Ein neuer Blick auf Pergamon

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Die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts Friederike Fless erklärt, was man aus der Antike lernen kann.


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Diese Teilrekonstruktion des Pergamonaltars ist auf der Berliner Museumsinsel zu sehen

Frage: Frau Fless, wie öffentlich muss Archäologie sein? Der amtierende Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Joachim Gehrke, den Sie im April 2011 ablösen, agiert unauffälliger als sein Vorgänger Hermann Parzinger, der mit der aufwendig inszenierten Skythen-Ausstellung Furore machte. Was planen Sie?


Friederike Fless: An solchen großen Ausstellungen muss sich eine Institution wie das DAI einfach beteiligen. Mit meinen Kollegen vomExzellenzcluster Topoi, an dem das DAI ja auch beteiligt ist, bereite ich eine Ausstellung für 2012 vor. Es wird um Raumvorstellungen und Weltkonzepte in der Antike gehen. Joachim Gehrke ist beteiligt an einer großen Schau zu Olympia, die ebenfalls 2012 im Martin-Gropius-Bau zu sehen sein wird.

Frage: Wohin soll es unter Ihrer Leitung für die Archäologie gehen, wollen Sie neue Perspektiven und Gebiete erschließen?
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"Holzversion" von Stonehenge entdeckt

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Wissenschaftler haben in unmittelbarer Nähe von Stonehenge Hinweise auf eine weitere Kultstätte aufgespürt. Das Holz-Monument ist mit 4500 Jahren genauso alt wie der Steinkreis.


Nahe der britischen Kultstätte Stonehenge haben Archäologen eine "Holzversion" des weltberühmten prähistorischen Steinkreises entdeckt. "Diese Entdeckung ist völlig neu und äußerst wichtig für unser Verständnis von Stonehenge und seiner Umgebung", erklärte Grabungsleiter Vince Gaffney von der Universität Birmingham.

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Die Magnetometer-Aufnahmen der Universität Birmingham zeigen, wo vor 4500 Jahren einst Löcher für das Holz-Monument ausgehoben wurden. (© dpa)

Die Überreste des kreisförmigen Monumentes wurden etwa 900 Meter von Stonehenge entfernt im Südwesten Englands nahe Salisbury ausgegraben. Das Bauwerk entstand nach Angaben der Forscher wahrscheinlich zur selben Zeit wie sein steinernes Gegenstück - vor rund 4500 Jahren.

Die Archäologen der Universitäten Birmingham und Bradford sowie des Wiener Ludwig-Boltzmann-Institutes entdeckten bei ihren Untersuchungen mit Hilfe eines Magnetometers eine kreisförmige Grube und mehrere Löcher. Ein solches Gerät misst Schwankungen im Erdmagnetfeld und kann Strukturen aufspüren, die unter der Erdoberfläche liegen.
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Stonehenge-Zwilling gefunden

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In der Nähe des berühmten Steinkreises Stonehenge fanden Forscher Hinweise auf ein ähnliches Bauwerk. Dieses sei vermutlich aus Holz gewesen.

Britische Forscher haben neben dem berühmten Steinkreis Stonehenge Hohlräume entdeckt, die auf ein ähnliches Bauwerk aus Holz schließen lassen. Der neue Fund liegt 900 Meter von den gigantischen Steinen in der Nähe der englischen Stadt Salisbury entfernt, berichtete Vince Gaffney von der Universität Birmingham. Die Wissenschaftler des internationalen Forschungsprojektes feierten die Entdeckung des "Stonehenge-Zwillings" als "unglaublich".
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Schiff am Ground Zero entdeckt

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Seltsamer Fund auf der Baustelle des World Trade Center: Dort liegt seit rund 200 Jahren ein Schiff. Forscher vermuten, dass es einst als Füllmaterial verwendet wurde.[/b]

In New York ist ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert gefunden worden. Der mindestens 200 Jahre alte und neun Meter lange Schiffsrumpf liege auf der Baustelle des neuen World Trade Center, sechs bis neun Meter unter dem Straßenniveau, wie die New York Times berichtet. Nun soll der Holzrumpf möglichst schnell gesichert werden, um seinen Verfall zu verhindern.
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Auf der Suche nach Kleopatra

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Der Hafen von Alexandria war Bühne grosser Dramen. Hier regierte die legendäre Ptolemäerkönigin Kleopatra, es gab Königsmorde und Geschwisterzwist, prunkvolle Kriegsflotten und gebrochene Männer. Und manchmal wurde auch nur gefischt. Der römische Feldherr Marcus Antonius zum Beispiel vertrieb sich gerne die Zeit beim Angeln, womit er Kleopatra, seine Geliebte, erzürnte. Nicht fischen sollte er, sondern Länder erobern! Kleopatra soll heimlich getrocknete Fische an seine Angel gehängt haben, um ihn dann einen schlechten Fischer zu schimpfen.
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Das Skelett vor der Zürcher Oper

