Reste eines großen römischen Bauwerks unter Domplatz entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Historiker vermuten Therme - Teile davon wurden im 9. Jahrhundert für den ersten christlichen Sakralbau genutzt.


[IMG]http://images.derstandard.at/t/12/2011/10/10/1317070293654.jpg[/IMG]
Zu den wissenschaftlich interessantesten Funden am früheren Friedhof auf dem Domplatz zählt ein Massengrab einer gleichzeitig bestatteten 18-köpfigen Familie, die möglicherweise einer Katastrophe zum Opfer gefallen war.

St. Pölten - Bei der Untersuchung der ehemaligen Pfarrkirche in St. Pölten stießen Archäologen auf einen römischen Großbau, dessen Dimensionen eine Therme vermuten lassen. Die Ausgrabungen am Domplatz im Zentrum der niederösterreichischen Landeshauptstadt laufen bereits seit dem Vorjahr, nun zieht der Stadtarchäologe Ronald Risy Bilanz.
Weiterlesen »

Frühchristliches Baptisterium in Südtirol entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
In Terlan wurden ein römerzeitliches Gebäude und Gräber mit Beigaben aus dem 4. Jahrhundert freigelegt

Bozen - Im Rahmen von Grabungsarbeiten für ein Haus sind in Terlan im Südtiroler Etschtal archäologische Funde aus der Römerzeit und dem Frühmittelalter zutage gekommen. Dabei wurde ein frühchristliches Baptisterium mit Taufbecken gefunden. Auch Gräber mit Beigaben aus dem 4. Jahrhundert wurden freigelegt. Der Fundort befinde sich neben der Pfarrkirche Terlan. Die ältesten Ausgrabungen gingen auf die ersten nachchristlichen Jahrhunderte zurück, teilte das Land Südtirol in einer Aussendung am Montag mit.

Zu den Funden "zählt ein römerzeitliches Gebäude, das mit einer Hypokaustenanlage - einer Fußbodenheizung - ausgestattet war", berichtete Leo Andergassen, Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege. Von der Anlage seien noch die kleinen Pilaster erhalten, zwischen denen die warme Luft zirkulierte. Sie wurden mit dem 2. Jahrhundert datiert.
Weiterlesen »

Reste eines römischen Latifundiums entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
Bei Bauarbeiten für neue Bahnstrecke Villa rustica samt Schwimmbad und Mosaiken im Raum Barcelona freigelegt

Barcelona - Auf dem Baugelände für eine neue Bahnstrecke für Hochgeschwindigkeitszüge im Raum Barcelona sind Arbeiter auf die Überreste eines Latifundiums, also eines Landguts aus der Römerzeit, gestoßen. Wie die Zeitung "El Periodico de Catalunya" berichtete, gilt der - bislang nicht näher datierte - Fund in dieser Gegend Spaniens als einzigartig. Die Bauarbeiten an der Fundstelle wurden unterbrochen.

Mehr als 50 Archäologen legten nach Angaben des Blattes die Überreste der ehemaligen Villa rustica, des Herrenhauses, frei und stießen dabei unter anderem auf ein Schwimmbad und auf Mosaiken. Die Region war seit Beginn des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung Teil der römischen Provinz Hispania citerior, später Tarraconensis genannt. Im Vergleich zu den römerzeitlichen Vorläufersiedlungen der heutigen Städte Tarragona und Saragossa spielte das, was später Barcelona werden sollte, damals nur eine untergeordnete Rolle.

Die Fundstelle liegt an der neuen Bahnstrecke, auf der im kommenden Jahr Hochgeschwindigkeitszüge von Barcelona nach Frankreich fahren sollen. In unmittelbarer Nähe des römischen Landsitzes soll der Umsteige-Bahnhof "La Sagrera" entstehen, der eine der größten Bahnstationen in Spanien werden soll.
Weiterlesen »

Château Steinzeit

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Bereits vor etwa 6100 Jahren haben Menschen Rotwein hergestellt. Das belegt eine Weinkellerei, die Archäologen in einer Höhle in Armenien entdeckt haben.


