Mehr Platz für ein Grabmal: Vor 500 Jahren wurde in Rom der Grundstein für den Petersdom gelegt.
Es gibt eine ungebrochene Kontinuität in der Geschichte des Petersdoms, und es gibt hier einen unglaublichen Bruch. Genau hier, 119 Meter unter dem Kreuz auf der Spitze der Peterskuppel, wurde Simon Petrus aus Bethsaida in Galiläa nach seiner Kreuzigung im Neronischen Zirkus in Rom begraben. Das war nach der Tradition am 26. Juni 67 in der ersten großen Christenverfolgung oder schon am 13. Oktober 64, aus Anlaß der Gedenkfeiern zur Thronbesteigung Kaiser Neros zehn Jahre zuvor, wie es eine neuere Hypothese will.
Das Grab wurde in den vierziger Jahren in einer Ausgrabungskampagne unter Pius XII. wieder entdeckt, hinter einer Mauer, auf der auf griechisch noch folgendes Fragment zu entziffern war: "Petr(os) eni". Auf Deutsch: "Petrus ist hier". Altäre aus der Zeit Konstantins (um 320), Gregors des Großen (um 600), Callistus II. (1123) oder Clemens VIII. (1594) haben die Erinnerung an den Ort festgehalten.
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