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Bei den Rettungsgrabungen für die kürzlich entdeckten Pfahlbauten vor dem Zürcher Opernhaus ist ein über 5000 Jahre altes Skelett zum Vorschein gekommen. Hinzu kommen Siedlungsreste in jüngeren Schichten.
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Archäologen finden ältesten Klebstoff

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[b]Bonn/Inden (dpa) - Bei der Ausgrabung eines altsteinzeitlichen Lagerplatzes nahe Jülich sind Wissenschaftler auf den ältesten Klebstoff in Mitteleuropa gestoßen. An 83 Feuersteinklingen hätten sich deutlich sichtbare Reste von rund 120 000 Jahre altem Birkenpech nachweisen lassen.[/b]

Das sagte der Archäologe Jürgen Thissen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Mit dem Kleber aus destillierter Birkenrinde seien die schmalen Steinklingen zusätzlich an Speerspitzen befestigt worden, um bei der Jagd die Wunde zu vergrößern.

Vergleichbar uralter Birkenpech-Kleber ist im Fundplatz Königsaue in Sachsen-Anhalt entdeckt und auf «nur» rund 80 000 Jahre datiert worden. Zwei weitere verklebte Stein-Werkzeuge aus Mittelitalien sind möglicherweise rund 200 000 Jahre alt, erklärte der beim Landschaftsverband Rheinland und der Uni Bonn tätige Archäologe.
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Gold der Himmelsscheibe stammt aus England

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Halle (dpa) - Das Gold der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt stammt nach neuesten Erkenntnissen aus England: «Die geochemische Zusammensetzung des Himmelsscheibengoldes stimmt mit dem Gold aus dem Fluss Carnon in Cornwall überein».
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Das sagte der Geo-Archäologe Gregor Borg von der Universität Halle der Nachrichtenagentur dpa. Bislang galt Rumänien als Lieferant. Die bronzene Himmelsscheibe mit Goldauflagen zeigt die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt. Zusammen mit anderen Bronzestücken hatten inzwischen verurteilte Raubgräber die Scheibe 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra gefunden. 2002 war sie in der Schweiz sichergestellt worden und ist jetzt in Halle ausgestellt.
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Das Parkhaus muss warten

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In einer Baugrube in der Zürcher Innenstadt wird eine riesige Pfahlbausiedlung ausgegraben. Findet man hier die ersten Tresore der Ur-Zürcher?[/b]

Man kann diesen Artikel auch als Stellenanzeige lesen: Die archäologische Abteilung der Stadt Zürich sucht vom kommenden Mai an vierzig Ausgräber. Der Arbeitsort liegt im Zentrum der Stadt, attraktiv zwischen Oper, Seeufer und der Einkaufsmeile beim Bahnhof Stadelhofen. Interessierte müssen sich aber beeilen, denn die Nachfrage ist groß, sagt Ursula Hügi, Archäologin bei der Stadt Zürich: »Wir haben sehr, sehr viele Anfragen.«
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Zürcher Pfahlbauer verursachen Verzögerung

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Auf der Baustelle des Opernhaus-Parkings in Zürich sind 5000 Jahre alte Kulturschichten zum Vorschein gekommen. Es handelt sich um einen Fund von «internationaler Bedeutung». Für Rettungsgrabungen wird ein einjähriger Bauunterbruch verfügt.

Bei Sondierungen auf der Baustelle des unterirdischen Opernhaus-Parkings beim Bellevue in Zürich haben Archäologen Hinweise auf Pfahlbauerdörfer aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Die Reste stammen aus mehreren Siedlungsphasen und haben sich offenbar im feuchten Sedimentboden ausserordentlich gut erhalten. Hölzer, Geweihe, Knochen, Pflanzen, Speisereste und sogar Textilien seien bestens konserviert.
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Historische Schiffswracks in der Ostsee entdeckt

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Es ist ein unverhoffter Fund: Bei Arbeiten an der Ostsee-Gasleitung wurden wertvolle Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack soll mehr als 1000 Jahre alt sein.[/b]

Sie ist das größte Brackwassermeer der Erde, war bereits zu Zeiten des Römischen Reiches mit weit verzweigten Handelswegen erschlossen und gilt als das wrackhaltigste Meer: die Ostsee. Bei Arbeiten an einer Gas-Pipeline wurden nun auf dem Grund der Baltischen See in schwedischen Gewässern erneut wertvolle und bislang unbekannte Schiffswracks gefunden.

