Ein Sensationsfund?

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Laut der Vatikan-Zeitung «L'Osservatore Romano» soll ein unbekanntes Gemälde Caravaggios in Rom aufgetaucht sein.

Im Rom ist möglicherweise ein bislang unbekanntes Caravaggio-Gemälde entdeckt worden. Ob das Kunstwerk tatsächlich von dem italienischen Barockmaler stammt, sollen weitere Untersuchungen zeigen, wie die Vatikan-Zeitung «L'Osservatore Romano» am Samstag berichtete. Das fragliche Gemälde befindet sich demnach im Besitz des Jesuiten-Ordens in Rom und stellt das Martyrium des heiligen Laurentius dar.

Das von der Zeitung abgedruckte Bild zeigt einen halbnackten jungen Mann mit verzweifelt geöffnetem Mund, der sich inmitten züngelnder Flammen nach vorn lehnt und einen Arm ausstreckt. Es zeige für Caravaggios Arbeit charakteristische Merkmale, schrieb «L'Osservatore Romano».

Allerdings werde in keinem einzigen der bekannten Dokumente über den Maler erwähnt, dass dieser sich mit einer Darstellung des Martyriums des heiligen Laurentius befasst habe. Italien beging am Wochenende den 400. Todestag Caravaggios.
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Graf Baudissin räumt auf

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Am Samstag eröffnete das Museum Folkwang seine erste Sonderschau im Neubau. Einst hatten die Nationalsozialisten die legendäre Kunstsammlung des Essener Museums vernichtet.[/b]

Als der 28-jährige Karl Ernst Osthaus 1902 in seiner Heimatstadt Hagen am Rande des Ruhrgebiets das Museum Folkwang eröffnete, war er erfüllt von einem missionarischen Eifer, der seinesgleichen sucht. Der vermögende junge Mann – seine Mutter stammte aus einer Fabrikantenfamilie, sein Vater war Bankier – wollte zur »kulturellen Hebung des industriellen Westens« in Deutschland beitragen. Er beklagte das Missverhältnis von Arbeit und Bildung, Kapital und Kunst, das sich überall beobachten ließ. »Das große Problem der Zeit«, schrieb er rückblickend 1918, »war die Zurückführung der Kunst ins Leben, und dieser Aufgabe hat das Museum sich seither zu widmen versucht.«

Das Museum als Volksbildungsstätte, als »Volkshalle« – nichts anderes bedeutete ursprünglich das altnordische Wort Folkwang –, sollte den Geschmack formen, sollte Interesse und Neugier wecken. Es war eine Idee ganz im Geiste der Lebensreformbewegung jener Zeit. Osthaus, der Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie studiert hatte, sammelte zunächst Kunstgewerbe, das er von Studienreisen nach Frankreich, Nordafrika und in den Orient mitbrachte. Später wandte er sich, unter dem Einfluss des flämischen Architekten und Gestalters Henry van de Velde, der Malerei zu. Er erwarb Bilder von Renoir, Cézanne, Gauguin und van Gogh, von Seurat und Signac, Matisse und Braque und anderen französischen Meistern der Moderne. Hinzu kamen Arbeiten der Expressionisten, von Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, Nolde, Feininger, Kokoschka, Rohlfs sowie den Blauen Reitern Kandinsky, Marc und Macke. Viele Bilder kaufte Osthaus direkt im Atelier, frisch von der Staffelei. So machte er das Hagener Haus zu einem einzigartigen Forum für die Avantgarde.
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Ist Sachsens jahrhundertealte Porzellangeschichte falsch?

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Meißen/Lübeck. Die Historie des Meißener Porzellans muss nach 300 Jahren umgeschrieben werden. Davon ist Christof von Tschirnhaus überzeugt. Der Nachfahre des Universalgelehrten Ehrenfried Walther von Tschirnhaus sagt, seinem Ur-Ahn und nicht dem Alchimisten Johann Böttger gebühre der Titel Porzellan-Erfinder. Eine Tabakdose aus der Porzellan-Sammlung Dresden soll das beweisen. Doch die ist verschollen.