[IMG]http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1045178.1294758982%21/image/image.jpg_gen/derivatives/536x200/image.jpg[/IMG]
Eine Weinpresse aus der Steinzeit haben Archäologen in Armenien entdeckt.

Die ersten bekannten Kellermeister der Geschichte lebten einst im heutigen Armenien. Vor etwa 6100 Jahren stellten die Menschen dort in einer Höhle Rotwein her. Das berichten Archäologen um Hans Barnard und Gregory Areshian von der Universität von Kalifornien in Los Angeles im Fachmagazin Journal of Archaeological Science (online).
Weiterlesen »

Heinrich Schliemann: Der Traum von Troja

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Der Kaufmann, Abenteurer und Archäologie-Pionier Heinrich Schliemann starb vor 120 Jahren an Weihnachten. Mit rabiaten Methoden verfolgte der Homer-Verehrer sein Ziel.


[IMG]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2010-12/ausgrabung-schliemann/ausgrabung-schliemann-540x304.jpg[/IMG]
Ausgrabungsstätte im Jahr 1900: Nach den Grabungen der Arbeiter Schliemanns ist ein Zirkel aus Gräbern in der antiken Stadt Mykene zu sehen

"Ạndra moi ẹnnepe, Moụsa, polỵtropon, họs mala pọlla..." Ein Achtjähriger des 21. Jahrhunderts dürfte beim Anblick dieser altgriechischen Zeilen umgehend in seine Spielkonsole versinken, der kleine Heinrich Schliemann ist dagegen hin und weg von Homer und der Odyssee. Als er mit acht Jahren ein Bild des brennenden Troja sieht, beschließt er, die Stadt auszugraben – behauptet er jedenfalls später.
Weiterlesen »

Jagd auf die Goldschätze im Golf von Cádiz

News in Archäologie 2 Kommentare »

Vor Spanien liegen Hunderte Schiffswracks im Meer mit Schätzen im Wert von Millionen Euro. Nun streitet die Regierung mit kommerziellen Meeresarchäologen um die Funde.


[IMG]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2010-12/muenzen-schatz-galeone/muenzen-schatz-galeone-540x304.jpg[/IMG]
Gehobener Münzschatz aus dem Wrack einer spanischen Galeone, die im 17. Jahrhundert im Golf von Mexiko sank

Handelt es sich bei einem antiken Münzschatz, der aus dem Meer geborgen wurde, um Kulturgut? Wenn es so wäre, müssten die Schätze in ein Museum gebracht, wissenschaftlich dokumentiert und dauerhaft ausgestellt, nicht aber zugunsten der Staatskasse eingeschmolzen werden, sagt Wolfgang Fischer-Bossert. Der international renommierte Berliner Numismatiker vertritt die nur vordergründig ketzerische Meinung, dass man technisch gleichartige antike Dukaten oder Ochoreales, wenn sie denn zu Tausenden vorliegen, "getrost auf dem Sammlermarkt verkaufen kann – nur sollte man dann nicht von Kulturgut reden."

In dieser Zwickmühle spielt sich aktuell ein Streit zwischen dem spanischen Staat und einer amerikanischen Schatzsucherfirma ab, der jetzt wieder ein Gericht in Florida beschäftigt: Die amerikanische Firma Odyssey Marine Exploration (OME) hat aus einem antiken Schiffswrack vor der spanischen Küste einen Münzschatz im Wert von 500 Millionen Dollar geborgen – und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion 2008 in die USA ausgeflogen. Prompt nannte der damalige spanische Kultusminister Cesar Antonio Molina dies Diebstahl von spanischem Kulturgut. OME-Chef Greg Stemm sieht das naturgemäß anders: "Was ist dagegen zu sagen, wenn man Wissenschaft und Business verbindet – das machen doch auch Mediziner oder Chemiker so."