Insgesamt stießen Arbeiter auf zwölf gesunkene Schiffe – neun davon sind älter als 100 Jahre. Es sei deshalb ein bedeutender Fund mit "enormem kulturhistorischen Wert", sagte Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquariats-Amt dem Rundfunksender Sveriges Radio am Montag. Auch die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden stufen die neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein.
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Grundmauern des antiken Sigeion freigelegt

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Deutsche Archäologen haben in der heutigen Türkei Teile der antiken Stadt Sigeion ausgegraben. Die Nachfolgestadt Trojas war eine Schaltstelle des Schwarzmeerhandels.[/b]

In der Nähe von Troja in der heutigen Türkei haben Tübinger Archäologen erste Grundmauern von griechischen Häusern der antiken Stadt Sigeion freigelegt. Die Grabungen seien von Bedeutung, weil Sigeion als Schaltstelle des Schwarzmeerhandels in der Antike ein Ort war, an dem viele Kulturen aufeinandergetroffen seien, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit.

Von Beginn an wussten die Forscher um die Existenz der Stadt. "Bereits im 18. oder 19. Jahrhundert war bekannt, dass sich in diesem Gebiet einst Sigeion befand", sagt Thomas Schäfer, Direktor des Instituts für Klassische Archäologie. "Es konnte jedoch nicht gegraben werden, da die türkische Armee die Gegend als militärisch wichtigen Stützpunkt nutzte."
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Forscher lassen Uralt-Samenkorn sprießen

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Zwei Jahre lang mühten sich türkische Wissenschaftler, nun ist es ihnen gelungen: Sie haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn zum Keimen gebracht. Doch wozu?[/b]

Türkische Forscher haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn sprießen lassen. Der Samen des linsenartigen Gewächses sei bei Ausgrabungen in der Nähe der westtürkischen Stadt Kütahya gefunden worden, sagte Grabungsleiter Nejat Bilgen nach Berichten türkischer Zeitungen vom Mittwoch.
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Nazareth: Haus aus der Zeit Jesu entdeckt

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[b]Wie sah Nazareth zur Zeit Christi aus? Pünktlich zum Weihnachtsfest liefert der Fund von Überresten eines antiken Hauses in dem Ort neue Erkenntnisse. [/b]

In der Nähe der Verkündigungsbasilika von Nazareth haben israelische Archäologen nach eigenen Angaben erstmals Überreste einer Wohnstätte in Nazareth entdeckt, die aus der Zeit Jesu stammen.

Der Fund liefere neue Erkenntnisse darüber, wie Nazareth zu jener Zeit ausgesehen haben mag, sagte die Archäologin Jardena Alexandre von der israelischen Behörde für Altertümer am Montag vor Journalisten.
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Forscher bergen Schätze aus der Bronzezeit auf ICE-Baustelle

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[b]Spektakuläre Funde auf der künftigen ICE-Strecke von Erfurt nach Halle: Archäologen haben mehr als 250 Gräber aus der frühen Bronzezeit entdeckt.[/b]

Mehr als 55.000 Funde aus der Bronzezeit haben Archäologen bei einer Grabung in Sachsen-Anhalt gefunden. Acht Teams untersuchen eine rund 100 Hektar große Fläche auf der Querfurter Platte, die zwischen den Tälern von Saale und Unstrut liegt. Vor einem Jahr begann die Arbeit der Forscher, bis heute haben die Archäologen gut drei Viertel des entdeckten Siedlungsgebiets erkundet.

"Mit der Zeit ist einiges zusammengekommen", sagt Torsten Schunke vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, der das Projekt koordiniert. "Wir fanden weit über 250 Gräber aus den verschiedensten Epochen, sowie gut erhaltene Grabbeigaben." Einige davon sind echte Besonderheiten.
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"Sensationeller" Schatzfund der Angelsachsen in England

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[SIZE=3]Der Traum des Hobbyschatzsuchers ist der Albtraum des Archäologen

Bonn (ots) - Archäologen warnen: Die Suche mit Metalldetektoren ist in Deutschland verboten


Die Begeisterung über den sensationellen Schatzfund eines Hobbyschatzsuchers, der gestern in Birmingham bekannt gemacht wurde, wird von Archäologen und Denkmalpflegern nicht geteilt. "Das ist der Albtraum eines jeden Archäologen", so Dr. Christian Möller, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte.
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Hobby-Sucher findet riesigen Goldschatz in England

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Es ist der Traum eines jeden Goldjägers: Ein Hobby-Schatzsucher hat in England den bisher größten Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen entdeckt.

Auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire fand der arbeitslose Mann mit seinem Metalldetektor bis zu 1500 Stücke, darunter vor allem Kriegsausrüstung. Der Schatz stammt vermutlich aus dem Siebten Jahrhundert und soll Millionen wert sein. Archäologen halten den Fund für den größten und bedeutendsten aus der Zeit des germanischen Stammes. Der Finder Terry Herbert sagte, der Schatz sei so groß, dass er nur noch von Gold geträumt habe. «Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das.»
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Venedigs Vorgängerin: Archäologen entdecken antike Stadt

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Die Landschaft vor Venedig ist flach und fad. Doch unter der unscheinbaren Oberfläche haben Forscher die Überreste des antiken Altinums entdeckt, einer mächtigen römischen Hafenstadt.

[img]http://pix.sueddeutsche.de/wissen/18/482473/altinum_459-1248967050.jpg[/img]

Rund um den heutigen Ort Altino ist das Land flach, Soja- und Maisfelder erstrecken sich bis zum Horizont, bis hinüber nach Venedig, das wenige Kilometer entfernt in Richtung Westen liegt.

Vom Flugzeug aus sieht das Dörfchen eher fad aus, gerade im Vergleich zur Lagunenstadt Venedig, das mit Markusdom und Canal Grande in der Ferne schimmert. Doch nun haben Geographen der Universität Padua unter den Feldern Altinos das alte Altinum entdeckt, eine mächtige römische Hafenstadt und die wichtigste Vorläuferkolonie Venedigs.

Allein mit Hilfe von Luftbildaufnahmen rekonstruierten die Forscher eine Stadt mit einem komplexen Netz aus Wasserstraßen, bestehend aus natürlichen Flüssen und künstlich angelegten Kanälen.

Für die Forscher ist Altinum vor allem deshalb interessant, weil es eine der wenigen europäischen Städte aus der Zeit um Christi Geburt ist, die nicht später durch mittelalterliche oder moderne Städte überbaut wurde.
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Gräber unter Zement

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Über dem Grab einer Frau erhebt sich ein Fahrstuhl: In Cagliari ist die bedeutendste punische Nekropole des Mittelmeerraums von einem Immobilienprojekt bedroht.

Wenn Städte vor Schmerzen schreien könnten, müsste man sich in Cagliari die Ohren zuhalten. Den Körper der Regionalhauptstadt von Sardinien hat eine ungebremste Bauwut zerschunden, und seine landschaftliche Schönheit ist in den vergangenen Jahrzehnten vergewaltigt worden. Jetzt bedroht ein zweifelhaftes Immobilienprojekt sogar die punische Nekropole auf dem felsigen Hügel Tuvixeddu.

Das ist die größte Totenstadt aus der Glanzzeit Karthagos, die sich im gesamten Mittelmeerraum erhalten hat. Rund 300.000 Kubikmeter Baumasse sollen sich über dem bislang unberührten Ort am Westrand von Cagliari erheben. Lediglich eine kleine archäologische Ausgrabungsstätte soll frei bleiben; sie wird dann quasi zum Hinterhof einer Wohnanlage mutieren. Daneben aber, auf dem Totenhügel mit seinen frühantiken Grabanlagen, wird ein Stadtpark mit Spielplatz und Fitness-Parcours entstehen. Das Projekt ist von der Stadt Cagliari, von der Region Sardinien und von einem privaten Investor bereits vor neun Jahren beschlossen worden.
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Schätze in Bayerns Seen

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Nicht die Briten, die Bayern haben offenbar den Spitzhut erfunden. Die Erkenntnis verdanken Archäologen Fundstücken, die sie in Seen des Alpenvorlandes entdeckten.

Die Hütten grenzten ans Wasser, aber als eines Tages in dem Steinzeitdorf ein Feuer wütete, da wäre sogar die Feuerwehr heute machtlos gewesen. Der Wind trug die tänzelnden Funken auf die Schilfdächer, in Minutenschnelle stand die Siedlung in Flammen. Die Menschen irrten verzweifelt umher, packten ihre Kinder, ergriffen keuchend die Flucht. Derlei Feuersbrünste waren vor 5500Jahren eine ständige Gefahr, eine dieser Katastrophen können wir sogar aufs Jahr genau datieren.