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Diese verschollene Tabakdose wird von Tschirnhaus zugeschrieben. Fand er schon lange vor Böttger das Geheimnis des Porzellans?

"Einer für alle! Alle für einen!" schworen die Musketiere, wenn sie die Degen kreuzten. Wenn in unserem Zeitalter zwischen zwei schon jahrhundertealte Schwerter nun ein drittes scheppert, hat das andere Gründe als Dreieinigkeit. "Drei forschten, nur einer erntet Ruhm, noch dazu der Falsche!" Das ist das Motto, unter dem der Lübecker Diamanten-Gutachter Christof von Tschirnhaus die Klinge kreuzt - mit den 1722 ersonnenen blauen Schwertern, die als ältestes Markenzeichen der Welt gelten: denen der Porzellan-Manufaktur Meissen.
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Käthe Kollwitz

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Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen. Ihre Kunst ist Klage und Anklage – und hat nichts von ihrer Kraft verloren.[/b]

Den Arm emporgereckt, ein flehender Blick, den Mund zum Ruf geöffnet, daneben in steiler Handschrift der Appell: »Nie wieder Krieg«. Seit bald einem Jahrhundert wird dieses Plakat von der deutschen Friedensbewegung getragen und nachgedruckt. Doch Käthe Kollwitz, die Malerin und Bildhauerin, die Mahnerin, die Unbeugsame, gehört nicht nur wegen plakativer Appelle zu den ganz Großen. Sie hat sich vielmehr, wie wenige Künstler den Problemen ihrer (und unserer) Zeit zugewandt: dem Elend, dem Hunger, dem Krieg. Und sie hat die Opfer ins Zentrum ihrer Kunst gerückt und damit in die Öffentlichkeit geholt: die Geschundenen, die Betrogenen, die Kranken. »Ich will, dass meine Kunst Zweck hat«, sagte Käthe Kollwitz. »Ich will wirken.« Ihre Werke macht dies so aktuell wie unzeitgemäß. Denn ist nicht auch unsere Zeit, wie die ihre, eine, in der man gern wegschaut – weil man das Elend nicht erträgt, den Krieg nicht verhindern kann oder weil man sich einfach nicht interessiert? Kollwitz schaute hin und malte, was sie sah. Es war ihr mitnichten peinlich, unmittelbar zu wirken, das Gefühl des Betrachters schneller anzusprechen als den Intellekt. Kunst, geschaffen nur um der Kunst willen, war ihr fremd. Sie wollte aufrütteln.
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Der Bernstein-Wahn

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[b]Das Bernstein-Kabinett treibt manchen Schatzsucher in den Wahnsinn. Seit Jahrzehnten fahnden Bauern, Politiker und Geheimdienstler nach dem wertvollen Zimmer, das Peter dem Großen gehörte.[/b]

Sie sind nicht gerade vorteilhaft, die himmelblau-weißen Plastiksäckchen, die jeder Besucher des Katharinenpalastes bei Sankt Petersburg über seine Schuhe ziehen muss. Das Parkett müsse geschont werden, das sei besser so.

Es soll eine Bitte sein, aber aus dem Mund der voluminösen russischen Palast-Aufseherin klingt jeder Satz wie eine Drohung. Also stülpen sich alle kurzbehosten, schwitzenden Touristen brav die Überzieher über ihre Sandalen. Fortan umhüllt ein leichtes Schleifgeräusch die Besuchergruppe, himmelblau-weißer Plastik auf Parkett.

Das Ziel aller Touristen, ob russisch, deutsch oder italienisch ist Zimmer acht, zweite Etage. So schleift die Gruppe ungerührt palavernd durch den prächtigen großen Saal, durch verschiedenfarbige Speisesäle, bis endlich Zimmer acht, zweite Etage kommt, das Bernsteinzimmer.

100 Quadratmeter, die Wände glänzen vom Boden bis an die Decke in verschiedenen Tönen, gelb, orange, rot, braun. Dazwischen goldene Kerzenleuchter, Spiegel, Gemälde. Als die Touristen das sehen, schweigen sie plötzlich, zu hören ist nur noch das Schleifen. Und eine bellende Aufseherin, die die Besucher schon bald wieder weitertreibt.

