Wer Wucher trieb, war des Teufels

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Warum das Mittelalter noch nicht dem kapitalistischen Denken verfallen war: Ein Gespräch mit dem großen französischen Mediävisten Jacques Le Goff[/b]

Der 86-jährige Historiker Jacques Le Goff begeisterte sich schon als Schulkind für das Mittelalter, nachdem er die Werke Walter Scotts, des Begründers des historischen Romans, gelesen hatte. Wir haben Le Goff in seinem Arbeitszimmer in Paris besucht, wo er inmitten unzähliger Bücher liest, schreibt, Rundfunksendungen moderiert und Gäste empfängt.

[b]ZEIT Geschichte[/b]: Monsieur Le Goff, das Mittelalter kannte drei gesellschaftliche Rollen: Priester, Krieger und Arbeiter. Wie war in einer solch starren Ordnung Fortschritt möglich?

[b]Jacques Le Goff[/b]: Die von Ihnen genannte Formel tauchte in der Karolingerzeit auf und nahm ihre definitive Form im 11. Jahrhundert an: Die oratores beten, die bellatores kämpfen, die laboratores arbeiten. Unter Mediävisten wird darüber debattiert, was unter laboratores zu verstehen sei. Manche glauben, es seien alle Handarbeiter gemeint, also Bauern und Handwerker, aber nach meiner Ansicht bezeichnet diese Formel nur die Eliten: die kirchlichen Amtsträger, die Ritter und jene Schicht landwirtschaftlicher Produzenten, die über ökonomische und intellektuelle Mittel verfügten, die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.
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Carl von Carlowitz

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Wir können nicht wider die Natur, sondern nur mit ihr agieren: Der das erkannte, lebte vor 300 Jahren. Lasst uns seine Idee von »Nachhaltigkeit« endlich ernst nehmen.


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Carl von Carlowitz (1645-1714), Edelmann und Ökologe

Wörter können sich leider nicht wehren, wenn ihnen im Mühlwerk politischer Auseinandersetzungen die Bedeutung allmählich abhandenkommt. »Nachhaltigkeit«: Kaum hatten sich die Vereinten Nationen beim »Erdgipfel« in Rio 1992 auf den Anspruch geeinigt, in den Grenzen des Wachstums und mit Rücksicht auf kommende Generationen zu wirtschaften, da wurde der Begriff auch schon verwässert, verbogen, verkürzt oder als Tensid fürs greenwashing missbraucht. Mittlerweile gelten selbst Atomkraftwerke als nachhaltig, deren Müll ewig strahlt. Klaus Töpfer, langjähriger Chef der UN-Umweltorganisation, sagte einmal mit bitterem Spott: Wem zu den globalen Krisen gar nichts mehr einfalle, der rede von Nachhaltigkeit.

Wenn es nur der Verschleiß des Begriffs wäre, doch er spiegelt die Unzulänglichkeit des Handelns. Dabei wird inmitten der eskalierenden Klima- und Hungerkrisen jeden Tag wichtiger, was sustainability auch bezeichnet: Umwelt, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit zusammenzuführen. Anlass genug, jenem Mann unter die Augen zu treten, der das Konzept ursprünglich erdachte; sich an der Nachdenklichkeit und Strenge zu orientieren, mit der er auf alten Kupferstichen unter der Lockenpracht einer französischen Allongeperücke seinen Nachfahren im metallenen Brustpanzer entgegenblickt, prinzipienfest.

Kaum ein brasilianischer Sojaplantagen-Zertifizierer, indischer Klimaschützer oder selbst deutscher Nachhaltigkeitsabteilungsleiter hat den Namen des Edlen Hans Carl von Carlowitz je gehört, der 1645 als Spross einer uralten Ritterdynastie auf Burg Rabenstein bei Chemnitz geboren wurde und zu einem der wirkungsmächtigsten Beamten Kursachsens aufstieg.
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In bester Gesellschaft - Karl Marx und die Ökonomen seiner Zeit

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Karl Marx war nicht der einzige Ökonom des 19. Jahrhunderts, der dem Kapitalismus eine düstere Zukunft vorausgesagt hat.