Im Jahr 3961 vor Christus brannte ein Dorf im Westen von München nieder - es war in der im Landkreis Landsberg gelegenen Gemarkung Pestenacker auf Pfählen erbaut. Obwohl der Lauf der Geschichte vieles vergessen macht, holt die moderne Wissenschaft mit einer an Zauberei grenzenden Methodik manches wieder ans Tageslicht, was als unwiederbringlich verloren galt.
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Steinbruch aus der Zeit Jesu entdeckt

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Forscher haben in einer Höhle im Westjordanland womöglich die Überreste eines 2000 Jahre alten Klosters gefunden. Der Steinbruch sei der bislang größte seiner Art.

Zwei Beduinen warnten die Forscher noch, sie mögen die Höhle nicht betreten – hier im Westjordanland, etwa vier Kilometer nördlich der Palästinenserstadt Jericho. Sie sei verwunschen und in ihr wimmele es vor Wölfen und Hyänen. Der Archäologe Adam Zertal von der Universität Haifa und sein Team betraten den Eingang dennoch.

Was sie fanden war ein unterirdisches Gewölbe, das sich über 4000 Quadratmeter erstreckt, getragen von 22 riesigen Säulen, berichtet die israelische Zeitung Ha'aretz. Darin entdeckten sie unterschiedliche Symbole wie römische Buchstaben und ein Legionärsemblem sowie Kreuze und ein Bildnis der Tierkreiszeichen.

Die Forscher schätzen das Alter des Steinbruchs anhand der Schnitzereien und gefundener Tonscherben auf rund 2000 Jahre, jener Zeit also, zu der nach der Überlieferung Jesus lebte. Nischen zwischen den Säulen deuten darauf hin, dass dort einst Öllampen standen. Außerdem fanden Zertal und seine Helfer Anbindestellen für Pferde.

Die zehn Meter tiefe Höhle könnte einst ein Kloster oder eine andere heilige Stätte gewesen sein. Die Archäologen vermuten, dass die Gewölbe dem Ort Galgala entsprechen, der auf der ältesten erhaltenen Karte der Region – der knapp 1500 Jahre alten Mosaikkarte von Madaba – eingezeichnet ist. In jedem Fall sei dies die größte künstlich angelegte Höhle, die bislang in Israel entdeckt wurde.
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Hausmusik im hohlen Fels

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Auf der Schwäbischen Alb stießen Forscher auf einen 40.000 Jahre alten Geierknochen – das älteste Musikinstrument der Welt

Wer den Eingangsbereich der Höhle durchschreitet, kommt an einen gewaltigen Ort. Wo derzeit Tübinger Archäologen in Bodenschichten aus der Steinzeit graben, dort tut sich plötzlich über dem Kopf des Besuchers ein Loch auf, 6000 Kubikmeter groß. Eine Halle mitten im Gestein: der Hohle Fels bei Schelklingen im schwäbischen Achtal. Die Dimension dieses Ortes muss die Menschen schon vor über 35.000 Jahren beeindruckt haben, jene Schöpfer kleiner Kunstwerke – darunter Pferd, Löwenmensch, Wasservogel –, die den Hohlen Fels als Fundstätte frühester Elfenbeinskulpturen weltberühmt gemacht haben.
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Rätsel um Mumien-Talismane gelöst

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Es war eine archäologische Fundsache der ganz besonderen Art: Beim Kelleraufräumen im April 2004 hatten Mitarbeiter der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen alte Vitrinen und Pappschachteln durchstöbert, als ihnen eine Anzahl gut erhaltener Mumien in die Hände fiel. Wie sich herausstellte, gehörten die Exponate zu einer Anfang des 20. Jahrhunderts erworbenen Sammlung. Durch Kriegswirren war sie in Vergessenheit geraten.
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Himmelsscheibe von Nebra soll kretisches Schiff zeigen

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Neues von der Himmelsscheibe: Archäologen aus Sachsen-Anhalt glauben nach einem Fund auf einer Mittelmeerinsel, dass auf der Scheibe ein Schiff von Europas ältester Hochkultur zu sehen ist. Doch wie kam die Kunde vom Kreterkahn nach Mitteldeutschland?
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Blamabler Verlust: Steinzeitliche Einbäume verrottet

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7.000 Jahre lang waren sie im feuchten Boden bei Stralsund konserviert geblieben, doch bereits zwei Jahre nach ihrer Bergung im Sommer 2002 waren die ältesten Wasserfahrzeuge des Ostseeraums zum größten Teil zerfallen. Bekannt wurde dies erst Anfang der Woche, als die Hansestadt sich beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin nach dem Verbleib der Einbäume erkundigte.
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(C) Daniel Oswald