Vertane Chancen, verlorene Jahre - Geschichte der Umweltpolitik

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Schon einmal sollte die große ökologische Wende hin zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz beginnen: 1977 in den USA unter Präsident Jimmy Carter.[/b]

Amerika in der Krise? Nichts Neues unter der Sonne. Als die Amerikaner am 2. November 1976 Jimmy Carter, den Gouverneur von Georgia, zu ihrem 39. Präsidenten wählten, befanden sich die USA gleich in einer dreifachen Krise. Die Nachbeben des Watergate-Skandals waren allenthalben zu spüren. Hinzu kam das Trauma des verlorenen Vietnamkriegs; ein Jahr zuvor war Südvietnams Hauptstadt Saigon gefallen.

Vor allem aber steckten die USA in einer ausgemachten wirtschaftlichen Depression. Der erste »Ölpreisschock« 1973 zog nicht nur eine kurzfristige Vervierfachung der Ölpreise nach sich. Für Amerika hatte er zweistellige Inflationsraten zur Folge und einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf über 12 Prozent.

Überall im Land sah man den Horizont verdunkelt. Die »Grenzen des Wachstums«, die Dennis Meadows und seine Kollegen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wenige Jahre zuvor in ihrer gleichnamigen Studie beschrieben hatten, schienen näher zu kommen. Ihr Bericht, 1972 dem Club of Rome vorgelegt, gipfelte in dem Fazit, dass die Erde spätestens im Jahre 2100 ihre absoluten Wachstumsgrenzen erreichen werde, wenn die Zunahme der Weltbevölkerung und der Industrialisierung, der Anstieg der Umweltverschmutzung und der Nahrungsmittelproduktion sowie die Ausbeutung natürlicher Rohstoffe unverändert anhielten.

Zwei Jahre später veröffentlichten Meadows und andere Forscher einen Folgebericht. Ihre Studie Menschheit am Wendepunkt endete mit der Erkenntnis, dass die gegenwärtigen Krisen keineswegs temporär seien. Man könne sie nur langfristig und in einer globalen Anstrengung überwinden. Viele alte Rezepte würden dabei wohl versagen.

Schon »Global 2000« warnt 1980 vor den Gefahren des »Treibhauseffekts«

Diese etwas dürre Quintessenz ließ die meisten Leser ziemlich ratlos zurück. Ein »hohles und irreführendes Werk«, schrieb die New York Times Book Review, ein Buch, das »die Hochwassermarke altmodischen Unsinns« erreicht habe, spottete der Londoner Economist. Namhafte Ökonomen wie der amerikanische Nobelpreisträger Paul A. Samuelson sprachen von einer mehr als wackligen Datenbasis und warfen der Studie vor, die technische Innovationsfähigkeit unberücksichtigt gelassen zu haben.

Nach dieser Kritik wollte Präsident Carter es besser machen. Der 52-jährige Erdnussfarmer hatte zwar bis dato über sein Wirken als Gouverneur von Georgia hinaus so gut wie keine Rolle in der Politik gespielt, und die Presse war noch während des Wahlkampfs herzlich über »Jimmy Who?« hergezogen. Doch gerade in seiner Außenseiterrolle sah er eine Chance. Von Anfang an verstand er sich als der Mann aus dem Volke, der für mehr Moral und Ehrlichkeit in der Politik eintrat.

Zum neuen, anderen Anspruch dieses Präsidenten gehörte es, auch andere Themen zu setzen als seine Vorgänger und neue Fragen zu stellen. Angesichts der heftigen Wirtschaftskrise und des zweifelhaften Ruhms der USA, weltweit Energieverschwender Nummer eins zu sein, wurde Nachhaltigkeit – sustainability – zu seinem Thema. Carter war es, der im August 1977 das Department of Energy ins Leben rief und damit deutlich machte, dass Energiepolitik von nun an mehr war als nur ein Sektor der Wirtschaftspolitik.
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Auf dem Pfad der Tränen

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Ethnische Säuberung im 19. Jahrhundert: Zwischen 1831 und 1838 wurden in den USA Zigtausende Indianer aus ihrer Heimat vertrieben.