Stemm will nicht mit den schnöden, nur kommerziellen Unterwasser-Schatzjägern verglichen werden; er sieht sich eher auf der Seite der Archäologen: "Wir können leisten, was Behörden oder Museen allein nie leisten könnten. Eine Unterwasserexploration kann bis zu 40 Millionen Dollar kosten. Das bringt keine Regierung auf", sagte er in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Times". Um den Vorwurf der Plünderung antiker Wracks zu entkräften, hat Stemm immer Unterwasserarchäologen mit an Bord.
Weiterlesen »

Das Rätsel der Schriftrollen vom Toten Meer

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Woher stammen die Qumran-Manuskripte? Forscher gingen der Frage nach und fügten das Puzzle mit Hilfe moderner Analyseverfahren zusammen.


[IMG]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2010-11/Qumran-Pergament-Fund/Qumran-Pergament-Fund-540x304.jpg[/IMG]
Fragmente der Schriftrollen von Qumran, Totes Meer

"Das Geheimnis um die Schriftrollen vom Toten Meer kann gelüftet werden" – die Ankündigung der Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) klingt ein bisschen nach Indiana Jones, nach alten Mythen und neuen Offenbarungen. Schließlich zählen die 2000 Jahre alten Pergamente aus Ziegenleder zu den bedeutenden Kulturgütern der Menschheit.

Die in mehr als 17.000 Fragmente zerfetzten Rollen geben den Forschern noch immer Rätsel auf, wenn auch nicht auf der theologischen Ebene – die biblischen Texte in hebräischer, aramäischer und griechischer Schrift sind längst transkribiert. Unklar ist allerdings, wo genau die insgesamt 850 Rollen entstanden sind. Zudem können viele der Fragmente den einzelnen Dokumenten nicht zugeordnet werden. Bis jetzt.
Weiterlesen »

Die Unverwesten

News in Archäologie 1 Kommentar »

In deutschen Grüften liegen rund tausend Adels- und Kirchenmumien. Wissenschaftler versuchen, das Geheimnis der Toten zu lüften.


[IMG]http://images.zeit.de/wissen/2010-10/s35-kirchenmumien/s35-kirchenmumien-540x304.jpg[/IMG]
Die Finger bohrten sich tief ins Fleisch: Wurde Sophie Luise von Kniestätt im Jahr 1690 lebendig begraben?

Der Schlossherr geht voran über den feuchten Rasen. Vor einer Mauer duckt er sich ins Buschwerk, hantiert mit einem schweren Schlüssel und öffnet eine verborgene Pforte. Eine Stiege hinab, gebückt den Gang entlang, noch eine Pforte – dann zieht er eine Taschenlampe hervor und leuchtet hinein in die Finsternis. Dort liegen sie, seine Verwandten.

Es sind acht Särge. Manfred Freiherr von Crailsheim schreitet an den letzten Behausungen seiner Vorfahren entlang. Von links dringt durch schmale Maueröffnungen mattes Tageslicht herein. Dieser Ort, ein verwinkelter Wehrgang, voll Staub und Muff, diente einst der Verteidigung von Schloss Sommersdorf. Durch die Scharten wurde im Dreißigjährigen Krieg geschossen.

Von 1670 an diente die Kasematte jedoch als Familiengruft der Schlossherren. Von Crailsheim steht jetzt direkt unter der Kirche. Über seinem Kopf befindet sich die Luke, durch die Totengräber bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Verstorbenen an Seilen hinabgleiten ließen. Der Freiherr bückt sich und greift nach einem weißlichen Sargdeckel, hebt ihn vorsichtig an. »Darf ich vorstellen: Frau Sophie Luise von Kniestätt.«

Das Leben der Dame ging im 17. Jahrhundert zu Ende. Dem Angriff von Verwesungsmikroben, Aasfliegen und Speckkäfern aber hat die Adlige seither standgehalten. Wie sie haben viele Adlige und Würdenträger in Deutschland die vergangenen Jahrhunderte mumifiziert überdauert. Während die in Friedhofserde Bestatteten verfaulten, trockneten diese Sterblichen in gut durchlüfteten Grüften unter Kirchen und Burgen. Ohne Balsam, ohne Organentnahme, ohne die künstlichen Methoden der Konservierungstechnik verwandelten sich ihre Körper in ledrige Mumien.
Weiterlesen »

Ein neuer Blick auf Pergamon

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts Friederike Fless erklärt, was man aus der Antike lernen kann.