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Thomas Malthus (1766 - 1834): Der britische Philosoph wurde durch seinen »Versuch über das Bevölkerungsgesetz« (1798) bekannt. Die Kernthese dieser Streitschrift lautet, dass die Bevölkerung exponentiell wachse, die Nahrungsmittelproduktion aber nur linear gesteigert werden könne. Überbevölkerung und Hunger seien daher unabwendbar das Schicksal sich entwickelnder Ökonomien, sofern der Staat nicht eingreife

»Ich bin soweit, dass ich in fünf Wochen mit der ganzen ökonomischen Scheiße fertig bin«, schreibt Karl Marx im Frühling 1851 aus London an seinen Freund und Förderer Friedrich Engels. Tatsächlich sollte es noch 16 Jahre dauern, bis der erste Band des Kapitals endlich erscheint. Er umfasst beinahe 1000 Seiten. Band zwei und drei bleiben unvollendet. Die »ökonomische Scheiße« war komplizierter als gedacht und das Vorhaben vielleicht zu ambitioniert: Nichts Geringeres als die innere Logik des Kapitalismus wollte Marx entschlüsseln.

Die marxistische Wirtschaftstheorie ist dabei stark beeinflusst von drei intellektuellen Strömungen seiner Zeit: von der Geschichtsphilosophie Hegels, die Marx während seiner Studienjahre in Berlin aufnimmt, vom revolutionären französischen Sozialismus, mit dem er später in Paris in Berührung kommt, und von den ökonomischen Theorien der britischen Klassiker um David Ricardo, Thomas Malthus und Adam Smith, deren Schriften er im Londoner Exil studiert. Von Hegel und den Franzosen übernimmt Marx die Idee, dass das soziale, wirtschaftliche und politische Leben in einer ständigen Veränderung begriffen ist und auf ein Ziel zustrebt. Mithilfe der Instrumente der Klassiker will er die spezifischen Antriebskräfte, das »Naturgesetz« der kapitalistischen Wirtschaftsentwicklung offenlegen.
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Chronik der Krisen

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Vom ersten globalen Börsencrash 1857 bis zur Implosion des Kasinokapitalismus 2008: Die vier großen Weltwirtschaftskrisen im Vergleich

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New York: Menschenauflauf in der Wall Street während des Börsencrash 1857

Karl Marx findet die Krise [I]beautiful[/I]: Pleiten, Armut und Arbeitslosigkeit haben im Herbst 1857 die kapitalistische Welt erfasst, die erste Weltwirtschaftskrise der Geschichte breitet sich aus. In den USA müssen Banken schließen, in Großbritannien große Handelshäuser Konkurs anmelden. Bis nach Chile, Indien und Indonesien sind die Auswirkungen zu spüren. Erstmals merken die Menschen, wie eng die Kontinente nach einem halben Jahrhundert Industrialisierung bereits aneinandergerückt sind.

Hamburgs Kaufleute trifft es besonders hart: In den Speichern des Hafens stapeln sich unverkäuflich gewordene Handelswaren mit einem Gesamtwert von 500 Millionen Mark – Kaffee und Zucker, Stoffe und Getreide. Für zahlreiche Handelshäuser kommt noch ein weiteres Problem hinzu, denn viele von ihnen können die Wechsel, die sie vor dem Zusammenbruch akzeptiert haben, nun nicht mehr bezahlen.

Ihren Anfang hatte die Krise in Russland genommen. Nach dem Ende des Krimkrieges 1856 waren die russischen Bauern auf den europäischen Markt zurückgekehrt. Die amerikanischen Farmer, die Europa zwischen 1853 und 1856 mit Weizen versorgt hatten, blieben auf ihrer Ernte sitzen. Der Preis brach ein, die Finanzströme über den Atlantik versiegten, und das Geld für die expandierende amerikanische Wirtschaft wurde knapp.
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Würfelweise Gold

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"Die Zeit" geht der Frage nach: Stimmt es, dass alles Gold der Welt, das bisher gefördert wurde, in einem Würfel mit einer Seitenlänge von 20 Metern Platz hätte?
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Familie Quandt stellt sich der Vergangenheit

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Eine Dokumentation des NDR erhebt schwere Vorwürfe gegen den Stammvater der Unternehmerfamilie Quandt. Günther Quandt soll während des Dritten Reiches Zwangsarbeiter beschäftigt haben. Seine Nachkommen zeigen sich tief bewegt – und wollen nun selbst Klarheit.
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Experiment: Den Reichen soll genommen werden

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Der Mensch strebt materielle Gleichheit an - selbst wenn er sich dieses Ideal etwas kosten lassen muss. Im Experiment zeigten Forscher: Am liebsten nehmen wir es den Reichen weg. Tief im evolutionären Erbe scheint ein Verhalten zu stecken, das an trinkende Wikinger erinnert.
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Eine Marke für sich