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Einige vertriebene "Native Americans" ziehen gen Westen durch Louisiana. Gemälde von Alfred Boisseau, 1847

Auf seiner Reise durch die Neue Welt wurde der späterhin berühmte französische Staatsphilosoph Alexis de Tocqueville Ende Dezember 1831 Zeuge eines Exodus, der ein düsteres Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika einleitete. Nahe Memphis, am Ufer des Mississippi, stieß er auf einen Treck von Native Americans, die gerade dabei waren, sich und ihre kümmerliche Habe auf einen Flussdampfer einzuschiffen. Auf Anordnung der Bundesbehörden hatten die Choctaws ihr Stammesgebiet im Bundesstaat Mississippi aufgeben müssen, um Platz für die herandrängenden Siedlermassen zu schaffen. Was zahlreichen indianischen Nationen erst noch bevorstand, erlitten die Choctaws als eine der ersten. Mehr als 15.000 Menschen mussten das Land ihrer Ahnen räumen, wo sie über Hunderte von Jahren gelebt hatten. Mitten im Winter brachen sie nun auf, um in ein Reservat weit jenseits des Mississippi zu ziehen.
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Erinnern, nicht feiern

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Die USA gedenken ihres grausigen Bürgerkriegs, der vor 150 Jahren begann.[/b]

Salutschüsse hallen über den Platz vor dem ehrwürdigen Kapitol in Montgomery, der Hauptstadt von Alabama. Markige Reden, die Kapelle spielt Dixie-Musik. Höhepunkt des historischen Spektakels ist die »Vereidigung des Präsidenten«. Doch der Mann, der hier schwört, Jefferson Davis, ist nicht der Präsident der USA, sondern der eines neuen Landes: der Südstaaten – der Konföderierten Staaten von Amerika.

Die Amerikaner lieben solche reenactments, solch historisches Freilichttheater. Und zurzeit erlebt dieses eine besondere Hausse. Bald jede Woche wird irgendwo in den USA ein Staatsakt nachgespielt oder ein berühmtes Gefecht, wie die legendäre Schlacht von Gettysburg. Denn vor 150 Jahren begann der Amerikanische Bürgerkrieg: Am 12.April 1861 eröffneten auf Befehl ebenjenes Jefferson Davis hin Geschütze der Miliz von South Carolina – die nun Teil der Armee der Konföderierten wurde – das Feuer. Es galt der Festung Sumter, am Hafen von Charleston gelegen, die von loyalen Truppen der Union gehalten wurde. Das Bombardement dauerte einen Tag und eine Nacht; als Todesopfer war allerdings nur ein Pferd zu beklagen. Doch so glimpflich ging es wahrlich nicht weiter. Als der mörderische Bruderkrieg im Frühjahr 1865 mit der Kapitulation der Konföderierten zu Ende ging, hatte er 620.000 Menschenleben gefordert.

Insofern erscheint es dem Außenstehenden schon etwas seltsam, dass man jetzt in Alabama ausgerechnet Jefferson Davis feiert, den Mann, mit dessen Bestimmung zum »Präsidenten« durch die abtrünnigen Südstaaten die Elendszeit begann. Aber die Organisatoren des Historienspiels, ein Verein namens Sons of Confederate Veterans, begannen das Jahr bereits mit einem »Konföderiertenball« in Charleston – eine Veranstaltung, bei der Gentlemen in eleganten Gehröcken und Ladys in rauschenden Roben à la Scarlett O’Hara den alten Süden wiederauferstehen ließen. Nur die Sklaven, welche die Basis dieser Bälle, dieser Kultur, dieser ganzen Gesellschaft bildeten, wollte offensichtlich niemand spielen.
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Die Schrecken des Eises

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Henry Hudson war besessen von der Idee, eine Nordpassage nach Asien zu finden. Vier Mal brach er auf – vier Mal scheiterte er.[/b]

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Henry Hudson, sein Sohn und ein Crewmitglied nachdem Meuterer sie ausgesetzt haben. Das Gemälde entstand 1881 und stammt von John Maler Collier

Das erste Licht des Tages dämmert herauf. Henry Hudson tritt aus seiner Kapitänskabine. Muskulöse, vernarbte Männerarme greifen von hinten nach ihm und überwältigen ihn. Die Meuterei auf der Discovery beginnt: Fast ein Dutzend von Hudsons Männern wagen es, gegen ihren Kapitän aufzubegehren. Ihre Furcht davor, dass er nun, wo das Schiff endlich vom Eis wieder freigegeben ist, immer noch nicht in die Heimat segeln, sondern weiter nach der Nordwestpassage suchen will, ist zu groß. Die Männer wollen endlich nach Hause. Die Eismassen haben das Schiff eingeschlossen, seit acht Monaten sitzt die 23-köpfige Mannschaft fest: kein Entkommen aus der Kälte, kein Ausweg, nur Eis und Himmel. Die Verpflegung ist knapp geworden, die Männer haben Hunger, sie sind zum Teil krank, leiden an Skorbut, sind unterkühlt. Sie streiten heftig, alte Feindschaften brechen auf, die Kälte hat ihre Moral zermürbt.
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Eingeäscherte Gebeine belegen frühe Besiedlung Nordamerikas