Die Bernsteinzimmer-Sucht

Nein, es ist hier in Petersburg nicht das echte Bernsteinzimmer. Ein Nachbau, nicht mehr, nicht weniger. Das Original, das suchen sie noch, die Schatzgräber dieser Welt. So viele hat der Wahn erwischt, die Bernsteinzimmer-Sucht. Bauern, Politiker, Geheimdienstler, Chefredakteure.

Das Bernsteinzimmer - im Herbst 1716 schenkt es der preußische König Friedrich Wilhelm I. dem russischen Zaren Peter dem Großen: Wandverkleidungen für ein ganzes Zimmer, vollständig aus Bernstein, dazu verschiedene Mosaike, Spiegel, Gemälde, Möbelstücke.
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Jugendlicher Frohsinn und antike Monumentalität

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Die Galleria Borghese in Rom zeigt die erste monografische Ausstellung des Renaissancemalers Correggio – in der Gegenüberstellung mit Werken aus der Antike geben die rund 50 Arbeiten des Meisters Aufschluss über seine Beziehung zur alten Kunst.
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Frühe Holländer

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In Rotterdam ist eine faszinierende Kollektion holländischer Malerei des Spätmittelalters zu sehen.


Denkt man an die Malerei des Spätmittelalters, so werden neben den italienischen Künstlern vor allem die großen Flamen wie Jan van Eyck, Rogier van der Weyden oder Hans Memling assoziiert. Doch auch im nördlichen Teil der Niederlande, in Holland, wurden die künstlerischen Anregungen aus dem Süden rasch aufgegriffen und in beachtlichen Werken gestaltet. Allerdings sind kaum Ölgemälde, Skulpturen oder Fresken erhalten geblieben, die dies dokumentieren könnten. Einst schmückte eine große Zahl von Kunstwerken die Kirchen, doch fielen viele den Bilderstürmern der Reformation zum Opfer. Hinzu traten Kriege, Feuer oder schlicht der sich ändernde Zeitgeschmack, so dass sich heute nicht ein einziges Altarbild des 15. Jahrhunderts noch an seinem ursprünglichen Platz befindet.
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Porträt Mozarts entdeckt

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Nur drei Bilder zeugten bislang von den Wiener Jahren (1781 bis 1791) des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Jetzt kommt offenbar ein viertes hinzu. Der Musikwissenschaftler Cliff Eisen hat den „Mann im roten Gehrock“ entdeckt - in einer Privatsammlung.
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Verborgene Kunst durch "T-Strahlen" wieder sichtbar

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Bald schon könnten die unsichtbaren Rätsel vieler Gemälde gelüftet werden. Mit Hilfe kurzwelliger elektromagnetischer Strahlung ist es einem Team um John Whitaker von der University of Michigan gelungen, unter Malereien und Mörtelschichten verborgene Bilder zu untersuchen. Anders als bisherige Verfahren eignet sich die so genannte T-Strahlung auch für das Aufspüren von Bleistiftskizzen.
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Ölmalerei keine europäische Erfindung

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Es dürfte für viele europäische Kunsthistoriker ein Schock sein: Buddhistische Malereien aus den Höhlen von Bamiyan sollen nach Aussage der japanischen Forscherin Yoko Taniguchi vom National Research Institute for Cultural Properties die frühesten bekannten Ölgemälde sein. Die zentralasiatischen Malereien werden schon in die Zeit um 650 n. Chr. datiert. Die Erfindung der Ölmalerei galt bislang aber als eine Errungenschaft der Renaissance.
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Forscher haben Identität von «Mona Lisa» geklärt

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Heidelberg - Nach langem Rätselraten ist die Identität der «Mona Lisa» laut einem Heidelberger Wissenschaftler definitiv geklärt. Auf dem berühmtesten Gemälde der Welt sei «eindeutig» die Florentiner Kaufmannsgattin Lisa del Gioconda zu sehen.
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Versammlung der Narren