[IMG]http://images.zeit.de/wissen/2010-07/pergamon-museum/pergamon-museum-540x304.jpg[/IMG]
Diese Teilrekonstruktion des Pergamonaltars ist auf der Berliner Museumsinsel zu sehen

Frage: Frau Fless, wie öffentlich muss Archäologie sein? Der amtierende Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Joachim Gehrke, den Sie im April 2011 ablösen, agiert unauffälliger als sein Vorgänger Hermann Parzinger, der mit der aufwendig inszenierten Skythen-Ausstellung Furore machte. Was planen Sie?


Friederike Fless: An solchen großen Ausstellungen muss sich eine Institution wie das DAI einfach beteiligen. Mit meinen Kollegen vomExzellenzcluster Topoi, an dem das DAI ja auch beteiligt ist, bereite ich eine Ausstellung für 2012 vor. Es wird um Raumvorstellungen und Weltkonzepte in der Antike gehen. Joachim Gehrke ist beteiligt an einer großen Schau zu Olympia, die ebenfalls 2012 im Martin-Gropius-Bau zu sehen sein wird.

Frage: Wohin soll es unter Ihrer Leitung für die Archäologie gehen, wollen Sie neue Perspektiven und Gebiete erschließen?
Weiterlesen »

"Holzversion" von Stonehenge entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Wissenschaftler haben in unmittelbarer Nähe von Stonehenge Hinweise auf eine weitere Kultstätte aufgespürt. Das Holz-Monument ist mit 4500 Jahren genauso alt wie der Steinkreis.


Nahe der britischen Kultstätte Stonehenge haben Archäologen eine "Holzversion" des weltberühmten prähistorischen Steinkreises entdeckt. "Diese Entdeckung ist völlig neu und äußerst wichtig für unser Verständnis von Stonehenge und seiner Umgebung", erklärte Grabungsleiter Vince Gaffney von der Universität Birmingham.

[IMG]http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.978701.1279871049%21/image/image.jpg_gen/derivatives/536x200/image.jpg[/IMG]
Die Magnetometer-Aufnahmen der Universität Birmingham zeigen, wo vor 4500 Jahren einst Löcher für das Holz-Monument ausgehoben wurden. (© dpa)

Die Überreste des kreisförmigen Monumentes wurden etwa 900 Meter von Stonehenge entfernt im Südwesten Englands nahe Salisbury ausgegraben. Das Bauwerk entstand nach Angaben der Forscher wahrscheinlich zur selben Zeit wie sein steinernes Gegenstück - vor rund 4500 Jahren.

Die Archäologen der Universitäten Birmingham und Bradford sowie des Wiener Ludwig-Boltzmann-Institutes entdeckten bei ihren Untersuchungen mit Hilfe eines Magnetometers eine kreisförmige Grube und mehrere Löcher. Ein solches Gerät misst Schwankungen im Erdmagnetfeld und kann Strukturen aufspüren, die unter der Erdoberfläche liegen.
Weiterlesen »

Stonehenge-Zwilling gefunden

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
In der Nähe des berühmten Steinkreises Stonehenge fanden Forscher Hinweise auf ein ähnliches Bauwerk. Dieses sei vermutlich aus Holz gewesen.