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In einem Haus aus der Eiszeit haben Forscher die Überreste eines Kindes entdeckt. Der Fund zeigt: Bereits vor 11.500 Jahren siedelten Menschen in Alaska.[/b]

Die Eltern bestatteten ihr Kind in der Feuergrube in der Mitte des Hauses. Xaasaa Cheege Ts'eniin war mit drei Jahren viel zu früh gestorben. Die Familie entschied sich dafür, den Ort zu verlassen. Sie ließen das Haus zurück, das sie über die wärmeren Sommermonate bezogen hatten.
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Das lässt tief blicken

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Die New Yorker entdecken einen der schönsten U-Bahnhöfe der Stadt wieder: die 1945 aufgegebene City Hall Station.


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Eine Zug der Linie 6 fährt durch die City Hall Station in Manhattan

Brooklyn Bridge/City Hall« – bislang war es so, dass sich der Zug schnell leerte, wenn der krächzende Lautsprecher die Endstation der Linie 6, des Lexington Local, ankündigte. Höchstens ein paar schlafende Obdachlose blieben in den Waggons zurück. Das hat sich jetzt geändert: Seit Kurzem ist es erlaubt, auf seinem Platz sitzen zu bleiben, während die Bahn nach der Haltestelle eine Schleife dreht und wieder zurückfährt. Und seit in der New York Times zu lesen stand, dass sich dort hinten am Ende des Schachts die älteste U-Bahn-Station der Stadt verbirgt, bleiben immer mehr Passagiere an Bord.

Angestrengt starren sie in das dichte Schwarz des Tunnels und sehen zunächst nichts als rußige Kabel und grabesgraue Wände vorüberziehen. Dann tauchen plötzlich Säulen, ein Treppenaufgang und das Mosaik mit der Aufschrift »City Hall« unter schwachen Glühbirnen aus dem Dunkel. Wie in einem schlecht erhaltenen Filmfragment flackern im Dämmerlicht die Bilder vergangener Pracht vorbei: die gekachelten Kuppelgewölbe des spanischen Architekten Rafael Guastavino, das blinde Glas der ornamentalen Dachfenster. Ein junger Mann macht die Tour schon zum dritten Mal, diesmal zeigt er seinen Eltern, die aus Kanada zu Besuch sind, den mehr als 100 Jahre alten Bahnhof.
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Sitting Bull, Rebell mit Weltruhm

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Er ist der wohl berühmteste Indianer der Geschichte: Vor 120 Jahren starb Sitting Bull. Zeitlebens kämpfte er für die Freiheit seines Volks. Mit ihm endete eine Ära.


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Die Aufnahme zeigt den Indianerführer Sitting Bull im Jahr 1881

Bei seinem größten Erfolg war Sitting Bull gar nicht dabei. 1876 schlugen seine Krieger angeführt von Crazy Horse zusammen mit den Kämpfern des Häuptling Big Foot die Truppen des Oberstleutnant George Cluster. Die legendäre Schlacht am Little Bighorn im heutigen US-Bundesstaat Montana wurde zur größten Niederlage der US-Kavallerie im Freiheitskampf der Ureinwohner gegen die europäischen Eindringlinge. Sitting Bull war noch geschwächt. Er hatte sich beim Sonnentanz verausgabt.

Eine Woche vor dem 100. Geburtstag der USA rieben seine Krieger die Soldaten Custers auf. Der talentierte, aber hoffnungslos arrogante Oberstleutnant scheiterte an Selbstüberschätzung. Trotz ihrer chaotischen Führung siegten die Indianer. Ein letztes Mal.
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Späte Gnade für Billy the Kid?

