Forscher entziffern jüdische Grabinschriften

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas stehen jahrhundertealte Grabsteine, aber ihre Inschriften sind kaum noch lesbar. Mit einem 3-D-Scanverfahren haben Forscher nun begonnen, die verwitterten Wormser Tafeln zu entschlüsseln. Die Botschaften sind romantisch - und grausig zugleich.
Weiterlesen »

Der Feind meines Feindes

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
[b]
Israel und Iran sind erbitterte Gegner. Dabei waren sie bis in die achtziger Jahre hinein Verbündete. Die Geschichte einer seltsamen Freundschaft.[/b]

Am 18. Juli 1977 reist General Hasan Toufanian nach Israel. Irans stellvertretender Verteidigungsminister trifft sich mit Israels legendärem Militärchef Mosche Dajan und mit Ezer Weizmann, dem Außenminister und späteren Präsidenten. Es geht um gemeinsame Rüstungsvorhaben. Eines davon ist das Projekt Flower: die Weiterentwicklung einer israelischen Antischiffsrakete. Auch möchte der Abgesandte des Schahs von Persien gern über U-Boot-Raketen sprechen: Iran ist besorgt über Indiens und Pakistans atomare Raketenrüstung. General Toufanian hat bereits einen Test von Israels nuklearwaffenfähiger Langstreckenrakete Jericho beobachten dürfen, er war begeistert. Das Interesse an dieser Technik ist entsprechend groß.

Das Flower-Geschäft kommt zustande. Als Anzahlung liefert Iran ein Jahr später, 1978, Öl im Wert von 280 Millionen Dollar an Israel. Experten beider Länder beginnen mit dem Aufbau einer Raketenfabrik in der Nähe von Sirdschan im südlichen Iran und einer Testanlage bei Rafsandschan. Als im Februar 1979 die Islamische Revolution das Regime von Schah Mohammed Reza Pahlevi stürzt, bedeutet das auch das Ende von Flower. Die israelischen Ingenieure werden ausgeflogen, die Pläne und Blaupausen der Waffensysteme mit einem stark geschützten diplomatischen Kurier nach Israel zurückgebracht.

Und dennoch: Selbst nach der Machtergreifung durch das Mullahregime ging die iranisch-israelische Zusammenarbeit nach kurzer Pause weiter. Als im September 1980 der Iran-Irak-Krieg begann, stand Israel wieder an der Seite der Iraner.
Weiterlesen »

Zum Beispiel die Franks

News in Judentum | Israel | Naher Osten 5 Kommentare »
[b]Mirjam Pressler erzählt vom Schicksal der deutschen Juden von der Emanzipation bis zu Vernichtung und Weiterleben.[/b]

Anne, das jüdische Mädchen aus Frankfurt am Main, das im Konzentrationslager Bergen-Belsen kurz vor Kriegsende verhungern musste, hat mit ihrem posthum publizierten Tagebuch Geschichte gemacht. Lange vor den großen NS-Prozessen, den Fernsehdokumentationen und Dokumentarfilmen hat ihr Schicksal Anteilnahme und Mitleid erweckt – ihr Tagebuch stellt ein [i]document humain[/i] ersten Ranges dar.

Das liegt vor allem daran, dass es diesem nach übereinkommender Auskunft »frühreifen« Mädchen gelungen ist, dem Leiden der europäischen Juden ein menschliches Antlitz zu geben: Anders als Schilderungen vom Vegetieren in den Lagern, auf Latrinen und zwischen Stacheldrahtverhauen eignete dem Versteck der Familie Frank in der Prinsengracht bei aller Enge beinahe etwas Heimeliges, Überschaubares, eine Stimmung, in die man sich einfühlen kann. Dafür war nicht zuletzt Anne Franks luzide und anschauliche Sprache verantwortlich, die durch die Übersetzung in andere europäische Sprachen nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat.

Doch entspringt die Sprachbegabung eines jungen Mädchens nicht aus dem Nichts: Anne entstammt einer Familie, in der Sprache und Sprechen, Lesen, Dichten und Schreiben integraler Teil des Lebens waren. Das lässt sich der Monografie »Grüße und Küsse an alle«. Die Geschichte der Familie von Anne Frank entnehmen, die Mirjam Pressler vorlegt. Sie hat Anne Franks Tagebuch aus dem Niederländischen ins Deutsche übertragen und ihr eine Biografie gewidmet.