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Nun haben sie den Postkasten vor der eigenen Haustür abmontiert, und bald ist es wohl nur noch die Internetrechnung, die per Brief ins Haus kommt. Fast vorbei auch die Zeiten, als es galt, die Marke zügig anzuschlecken, ohne sie ganz zu durchfeuchten. Manche Marke kommt heute zahnlos daher.
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Museum für Kommunikation : Über die Entstehung der ersten Briefmarke

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Die Ausstellung "Die Erfindung der Briefmarke" erzählt die Entstehungsgeschichte der englischen "Penny Black" anhand erster Entwürfe sowie einmaliger Probedrucke und Essays. Die Originale gingen vor rund 100 Jahren in den Besitz des Deutschen Reichspostmuseums über und wurden nach Museumsangaben seither nur einmal in der Öffentlichkeit gezeigt.
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Bussrituale contra Common Sense

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Bristol, im Südwesten des Königreichs gelegen, ist eine der schönsten Städte Grossbritanniens. Zwar wurde sie im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, doch viele alte Gebäude blieben unversehrt, andere wurden wieder aufgebaut. So erfreut sich die Stadt zahlreicher historischer Prachtbauten, etwa des Theatre Royal, erbaut in den Jahren 1764-66. Neuerdings jedoch erscheint die georgianische Fassade des Bühnenhauses in einem anderen Licht, so wie auch weitere Bauten der Stadt, darunter Schulen und Kirchen. Allen haftet derselbe Makel an: Sie wurden erbaut mit Geld, das aus dem florierenden Sklavenhandel stammte, der Bristol im 18. Jahrhundert reich machte, als die örtliche Wirtschaft zu über sechzig Prozent auf der Sklaverei basierte.
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Orte der Unzucht?

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In vielen Städten gibt es Straßen, die den Namen „Rosenstraße“ tragen. Warum die Straßen so heißen, wird mei-stens nicht schlüssig begründet. Die Forschung zeigt: Im Mittelalter waren sie oftmals Orte der Prostitution.
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Ungekrönte Kaufmannskönige

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Es war hoher Besuch, der sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts im Haus des Hamburger Bürgermeisters Johann Heinrich Burchard angekündigt hatte. Kein geringerer als Kaiser Wilhelm II. kam zum Mittagessen. Doch als sich der Gast verabschiedete, spähten vier kleine Burchard-Töchter unter der Obhut ihres Kindermädchens vom ersten Stock aus durch die Gardinen und lästerten. "Wißt ihr", erklärte die Älteste, Marianne, ihren Schwestern, "verglichen mit Papa sieht der Kaiser doch furchtbar ordinär aus."
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Das Los der Frauen im ältesten Gewerbe

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Die Entstehungsgeschichte dieses Buches ist etwas ungewöhnlich. Der Norweger Nils Johan Ringdal, ein Historiker und Soziologe, begleitete seinen Lebensgefährten, der als Arzt im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO Untersuchungen zu Aids unternahm, viele Jahre auf dessen Reisen. Dabei versuchte Ringdal die gering, aber doch vorhandene Aktenlage über Prostitution zu untersuchen.
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Zünftiges Bayern

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„Laptop und Lederhose“ – mit dem einprägsamen Slogan warb Bayern lange für sein traditionsbewußt-modernes Erscheinungsbild. Die Wirtschaft im Freistaat muß den Spagat zwischen Althergebrachtem und High-Tech beherrschen. Besonders das Handwerk war in Bayern im Laufe der Jahrzehnte tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt. Im Rahmen der Gedenkfeiern zum 200. Jubiläum des bayerischen Königreichs erinnert eine Ausstellung im Deutschen Museum in München an die Rolle und die Entwicklung des Wirtschaftszweiges in den letzten zwei Jahrhunderten.
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Pforzheimer Preziosen

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Im Jahr 1767 wurden in Pforzheim die Grundlagen gelegt: Ein Vertrag zwischen dem Markgrafen Karl Friedrich von Baden und dem französischstämmigen Uhrenhändler Jean François Autrun über die Errichtung der ersten örtlichen Uhrenmanufaktur markiert den Beginn des Aufstiegs des Ortes zur Schmuck- und Goldstadt. Der Kontrakt, der später auf die Herstellung feiner Stahlwaren, Juwelen und Kleinodien ausgedehnt wurde, war verantwortlich für die bis heute gebliebene Ausnahmestellung als internationales Zentrum des Schmuckhandwerks.
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Solidarität zwischen „Erbfeinden“

