Aug 11
2011
So viel Genie war nie
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Maler und Chronist der Renaissance: Giorgio Vasari, 1511 geboren, schuf den modernen Mythos vom Künstler.[/b]
[img]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2011-07/s18-giorgio-vasari/s18-giorgio-vasari-540x304.jpg[/img]
Ein Porträt, das Giorgio Vasari (1511-1574) von sich malte
Wenn Giorgio Vasari noch einmal zur Feder greifen, wenn er noch einmal sein Werden und Wirken beschreiben könnte, jetzt, 500 Jahre nach seiner Geburt, dann wäre gewiss viel von Enttäuschung die Rede. Dass ihn noch immer alle für seine Bücher loben, ihn gar als Urvater der Kunstgeschichte preisen, das nähme er mit einiger Zufriedenheit zur Kenntnis. Aber der Künstler Vasari, der einst so begehrte Maler und Zeichner, fühlte sich verkannt. Wer weiß noch, dass er riesige Deckenfresken entwarf, halbe Städte umbaute und ein einflussreicher Architekt war? Selbst die Touristen, so müsste Vasari bitter notieren, reisen heute nach Florenz, durchschreiten voller Hochgefühl die Uffizien, diese großartige Bildergalerie, und ahnen doch meist nicht, wem sie das alles verdanken: das stolze Gebäude und auch die ungeheure Aura der Kunst, die dort gezeigt wird. Er war es, Vasari! Und keiner will es würdigen.
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Maler und Chronist der Renaissance: Giorgio Vasari, 1511 geboren, schuf den modernen Mythos vom Künstler.[/b]
[img]http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2011-07/s18-giorgio-vasari/s18-giorgio-vasari-540x304.jpg[/img]
Ein Porträt, das Giorgio Vasari (1511-1574) von sich malte
Wenn Giorgio Vasari noch einmal zur Feder greifen, wenn er noch einmal sein Werden und Wirken beschreiben könnte, jetzt, 500 Jahre nach seiner Geburt, dann wäre gewiss viel von Enttäuschung die Rede. Dass ihn noch immer alle für seine Bücher loben, ihn gar als Urvater der Kunstgeschichte preisen, das nähme er mit einiger Zufriedenheit zur Kenntnis. Aber der Künstler Vasari, der einst so begehrte Maler und Zeichner, fühlte sich verkannt. Wer weiß noch, dass er riesige Deckenfresken entwarf, halbe Städte umbaute und ein einflussreicher Architekt war? Selbst die Touristen, so müsste Vasari bitter notieren, reisen heute nach Florenz, durchschreiten voller Hochgefühl die Uffizien, diese großartige Bildergalerie, und ahnen doch meist nicht, wem sie das alles verdanken: das stolze Gebäude und auch die ungeheure Aura der Kunst, die dort gezeigt wird. Er war es, Vasari! Und keiner will es würdigen.
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