Presslers in luzider, auch Jugendlichen zugänglicher Prosa gehaltener Bericht öffnet den Blick auf eine weitgehend vergessene Welt: den Lebens- und Erfahrungsraum des deutschen, mehr oder minder assimilierten bürgerlichen Judentums, das – seiner religiösen Ursprünge zwar durchaus noch bewusst – in der deutschen, der deutschsprachigen Kultur seine Erfüllung zu finden wähnte. Aus den Ghettos, etwa dem der Frankfurter Judengasse, befreit, nahmen diese seit Jahrhunderten in den deutschen Ländern ansässigen jüdischen Familien mit Disziplin, Lerneifer und Liebe zur deutschen Kultur ihren Weg in die Gesellschaft.
Weiterlesen »

Älteste hebräische Inschrift entziffert

News in Judentum | Israel | Naher Osten 1 Kommentar »
In Israel ist die älteste bekannte Inschrift auf Hebräisch entziffert worden. Die Inschrift aus dem 10. Jahrhundert vor Christus enthält Anweisungen zum Umgang mit Armen, Sklaven, Fremden, Witwen und Waisen.
Weiterlesen »

Mit Marx in die Wüste

News in Judentum | Israel | Naher Osten 2 Kommentare »
[b]
Ein sozialistischer Traum vom Heiligen Land: Vor 100 Jahren begann die Geschichte der jüdischen Kibbuzbewegung.[/b]

»Die berühmten israelischen Kibbuzim«, bemerkte der Satiriker Ephraim Kishon einmal in den sechziger Jahren, »sind ein Unikum in der Geschichte: die einzigen landwirtschaftlichen Kollektive, die auf freiwilliger Basis errichtet wurden und die ohne Geheimpolizei, Schnellgerichte und Hinrichtungskommandos weiter bestehen. Die Sowjetunion hat gegen diese Provokation wiederholt Einspruch erhoben.« Kishons Scherz ist von der Realität lange schon überholt: Der Kibbuz hat den Sozialismus sowjetischer Prägung bereits um zwei Jahrzehnte überlebt, gleichwohl hat er sich von seinen ursprünglichen sozialistischen Ideen längst entfernt.
Weiterlesen »

Wo David gegen Goliath kämpfte

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Sha'arayim im Tal von Elah: Hier stand David dem übermächtigen Goliath gegenüber - und besiegte ihn mit einer Steinschleuder. So steht es jedenfalls im Alten Testament geschrieben. Überreste zweier altertümlicher Tore nahe der Festung von Elah deuten nun darauf hin, dass es den biblischen Ort tatsächlich gegeben hat. Im Hebräischen bedeutet Sha'arayim nämlich "zwei Tore".
Weiterlesen »

Wellness im Palast König Herodes

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Die Römer bezeichneten ihn als Vasallen, der Evangelist Matthäus nannte ihn den "Kindermörder von Bethlehem" und bei seinem eigenen Volk war er für seine Verschwendungssucht verschrien: König Herodes. Am Ende ließ er sich ein gewaltiges Grabmal erreichten - das Archäologen nun seit über einem Jahr erforschen.

Das Mausoleum gehörte zu einer riesigen Anlage, die sich auf einem Hügel - in der Antike auch Herodion genannt - 15 Kilometer südlich der Hauptstadt Israels befand. Wie Ehud Netzer von der Hebrew University und seine Mitarbeiter jetzt berichten, bestand das Begräbnishaus aus einem zwei Stockwerke hohen Säulenrondel, auf dem ein 25 Meter hohes Spitzdach thronte.
Weiterlesen »

2.000 Jahre alter Klunker in der "Stadt Davids" entdeckt

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Ein 2.000 Jahre altes Schmuckstück haben israelische Archäologen gefunden: Das Ohrgehänge, das aus einer in Gold eingefassten großen Perle mit zwei herabhängenden kleineren Perlen und zwei Smaragden besteht, geht auf die Zeit Christi und damit die römische Ära zurück, wie die israelische Behörde für Altertümer am Montag erklärte.
Weiterlesen »

Das Grab der Voodoo-Priesterin

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Im Norden Israels haben Wissenschaftler 12.000 Jahre alte Überreste einer Frau gefunden. Die Grabbeilagen zeugen von den Ritualen einer bislang kaum bekannten Kultur
Weiterlesen »

Älteste hebräische Schrift entdeckt?