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Seit dem späten Mittelalter kennt man in Europa den Brauch, am Dreikönigstag oder am Vorabend einen König zu wählen und sein Königreich gemeinsam zu begehen. Der Maler Jacob Jordaens hatte eine Vorliebe für diese Szenen und hat sie immer wieder gross ins Bild gesetzt.
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Mangelhafte Wertschöpfung

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Dem „Zeit“-Redakteur Hanno Rauterberg gelingt in diesem Buch eine klare Darstellung all dessen, was keine Kunst ist. Er zeigt am Beispiel von zehn Irrtümern, wie sich heutige Kunst feinsäuberlich und mit allen Marketingtricks verkleidet, um sich als Kunst, die eigentlich keine ist, zelebrieren zu können. „Irrtum Nr. 1“ sei, dass „gute“ Kunst keine Kriterien kenne und „Nr. 2“ behaupte, Kunst müsse immer Neues bieten oder, so Irrtum „Nr. 7“, alles könne Kunst sein.
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Russland gibt mittelalterliche Mosaikfenster zurück

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Das russische Kabinett hat der Überstellung von mittelalterlichen Mosaikfenstern an die Marienkirche in Frankfurt an der Oder zugestimmt. Die Kunstwerke waren nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst in die Eremitage des damaligen Leningrad transportiert worden. Von den insgesamt 117 Mosaiktafeln gab Russland 2002 bereits 111 zurück, sechs Stück befinden sich derzeit noch im Moskauer Puschkin-Museum.
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Ein ganz besond'rer Saft

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Im 18. Jahrhundert galten japanische Lacke als der Gipfel der Lackkunst, chinesische gelangten dagegen erst im 19. Jahrhundert in größerem Maß nach Europa – dank der damaligen Begeisterung für Chinoiserien aller Art, aber auch als Folge politisch-militärischer Intervention im Reich der Mitte.
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Des Kaisers scheinbar schwereloses Elfenbein

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Es zu verwenden ist bei Artenschützern umstritten - schon im 16. Jahrhundert galt Elfenbein aber auch als 'weißes Gold': Bei den Herrschern Europas war es ein beliebtes Sammelobjekt. Das zeigt das Kunsthistorische Museum in Wien mit der Ausstellung "Kaiserliches Elfenbein".
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Bisher unbekanntes Botticelli-Werk in Ungarn entdeckt

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In der Burg des unweit von Budapest gelegenen Bischofsitzes Esztergom (Gran) wurde ein bisher unbekanntes Fresko des berühmten italienischen Renaissance-Malers Sandro Botticelli entdeckt. Dies berichtete die Ungarische Nachrichtenagentur MTI am Freitag.
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Open Access: Freier Zugang zur Antike

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Vom Pantheon in Rom bis zur Statue des Pan im Pariser Louvre – der "Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance" hat jetzt seine Datenbank mit etwa 6.500 erfassten antiken Monumenten und rund 28.000 Bild- und Schriftzeugnissen aus der Zeit der Renaissance ins Internet gestellt. Der Census ist eines der renommiertesten Forschungsvorhaben der Kunstgeschichte: 1946 auf Anregung namhafter Kunsthistoriker und Archäologen in London und New York begründet, widmet er sich der Erfassung und Erforschung derjenigen antiken Bau- und Bildwerke, die in der Renaissance bekannt waren.
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Malerei: Augenerkrankungen prägten die Kunstgeschichte mit

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US-amerikanischer Mediziner sieht späten Stil der Impressionisten Monet und Degas durch Sehprobleme beeinflusst
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Legales Raubrittertum

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Die Erben des früheren Königshauses Wettin fordern von Sachsen immer mehr Gemälde und andere Kunstwerke zurück, die nach 1945 enteignet wurden. Ein Gesetz gibt ihnen das Recht dazu. Doch die Museen sehen inzwischen das Kulturerbe bedroht.
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Gegenwelten