Britische Forscher haben neben dem berühmten Steinkreis Stonehenge Hohlräume entdeckt, die auf ein ähnliches Bauwerk aus Holz schließen lassen. Der neue Fund liegt 900 Meter von den gigantischen Steinen in der Nähe der englischen Stadt Salisbury entfernt, berichtete Vince Gaffney von der Universität Birmingham. Die Wissenschaftler des internationalen Forschungsprojektes feierten die Entdeckung des "Stonehenge-Zwillings" als "unglaublich".
Weiterlesen »

Schiff am Ground Zero entdeckt

News in Archäologie 1 Kommentar »
[b]
Seltsamer Fund auf der Baustelle des World Trade Center: Dort liegt seit rund 200 Jahren ein Schiff. Forscher vermuten, dass es einst als Füllmaterial verwendet wurde.[/b]

In New York ist ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert gefunden worden. Der mindestens 200 Jahre alte und neun Meter lange Schiffsrumpf liege auf der Baustelle des neuen World Trade Center, sechs bis neun Meter unter dem Straßenniveau, wie die New York Times berichtet. Nun soll der Holzrumpf möglichst schnell gesichert werden, um seinen Verfall zu verhindern.
Weiterlesen »

Auf der Suche nach Kleopatra

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
Der Hafen von Alexandria war Bühne grosser Dramen. Hier regierte die legendäre Ptolemäerkönigin Kleopatra, es gab Königsmorde und Geschwisterzwist, prunkvolle Kriegsflotten und gebrochene Männer. Und manchmal wurde auch nur gefischt. Der römische Feldherr Marcus Antonius zum Beispiel vertrieb sich gerne die Zeit beim Angeln, womit er Kleopatra, seine Geliebte, erzürnte. Nicht fischen sollte er, sondern Länder erobern! Kleopatra soll heimlich getrocknete Fische an seine Angel gehängt haben, um ihn dann einen schlechten Fischer zu schimpfen.
Weiterlesen »

Das Skelett vor der Zürcher Oper

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
Bei den Rettungsgrabungen für die kürzlich entdeckten Pfahlbauten vor dem Zürcher Opernhaus ist ein über 5000 Jahre altes Skelett zum Vorschein gekommen. Hinzu kommen Siedlungsreste in jüngeren Schichten.
Weiterlesen »

Archäologen finden ältesten Klebstoff

News in Archäologie 4 Kommentare »
[b]Bonn/Inden (dpa) - Bei der Ausgrabung eines altsteinzeitlichen Lagerplatzes nahe Jülich sind Wissenschaftler auf den ältesten Klebstoff in Mitteleuropa gestoßen. An 83 Feuersteinklingen hätten sich deutlich sichtbare Reste von rund 120 000 Jahre altem Birkenpech nachweisen lassen.[/b]

Das sagte der Archäologe Jürgen Thissen am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Mit dem Kleber aus destillierter Birkenrinde seien die schmalen Steinklingen zusätzlich an Speerspitzen befestigt worden, um bei der Jagd die Wunde zu vergrößern.

Vergleichbar uralter Birkenpech-Kleber ist im Fundplatz Königsaue in Sachsen-Anhalt entdeckt und auf «nur» rund 80 000 Jahre datiert worden. Zwei weitere verklebte Stein-Werkzeuge aus Mittelitalien sind möglicherweise rund 200 000 Jahre alt, erklärte der beim Landschaftsverband Rheinland und der Uni Bonn tätige Archäologe.
Weiterlesen »

Gold der Himmelsscheibe stammt aus England

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]
Halle (dpa) - Das Gold der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt stammt nach neuesten Erkenntnissen aus England: «Die geochemische Zusammensetzung des Himmelsscheibengoldes stimmt mit dem Gold aus dem Fluss Carnon in Cornwall überein».
[/b]

Das sagte der Geo-Archäologe Gregor Borg von der Universität Halle der Nachrichtenagentur dpa. Bislang galt Rumänien als Lieferant. Die bronzene Himmelsscheibe mit Goldauflagen zeigt die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt. Zusammen mit anderen Bronzestücken hatten inzwischen verurteilte Raubgräber die Scheibe 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra gefunden. 2002 war sie in der Schweiz sichergestellt worden und ist jetzt in Halle ausgestellt.
Weiterlesen »