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Bei Grabungen in einer Festung nahe Jerusalem gelang Archäologen ein spektakulärer Fund: eine 3000 Jahre alte Tonscherbe, beschrieben mit Zeichen, die womöglich den ältesten Nachweis der hebräischen Schrift darstellen.
Weiterlesen »

3.000 Jahre alte Tonscherbe mit hebräischem Text gefunden

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Sie soll fast 1.000 Jahre älter als die legendären Schriftrollen von Qumran sein - Text noch nicht vollständig entziffert
Weiterlesen »

König Salomos Kupferminen

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Eine eisenzeitliche Minenanlage im heutigen Jordanien ist mehrere hundert Jahre älter als bisher angenommen: Die Kupferminen und Schmelzanlagen in Khirbat en-Nahas stammen aus dem neunten und zehnten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat ein internationales Wissenschaftlerteam gezeigt. Diese Minen könnten demnach bereits den israelitischen König Salomo mit Kupfer versorgt haben. Frühere Forschungsergebnisse, denen zufolge die Minen in Khirbat en-Nahas erst 300 Jahre später in Betrieb gingen, hält Forschungsleiter Thomas Levy von der Universität von Kalifornien in San Diego damit für überholt.
Weiterlesen »

Die Methusalem-Palme

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Es ist der älteste Samen, der je gesprossen ist: Im Jahr 2005 setzte Sarah Sallon vom Louis Brick Natural Medicine Research Center in Jerusalem den Samen einer judäischen Dattelpalme, der vor etwa vier Jahrzehnten in den Trümmern der alten Felsenfestung Masada am Toten Meer gefunden worden war, in eine spezielle Nährlösung. Nach acht Wochen begann er zu keimen und wuchs zu einer mittlerweile anderthalb Meter großen Pflanze heran.
Weiterlesen »

Amulett im Kindergrab

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Archäologen haben das bisher älteste Zeugnis jüdischer Kultur in Österreich gefunden
Weiterlesen »

Steinbruch aus Zeit des Zweiten Tempels entdeckt

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Nahe der Altstadt von Jerusalem haben Archäologen einen Steinbruch entdeckt, aus dem das Baumaterial für den Zweiten Tempel der Juden stammen soll. Die Anlage in Sanhedria liegt etwa zwei Kilometer vom Tempelberg entfernt, wie ein Sprecher der Israel Antiquities Authority bekannt gab.
Weiterlesen »

Historiker Segev: Erfolgsgeschichte Israels ein "Mythos"

News in Judentum | Israel | Naher Osten 11 Kommentare »
Der israelische Journalist, Historiker und Buchautor Tom Segev hat am Montag im Jüdischen Museum in Wien die erste deutschsprachige Auflage seines Buches "Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates" präsentiert. Die sechzigjährige israelische Erfolgsgeschichte bezeichnete er darin als "Mythos" und verwies auf die Schwierigkeiten der Kulturenvielfalt.

Statt der erwarteten Lesung hielt der Historiker einen Impulsvortrag, der den Inhalt des Buches zum Thema hatte. "Die Geschichte Israels hat sehr viel zu tun mit Hoffnung", sagte er. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen aus der ganzen Welt Juden zusammen, um hier ihr "Glück zu finden", sagte Segev. Sie kamen aus verschiedenen Kulturen und mussten erst eine eigene israelische Identität entstehen lassen. Segev bezeichnete Israel als "buntes Mosaik" an Kulturen.
Weiterlesen »