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Courrières nahe der Stadt Lens in Nordfrankreich (Département Nord-Pas de Calais) am 10. März 1906: 1425 Bergleute befinden sich gerade in der weitverzweigten Zeche unter Tage, als eine gewaltige Explosion das Gelände erschüttert. Die ungeheure Detonation sorgt für eine der größten Katastrophen der europäischen Bergbaugeschichte. Insgesamt 1099 Kumpel verlieren ihr Leben: sie werden durch die Wucht der Kohlenstaubexplosion zerfetzt, verbrennen durch die Hitze der Explosionsflamme oder ersticken kurz darauf an den giftigen Schwaden. Das kleine Courrières erlangt in jenen Tagen weltweit traurige Berühmtheit, denn nicht nur über tausend meist junge Männer sind plötzlich aus dem Leben gerissen worden; Hunderte Familien betrauern ihre Söhne, Brüder oder Familienväter und verlieren damit auch ihre Existenzgrundlage.
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Die Porsche- Saga

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Der Klang der ersten Nachkriegsjahrzehnte, oberflächlich hört sich das an nach Conny Froboess oder Elvis. Allein es gab einen tiefergehenden, charakteristischeren Ton. Weitgehend dem gemeinen Volk gehörte er, und doch schwang da im Hintergrund ein Sound mit von Schickeria und Schnittigkeit, vom Leben des Playboys im Cabrio, von Autorennen. Ein wohlklingendes Röhren gewissermaßen für oben und unten. Ferdinand Porsche hatte ihn kreiert, und wenn seine Nachfahren heute bei Volkswagen einsteigen, so findet nun wieder zusammen, was harmonisch lange zusammengehörte.
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Preiswürdiges Erinnern

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Die Freude ist groß beim Industriemuseum in Chemnitz, denn ihm wurde in diesem Jahr der begehrte Europäische Museumspreis verliehen. Damit befindet es sich in illustrer Gesellschaft; auch das Guggenheim Museum in Bilbao, das Victoria and Albert Museum in London oder das Neanderthal Museum in Mettmann erhielten diese seit 1977 jährlich vergebene Auszeichnung für herausragende Museen.
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Aus Abtritten Gold machen

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Daß Werbung ein Bedürfnis ist, wer würde dem heute noch widersprechen wollen. Daß aber Werbung im öffentlichen Raum einst im Ursinn auf dem drängendsten aller Bedürfnisse aufbaute, ist kaum noch gängiges Wissen. Der Drucker Ernst Litfaß (1816-1874) sicherte sich in Berlin das Plakatierungsmonopol von 1855 bis 1880, weil er sich bereit erklärte, Urinoirs und marode Brunnen der Stadt zu ummanteln und die so entstehenden Flächen mit Anschlägen, Plakaten, Blättern, Depeschen und öffentlichen Verlautbarungen, zu versehen - geboren war die Litfaßsäule.
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Oben ohne im FKK-Abteil nach Sylt

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Skurriles, Kurioses und Seltenes aus 170 Jahren Eisenbahngeschichte hat das DB Museum in Nürnberg aus seinen Depots gekramt. Ein Spazierstock erinnert an den Direktor der ersten Eisenbahn Deutschlands, Hippie-Reklame an die Siebziger - und freizügige Fotos an amtliche Aprilscherze.
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Museum der Arbeit eröffnet neue Außenstelle im Hamburger Hafen

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Am 30. April 2005 eröffnet das Hamburger Museum der Arbeit in seiner Außenstelle im Hafen ein Schaudepot mit Objekten aus der Hafensammlung. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburg Maritim hat das Museum im historischen Kaischuppen eine rund 700 Quadratmeter große Fläche angemietet, auf der nun die seit 1986 zusammengetragene Objektsammlung des Museums zu Hafenumschlag, Revierschifffahrt und Schiffbau der Öffentlichkeit präsentiert wird.
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"Historischer Bestechungsfall"

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Historiker: "Die Summe entspricht heute etwa 133.000 Euro".
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400 Jahre altes Schiffswrack an deutscher Ostseeküste angespült

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Wrack wurde bereits 2003 kartografisch erfasst.
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Industrieller Provinzialismus

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Zwischen bürgerlicher Revolution 1848 und Staatsvertrag 1955 hat Österreich so ziemlich alle denkbaren Staatsformen durchprobiert - und auch so ziemlich alle Ideen der Wirtschaftspolitik.
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Die Industrielle Revolution in England

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Kaum ein anderes Moment des historischen Wandels hat die Lebensumstände des Menschen in den letzten Jahrhunderten so nachhaltig verändert wie die Industrialisierung.
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(C) Daniel Oswald