Das Parkhaus muss warten

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]
In einer Baugrube in der Zürcher Innenstadt wird eine riesige Pfahlbausiedlung ausgegraben. Findet man hier die ersten Tresore der Ur-Zürcher?[/b]

Man kann diesen Artikel auch als Stellenanzeige lesen: Die archäologische Abteilung der Stadt Zürich sucht vom kommenden Mai an vierzig Ausgräber. Der Arbeitsort liegt im Zentrum der Stadt, attraktiv zwischen Oper, Seeufer und der Einkaufsmeile beim Bahnhof Stadelhofen. Interessierte müssen sich aber beeilen, denn die Nachfrage ist groß, sagt Ursula Hügi, Archäologin bei der Stadt Zürich: »Wir haben sehr, sehr viele Anfragen.«
Weiterlesen »

Zürcher Pfahlbauer verursachen Verzögerung

News in Archäologie 1 Kommentar »
Auf der Baustelle des Opernhaus-Parkings in Zürich sind 5000 Jahre alte Kulturschichten zum Vorschein gekommen. Es handelt sich um einen Fund von «internationaler Bedeutung». Für Rettungsgrabungen wird ein einjähriger Bauunterbruch verfügt.

Bei Sondierungen auf der Baustelle des unterirdischen Opernhaus-Parkings beim Bellevue in Zürich haben Archäologen Hinweise auf Pfahlbauerdörfer aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Die Reste stammen aus mehreren Siedlungsphasen und haben sich offenbar im feuchten Sedimentboden ausserordentlich gut erhalten. Hölzer, Geweihe, Knochen, Pflanzen, Speisereste und sogar Textilien seien bestens konserviert.
Weiterlesen »

Historische Schiffswracks in der Ostsee entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]
Es ist ein unverhoffter Fund: Bei Arbeiten an der Ostsee-Gasleitung wurden wertvolle Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack soll mehr als 1000 Jahre alt sein.[/b]

Sie ist das größte Brackwassermeer der Erde, war bereits zu Zeiten des Römischen Reiches mit weit verzweigten Handelswegen erschlossen und gilt als das wrackhaltigste Meer: die Ostsee. Bei Arbeiten an einer Gas-Pipeline wurden nun auf dem Grund der Baltischen See in schwedischen Gewässern erneut wertvolle und bislang unbekannte Schiffswracks gefunden.

Insgesamt stießen Arbeiter auf zwölf gesunkene Schiffe – neun davon sind älter als 100 Jahre. Es sei deshalb ein bedeutender Fund mit "enormem kulturhistorischen Wert", sagte Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquariats-Amt dem Rundfunksender Sveriges Radio am Montag. Auch die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden stufen die neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein.
Weiterlesen »

Grundmauern des antiken Sigeion freigelegt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]
Deutsche Archäologen haben in der heutigen Türkei Teile der antiken Stadt Sigeion ausgegraben. Die Nachfolgestadt Trojas war eine Schaltstelle des Schwarzmeerhandels.[/b]

In der Nähe von Troja in der heutigen Türkei haben Tübinger Archäologen erste Grundmauern von griechischen Häusern der antiken Stadt Sigeion freigelegt. Die Grabungen seien von Bedeutung, weil Sigeion als Schaltstelle des Schwarzmeerhandels in der Antike ein Ort war, an dem viele Kulturen aufeinandergetroffen seien, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit.