Winston Churchill, ein Freund der Juden

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Der britische Historiker Martin Gilbert begann seine Karriere in den sechziger Jahren, als er Winston Churchills Sohn Randolph bei der Herausgabe der autorisierten, achtbändigen Biografie seines Vaters assistierte. Seither hat er über siebzig Bücher verfasst, den grössten Teil davon über Churchill. Sein Sachwissen und die Präzision, mit der er sich in seinen Gegenstand vertieft, machen ihn zu einem unbestrittenen Kenner des grossen Premiers. Kritiker bemängeln indes, dass Gilbert zur Idealisierung neige. Diese Tendenz lässt sich teilweise auch im vorliegenden Buch ausmachen, das zwar mit seiner Materialfülle und neuen Fakten beeindruckt, aber doch einige Fragen unbeantwortet lässt.
Weiterlesen »

Erinnerung an die israelische Unabhängigkeitserklärung

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Die berühmteste Foto der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948 in Tel Aviv stammt von Rudi Weissenstein. Seine Witwe erinnert sich an den historischen 14. Mai vor 60 Jahren.
Weiterlesen »

Zwischen den Zeiten

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat für Palästina; gleichentags proklamierte David Ben Gurion den unabhängigen Staat Israel. Die historischen Umstände waren kompliziert.
Weiterlesen »

Zerstörte ein Asteroid Sodom und Gomorrha?

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Nicht Gottes Zorn machte die Städte Sodom und Gomorrha dem Erdboden gleich, sondern ein Asteroid. Das jedenfalls behaupten zwei britische Raketenforscher - und verweisen auf eine alte Himmelscheibe. Doch Archäologen und Geologen bleiben skeptisch.
Weiterlesen »

Herodes-Grab: Ein Zwischenstand

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Im Mai sorgte eine Meldung für Aufsehen, wonach israelische Archäologen das Grab und den zerstörten Sarkophag von König Herodes entdeckt hätten. Das Magazin "Geo" geht in seiner Januar-Ausgabe ausführlich auf den biblischen Fund ein - darauf, was das Grabungsteam um Ehud Netzer von der Hebrew University gefunden hat und was nicht.

Beispielsweise war von den kostbaren Grabbeigaben, die der jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus erwähnt, kein Spur mehr zu entdecken. Auch das Skelett des Herodes ist nach wie vor verschwunden.
Weiterlesen »

Helenas Palast in Jerusalem gefunden

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Eine irakische Königin im Land der Juden und nicht nur das: Zum Judentum konvertiert war Helena von Adiabene ebenso und lebte bis zu ihrem Tod in der heiligen Stadt Jerusalem. Dort entdeckten die Archäologen der Israel Antiquities Authority nun ihren Palast.
Weiterlesen »

Einzigartiges Mosaik in israelischer Synagoge

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
In Galiläa, im Norden Israels am See Genezareth, sind Archäologen auf eine Synagoge aus spätrömischer oder byzantinischer Zeit gestoßen. Im östlichen Seitenschiff des Baus fanden sie bei den Ausgrabungen ein gut erhaltenes Mosaik, dessen Darstellungen bisher einzigartig in der römisch-byzantinischen Kunst in Israel sind.
Weiterlesen »

Pergament des ältesten Bibelmanuskripts zurückgegeben

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Sechzig Jahre lang diente ihm das Pergament als Talisman. 1947 hatte Sam Sabbagh die Seite aus dem ältesten vollständigsten Manuskript der hebräischen Bibel aus der brennenden Synagoge in Aleppo gerettet. Jetzt, zwei Jahre nach Sabbaghs Tod, will seine Tochter das kostbare Schriftstück dem Ben Zvi Institut für die Erforschung der Geschichte Israels übergeben.
Weiterlesen »

Funde aus der Zeit des salomonischen Tempels

News in Judentum | Israel | Naher Osten Noch keine Kommentare »
Neue Entdeckungen auf dem Jerusalemer Tempelberg geben erstmals Einblick in die Phase des ersten jüdischen Tempels. Dies verkündete am Sonntag die Israel Antiquities Authority. Es handelt sich um Scherben von Gebrauchsgeschirr und Vorratsgefäßen, sowie Tierknochen und die Fragmente eines Krügleins zum Ausgießen von Öl. Nach Aussage der Forscher gehören sie eindeutig in die Zeit des salomonischen Tempels im 8. Jahrhundert v. Chr.
Weiterlesen »

(C) Daniel Oswald