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William H. Bonney alias Billy the Kid gilt als Inbegriff des gesetzlosen Revolverhelden. 129 Jahre nach seinem Tod könnte er nun rehabilitiert werden.[/b]

1881, in einer staubigen dunklen Hütte in Fort Sumner, US-Bundesstaat New Mexico. Es ist kurz vor Mitternacht, als William H. Bonney mit einem Messer in der Hand in Richtung Küche schleicht. "Wer ist da?", fragt er auf Spanisch. Die Antwort wird er nicht mehr hören, nur den Schuss. Ein Stück Blei bohrt sich in Bonneys Herz und löscht sein Leben aus.

So beschreibt die Legende den Tod des Mannes, der als Westernheld Billy the Kid in die Geschichte einging. Er galt als Gesetzloser, Revolverheld und Mörder. Jetzt könnte er begnadigt werden – 129 Jahre nach seinem Tod.

Viele Mythen ranken sich um den Mann, der 1859 in New York auf die Welt gekommen sein soll. Selbst sein richtiger Name ist nicht eindeutig überliefert. 21 Morde soll er begangen haben, geschichtlich nachzuvollziehen sind vier. Mehr als ein Dutzend Kinofilme und unzählige Legenden haben The Kid für Western-Fans dennoch zum Helden gemacht. Sein Leben war aufregend und gilt als Sinnbild für den Wilden Westen. Doch es endete schon mit 21 Jahren.
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Überleben mit Austern

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Als englische Siedler im 17. Jahrhundert den Ort Jamestown im heutigen Virgina gründeten, wären sie fast verhungert. Muscheln retteten den Siedlern das Leben.[/b]

Ohne Austern wäre die amerikanische Geschichte anders verlaufen. Als im Mai 1607 englische Siedler im heutigen Virginia den Ort Jamestown gründeten, der die erste permanent bewohnte englische Siedlung in Nordamerika werden sollte, herrschte dort eine langjährige Dürre.
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Ehrenmedaille für Heldentod vor 147 Jahren

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Delafield/USA (apn) Eineinhalb Jahrhunderte nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg soll ein Soldat der Nordstaaten die höchste Auszeichnung der US-Streitkräfte erhalten: Der 22-jährige Oberleutnant Alonzo Cushing kam im Juli 1863 in der Schlacht bei Gettysburg ums Leben - nachdem er trotz Verwundung seine Männer in ein letztes Gefecht geführt und einen Vorstoß der Konföderierten zurückgeschlagen hatte.
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US-Geschichtsunterricht: Ist Jefferson zu links?

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Erst nahmen sich Amerikas Fundamentalisten die Biologiebücher vor. Jetzt geht es an den Geschichtsunterricht.[/b]

Thomas Jefferson flog raus. Nicht aus seinem prächtigen Gedenktempel nahe dem Kapitol in Washington, den jeder Hauptstadt-Tourist kennt. Sondern aus dem Kanon der großen Denker des Landes, wie er künftig den knapp fünf Millionen Schülerinnen und Schülern an öffentlichen Schulen im Bundesstaat Texas vermittelt werden soll. Der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und dritte Präsident der USA plädierte für die strikte Trennung von Staat und Kirche. Dies und die Tatsache, dass ihm der kleine Farmer sympathischer war als der Großindustrielle, scheint für die Schulaufsicht in Texas wohl der Grund dafür zu sein, Jefferson für die nächsten zehn Jahre als eher periphere Gestalt ins pädagogische Abseits zu verbannen.
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Das moderne Amerika entdecken - Zum 150. Todestag von Alexis de Tocqueville

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Die beiden Reiter waren abgestiegen und führten ihre Pferde am Zaum. »Unsere Führer marschierten oder besser hüpften wie Wildkatzen über jedes Hindernis auf unserem Weg. Ob es ein umgestürzter Baum war, ein Bach oder ein Sumpf, stets wiesen sie uns mit dem Finger die richtige Richtung. Wir waren völlig in ihrer Hand. Hier galt die umgekehrte Rangfolge. In diesem tiefsten Dunkel und allein auf seine Kräfte angewiesen, marschierte der zivilisierte Mensch blind voran, nicht nur unfähig, seinen Weg im Labyrinth auszumachen, sondern auch, dort das zum Leben Nötige zu finden. Und inmitten derselben Schwierigkeiten triumphiert der Wilde. Für ihn war der Wald sein Vaterland.«

