Dez 03
2011
Die Herren der Ringe
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Deutsche Konzerne mit Geschichte und Tradition gibt es viele. Doch keiner ist so mythenumweht wie die Firma Krupp, die nächste Woche ihren 200. Gründungstag feiert. Wie aber ist dieser Mythos entstanden?[/b]
Diesem Anfang wohnte ganz gewiss kein Zauber inne. Er war so glanzlos, wie man ihn nur denken kann: Am 20.November 1811 lässt sich der gerade einmal 24-jährige Friedrich Krupp von einem Notar in dem Landstädtchen Essen – das damals zum napoleonischen Großherzogtum Berg gehört– die Gründung einer Gussstahlfabrik bescheinigen. Der junge Krupp ist nicht unbedingt das, was man unter einem angehenden Aufsteiger oder Selfmademan versteht. Im Gegenteil: Die Krupps gehören zu den einflussreichen Familien der kleinen Stadt. Sie sind, im 16. Jahrhundert aus dem Niederländischen zugewandert, erfolgreiche Kaufleute gewesen und haben schon den Bürgermeister gestellt.
Auch war Friedrich Krupps »Gründungsakt« eigentlich ein Neustart, ein zweiter Versuch. Schon 1807 war der Jüngling in die Eisenverarbeitung eingestiegen. Damals hatte ihm seine Großmutter Helene Amalie kurzzeitig die Führung der Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade übertragen, einer der ersten Eisenhütten an der Ruhr überhaupt. Doch das Werk wurde verkauft; erst nach Großmutters Tod und als Erbe ihres Vermögens gelingt es Friedrich, ein Verfahren für die fabrikmäßige Herstellung von hochwertigem Gussstahl zu entwickeln. Es ist die »Nacherfindung« eines streng gehüteten englischen Verfahrens, Deutschland hinkt technisch noch mächtig hinterher.
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Deutsche Konzerne mit Geschichte und Tradition gibt es viele. Doch keiner ist so mythenumweht wie die Firma Krupp, die nächste Woche ihren 200. Gründungstag feiert. Wie aber ist dieser Mythos entstanden?[/b]
Diesem Anfang wohnte ganz gewiss kein Zauber inne. Er war so glanzlos, wie man ihn nur denken kann: Am 20.November 1811 lässt sich der gerade einmal 24-jährige Friedrich Krupp von einem Notar in dem Landstädtchen Essen – das damals zum napoleonischen Großherzogtum Berg gehört– die Gründung einer Gussstahlfabrik bescheinigen. Der junge Krupp ist nicht unbedingt das, was man unter einem angehenden Aufsteiger oder Selfmademan versteht. Im Gegenteil: Die Krupps gehören zu den einflussreichen Familien der kleinen Stadt. Sie sind, im 16. Jahrhundert aus dem Niederländischen zugewandert, erfolgreiche Kaufleute gewesen und haben schon den Bürgermeister gestellt.
Auch war Friedrich Krupps »Gründungsakt« eigentlich ein Neustart, ein zweiter Versuch. Schon 1807 war der Jüngling in die Eisenverarbeitung eingestiegen. Damals hatte ihm seine Großmutter Helene Amalie kurzzeitig die Führung der Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade übertragen, einer der ersten Eisenhütten an der Ruhr überhaupt. Doch das Werk wurde verkauft; erst nach Großmutters Tod und als Erbe ihres Vermögens gelingt es Friedrich, ein Verfahren für die fabrikmäßige Herstellung von hochwertigem Gussstahl zu entwickeln. Es ist die »Nacherfindung« eines streng gehüteten englischen Verfahrens, Deutschland hinkt technisch noch mächtig hinterher.
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