Nov 06
2011
Stammbaum der Erkenntnis
News in Historische Hilfswissenschaften mit Genealogie 2 Kommentare »Ahnenforschung war ein etwas spleeniges Hobby – seitdem das Internet floriert, ist sie für Zehntausende zur Obsession geworden.
Am 24. September dieses Jahres um 10.43 Uhr loggt sich die Userin "britta 70" auf der Forumsseite der Website genealogy.net ein und postet den folgenden Kommentar: »Hallo, erst mal muss ich hier ein großes Kompliment abgeben. Bin gerade durch Zufall auf dieses Forum gestoßen. *echt klasse hier*« Dann rückt sie mit ihrer Frage raus: »Ich suche einen Frederi(c)ksen Alexander Thorwald, *23.11.1873 in Kopenhagen, er war Farmer, die Frau Ida Marie Christiansen, *3.2.1876. Er hat einen Sohn gehabt: mein Großvater Hans Iwer Frederi(c)k- sen, *28.6.1904 in Flensburg. Kann mir jemand helfen?«
Es dauert knappe sieben Stunden, und Hina – eine der Moderatorinnen des Forums, wohnhaft in Skive, Dänemark – meldet sich und gibt ihr den Tipp, zunächst auf die Website der dänischen Kirchenbücher zu schauen. Nur sechs Minuten später schaltet sich einer der Administratoren namens Bonzhonzlefonz ein (ausgewiesen als Mitglied der Genealogischen Gesellschaft Hamburg) und schlägt ihr vor, sich bei der Kopenhagener Kirche Sankt Petri zu erkundigen, der Gemeinde für die deutschstämmigen Dänen. Außerdem verrät er britta 70 einen wichtigen praktischen Trick, um auf dänischen Internetseiten zurechtzukommen: Mittels der Tastenkombinationen »alt + 0248« und »alt + 0216« ließen sich das kleine und das große durchgestrichene O herstellen, ohne die man in den Suchmasken dänischsprachiger Datenbanken nun mal rettungslos verloren sei.
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