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Der italienische Stecher und Radierer Giovanni Battista Piranesi wurde zu seiner Zeit rasch berühmt mit Veduten oder Ansichten, die der Stadt Rom und ihrer weiteren Umgebung das Gehör einer subtilen Einbildungskraft zu vermitteln wussten. 1720 in der Nähe von Venedig geboren und zunächst beeinflusst von Canaletto, dem brillanten Porträtisten der «Serenissima», bevorzugte Piranesi anfangs einen hellen, in den Lichtern glänzenden Stil. Zwar nahm er die Architektur durchaus ernst. Aber der Himmel verklärte die Monumente und Ruinen, so dass den Betrachter ein Klima von Arkadien umwehte. Später allerdings begann der Künstler diese Wirklichkeit zu dramatisieren, indem er die Schatten stark machte und die Winkel ins Pathetische verzerrte. Als Goethe auf seiner italienischen Reise dann die eigenen Erfahrungen mit Piranesis Vorgaben vergleichen konnte, wurde er doppelt enttäuscht - einerseits von der Welt, wie sie sich nun viel bescheidener präsentierte, anderseits von der Kunst, die ihm falsche Grösse «vorgegaukelt» hatte.
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Christie's versteigert Besitztümer europäischer Adelshäuser

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Bei einer dreitägigen Auktion versteigert das Auktionshaus Christie's in Amsterdam Kostbarkeiten aus dem Besitz europäischer Könige, Prinzen, Grafen und anderen Familien mit adeligem Namen. Im Rahmen der Ausstellung "European Noble and Private Collections" haben Interessenten von 30. März bis 3. April die Möglichkeit, diverse Seltenheiten zu ersteigern. Insgesamt umfasst die Auktion über 1.200 Gegenstände von Einlieferern aus Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden.
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Atelier Angst

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Pariser Nächte eines früh Unvollendeten: der Maler Andreas Walser (1908-1930)

Voll liebender Einfühlung hat sich Daniel Schmid in den Körper eines vergessenen Künstlers zurückgeträumt, eines «Luftmenschen», wie Schmid mit weitreichender Geste unterstrich: Ja, Andreas Walser bleibt als zitternde Luft, als Horizontspiegelung aller früh Begabten, Paris-Süchtigen und Paradiessucher eine Projektionsfläche. Walser sagte von sich, er sei in die falsche Richtung geboren worden, mitten hinein in die beengenden Berge statt in die Stadt aller Städte, das Paris der 1920er Jahre. Dort hat er in knapp zwei Jahren viele hundert Bilder gemalt, hat Jean Cocteau als Liebenden und Picasso als Malenden kennengelernt, wurde von ihnen geschätzt - Picassos Händler kaufte neun Bilder vom jungen wilden Schweizer, der sich dann so rasch überblüht hatte: Morphium und Wein zum Träumen, dann wieder Kaffee und Nikotin zum Wach-Sehen, Opium zum Erweitern der Wahrnehmung in Wahnweiten oder, wenn gerade nichts im Atelier war: ein Schluck Maltinktur.
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An der Quelle

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Hans Blumenbergs Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Im kürzlich eröffneten Marbacher Literaturmuseum der Moderne, einer Reliquienkammer der neueren deutschen Literatur, findet man viele merkwürdige Dinge. Darunter befindet sich etwa ein kleiner Zettel, der dem vor elf Jahren verstorbenen Philosophen Hans Blumenberg zugeordnet ist und auf dem nur zu lesen ist «21.10.'89 0.10». Ist es der Abschluss eines Textes oder ein aus anderen Gründen bedeutsames Datum? Vielleicht, doch der Blick von schräg unten auf den vermeintlichen Notizzettel erweist diesen als die Rückseite eines Weinetiketts. So ist die Vermutung erlaubt, dass Blumenberg auf ihm die erfreuliche Begegnung mit einem Margaux Médoc, Château Palmier 1975, festgehalten hat.
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Geld, Gier, verblasste Jugend

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Das Werk der französischen Schriftstellerin Irène Némirovsky erweist sich als sehr psychologisch

Die postume Publikation - und Übersetzung in viele Sprachen - des Romanfragments «Suite française» hat das Interesse an der französischen Schriftstellerin Irène Némirovsky und ihrem gesamten Werk neu geweckt. Es eröffnet einen ungewohnt psychologischen Blick auf den jüdischen Alltag im Frankreich der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.
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(C) Daniel Oswald