Von Beginn an wussten die Forscher um die Existenz der Stadt. "Bereits im 18. oder 19. Jahrhundert war bekannt, dass sich in diesem Gebiet einst Sigeion befand", sagt Thomas Schäfer, Direktor des Instituts für Klassische Archäologie. "Es konnte jedoch nicht gegraben werden, da die türkische Armee die Gegend als militärisch wichtigen Stützpunkt nutzte."
Weiterlesen »

Forscher lassen Uralt-Samenkorn sprießen

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]
Zwei Jahre lang mühten sich türkische Wissenschaftler, nun ist es ihnen gelungen: Sie haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn zum Keimen gebracht. Doch wozu?[/b]

Türkische Forscher haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn sprießen lassen. Der Samen des linsenartigen Gewächses sei bei Ausgrabungen in der Nähe der westtürkischen Stadt Kütahya gefunden worden, sagte Grabungsleiter Nejat Bilgen nach Berichten türkischer Zeitungen vom Mittwoch.
Weiterlesen »

Nazareth: Haus aus der Zeit Jesu entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[b]Wie sah Nazareth zur Zeit Christi aus? Pünktlich zum Weihnachtsfest liefert der Fund von Überresten eines antiken Hauses in dem Ort neue Erkenntnisse. [/b]

In der Nähe der Verkündigungsbasilika von Nazareth haben israelische Archäologen nach eigenen Angaben erstmals Überreste einer Wohnstätte in Nazareth entdeckt, die aus der Zeit Jesu stammen.

Der Fund liefere neue Erkenntnisse darüber, wie Nazareth zu jener Zeit ausgesehen haben mag, sagte die Archäologin Jardena Alexandre von der israelischen Behörde für Altertümer am Montag vor Journalisten.
Weiterlesen »

Forscher bergen Schätze aus der Bronzezeit auf ICE-Baustelle

News in Archäologie 1 Kommentar »
[b]Spektakuläre Funde auf der künftigen ICE-Strecke von Erfurt nach Halle: Archäologen haben mehr als 250 Gräber aus der frühen Bronzezeit entdeckt.[/b]

Mehr als 55.000 Funde aus der Bronzezeit haben Archäologen bei einer Grabung in Sachsen-Anhalt gefunden. Acht Teams untersuchen eine rund 100 Hektar große Fläche auf der Querfurter Platte, die zwischen den Tälern von Saale und Unstrut liegt. Vor einem Jahr begann die Arbeit der Forscher, bis heute haben die Archäologen gut drei Viertel des entdeckten Siedlungsgebiets erkundet.

"Mit der Zeit ist einiges zusammengekommen", sagt Torsten Schunke vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, der das Projekt koordiniert. "Wir fanden weit über 250 Gräber aus den verschiedensten Epochen, sowie gut erhaltene Grabbeigaben." Einige davon sind echte Besonderheiten.
Weiterlesen »

"Sensationeller" Schatzfund der Angelsachsen in England

News in Archäologie Noch keine Kommentare »
[SIZE=3]Der Traum des Hobbyschatzsuchers ist der Albtraum des Archäologen

Bonn (ots) - Archäologen warnen: Die Suche mit Metalldetektoren ist in Deutschland verboten


Die Begeisterung über den sensationellen Schatzfund eines Hobbyschatzsuchers, der gestern in Birmingham bekannt gemacht wurde, wird von Archäologen und Denkmalpflegern nicht geteilt. "Das ist der Albtraum eines jeden Archäologen", so Dr. Christian Möller, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte.
Weiterlesen »

Hobby-Sucher findet riesigen Goldschatz in England

News in Archäologie 17 Kommentare »
Es ist der Traum eines jeden Goldjägers: Ein Hobby-Schatzsucher hat in England den bisher größten Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen entdeckt.

Auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire fand der arbeitslose Mann mit seinem Metalldetektor bis zu 1500 Stücke, darunter vor allem Kriegsausrüstung. Der Schatz stammt vermutlich aus dem Siebten Jahrhundert und soll Millionen wert sein. Archäologen halten den Fund für den größten und bedeutendsten aus der Zeit des germanischen Stammes. Der Finder Terry Herbert sagte, der Schatz sei so groß, dass er nur noch von Gold geträumt habe. «Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das.»
Weiterlesen »

(C) Daniel Oswald