche Wandmalereireste entdeckt. Sondierungen eines Restaurators zeigten, dass die Malerei eine grössere Fläche belegte und in gutem Zustand war. Auf Veranlassung der kantonalen Denkmalpflege wurde das von mehreren Tüncheschichten überdeckte Bild deshalb freigelegt und konserviert.
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Skelett in rund 1000 Jahre altem Sarkophag entdeckt

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In einem rund 1000 Jahre alten Sarkophag, der im April bei Leitungsarbeiten im Klosterhof in St. Gallen entdeckt wurde, haben Archäologen das Skelett eines Mannes vorgefunden. Es handelt sich um einen bedeutenden Fund für die Klostergeschichte.
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Die seltsame Hinterlassenschaft des Staatsschutzes

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1989 deckte eine parlamentarische Untersuchungskommission auf, dass die Bundesanwaltschaft Hunderttausende politisch aktive Bürger überwacht hatte. Die damals entdeckten Akten lagern im Schweizerischen Bundesarchiv. Wer sie einsehen möchte, braucht Geduld.
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Gottes erwählte Stadt - Johannes Calvin und Genf

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Weil sie unabhängig sein wollten vom Herzog von Savoyen, entschieden sich die Genfer für die Reformation. Und bekamen sie am Ende in der strengen Auslegung von Johannes Calvin, nach der Gott die Menschen schon vor ihrer Geburt zu Heil oder Verdammnis bestimmt hat.
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Calvin Superstar – Genf feiert seinen Heiligen

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Mit wenig calvinistisch anmutender Festfreude feiert Genf den 500. Geburtstag des grossen Reformators Jean Calvin. Was aber ist in der «Cité de Calvin» vom Geist des Calvinismus geblieben? Die einen sagen: Zurückhaltung und Fleiss. Andere: soziales Engagement. Nochmals andere: Geschäftstüchtigkeit. Und viel Selbst- und Sendungsbewusstsein.
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Forscher fanden älteste Alphütte in der Schweiz

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Auf 2300 Metern Höhe, im Silvretta-Gebirge entlang der schweizerisch-österreichischen Grenze, gelang Forschern der Universität Zürich ein Sensationsfund: Sie entdeckten die älteste Alp*hütte der Schweiz. «Wir konnten durch naturwissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass die Hütte fast 3000 Jahre alt ist», sagt Forschungsleiter und Archäologe Thomas Reitmaier. Er geht davon aus, dass die Bergbewohner bereits damals Viehzucht betrieben, Getreide anpflanzten und sogar Käse produzierten. «Die Alpwirtschaft in der Schweiz ist sehr viel älter als angenommen», so der 31-jährige Spezialist für Ur- und Frühgeschichte. Bisher sei man davon ausgegangen, dass sie erst im Mittelalter entstand. Doch jetzt stehe fest: «Bereits Ötzis Zeitgenossen haben in ähnlichen Häusern gelebt.»

Noch sieht man von der Hütte erst die Oberfläche. Doch im Juni wird ein Forscherteam für vier Wochen wieder in die Berge ziehen, um die Alphütte weiter auszugraben und die Grundmauern freizulegen. «Dann werden wir mehr über die damaligen Alpenbewohner erfahren», so Reitmaier.

Am 18. Juli wird die Alphütte am Tag der offenen Grabung der Öffentlichkeit präsentiert.
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900 Jahre altes Schmuckstück in Zürich gefunden

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Die Zürcher Stadtarchäologie ist bei den Rettungsgrabungen bei der Fraumünsterstrasse auf einen besonderen Schatz gestossen. Sie hat ein rund zweieinhalb Zentimeter grosses Schmuckstück aus Gold gefunden.

Freude bei der Zürcher Stadtarchäologie: Bei Rettungsgrabungen an der Fraumünsterstrasse ist ein etwa 2,5 cm grosses Schmuckstück aus Gold zum Vorschein gekommen. Es dürfte etwa 900 Jahre alt sein.
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Digitalisierte Frauenbewegung 1918 - 1938

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Neues Online-Informationssystem bietet Sammlung von Biografien, Vereinsprofilen und vielen Dokumenten
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(C) Daniel Oswald