Staunen verjagt alle Furcht, als an diesem 25. Juli 1831 zwei junge Franzosen von altem Adel sich durch die undurchdringlichen Wälder zum Michigan-See vorkämpfen. Geführt werden die Fremden von zwei noch jüngeren Chippewa-Indianern zu Fuß. Verständigen können sich die vier jungen Leute nur durch Gesten.
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Amerikas Sündenfall

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Sie wollten die Freiheit bringen und den christlichen Glauben. Sie brachten Folter, Massaker und Pressezensur – ein moralisches Desaster. 1899 verstrickten sich die USA auf den Philippinen in einen Guerillakrieg.
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Die "Geheimbotschaft", von der Lincoln nichts wusste

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In der Taschenuhr des ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln ist ein Kommentar zum amerikanischen Bürgerkrieg eingraviert. Historiker des Smithsonian hätten die Botschaft entdeckt, die ein Uhrmacher wahrscheinlich ohne Lincolns Wissen kurz nach seiner Amtseinführung in das Uhrenlaufwerk graviert habe, teilte das Museum für amerikanische Geschichte am Dienstag in Washington mit. Bei der Botschaft gehe es um den Angriff der Südstaaten auf Fort Sumter, der den amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) auslöste.
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Historisches Plutonium auf der Müllkippe

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Auf einem Gelände im US-Bundesstaat Washington ist die zweitälteste Probe künstlich hergestellten Plutoniums aufgetaucht. In den 40er Jahren wurden hier Atomwaffen produziert.
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Geronimos Nachfahren fordern seine Gebeine zurück

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Ehemaliger Kriegshäuptling der Apachen starb vor 100 Jahren in Gefangenschaft - sein Grab wurde einige Jahre später geplündert, der Leichnam verschwand
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Abraham Lincoln: Der rätselhafte Gründungsvater

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Er schaffte die Sklaverei ab und bewahrte die Einheit der USA. Vor 200 Jahren wurde Abraham Lincoln geboren. Noch heute fasziniert er Amerika und dient Obama als Vorbild
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Die mysteriösen Steine von Newark

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Es schien ein Jahrhundertcoup zu sein, als 1860 der Forscher David Wyrick hebräische Tafeln aus einem Acker in Ohio grub. Der Fund schien zu beweisen, dass alle Völker auf den Stamm Israel zurückgehen. Sogar der Bürgerkrieg schien abwendbar. Doch die Steine waren dreist gefälscht - in bester Absicht.
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Deutsche Indianer

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Ein Deutscher gehörte zu den letzten Komantschen, die den Eindringlingen aus Europa Widerstand leisteten. Die Geschichte von Häuptling Hermann Montechema Lehmann
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Amerika wurde von Sibirien aus besiedelt

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... in einer einzigen Migrationswelle - Populationsgenetische Untersuchungen haben Annahme bestätigt
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US-Goldmünze aus dem Jahr 1834 zeigt "Miss Liberty" mit Turban

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Zehn-Dollar-Geldstück wechselte um fünf Millionen Dollar den Besitzer - Weltweit nur mehr vier Münzen dieser Art
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Lincolns schiefer Blick

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Laserscans enthüllen, wie asymmetrisch das Gesicht des berühmten US-Präsidenten war, und warum er zuweilen schielte. Zwei Forscher entlockten das Geheimnis alten Masken Lincolns - den Fotografen und Maler seineszeit stets von der Schokoladenseite zu zeigen wussten.
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US-Bundesstaat Alabama entschuldigt sich für Sklaverei

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Als vierter US-Staat hat sich Alabama für die Sklaverei entschuldigt. Nach Verabschiedung der Entschließung im Parlament von Montgomery sagte Senator Hank Sanders am Donnerstag (Ortszeit), damit stelle sich Alabama endlich seiner Geschichte. Die Resolution spricht von "Jahrhunderten brutaler Entmenschlichung und Ungerechtigkeit".
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Krieg und Gewalt im puritanischen Neuengland 1620-1676

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Den Kolonisatoren Nordamerikas wird meist pauschal der Vorwurf gemacht, die Besiedlung sei außerordentlich gewalttätig und kriegerisch erfolgt. Ein genauerer Blick auf die ersten puritanischen Kolonien Neuenglands, Plymouth, Massachusetts oder Connecticut, relativiert dieses Urteil.
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Kennedy-Mörder möglicherweise doch kein Einzeltäter

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Moderne ballistische Studie weist auf drei unterschiedliche Projektile hin - Kugel*fragmente sollen neu untersucht werden
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(C) Daniel Oswald